Zur Zeit geht dieses Ableton-Tutorial-Video mit 101 Tipps für Ableton Live durch die Blogs, wobei hier das Verhältnis von 101 Tipps bei einer Video-Länge von 39:33 Minuten besonders beeindruckend ist – alle 23 Sekunden ein neuer Tipp, Trick oder Shortcut. Wow! Jason Timothy ist Profi-Abletontrainer und hält sich nicht mit irgendwelchen, meistens ja super langweiligen Selbstdarstellungen und Einleitungen auf. Stattdessen geht es gleich los. Die Soundbeispiele sind zudem äußerst kurz gehalten, so dass dieses Tutorial wirklich viele Ableton-Nutzer verwenden können, ohne dass irgendwer gleich Ohrenbluten bekommt. So solls sein! Einen Überblick über die einzelnen Tipps dieses Tutorials findet ihr in Jasons Blog.
Bei youtube gibt’s ein neues Tutorial Video zum Thema Compression. Am Beispiel Ableton wird gezeigt, wie man den Compressor einstellt und was man mit Ratio, Threshold, Attack und Release allgemein macht. Basics (via musotalk):
Bei Primeloops gibt’s ein paar kurze Tutorials / Tips and Tricks für Ableton, FL Studio, Logic & Reason. Ich hab mir bisher nur die Ableton Videos angesehen. Obwohl mich deren Komerztrance musikalisch kein bisschen überzeugt, gibt’s dennoch ein paar technische Inspirationen zu Sidechain -Gate, -Autofilter, -Compression und zum Arpeggiator abzustauben.
Ende des Monats wird der Controller für Ableton, der Akai APC 40, ausgeliefert. Mit 449 Euro ist man dabei…
Hier nochmal eine Übersicht der Features:
Konzipiert in enger Zusammenarbeit mit Ableton. Einzigartige Clip Matrix mit Multicolor-LEDs zeigt aktuellen Clip Status an. Keine Controller Zuweisung für Ableton Live notwendig. Exklusive bidirektionale Kommunikation zwischen dem APC40 und Ableton Live. Professionelles Feeling durch stabiles Metallgehäuse und Premium-Bedienelemente. Ableton Live Lite Akai APC40 Edition und kostenloses Upgrade Patch für Live Vollversionen im Lieferumfang enthalten. USB Plug-&-Play Verbindung für Mac und PC.
STL aka Stefan Laubner habe ich zum ersten Mal auf der Perlon 13 gehört, die im Jahr 2000 erschienen ist. Der Track Portside Waves war schon da ein kleines Kunstwerk des abstrakten Minimal House und schmiedet zusammen mit dem Villalobos/Dandy Jack Track auf der Flip ein nach wie vor frisches Kleinod für die ruhigen Momente. Seitdem hat Stefan Laubner eine ganze Reihe von Tracks auf seinem Label Something releast, die sich alle durch ihre wirklich außergewöhnliche Eigenständigkeit auszeichnen – irgendwo zwischen trocken-rohem Sequenzing, herausragender Experimentierfreude und absoluter Deepness. Und ich bin ein großer Fan seiner Platten geworden. Da ist zum Beispiel die Rain Interpretations LP, die auf der B-Seite mit Thunderstorm eine 21 Minuten Aufnahme eines einsetzenden und vorrüber ziehenden Gewitters samt Regen enthält. Ich nehme das immer wieder gern – mal als Intro, mal um der Technohölle noch einen sphärischen Kick oben drauf zu setzten. Oder Dangerzone, die herrlich schief rumpelnde Alarmsirene des Minimaltechnos. Oder ganz im Gegensatz Inner Silence von der letzten 51° North EP. Ein Track der so deep ist, dass man sich mühelos seine 13 Minuten endlos in ihm fallen lassen kann – aber nicht ohne dann doch mit dem Fuß zum locker jackenden Rhythmus zu wippen.
Im Januar ist sein neues Album Nocturnal Mixdowns erschienen und obwohl ich schon den anderen Platten einen Ehrenplatz auf Lebenszeit in meiner Sammlung eingeräumt habe, könnte das mein bisher absolutes STL-Lieblingsalbum werden. Es vereint für mich alle Facetten, die ich an Laubners Produktionen so sehr mag. The Taphead war mein Eingangsfavorit. Ein relativ zackig groovender Technotrack garniert mit Klängen aus Weltraum. Fog and Snow klingt wie eine neue Interpretation des oben erwähnten Inner Silence Tracks und kam mir gleich so seltsam bekannt vor. 2 Deep groovt 15 Minuten vor sich hin. Locker hätte Stefan Laubner die Kickdrum verschärfen können und mit einem Clap jubelnd die gesamte Minimaltechno Gemeinde hinter sich versammelt. Aber ein STL bleibt im Subtilem und lässt den Track nach und nach entschweben – ganz groß! Mir würde auch noch zu jedem der 4 weiteren Tracks ein kleines Loblied einfallen… 72 Minuten Entdeckungsreise auf 2×12″. Für heute, für morgen, für nächstes Jahr und in 10 Jahren auch noch.
PS und was an STL Platten außerdem besonders ist: Jede 12″ enthält ein paar Bonus Loops. Irgendwann habe ich mal die Eingebung gehabt, mir endlich all diese Loops durchzuhören und war echt verblüfft, welche Vielfalt sich mir in diesen kleinen Rillen abseits der Tracks darbot (und wie Techno die manchmal sind). Ich habe mich also hingesetzt und eine kleine Loop Session damit produziert. Es ist keine große Sache und auch nicht mein Diplom im kreativen Arrangieren, Mixing und Pre-Mastering. Aber vielleicht ist es eine kleine Inspiration, aus diesen eh schon super Something Platten noch ein bisschen mehr zu machen: