Letzte Nacht dachte ich, ich guck nicht richtig! Via Marc Schneider lese ich in der Facebook-Timeline: Aphex Twin – The Unreleased Ambient Works 1985-2012 Part 1 und Part 2! Der Link geht zu mehren Stunden “Megamix” bei Mixcloud. Da könnte man erstmal Verdacht schöpfen. Ist das jetzt wirklich wahr? Wie kommt denn der User kroniktronikboy überhaupt an die Unreleased Ambient Works? Hat er das DAT im Flugzeug gefunden? Ich hab mir gestern zuerst Part 2 angehört und vom Sound her gehe ich schwer davon aus, dass es tatsächlich die Unreleased Ambient Works von Aphex Twin sind! Es ist einfach so wunderbar. Und im Forum bei watmm hat sich kroniktronikboy übrigens schon als fast 15 jähriger Junge geoutet, der als erstes gleich mal ansagt, wie man die Mixes bei Mixcloud auch runterladen kann. Haha! Und wenn ihr dann mal bei kroniktronikboy nachseht, was der da noch so im Profil hat, dann setzt euch lieber hin: Boards of Canada, Pete Namlook, Surgeon, Depeche Mode, Kraftwerk, noch mehr Aphex Twin Mixes, etc pp. It’s all fun in the Peacefrog house in the Rephlex garden, groovers… oh yeah!
Was ich mache, wenn ich nicht blogge? Zum Beipspiel am Sonntag Abend in die Panorama Bar gehen und bei Move D durchtanzen. So geschehen vor genau einer Woche. Ich fand, Move D war in wirklich toller Form und soweit ich das beurteilen kann, hatten alle wirklich viel Spaß dabei. Für alle, die das jetzt noch nicht gehört haben… und los!
Ich hab am Wochenende einen Mix gefunden, dessen Aufzeichnung mir so noch gar nicht bewusst war und die dazu gleich mal 6 Stunden umfasst: Monday Edition live bei Spaß am Dienstag in der Paloma Bar Berlin vom Juli 2010. Schon wieder eineinhalb Jahre her! Ich bin eigentlich nicht so ein Freund von diesen Club-Aufzeichnungen. Ein Club-Set ist für den Club. Aber wenn es jetzt schon mal da ist, na gut. Es ist auch nicht so schlecht. Zwar wars teilweise ein ziemliches tingeltangel – dass heißt nicht so tight ausgewählt und gemixt, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Wenn ich gut in Form bin, gehen die Übergänge ja deutlich länger. Jedoch kannst du in Ansätzen schon erkennen, wo ich vielleicht hin wollte und ein paar Mal hab ich mich jetzt auch selbst überrascht.
Insgesamt geht das schon besser, doch bevor du dir heute 6 Stunden Radio anhörst…
Da entsteht momentan irgendwo ziwschen Magdeburg, Hamburg, Leipzig, Dresden, Essen, Halle, Berlin, Frankfurt und (guck an!) Erlangen ein neues Netzwerk, welches sich explizit um Soultunes kümmert! Dass eben diese Soultunes auch nicht vor geographischen Enklaven wie zum Beispiel Erlangen halt machen, dass weiß wohl niemand besser als Hombre Spunky vom Uncanny Valley. Mit unermüdlicher Energie werden bei seiner Suche nach den verborgenen Vinylschätzen nicht zuletzt sämtliche 1-Euro-Wühlkisten in den verstaubten Ecken der Plattenläden oder auf den Flohmärkten der Republik durchforstet. Und als ich mich erst letztens wieder fragte, was er da nur wieder für einen Killertrack raus gesucht hat, hörte ich schon wieder das triumphierende “1Euro”! Es geht eben nicht um Kohle, es geht um Soul – und Soul hat dieser Mix nicht zu knapp!
Ich bin gespannt, was das Soultunes Network in Zukunft noch alles so zu Tage fördert. Das gibt’s definitiv Potential.
Tracklist
1. Bon & Rau – Brothers & Sisters (Poodle Dub) / Smallville Records 2. Laid – Punch Up (Frankie Feliciano Original Edit) / Symple Sound 3. Gemini – We Are The Future / Classic 4. Agnès Presents Cavalier – Napoletano / Drumpoet Community 5. Baaz – See Below / Sthlmaudio Recordings 6. Skipson – Nice Like That / Raum Musik 7. Shoebox – Falling In The Right Place / Shoebox (Holland) 8. Ricardo Miranda – Urbanism / Rush Hour Recordings 9. Larry Heard – Deja Vu (Musaria Mix) / Innervisions 10. Jovonn – He’s More (Moov Beats) / Next Moov Records 11. The Deep – Dom Dom Jump (Original Mix) / Basenotic Records 12. Patchworks Ginger X Press – Brothers On The Slide (Jimpster Remix) / Still Music
Gerd Janson hat einen neuen Mix gemacht! Nachdem Clone zuletzt schon einige alte Schätze erfolgreich neu veröffentlicht hat, zieht jetzt Rush Hour die grandiosen Nu Groove Tracks aus dem Ärmel. Nu Groove ist ein legendäres New York House Label, auf dem zwischen 1988 und1992 Leute wie Bobby Konders, Formost Poets oder auch die Brüder Ronald and Rheji Burrell grandiose Tracks veröffentlicht haben.
Für die Burrell Brothers gibt’s im Februar also eine eigene Compilation und als Teaser dafür jetzt diesen Gerd Janson Mix. Aphrodisiac, N.Y. House’n Authority, Grey Area, Metro,… so schön kann modernes Music-Marketing sein. Im nächsten Monat gibt’s dann die zwei LP’s, eine 12″ und eine CD-Compilation beim Händler deines Vertrauens.
Letzten ist mir die externe Festplatte abgeschmiert und damit mein gesamtes Mix-Archiv. So unschön der Umstand war, so positive Nebenwirkungen hat sowas auch. Zum Beispiel musste ich mir mal Gedanken machen, was denn da jetzt alles fehlt und was mir davon wirklich noch wichtig ist. Sonsic Sunset – The Final Live FM Broadcast von Dave Siska stand dabei ziemlich schnell ganz oben auf dem Zettel!
Sonic Sunset war vor allem die Radio Sendung von Dave Siska und Matt MacQueen auf 89.3 FM WNUR Chicago, die am 15. September 2006 zum letzten mal live auf Sendung ging. An diesem Abend ist als Part 2 auch dieser Mix von Dave Siska entstanden. Ich habe ihn bis jetzt schon unglaublich oft gehört und er nutzt sich einfach nicht ab. Die Trackauswahl für sich ist schon toll. Doch das wirklich Besondere an diesem Mix ist die Stimmung die er transportiert – zwischen Melancholie, Liebe und ganz großem Glück. Dieser Mix atmet und ich habe jedes Mal von Neuem das Gefühl, ganz nah bei Dave Siska zu sein. Gänsehaut pur – ALL TIME FAVORITE!
PS: Zum Glück ist dieser Mix immer noch online und auf sonicsunset.com gibts auch ganz aktuelle Mixes.
Sonic Sunset: Final live FM broadcast – a retrospective (Part2)
Tracklist:
Kraftwerk – Computer Love – Computer World (WB) 1981 New Order – Everything’s Gone Green (Factory) 1981 Alden Tyrell – Love Explosion [Vox] (Viewlexx) 1999 Fingers Inc – Distant Planet (Trax) 1987 Remote_ – Public Service – Uninstall EP (Meanwhile) 2006 Adonis – No Way Back [Vocal] (Trax) 1986 Unit 4 – Body Dub [Freak Electrique Acid Dub remix] – Remixes EP (Clone) 2004 Aroy Dee – The Planets (M>O>S) 2003 3MB featuring Juan Atkins – Die Kosmichen Kuriere – Global Technological Innovations Vol 1 (New Electronica) 1993 Rhythim Is Rhythim – Strings of Life [Unreleased mix] – RetroTechno: Detroit Definitive (Network UK) 1991 Alex Cortex – Laconic LP (Source) 2000 Bandulu – Pacekeeper – Guidance (Infonet) 1993 Reload – Peschi – Theory of Evolution (Warp) 1995 Jeff Mills – Perfecture – Metropolis (Axis) 2000 CiM – By A River – Reference (De:Focus) 2000 Future Beat Alliance – Void – Disconnected (Delsin) 2001 Rene Lowe & Paul St. Hilaire – Faith [Vox] (False Tuned) 2003 Modus Vivendi – Modus Vivendi [Fade In Mix] (FNAC) 1993 David Siska – Reconcile – Null Du Jour (Reverie) 2006 7th Plain – Pearl – TEEX 3 (Volume) 1994
Wie ich im Interview zum neuen Keep It Deep Guest Mix von Helena Hauff erfahren habe, legt sie erst seit 2009 auf. Dafür hat Helena Hauff inzwischen aber wirklich beachtenswerte Erfolge erreicht. Von hier aus sieht es ja fast so aus, als ob sie in Hamburg nahezu jeden coolen Gast supporten darf oder ist es eher umgekehrt? Egal. Ihre Musikauswahl ist tight und ihre Einstellung ist die Richtige. Da lässt sich selbst die aktuelle Groove zu einem kurzen Portrait hinreißen…
Nachdem wir im März 2010 einen wirklichen schönen Housemix von ihr als Monday Edition Podcast hatten und mir erst letztens ihr Modifyer - Process Part 254 (Birds and other Instruments No. 1) noch nachträglich sehr positiv aufgefallen war, legt jetzt Helena Hauff für den Keep-It-Deep Guest Mix noch ein paar extra Jack-Kohlen in den Ofen. Gleich die erste Platte fönt mich weg und nach diversen Chicago-House / 303 Exkursionen (No Way Back) passt selbst Specters letzte Pipe Bomb butterweich in den Flow.
Die letzte Woche war für mich echt hart, so dass ich schließlich das Wochenende nur noch völlig fertig im Bett verbracht habe. Dieser Mix hat mich jedoch allem Stress zum Trotz wirklich super durch die Woche gebracht und bevor der Akku völlig runter war, hatte ich dank Helena Hauff immer noch ein Lächeln auf den Lippen. Besser als jeder Energydrink!
Zwei Schweden in Berlin: Joel Alter (Joel Alter/Jor-el) und Henrik Jonsson (Porn Sword Tobacco/Gunnar Jonsson) haben in diesem Jahr als Jonsson/Alter nicht nur ihr Debütalbum “Mod” mit fantastischen Tracks irgendwo zwischen Move D, Vladislav Delay und Matthew Herbert auf dem Label Kontra-Musik veröffentlicht, sondern waren auch mehrmals live zu sehen und hören. Unter anderem letzten Samstag wieder in der Panorama Bar.
Für jeden, der wie ich nicht dabei sein konnte, gibt es jetzt eine kleine Entschädigung, denn für den Blog Mnml Ssg haben Joel und Henrik ein knapp einstündiges Liveset irgendwo in der Sonnenallee aufgenommen – zumindest dem Titel nach. Und das versüsst mir in den vergangenen Tagen immer wieder die Arbeit am Computer, weil die Tracks voll analoger Synthesizer so wunderbar entschlackt und subtil grooven. Zwei, drei Zutaten reichen den beiden, und schon rollt ihr Schwedenexpress in Richtung Deepness, unaufhaltsam.
Prosumer ist momentan auf USA-Tour und war am Dienstag auch zu Gast bei Beats in Space in New York. Gestern Abend ist der Mix dann auch hier eingeflogen und jetzt muss ich mal eins loswerden: Prosumer ist definitiv mein DJ des Jahres! Ich hab ihn jetzt nicht so oft gehört, wie man das eventuell annehmen könnte wenn man schon den selben Wohnort teilt. Die paar Mal, die ich ihn aber doch gehört habe, waren wirklich ganz ganz große Klasse.
Wenn hier so ein Mix als mp3 neu einfliegt dann skippe ich immer erst grob durch, ob mir der Flow in diesem Moment überhaupt zusagt. Auf Play gedrückt und schon drehte sich das imaginäre Fragezeichen über meinem Kopf. Ob das jetzt wirklich die richtige Datei war? Skip Forward. Hmmm, skip, skip und dann zack – hat er mich schon wieder gekriegt und dieser Mix lief in auto-repeat. Es ist ungefähr so wie es bei Nachtdigital war. Erst gucken alle etwas skeptisch, was das nun wieder werden soll. Wenn Prosumer aber dann doch irgendwann leider wieder aufhört stellen alle Beteiligten jedes mal von Neuem fest, dass sie soeben außergewöhnlich viel Spaß aufm Dancefloor hatten. Das ihm das momentan so regelmäßig auf seine ganz persönliche Art gelingt, das ist wirklich was ganz Besonderes.
Das Wort Prosumer kommt übrigens ursprünglich von Alvin Toffler, der das 1980 in seinem Buch “The Thrid Wave” beschrieben hat. Ihr wisst sicherlich alle wer sich darauf noch berufen hat, oder? Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saundersson als sie damals das Techno-Ding begründet haben. Ganz tiefe Wurzeln sag ich nur und dieser Mix sei dir hiermit wirklich wärmstens ans Herz gelegt. So gut!
Tracklist
Steve Parks – Still Thining Of You – Reynolds Records Solo – Love Torn – Next Plateau Bob Chance – Jungle Talk – Morrhythm Twilight – Dance With Me – Ross Records Panash – Cheval – Atavisme Donnovan – I Can Make You Happy (Deeper Dubb) – R/Tyme Springboard – Be My Man – RJM Common feat Jill Scott – I Am Soul (Roy Davis Jr Remix/Sound Stream Reconstruction) Vil-N-X – What Cha Gonna Do – Island Noyze Dionne – Come Get My Lovin’ – Bigshot Candy J – Somethings They Never Change – Hotmix Scott Sellars – Let’s Dance Shall We? – Big Sound Works Noni – Be My (27th and 10th Ave Mix) – Prescription DJ Scott – Music Man (Late Mix) – Solid Grooves Renegades Of Rhythms – Cresent Lab 23 – Vigilante Norma Jean Bell – Love Me In The Rain – Pandamonium Aardvarck – (Just Washed) That Pig – Rush Hour Marvin Dash – A1 – Morris/Audio Ron Hardy – Liquid Love (Instrumental) John Beltran – Brilliant Food (Kassem Mosse & Mix Mup Remix) – Delsin Floating Points – Danger – Eglo Electric Funk – On A Journey (I Sing The Funk Eelctric) – Rams Horn Tata Vega – Get It Up For Love – Motown Rinder & Lewis – Lust – Derby Aphex Twin – Z Twig – Warp
The Story About You heißt das erste Album von Moomin, dass soeben bei Smallville erschienen ist. Wo ich auch hingucke ist man Moomin und seiner Ex-Frankfurter White-Clique um Oskar Offermann und Tristen wohlgesonnen – völlig zurecht und so auch hier! Es gibt ein schönes White Feature in der aktuellen De:Bug und selbst Der Spiegel lässt sich zu einer (zugegeben ziemlich sinnlosen und dennoch irgendwie positiven) Plattenkritik über The Story About You überreden. Nicht zuletzt schrieb Spacehall: Wat ne Möhre, dit Gelöt nehm ick mir mit…
Fehlte nur noch der Mix als moderner Promo-Sidekick für alle Zauderer und Unentschlossenen. Bitte schön. Für euch und für die Fans sowieso gibt’s seit Montag den Clubberia Podcast CB108.
Tracklist
Moomin – Doobiest / Smallville Ben Westbeech – Hang Around (Karizma’s Kaytronic Dub Mix) / Brownswood Recordings Moomin – Sunday Moon / WHITE Moomin – Love and .. / Laid Kowton– 117 / Ominira Moomin & Christopher Rau – Our Dream Of … / Unreleased STL – Silten State / Smallville Theo Parrish – Overyohead / Sound Signature LoSoul – Brother In Love / Playhouse Omar-S – Oasis #1 / Fxhe Records Moomin – Raw Like 97 / Smallville