Terrance McDonald: Spaced Out (MOS DEEP 003)

terrance mcdonald mos deep 003Die neue Terrance McDonaldSpaced Out auf dem Aroy Dee Label M>O>S MOS DEEP 003 ist auch so ein richtiger Knüller! Das ist zwar ein Repress und das Original hat Terrance McDonald bereits 1991 im zarten Alter von 16 Jahren auf Saber veröffentlicht – da weiß man gleich, woher der Wind weht. Es geht mir dabei auch nur um den A2 Track Back From Canada. Also das ist genau so ein House Track, wie ich ihn mir idealerweise vorstelle. Ein paar klassische, nach 80’s klingende Synths sind so durchaus immer noch total geil, ein bisschen Soundstream-Arrangement und dann noch diese Snare im Off… die wird selbst die Anhänger der im Moment so angesagten Technovolksmusik überzeugen. Sonst sind’s nur ein bisschen nervende Chicago Tracks aber genau dieser eine Track und alle sind glücklich, versprochen. Lieblingsplatte!

natural/electronic.system: Clubberia Podcast 043 (Part 1)

labyrinth 2009 natural electronic systemAm Wochenende ist mal wieder Zeit für The Labyrinth – dieses Open Air in Japan, bei dem Donato Dozzy regelmäßig das Abschluss-Set spielt und von dem man immer so viel Gutes hört. Auch 2010 sieht das LineUp wieder sehr viel versprechend aus und ich werde leider wieder nicht dabei sein. Dafür habe ich via mnml ssgs den japanischen Clubberia Podcast und das 2009 Labyrinth-Set von natural/electronic.system. aus Neapel entdeckt und dieser Podcast begleitet mich diese Woche im Auto-Repeat-Mode. Abseits der Peaktime ist besonders der Teil 1 dieses OpenAir Sets so richtig nach meinem Geschmack: Entspannt aber Techno, etwas dubby und dennoch voller Intensität – so wie ich mir das bei The Labyrinth generell vorstelle. Für meine nächste OpenAir Saison wünsche ich mir wieder viel mehr davon. Let’s Fly!

Uncanny Valley 001

uncanny valley 001Seit einer Woche gibt es die erste Veröffentlichung von Uncanny Valley im Laden und wir erleben einen ziemlich beeindruckenden Start des neuen Labels aus Dresden. Eine Rakete aus dem Tal der Ahnungslosen. Anscheinend hat’s nicht wirklich geschadet, dass es – durch die geographische Lage Dresdens und diesem Sendemast an der Autobahn bedingt – dort 40 Jahre lang kein West-Fernsehen gab. Und die Platte ist vor allem mit Liebe gemacht. Das merkt man, wenn die Künstler Thomas Fröhlich, Jacob Korn, Cuthead und Break SL jeweils ihren ganz eigenen Entwurf von House Music zur Blüte bringen, wobei mir die B-Seite besonders gut gefällt. Außerdem das Artwork, welches mir jedes Mal ein Lächeln entlockt. Da ist noch das Promo Hörspiel bei Coloradio, das einfach mal nur richtig sympathisch ist und zugleich alle möglichen Fragen zur Platte, zum Label beantwortet und nicht zuletzt der Uncanny Valley Floor beim Nachtdigital Festival, auf dem sie die Platte schon vom DJ-Pult aus verkauft haben – Love everywhere! So schießt Uncanny Valley 001 in der ersten Woche auf Platz eins der Clone Charts…

The Essential… Theo Parrish

Vor einigen Tagen schon erschien beim Fact Magazine ein neuer Teil der Essential-Reihe. Nach Brian Eno, Robert Hood oder auch Matthew Herbert dreht sich diesmal alles um Theo Parrish. Wer schonmal das Glück hatte, ein DJ-Set von ihm zu erleben, der weiß, dass man dabei vieles, aber bloß keinen Standard zu erwarten hat. So auch bei den Produktionen des Manns hinter dem Sound Signature Label, denn egal wie roh, dreckig, rau und teils auch verstörend seine Tracks anmuten mögen, eines sind sie am Ende meist immer: ziemlich genial. Oder wie es der Autor von Fact so schön zusammenfasst:

Some people brand Parrish an eccentric, a luddite, unpredictable, irrational. They ask each other on message boards – why does he play so loud? Why are his records pressed so raw? Why does he not play house music all night long? But the truth is that both his DJing philosophy and his abstract sound sculptures are grounded in the real world, reflecting the rawness of nature’s spontaneous unpredictability. This is music for people who can see the beauty in ugliness, for real djs who love real records, for real dancers who stay on the floor all night, written with real passion and real soul, mixed down on reel to reel. From the start of every 12” to the very end of the run-out groove, his music crackles with the surface noise of life in all its glorious imperfection.

Neben seiner Sound-Philosophie, seinem DJing und den frühen Helden stehen aber vor allem die – nach Meinung des Fact Magazine – zehn wichtigsten Produktionen von Theo Parrish im Zentrum des Artikels. Und da gibt es eigentlich nicht viel zu meckern, maximal zu ergänzen. Die tollen Ugly Edits finden ebenso Erwähnung wie meine Lieblinge Solitary Flight, Sound Sculptures 1 und das Album Parallel Dimensions. Um mindestens fünf Plätze würde ich die Liste allerdings erweitern wollen. Schließlich sollten auch der Übertrack Early Byrd, Ebonics, das tolle First Floor Album, mindestens eine Three Chairs 12″ und I Can Take It einen Platz finden. Aber egal wie, das Gute ist ja, dass auch ich noch längst nicht jeden Theo Parrish Track kenne und da in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch etliche essentielle Veröffentlichungen folgen werden. Angeblich in absehbarer Zeit auch auf einem deutschen Label, mal schauen.

Eli Verveine – Keep It Deep Guestmix

eli verveine keep it deep guestmixNachdem ich eben 5 Stunden neue Podcasts gecheckt habe und mir für den Moment nichts so richtig gepasst hat ist mir schließlich aufgefallen, dass ich noch gar nicht auf den Keep It Deep Guestmix von Eli Verveine hingewiesen habe. Dabei macht mir der Mix an diesem Vormittag wieder besonders viel Freude. Deeper Techno ohne Knüppel, trotzdem flott und eine Trackauswahl, die ich so komplett unterschreibe – passt perfekt!

Tracklist

DJ-T-1000 – Marina
Glory B. – Burn Breaker
Keith Worthy – Lost in Sound
Move D – Lush Summer Rain
Gadgets – Third Path
Bandulu – Platonic Bodies 2
Terry Lee Brown Jr. – Softpack (Dub’n’pack Edit)
Schatrax – Question of Timing
Ruoho Ruotsi – Vrng Sqrd
Lost Trax – Self Destruct Sequence
Paul Hannah – Advetures of a New Jack
DJ Qu – Be who you want
Thor – Aliens Don’t Boogie (Mr. G’s Freek Out Dub)

Shed – The Traveller (Ostgut Ton LP14)

shed the traveller ostgut lp14Heute Abend ist im Berghain Record Release Party zum neuen Shed Album The Traveller – offizieller Veröffentlichungstermin ist dann nächste Woche. Seit Montag läuft dafür die Promomaschine auf Volldampf – und ich glaube, das tut sie nahezu von ganz alleine. Es gibt einen Resident Advisor Podcast, das FACT-Magazin hat das Album schon vorab komplett im Stream, Shed mixt morgen das De:Bug-Groove Radio auf Fritz und im Shed-Interview der aktuellen De:Bug schlägt Anton Waldt vor lauter Lob rhetorische Purzelbäume:

…[auf] „The Traveller“ findet sich oberflächlich betrachtet kaum eine gerade Bassdrum. Aber der mächtige Vierviertel-Kick ist als Leerstelle ständig präsent und zwar so drängend, dass im Kopf des Zuhörers ein Sog entsteht, der zur fehlenden Bassdrum führt.

Hokus Pokus! Die Roots sind unüberhörbar UK-Hardcore. Wer mich ein wenig kennt der weiß, dass speziell Hardcore noch nie mein Ding war. Aber egal. Platten, auf denen solche Tracks wie 04 Atmo – Action zu finden sind, die kaufe ich. Und ein bisschen Hardcore kann nicht schaden – vor allem, wenn der Herbst jetzt langsam durch die Ritzen kriecht. Auf die Party heute Abend freue ich mich jedenfalls richtig. Die läuft für mich ungefähr so: Zeitig hingehen, denn Daniel Stefanik macht oben den Anfang. Dann unten Shed live, danach Surgeon und A Made Up Sound. In der Panorama Bar ist die ganze Nacht die KANN-Bande am Start – da kann gar nichts schief gehen. Und wenn schon harter Techno, dann ist Surgeon der Meister. Murder-Lineup!

Nicolas Jaar: Resident Advisor Podcast 211

nicolas jaar ra podcast 211Während ich sehr ernsthaft überlege, wie das hier mit Monday Edition weiter gehen kann, höre ich den Nicolas Jaar Resident Advisor Podcast 211 vom Juni. Es hat bestimmt schon jeder mitbekommen, dass ich hier seit einiger Zeit so ziemlich alleine schreibe und ich habe weder Kraft, Zeit noch Lust, das noch lange weiter im Einzelkämpfer-Mode zu machen. Der Podcast von Nicolas Jaar ist schon fast wie ne kleine Auszeit für mich und passt mir so sehr gut ins Programm. Für alle, die den Podcast verpasst haben, gibt’s noch eine Backup-Möglichkeit:

Tracklist (via mixesdb)

1.  Intro
2. DJ Cam & Cameo – Love Junkie (Dilla Rmx)
3. Alla Pugasheva – Shakespeare’s Sonnet
4. Mobb Deep – Right Back At You
5. Mobb Deep – Right Back At You (Instrumental)
6. Les MacCan – Benjamin
7. Ernest Rodgers – Willy The Chimney Sweeper
8. Allen Toussaint – St. James Infirmary
9. Aphex Twin – Qkthr
10. + Notori0us B.1.G. – Juicy (Acapella)
11. Tinariwen – Amassakoul ‚N‘ Tenere
12. + Marvin Gaye – I Heard It Trought The Grapevine (Acapella)
13. Dave Brubeck – Calcutta Blues vs Ricardo Villalobos – Tambours (From Enfants..)
14. + (Seth Troxler DJ TV Interview Miami WMC 2010)
15. Kalabrese – Desperate Man
16. LCD Soundsystem – You Wanted A Hit
17. Glass Candy – Miss Broadway
18. Iva Gocheva – Bring The Fire
19. Lhasa – What Kind Of Heart
20. Nicolas Jaar – Marks