Technics 1210 MK II

technics sl-1210 mk2Vergangene Woche ging ein Aufschrei durchs Netz. Es geht um den alten Haudegen und nahezu unkaputtbaren Technics 1210 Plattenspieler, zu welchem es angeblich nach De:Bug eine traurige Nachricht von Ian North, Sprecher von Panasonic Australien, gibt:

“It is a sad day today but due to low sales globally in analogue turntables a decision to stop production has been made on Technics Turntables. For Australia this means we will receive our last shipment in March”

Daraufhin fand man sich in Blogs und im Facebook zum kollektiven Trauern ein. Diejenigen, die zwischen Technik und Fortschritt immer noch einen streng linearen Zusammenhang annehmen, lästerten schon wieder hämisch, dass dies ein weiterer trauriger Tiefschlag für die depressive Zunft der ewig gestrigen Vinyl-DJs sei und ich saß hier wieder einmal etwas verwundert vor meinem Bildschirm. Denn erstens gibt es noch gar kein offizielles Statement dazu, zweitens weiß Panasonic Deutschland auch auf Anfrage von Electronic Beats nichts davon und drittens habe ich für das Zitat des Pressesprechers immer noch keine 1A Quelle gefunden. Außerdem gibt’s bei Scratchworks ein Posting zum selben Thema bereits aus dem Jahr 2007, man weiß nicht ob es vielleicht nur den MK2 betrifft oder den MK5 und wer Lust auf ein kleines Logikspiel hat, der kann ja auch noch das anstehende Weihnachtsgeschäft mit einbeziehen.

Und mal am Rand: Ich kann auf Vestax und Premium Numark Modellen genauso gut auflegen wie mit Technics. Und dieser Technics 1210er ist zwar auch meine erste Wahl, aber er ist nun mal auch nicht perfekt. Dieser 0%-Pitch Raster ist doch echt überflüssig und dank dieses Rasters ist auch der +/- 0,5% Pitchbereich nach ein paar Betriebsjahren nur noch ein Sumpf der Gleichlaufschwankungen. Das hält zwar fit im Kopf und steht vielleicht auch ein bisschen für dynamisches Mixing – aber gut ist was anderes. Von mir aus können sie den MK2 gerne gehen lassen. Nach den 35 Jahren seiner Produktionsgeschichte hat er ausreichend Gutes getan und ich kaufe mir beim nächsten Mal sowieso nur einen ohne Pitchraster. Hey Druffalo: Only after the last record has been played, only then will you find that the party is over – und solange ich hier am Start bin gilt zu jedem Zeitpunkt: Eine hab ich noch. :)

Updates kann man im Moment übrigens bei Scratchworx am Besten nachverfolgen und siehe da, die Zukunft sieht auf einmal gar nicht mehr so düster aus.

Bob Moog @ Red Bull Music Academy 2003

Die Lecture der Red Bull Music Academy mit Bob Moog, dem Erfinder und Entwickler der großartigen Moog Synthesizer, ist wieder online. Eine kurze Geschichtsstunde in Sachen elektronische Musik, eine Musiker-freundliche Einführung in die Funktionsweise eines Synthesizer und ein super sympathischer und inzwischen schon verstorbener Bob Moog. Essentiell!

Ableton Tutorial: Compression

Bei youtube gibt’s ein neues Tutorial Video zum Thema Compression. Am Beispiel Ableton wird gezeigt, wie man den Compressor einstellt und was man mit Ratio, Threshold, Attack und Release allgemein macht. Basics (via musotalk):


DIY Drum Machine

Bei d-touch.org gibt es eine DIY Drum Machine zum selber bauen und alles was du dazu benötigst ist Papier, Drucker, Schere und irgendwas, was man in die Schachteln tut. Sounddesign, the very analog way:

DIY Minimoog

free-minimoogMit den Klassikern der elektronischen Klangerzeugung ist das ja so eine Sache: die Einen verkaufen einen Synth nach dem anderen, weil die ja so viel Platz brauchen und es doch wirklich gute digitale Lösungen gibt – die Anderen können sich die analogen Geräte immer noch nicht leisten und so gibt’s immer mehr Replikate für den kleinen Geldbeutel. Neben Softmachines, wo man aktuell die TR-808 und die TB-303 als Kissen erwerben kann gibt es jetzt die ultimative Low-Budget Varriante: den DIY Minimoog als Bastelanleitung für den etwas anderen Scherenschnitt. Aus dem Papier-Minimoog kommt natürlich kein Ton – dafür gibt es aber den Minimoog V inzwischen in der 2.0 Version als VST-Plugin von Arturia. Aus dieser durchaus zeitgemäßen Mischung aus Hard- und Software kommt man dem originalen Sound dann schon verdammt nahe, ohne dafür gleich ein paar tausend Euro auf den Tisch zu legen. Einem Sound, der den hervorragenden Ruf genießt, dass man diesen nicht nur hören sondern auch sehen kann. (via Kraftfuttermischwerk / SynthGear)

Video Tutorials für Ableton, FL Studio, Logic & Reason

abletonBei Primeloops gibt’s ein paar kurze Tutorials / Tips and Tricks für Ableton, FL Studio, Logic & Reason. Ich hab mir bisher nur die Ableton Videos angesehen. Obwohl mich deren Komerztrance musikalisch kein bisschen überzeugt, gibt’s dennoch ein paar technische Inspirationen zu Sidechain -Gate, -Autofilter, -Compression und zum Arpeggiator abzustauben.