In schöner Regelmäßigkeit verzaubert mich Tali Günther alias Eli Verveine mit einem neuen Mix, so auch heute wieder, pünktlich zum Start in die Woche. Diesmal ist es der aktuelle Podcast des Comfort Noise Blogs, der von Marius Neukom alias new_com aus Zürich ins Leben gerufen wurde. Darin verbindet Tali mal wieder mit viel Gefühl minimale Technotracks und deepe Houseplatten von Thomas Brinkmann bis Delano Smith. Der komplette Mitschnitt ist auf comfortnoise.com zu finden und bietet nebem einem kurzen Interview noch weitere 50 Minuten Musik. Bei Soundcloud gibt es die etwas kürzere Version, und diese landet jetzt erstmal auf meinem iPod:
Ähnlich wie das Kraftfuttermischwerk und einige weitere Seiten haben auch die Jungs vom Fatplastics Plattenladen hier in Jena dieses Jahr einen digitalen Adventskalender am Start – und der ist bis jetzt wirklich alles andere als schlecht gefüllt. Besonders stark fand ich bisher den Mix von Shape, welcher futuristischen RnB, Dubstep und satt bassgefüllten HipHop unter eine Haube bringt. Ein weiteres Highlight hält definitiv Türchen 7 bereit – dieses kommt zwar leider ohne Tracklist aus, bietet dafür aber allerfeinste Slowmodiscosoulballaden inklusive Jonathan Jeremiah’s “Happiness” im Quiet Village Remix. Schmelz. Mal schauen, was da in den nächsten Tagen noch so alles kommt. Endlich mal ein Kalender mit mehr Halbwertszeit als die üblichen Schokodinger, denn die sind ja in der Regel sowieso schon immer vorher leer gefuttert. Also ab dafür und jeden Tag ein Türchen geöffnet, äh, angehört:
Vor einigen Wochen ist das Album “Burgenland Dubs” von Ian Simmonds auf Musik Krause erschienen und ist heute mal wieder meine Platte des Tages. Daher wird es höchste Zeit es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist der dritte Longplayer auf Musik Krause, und da sich das Label noch nie mit 08/15 Großraumdiskothekenmusik abgegeben hat und oft auch eine sehr eigene Geige spielen will, ist Ian Simmonds dort sehr gut aufgehoben. Abseits von 4/4 Bassdrum und Tanzflächenengagement verbindet er elektronische Musik mit verkapselten Rhythmen und jazziger Attitüde. Bongobeats treffen auf analoge Sythies und vermischen sich mit akustischen Gitarren. Keine definierbare Schublade, sondern allumfassender Eklektizismus, der sich aus allem nur das Beste sucht. Spannend vom ersten bis zum letzten Track ist dieses Album kein Werk, was im Laufe der Nacht in Ekstase versetzen will, sondern bei dem man besser mal ein bisschen verweilt, um in die Tiefe der Komposition eintauchen zu können. Zwei der Songs waren schon auf vorhergehenden EPs veröffentlicht worden und sind daher nicht auf der Vinylversion enthalten. Das ist nicht so schlimm, da eine CD mit allen Tracks enthalten ist.
Der Waliser Ian Simmonds ist seit einigen Jahren hier in der Saale-Stadt Jena musikalisch aktiv. Vielleicht mögen ihn einige als Mitglied der Sandals aus London kennen, oder von seinem früheren Einzelprojekt Juryman. Trotzdem kann man nicht sagen, dass er nach kreativen Jahren in der Provinzstadt gestrandet wäre. Er war wohl mehr eine Punktlandung, um mit Hilfe von Freunden das kreative Potenzial noch stärker zu Bündeln. Einen tollen Überblick über das bisherige Schaffenswerk des Ian Simmonds bietet der aktuelle Freude am Tanzen Podcast, welcher mit kleinen Interviews von Simmonds toll aufgelockert ist. Auch meine drei persönlichen Favoriten werden dort angespielt: das orientalische ‘Sands of Tunis’, die ‘Wendelstein Variations’ und das großartige ‘Dance of Dancers’.
Also auf nach Burg Wendelstein. Anfahrtsweg unter: Hier klicken.
Letzte Kommentare
Also ich find das Album schwach. Don’t believe the hype! Techno kann er...
Gefällt mir
hab sie jetzt auch… gefiel mir jetzt beim komplett anhören viel, viel...
natürlich erinnere ich mich an Nebraska,an das nur so vor Vielfarbigk...
…worum es mir auch nicht ging. Für mich war der Track als Basis für ein...
schließe mich an!