Real Scenes Berlin (Resident Advisor)

Resident Advisor hat heute einen neuen Teil ihrer Video-Doku Reihe veröffentlicht – Real Scenes Berlin. Manne, Tobi Rapp, Dimitri Hegemann, Dixon, Sammy Dee, die Renate und die Betreiber von Watergate und Weekend weisen den Weg durch die Stadt und bilden in den nur 18 Minuten einen doch gelungenen Querschnitt durch die Stadt. Vom Hausbesetzer bis zum Gefühl, wenn man zum ersten Mal in der Schlange steht und feststellt, dass hier kein Mensch deutsch spricht. Das ist alles irgendwie schon länger her und doch macht Berlin immer noch richtig viel Spaß.

Happy New Year!

happy new yearIch hab kurz nach 0 Uhr ein brennendes Dings von meiner Leuchtkugelbatterie ins Auge bekommen und schon war mir klar, dass eigentlich alles einfach immer weiter geht. Von wegen Neuanfang und so. Dieses Ritual, sich von Altem zu verabschieden und Neues zu begrüßen ist zwar schön und gut. Wer aber mit beginnender Erkältung und irgendeinem Scheiß im Auge den Neujahrstag begeht, der sieht doch alles gleich wieder viel nüchterner. Entweder ist immer Silvester oder niemals. Guckt man sich zudem halbwegs kritisch in der Welt um, so kann man eigentlich auch nur noch feststellen, dass ein Scheiß in Ordnung ist. Die Politik rüstet sich langsam aber sicher gegen das Volk und vermeintliche Sicherungsinstitutionen dagegen versagen nach und nach ihren Dienst. Immer schön nach Osten zeigen aber nicht vor der eigenen Tür kehren – Leute, das geht nicht lange gut! Mir kleinen Ost-Teenager hat vor circa 16 Jahren mal so ein alter Hippie gesagt, dass am Ende noch alles viel beschissener werden wird, als es in der DDR zuletzt war. Und wenn ich mich jetzt umhöre, dann muss ich doch leider feststellen, dass er höchstwahrscheinlich recht gehabt hat. Ratlos kratze ich alle mir bekannten Theorien zusammen und versuche die Fragen zu finden, die bisher keiner so explizit gestellt hat und weshalb auch die richtigen Antworten dazu fehlen. Ob ich mich nun an Ausblicke aus Vorlesungen zur Volkswirtschaftspolitik erinnere, Klimaforschung  oder den Maya-Kalender studiere, eins bleibt gleich: Es wird definitiv beschissen werden. Deshalb will ich wenigstens meinen Körper und Geist so fit wie möglich machen – auch weil mir mein Körper in den vergangenen Wochen ganz klar angesagt hat, dass es so nicht weiter geht. Notfalls höre ich eben sogar auf zu rauchen. So ist man wenigstens selbst noch handlungsfähig und hat vielleicht noch ne Chance.

Doch wie war das? Am Ende ist immer noch Musik da. Außerdem gilt wie für dieses Silvester-Dings im Auge sowieso immer: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird bzw. am Ende ist alles halb so wild. Mein Auge ist okay! Na bitte, es geht doch. Und zuletzt wird uns wohl nur die anscheinend einfachste und zugleich schwierigste aller Lösungen retten: Make love everybody, make love!

In diesem Sinne, keine Angst und auf ein Neues,

Deine Monday Edition

Doku: Requiem for Detroit

Detroit ist in dieser ersten Maiwoche wieder schwer vertreten – jedenfalls in meinen Newstickern – und vielleicht liegt’s auch ein bisschen am vergangenen 1. Mai Wochenende. Die Doku Requiem for Detroit passt da auch ganz hervorragend ins Programm, jetzt wo sich die Finanzkrise schleichend fortsetzt und in Griechenland angebliche Revolutionäre Bankangestellte an ihrem Arbeitsplatz verbrennen. Detroit war in den vergangenen 100 Jahren der Welt schon immer ein Stückchen voraus. Erst Henry Fords Fließband, die erste Krise, ein Kriegsboom, ein noch größerer Boom, die nächsten Krisen und in den letzten Jahrzehnten ist Downtown Detroit so richtig krachen gegangen. Requiem for Detroit zeigt nicht nur, wie krass es vor der Studiotür von so manchem meiner Lieblingsproduzenten aussieht – sie erklärt auch ziemlich gut, wie es dazu gekommen ist. Alles Neue macht der Mai… (via De:Bug)

Video: Another Cloud Reel… on Vimeo

Another Cloud Reel… from Delrious on Vimeo.

Footage shot over the summer of 2009 mostly in the San Francisco bay area.
Music by His Boy Elroy.

Zurück von der Fusion 2009 :)

Radio Island Interview mit Homo Elektrik Leipzig

homo elektrik interviewParty, music and politics – das nichtkommerzielle Partykollektiv homo elektrik aus Leipzig gibt es seit fast neun Jahren. Im Sommer organisieren die Leute von homo elektrik Raves unterm Sternenhimmel bis zum Sonnenaufgang. Bei schlechterem Wetter laden Sie zum Beispiel in alten Fabrikgeländen zum Tanz – und das nicht nur in Leipzig. Sie verstehen sich selbst als queeres Projekt und wollen die Leute bei (meist) minimaltechnoider Musik zum Tanzen und zum Nachdenken bringen. In der vergangenen Zeit hatten sie nach eigener Aussage eine kleine Reflexionsphase. Das Ergebnis: homo elektrik wird es auch weiterhin geben, Veränderungen aber auch… Bei Radio Island haben Antje und Mirko von homo elektrik im Interview die dringenden Fragen beantwortet.