Newworldaquarium: Slices Feature 1-10

Momentan ist mir schon mehrmals diese Richie Hawtin Slices untergekommen, die man jetzt in voller Länge im sowieso sehenswerten Electronic Beats YouTube Channel ansehen kann. Da wir hier aber erst den Väth hatten und ich vorerst keinen weiteren Bedarf an Stars habe, sei hier nur am Rand darauf verwiesen. Stattdessen habe ich mich mal wieder bei Electronic Beats umgesehen. Hinter den Kulissen sind dort einige Veränderungen in Gang und beim groben Überblick habe ich dabei dieses Slices Feature für Newworldaquarium entdeckt. Das war bereits im Januar 2010 auf der Slices DVD und das ist immer noch so schön wie zeitlos: Ein Interview mit Jochem Newworldaquarium im verschneiten Plänterwald über seine wunderschöne Musik.

Doku: Sven Väth – Music Planet (arte 2001)

Ein kurzer Doku-Scan bei Youtube förderte diese arte-Doku über Sven Väth zutage. Diese ist aus dem Jahr 2000/01 und ist somit auch schon wieder 10 Jahre alt. Damals spielte Sven Väth noch am Sonntag der Loveparade im Tresor-Park, das Omen hatte er zu dessen 10. Geburtstag im Jahr 1998 gerade dicht gemacht und Cocoon war damals noch ein mobiles Club-Konzept. Sven Väth erzählt in vielen Interviews aber außerdem etwas über seine Jugend in Obertshausen, seine Beziehung zum Dorian Gray und dem Frankfurter Flughafen, OFF, Indien und Ibiza war damals auch schon ein großes Thema. Ich hab mit Sven Väth im Vergleich mit manch anderen eigentlich gar nichts zu tun. Die HR-Clubnight konnte man bei uns nur über Tapes hören und wenn er mal in der Nähe aufgelegt hat dann war es meistens so voll, dass ich dann auch gleich abgewunken habe. Trotzdem mag ich ihn. Zwei seiner Tracks haben es in meine Alltime-Favorites geschafft und so manche Worte dieser Doku sitzen auch 10 Jahre später noch zeitlos perfekt.

Maestro: Larry Levan & New York DJ Culture

Während mich diese Lieblingslisten 2010 überall schon jetzt ziemlich langweilen war ich gestern Abend auf der Suche nach einem schönen Film zum Abend und dabei habe ich beim Kraftfuttermischwerk Maestro ausgegraben. Das ist eine Doku über die Disco-Anfänge in New York und insbesondere über den legendären Larry Levan, der ab 1972 gemeinsam mit Frankie Knuckles als DJ im Club “The Gallery” begonnen hatte und besonders in der Zeit von 1977 bis 1987 die zentrale Figur der Paradise Garage war. Natürlich darf dabei auch David Mancuso nicht fehlen, der mit seinen semi-privaten Loft-Partys in der 70igern so ziemlich alles mit beeinflusst hat, was Disco und später House so besonders machen sollte. Es gibt super Hooklines, Master C&J Hits, üppig Pathos und ganz großartige Discogeschichten. Im vergangenen Jahr war der Film noch vollständig bei Google zu sehen. Die Zeiten sind leider vorbei und ein YouTube-Clip ist jetzt in deinem Land auch nicht mehr verfügbar. Es reicht trotzdem noch für eine wirklich gelungene und essentielle Abendunterhaltung.

Doku: Pump Up The Volume – A History of House Music

pump-up-the-volume-history-house-musicGestern Abend bin ich über die Channel 4 Dokumentation Pump Up The Volume – A History Of House Music auf Youtube gestolpert. Im  Jahr 2001 hat hier Carl Hindmarch die Geschichte von House Music aus britischer Perspektive erzählt und die beginnt mit Disco, der Paradise Garage in New York und im Warehouse Chicago um 1977. Besonders im Chicago der 80er hat der Film seine Stärken: Jesse Saunders und Vince Lawrence erzählen wie es so war, als sie 1984 On & On als erste House-Platte gepresst haben. Marshall Jefferson erklärt, warum genau diese Platte damals so wichtig war und wie es sich anfühlte, als House 1987 im Summer of Love wirklich zu einer gesellschaftlichen Revolution in Großbritannien geführt hat. Derrick May, Inner City und Techno dürfen natürlich auch nicht fehlen und selbst A Guy Called Gerald erzählt, wie er damals Voodoo Ray für die Hacienda in Manchester gemacht hat und wie schön es war, dass Pickering den Track dann auch tatsächlich gespielt hat. Und so weiter…

Doku: Requiem for Detroit

Detroit ist in dieser ersten Maiwoche wieder schwer vertreten – jedenfalls in meinen Newstickern – und vielleicht liegt’s auch ein bisschen am vergangenen 1. Mai Wochenende. Die Doku Requiem for Detroit passt da auch ganz hervorragend ins Programm, jetzt wo sich die Finanzkrise schleichend fortsetzt und in Griechenland angebliche Revolutionäre Bankangestellte an ihrem Arbeitsplatz verbrennen. Detroit war in den vergangenen 100 Jahren der Welt schon immer ein Stückchen voraus. Erst Henry Fords Fließband, die erste Krise, ein Kriegsboom, ein noch größerer Boom, die nächsten Krisen und in den letzten Jahrzehnten ist Downtown Detroit so richtig krachen gegangen. Requiem for Detroit zeigt nicht nur, wie krass es vor der Studiotür von so manchem meiner Lieblingsproduzenten aussieht – sie erklärt auch ziemlich gut, wie es dazu gekommen ist. Alles Neue macht der Mai… (via De:Bug)

Doku: To Have & To Hold

Es kommt eine neue Schallplatte äh Doku über die Schallplatte, auch Vinyl genannt, mit dem Titel To Have & To Hold. Sie gibt es in verschiedenen Formaten – in 7″ mit großem und kleinem Loch, 10″, 12″ und in Schwarz, Bunt mit Bild. Mit und ohne Cover, mit Stempel, in Plastik gefütterter Innenhülle oder auch ganz ohne. 33 und 45 Umdrehungen pro Minute. Ich bin mir sicher, davon hat schon manch einer gehört. Dieses schon seit  mindestens 20 Jahren tot gesagte Medium, welches zerkratzt, springt und nicht in mp3-Shops zu haben ist. Vinyl, das immer in Stapeln auftaucht und von welchem man schon mal ein paar Tausend bunkern kann. To Have & To Hold wird bestimmt ein ganz toller Film, denn es gibt nichts schöneres als Musik von Vinyl zu hören!

Moodymann @ Red Bull Music Academy London (RBMA 2010)

Kenny Dixon Jr., noch besser bekannt als Moodymann, ist on Tour: Nach dem klasse Set im Berghain vom Februar war  Moodymann in der vergangenen Woche Gast der Red Bull Music Academy in London. Das ist doch mal ein wirklicher Hammer, denn eigentlich gibt Kenny Dixon Jr. keine Interviews. Update: Und so richtig geil ist, dass es die RBMA Lecture mit Moodymann schon in voller Länge im Videostream gibt. Die ist jetzt Pflicht für alle!

It’s not what you do,
It’s how you do it.
You have to be comfortable in what you do,
And whatever you do,
Do it well!

Moodymann @ RBMA 2010

 

Fiorucci Made Me Hardcore (1999)

Bei Shape Deviation habe ich Fiorucci Made Me Hardcore entdeckt:

“Described by one commentator as the best thing they’d ever seen in a gallery, Fiorucci Made Me Hardcore is an extended paean to the unadulterated bliss of nocturnal abandon. A documentary of sorts, Leckey’s video chronicles the rites of passage experienced by successive generations of British (sub)urban youth”.
- Matthew Higgs, ArtForum
Fiorucci Made Me Hardcore uses found and original footage of discos and raves across Britain during the 70s, 80s and 90s. Details of clothing, technology, music and other cultural references surface briefly like uncanny folklore as the film explores a culture of collective leisure and consumption.

Doku: Lost In Music – Tekkno Trance

Lost In Music beschäftigt sich mit Techno 1992/94 in Deutschland. Im Sommer wurde diese Doku bereits durch die Blogs gereicht – da  war ich aber irgendwie Doku-gesättigt und hab das erst mal ignoriert. Ein nachträglicher Blick ins Techno Museum hat sich heute Abend dennoch gelohnt. In revolutionärer 92er Schnitttechnik zeigt die Doku Lost In Music zum Beispiel Sven Väth, dass er schon 92 gude Laune verbreiten konnte. Kid Paul, Westbam und anderen gelingt eine überraschend klare und realistische Vision, wie das mit dem Auflegen und Vinyl weitergehen wird – was mir nebenbei bewiesen hat, dass die Debatte um Digital/Analog/Vinyl schon immer irgendwo dazu gehört hat. Neben Einblicken in Lifestyle, Freiräume und Kultur der Celebration Generation erklärt Lost in Music außerdem, wie das mit der Technik und insbesondere mit dem Synthesizer funktioniert und das habe ich bisher selten so kompakt, verständlich und unterhaltsam gesehen. 45 Minuten Techno Museum auf Youtube für alle, die diese Doku noch nicht kennen: