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Doku: Pump Up The Volume – A History of House Music
Gestern Abend bin ich über die Channel 4 Dokumentation Pump Up The Volume – A History Of House Music auf Youtube gestolpert. Im Jahr 2001 hat hier Carl Hindmarch die Geschichte von House Music aus britischer Perspektive erzählt und die beginnt mit Disco, der Paradise Garage in New York und im Warehouse Chicago um 1977. Besonders im Chicago der 80er hat der Film seine Stärken: Jesse Saunders und Vince Lawrence erzählen wie es so war, als sie 1984 On & On als erste House-Platte gepresst haben. Marshall Jefferson erklärt, warum genau diese Platte damals so wichtig war und wie es sich anfühlte, als House 1987 im Summer of Love wirklich zu einer gesellschaftlichen Revolution in Großbritannien geführt hat. Derrick May, Inner City und Techno dürfen natürlich auch nicht fehlen und selbst A Guy Called Gerald erzählt, wie er damals Voodoo Ray für die Hacienda in Manchester gemacht hat und wie schön es war, dass Pickering den Track dann auch tatsächlich gespielt hat. Und so weiter…
Drexciya Interview mit Liz Copeland (Mai 2002)
Drexciya waren James Marcel Stinson und Gerald Donald aus Detroit. Stinson hatten wir erst kürzlich mit seinem Projektnamen The Other People Place als Platte des Tages und als Nachschlag gibt’s jetzt hier das einzige Derxciya Interview, welches er jemals im Radio gegeben hat – stellvertretend für Detroit Techno und so. Sehr schönes Interview! (via Henning Around)
Doku: Requiem for Detroit
Detroit ist in dieser ersten Maiwoche wieder schwer vertreten – jedenfalls in meinen Newstickern – und vielleicht liegt’s auch ein bisschen am vergangenen 1. Mai Wochenende. Die Doku Requiem for Detroit passt da auch ganz hervorragend ins Programm, jetzt wo sich die Finanzkrise schleichend fortsetzt und in Griechenland angebliche Revolutionäre Bankangestellte an ihrem Arbeitsplatz verbrennen. Detroit war in den vergangenen 100 Jahren der Welt schon immer ein Stückchen voraus. Erst Henry Fords Fließband, die erste Krise, ein Kriegsboom, ein noch größerer Boom, die nächsten Krisen und in den letzten Jahrzehnten ist Downtown Detroit so richtig krachen gegangen. Requiem for Detroit zeigt nicht nur, wie krass es vor der Studiotür von so manchem meiner Lieblingsproduzenten aussieht – sie erklärt auch ziemlich gut, wie es dazu gekommen ist. Alles Neue macht der Mai… (via De:Bug)
Doku: To Have & To Hold
Es kommt eine neue Schallplatte äh Doku über die Schallplatte, auch Vinyl genannt, mit dem Titel To Have & To Hold. Sie gibt es in verschiedenen Formaten – in 7″ mit großem und kleinem Loch, 10″, 12″ und in Schwarz, Bunt mit Bild. Mit und ohne Cover, mit Stempel, in Plastik gefütterter Innenhülle oder auch ganz ohne. 33 und 45 Umdrehungen pro Minute. Ich bin mir sicher, davon hat schon manch einer gehört. Dieses schon seit mindestens 20 Jahren tot gesagte Medium, welches zerkratzt, springt und nicht in mp3-Shops zu haben ist. Vinyl, das immer in Stapeln auftaucht und von welchem man schon mal ein paar Tausend bunkern kann. To Have & To Hold wird bestimmt ein ganz toller Film, denn es gibt nichts schöneres als Musik von Vinyl zu hören!
Moodymann @ Red Bull Music Academy London (RBMA 2010)
Kenny Dixon Jr., noch besser bekannt als Moodymann, ist on Tour: Nach dem klasse Set im Berghain vom Februar war Moodymann in der vergangenen Woche Gast der Red Bull Music Academy in London. Das ist doch mal ein wirklicher Hammer, denn eigentlich gibt Kenny Dixon Jr. keine Interviews. Update: Und so richtig geil ist, dass es die RBMA Lecture mit Moodymann schon in voller Länge im Videostream gibt. Die ist jetzt Pflicht für alle!
It’s not what you do,
It’s how you do it.
You have to be comfortable in what you do,
And whatever you do,
Do it well!Moodymann @ RBMA 2010
Fiorucci Made Me Hardcore (1999)
Bei Shape Deviation habe ich Fiorucci Made Me Hardcore entdeckt:
“Described by one commentator as the best thing they’d ever seen in a gallery, Fiorucci Made Me Hardcore is an extended paean to the unadulterated bliss of nocturnal abandon. A documentary of sorts, Leckey’s video chronicles the rites of passage experienced by successive generations of British (sub)urban youth”.
- Matthew Higgs, ArtForum
Fiorucci Made Me Hardcore uses found and original footage of discos and raves across Britain during the 70s, 80s and 90s. Details of clothing, technology, music and other cultural references surface briefly like uncanny folklore as the film explores a culture of collective leisure and consumption.
Doku: Lost In Music – Tekkno Trance
Lost In Music beschäftigt sich mit Techno 1992/94 in Deutschland. Im Sommer wurde diese Doku bereits durch die Blogs gereicht – da war ich aber irgendwie Doku-gesättigt und hab das erst mal ignoriert. Ein nachträglicher Blick ins Techno Museum hat sich heute Abend dennoch gelohnt. In revolutionärer 92er Schnitttechnik zeigt die Doku Lost In Music zum Beispiel Sven Väth, dass er schon 92 gude Laune verbreiten konnte. Kid Paul, Westbam und anderen gelingt eine überraschend klare und realistische Vision, wie das mit dem Auflegen und Vinyl weitergehen wird – was mir nebenbei bewiesen hat, dass die Debatte um Digital/Analog/Vinyl schon immer irgendwo dazu gehört hat. Neben Einblicken in Lifestyle, Freiräume und Kultur der Celebration Generation erklärt Lost in Music außerdem, wie das mit der Technik und insbesondere mit dem Synthesizer funktioniert und das habe ich bisher selten so kompakt, verständlich und unterhaltsam gesehen. 45 Minuten Techno Museum auf Youtube für alle, die den noch nicht kennen:
Wildbirds & Peacedrums – My Heart
Das ist mal ein großartiges Musikvideo und ein wirklich toller Song! Das schwedische Duo Wildbirds & Peacedrums hat das übrigens gerade erst als Single veröffentlicht. You see i´m lost without your rhythm…
(via Laura)
Jeff Mills & Octave One: Purpose Maker Mix
Zum Wochenende gibt’s noch was – den Purpose Maker Mix von Jeff Mills, welcher 2004 auf der Exhibitionist Session einer der 4 Mixes der DVD war. Neben dem Purpose Maker Tracks, die ich immer noch gern spiele – doch jetzt irgendwo bei -6% pitche, kommt als besonderes Highlight im zweiten Video bei 5:19 der Fade zu einem kleinen Live-Intermezzo mit den Burden Brüdern aka Random Noise Generation und vielleicht noch besser bekannt als Octave One. Mensch, die hab ich auch 2006 das letzte Mal live gesehen, in der Distillery und das war doch ziemliche Klasse! Das aktuelle Album ist leider ein Schuss in den Ofen, aber nachdem ich mich erst letztes Wochenende bei Robert Hood wieder selbst überzeugt habe, dass sich eine Detroit-Session meistens lohnt, sind Octave One beim nächsten Mal in Berlin wieder fällig. Danke an Henning und viel Spaß.
Redshape Feature from Slices 01-08
BBC Doku: Synth Britannia
Am Montag hat mich mein Lieblingsmusikmagazin De:Bug über diese Doku Synth Bitannia der BBC informiert und ich schließe mich an dieser Stelle dieser Empfehlung ohne Vorbehalte an. Ein bisschen blöd ist es, dass der normale Zugang zum Video über die Streamingseite der BBC für Nutzer ohne englische IP leider verwehrt bleibt, aber über die doch größtenteils bekannten und hier angedeuteten Umwege klappt das natürlich trotzdem. Dann geht’s mit Kraftwerk, Gary Numan, Depeche Mode, Throbbing Gristle etc pp, schönen Interviews und vor allem Vintage Synths satt zurück in die 80er, als Synthesizer plötzlich die Top of the Pops und die Charts stürmten.
Letzte Kommentare
hab sie jetzt auch… gefiel mir jetzt beim komplett anhören viel, viel...
surgeon übrigens mit ableton: gut gestartet …und vertendelt. schade....
natürlich erinnere ich mich an Nebraska,an das nur so vor Vielfarbigk...
…worum es mir auch nicht ging. Für mich war der Track als Basis für ein...
schließe mich an!
kennt jemand den track bei 40 min?