Kenny Dixon Jr., noch besser bekannt als Moodymann, ist on Tour: Nach dem klasse Set im Berghain vom Februar war Moodymann in der vergangenen Woche Gast der Red Bull Music Academy in London. Das ist doch mal ein wirklicher Hammer, denn eigentlich gibt Kenny Dixon Jr. keine Interviews. Update: Und so richtig geil ist, dass es die RBMA Lecture mit Moodymann schon in voller Länge im Videostream gibt. Die ist jetzt Pflicht für alle!
It’s not what you,
It’s how you do it.
You have to be comfortable in what you do,
And whatever you do,
Do it well!
Bei Shape Deviation habe ich Fiorucci Made Me Hardcore entdeckt:
“Described by one commentator as the best thing they’d ever seen in a gallery, Fiorucci Made Me Hardcore is an extended paean to the unadulterated bliss of nocturnal abandon. A documentary of sorts, Leckey’s video chronicles the rites of passage experienced by successive generations of British (sub)urban youth”.
- Matthew Higgs, ArtForum Fiorucci Made Me Hardcore uses found and original footage of discos and raves across Britain during the 70s, 80s and 90s. Details of clothing, technology, music and other cultural references surface briefly like uncanny folklore as the film explores a culture of collective leisure and consumption.
Lost In Music beschäftigt sich mit Techno 1992/94 in Deutschland. Im Sommer wurde diese Doku bereits durch die Blogs gereicht – da war ich aber irgendwie Doku-gesättigt und hab das erst mal ignoriert. Ein nachträglicher Blick ins Techno Museum hat sich heute Abend dennoch gelohnt. In revolutionärer 92er Schnitttechnik zeigt die Doku Lost In Music zum Beispiel Sven Väth, dass er schon 92 gude Laune verbreiten konnte. Kid Paul, Westbam und anderen gelingt eine überraschend klare und realistische Vision, wie das mit dem Auflegen und Vinyl weitergehen wird – was mir nebenbei bewiesen hat, dass die Debatte um Digital/Analog/Vinyl schon immer irgendwo dazu gehört hat. Neben Einblicken in Lifestyle, Freiräume und Kultur der Celebration Generation erklärt Lost in Music außerdem, wie das mit der Technik und insbesondere mit dem Synthesizer funktioniert und das habe ich bisher selten so kompakt, verständlich und unterhaltsam gesehen. 45 Minuten Techno Museum auf Youtube für alle, die den noch nicht kennen:
Das ist mal ein großartiges Musikvideo und ein wirklich toller Song! Das schwedische Duo Wildbirds & Peacedrums hat das übrigens gerade erst als Single veröffentlicht. You see i´m lost without your rhythm…
Zum Wochenende gibt’s noch was – den Purpose Maker Mix von Jeff Mills, welcher 2004 auf der Exhibitionist Session einer der 4 Mixes der DVD war. Neben dem Purpose Maker Tracks, die ich immer noch gern spiele – doch jetzt irgendwo bei -6% pitche, kommt als besonderes Highlight im zweiten Video bei 5:19 der Fade zu einem kleinen Live-Intermezzo mit den Burden Brüdern aka Random Noise Generation und vielleicht noch besser bekannt als Octave One. Mensch, die hab ich auch 2006 das letzte Mal live gesehen, in der Distillery und das war doch ziemliche Klasse! Das aktuelle Album ist leider ein Schuss in den Ofen, aber nachdem ich mich erst letztes Wochenende bei Robert Hood wieder selbst überzeugt habe, dass sich eine Detroit-Session meistens lohnt, sind Octave One beim nächsten Mal in Berlin wieder fällig. Danke an Henning und viel Spaß.
Am Montag hat mich mein Lieblingsmusikmagazin De:Bug über diese Doku Synth Bitannia der BBC informiert und ich schließe mich an dieser Stelle dieser Empfehlung ohne Vorbehalte an. Ein bisschen blöd ist es, dass der normale Zugang zum Video über die Streamingseite der BBC für Nutzer ohne englische IP leider verwehrt bleibt, aber über die doch größtenteils bekannten und hier angedeuteten Umwege klappt das natürlich trotzdem. Dann geht’s mit Kraftwerk, Gary Numan, Depeche Mode, Throbbing Gristle etc pp, schönen Interviews und vor allem Vintage Synths satt zurück in die 80er, als Synthesizer plötzlich die Top of the Pops und die Charts stürmten.
Das Doppel-LP Debüt der beiden in Holland lebenden Israelis Juju & Jordash steht seit dieser Woche im Laden. Das kommt mir irgendwie wie eine ganz alte Neuigkeit vor, was vermutlich daran liegt, dass die Entstehung dieser Platte über Myspace und Facebook bestens dokumentiert ist und J&J schon lange vorab kleinere Teaser und Pröbchen ins Netz gestellt haben, und vor kurzem auch das ganze Album als Stream. Zu guter letzt gibt es nun endlich auch das Vinyl – und sehr hübsch ist es geworden, in pastelliger Wortgrafik.
Juju & Jordash machen freigeistige Tanzmusik, House Music ja, aber House Music die sich nicht von Vorbildern oder Genres einschränken lassen will. Und das ist gut so. So ist ihr unbetiteltes Debütalbum eine sehr bunte Mischung aus langsamen bis schnellen, geraden bis ungeraden Tracks, die mal mit einer Oldschool Produktion kokettieren, wie der Hit Deep Blue Meanies, mal tief in Dubtechno abtauchen, wie Quasi, oder auch mal den geraden Beat sein lassen und Reggae oder sephardische Klassik zitieren. Zusammengehalten wird das von einer immer leicht psychedelisch abgetrippten Stimmung, die aber immer in Geschichtsbewusstsein und Soul/Jazz geerdet ist. Am besten gefällt mir das wenn dabei Sounds und Traditionen zusammenkommen, die eigentlich nicht zusammen können, aber doch aufs beste harmonieren, wie im wunderbaren, adäquat betitelten Jazzy Trance.
Tracklist
1. Deep Blue Meanies
2. Jugdish
3. Pulse A Denura
4. Time Slip Remix
5. Dirty Spikes
6. Jazzy Trance
7. Quasi (Ruff Dub)
8. Niks
Letzte Kommentare
nachschlag̷ 0; http://redbullm usicacademyradi o.com/shows/249 7/
mnml ssgs hat speaking in code auch schon gesehen und ein review dazu...
tolle platte;)… bei mir läuft grad der neue lwe mit ed davenport auf...
yeah! :-)
und skudge 002 ist auch schon im anflug :)
super ding… http://soundclo ud.com/daniel-j ahn/sets/dan...