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Artikel Tagged ‘Doku’

The Alchemists of Sound: BBC Radiophonic Workshop

7. Dezember 2011 2 Kommentare

delia derbyshire bbc radiophonic workshopDas ist heute der 500ste Monday Edition Artikel! Nach einiger Überlegung habe ich für dieses kleine Jubiläum die BBC-Doku The Alchemists of Sound von 2003 ausgesucht. Hier geht es um den BBC Radiophonic Workshop. Zwischen 1958 und 1998 kümmerte man sich hier im legendären Room 13 der Maida Vale Studios in London um neue Musik und Effekte für die BBC.

Der BBC Radiophonic Workshop ist für uns vor allem wegen Delia Derbyshire auch heute noch interessant. Sie war es, die dort das Bandmaschinen Beat-Matching perfektionierte und dort mit ihren Kollegen aus Tape-Loops und einem Ring-Modulator wirklich innovative Musik erschuf.

Es ist nicht nur der berühmte Titel Track für Dr. Who, der noch 40 Jahre später nichts von seiner Magie verloren hat. Im Fundus von Delia Derbyshire finden sich z.B. auch großartige Ambient-Soundkollagen und sogar Tracks, die noch heute als lupenreine Minimal-Dancetracks durchgehen.

 

KategorienTechnik, Video

Doku: Vinylmania

8. November 2011 Keine Kommentare

doku vinylmania arteMal ehrlich: Im Gegensatz zu den Problemen, die momentan sonst noch so auf einen eindonnern, ist alles was mit Vinylmania zu tun hat doch wirklich nur Kinderquatsch mit Michael. Und doch bleibt Vinyl neben Live einfach die schönste Art, Musik zu hören. Zuerst sollte Vinyl von der CD beerdigt werden und es ist nicht passiert. Zwar längst in die Nische verdrängt hat die gute alte Schallplatte doch überlebt und es ging ihr dort lange Zeit prächtig. Mit mp3 und der ganzen Computertechnik schien Vinyl vor einigen Jahren dann endgültig vor dem aus. Die meisten Plattenläden mussten schließen, Vertriebe wurden zahlungsunfähig, Labels und Künstler verdienten kein Geld mehr – die Vinyl-Apokalypse schien nahe!

Doch wenn man heute zu langsam ist, dann guckt man der Schallplatte nur noch hinterher. Es scheint so, als gäbe es manchmal sogar viel zu wenig Schallplatten, um die Nachfrage zu befriedigen. Immer mehr Releases werden wieder immer häufiger nachgepresst und auch verkauft. Die De:Bug macht ein drei Ausgaben umfassendes Special über Vinyl und die Sticheleien der mp3-Traktoren in Richtung Vinyl reißen einfach nicht ab. Vinyl ist relevant geblieben. Ich wette bei all jenen, die ihre Schallplattensammlung einst digitalisiert und verkauft haben, kommt manchmal sogar ein leiser Zweifel hoch, ob das nicht vielleicht doch ein Fehler gewesen ist.

Was ist also dran am Vinyl? Warum verlieren sich die Menschen trotz unzähligen, viel praktischeren Alternativen nur zu gern darin und warum bricht bei so vielen Menschen schon beim ersten Plattenkauf die Vinylmania aus? Einige Erklärungsversuche dazu und ganz viel Liebe gibt’s noch bis Donnerstag Abend in dieser Doku auf Arte+7.

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Doku: Zeitgeist Stammheim Kassel

28. September 2011 1 Kommentar

doku zeitgeist stammheim kasselIch persönlich war ja nie im Stammheim Kassel oder gar im Aufschwung Ost. Ich hab zwar damals an nahezu jedem Wochenende das Auto quer durch die Republik gesteuert, aber voraussichtliche 3,5 Stunden Fahrzeit für eine Strecke durch den Südharz ohne Autobahn und die dann auch wieder zurück – da war zum Beispiel Berlin für uns schon immer komfortabler. Was natürlich nicht heißt, dass wir die Line-Ups auf den Flyern von Brinkmann und Kopetzki nicht gesehen hätten. Ob man in der Groove, im 1000° oder im Partysan blätterte: Das Stammheim war überall und immer ganz vorn mit dabei.

Die Doku Zeitgeist Stammheim erinnert an diesen Club, der Kassel einst glanzvoll auf der Technolandkarte platzierte und der Stadt neben der Documenta und dem Herkules wenigstens einen Lichtpunkt im Nachtleben gab. Es verwundert mich nicht, dass es dort eine unglaubliche Mühe war, einen solchen Technoclub zu betreiben. Wenn man da heute mal allgemein im Ort nachfragt, dann heißt es meistens nur, dass es ein übler Drogenladen war. Aber so einfach ist es nicht. Es war meistens harter Techno und sicher gab es auch viele Drogen. Was aber die Technokultur nicht nur im Stammheim Kassel ausgemacht hat, das kann man in dieser Doku schon sehr gut erahnen. Beim super Doku-Soundtrack fängt es schon mal an und beim Spaß dabei hört es auch nicht gleich wieder auf.

Wer hier genau zuhört, der kann zum Beispiel auch erfahren, was Techno-Glück eigentlich ausmacht und das es auch nichts bringt, nur den alten Zeiten hinterher zu hängen! Es geht eben auch um die Beziehungen zwischen den Menschen. Das sich eben keiner irgendwie besser fühlt als der Andere. Das wenigstens mal kurz aufgehört wird, aus irgendwelchen gegebenen Zufälligkeiten wie Elternhaus, Herkunft oder sonstigen Hierarchie-Kategorien abzuleiten, dass man die besseren Bedingungen und auch den helleren Himmel verdient. Und die Geburt von unserem Comichelden Hotze wird nebenbei auch noch besprochen. (via thelastbeat)

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Real Scenes Berlin (Resident Advisor)

6. September 2011 Keine Kommentare

real scenes berlin resident advisorResident Advisor hat heute einen neuen Teil ihrer Video-Doku Reihe veröffentlicht – Real Scenes Berlin. Manne, Tobi Rapp, Dimitri Hegemann, Dixon, Sammy Dee, die Renate und die Betreiber von Watergate und Weekend weisen den Weg durch die Stadt und bilden in den nur 18 Minuten einen doch gelungenen Querschnitt durch die Stadt. Vom Hausbesetzer bis zum Gefühl, wenn man zum ersten Mal in der Schlange steht und feststellt, dass hier kein Mensch deutsch spricht. Das ist alles irgendwie schon länger her.

Und doch macht Berlin immer noch richtig viel Spaß. Das Musik-Programm ist jede Woche irgendwo unglaublich gut. Es ist auch bei bestmöglicher Vorauswahl einfach unmöglich, alles zu erleben. Es gibt Touri-Clubs, die man nur ausnahmsweise mal besucht. Jene, die für mich auch ein soziales Umfeld haben und jene, bei denen es jedes Wochenende auf der Kippe steht. Dabei ist es ja schon so, dass Gäste wirklich willkommen sind. Nur ist dieses House-Techno-Club Ding eben doch mehr als nur Balztanzstätte mit Tränke und das kann man je Abend immer nur einer relativ kleinen Zahl an Frischlingen vermitteln. So bleibt’s aber auch spannend und plötzlich sitzt man dann doch wieder da und denkt so, wow – voll schön!

Als ich schließlich vor ein paar Jahren ganz nach Berlin gezogen bin, wurde ich von einem Berliner zu meinen Plänen interviewt. Naja. Ob ich denn jetzt viel ausgehen würde? Na klar. Damit war dann auch erstmal alles gesagt. Das Schöne ist, dass Berlin seinen Menschen die Zeit gibt, die sie brauchen und die Stadt genügend Orte hatte und noch hat, an denen sich Menschen begegnen, sich ausprobieren und entwickeln können. Genau das macht Berlin so kreativ, genau deshalb kommen so viele. Nun steigen die Mieten und der Schlendrian funktioniert nicht mehr gar so lange. Trotzdem, Danke Berlin!

 

KategorienFreiraum, Video

Real Scenes: Detroit (Resident Advisor)

11. August 2011 Keine Kommentare

real scenes detroitWenn ich momentan einmal durch die Timeline des Sozialen Netzwerks scrolle, dann war Real Scenes: Detroit, eine Doku von Resident Advisor, in dieser Woche das wohl am meisten geteilte Musik-Video. Und irgendwie passt es auch zu den Riots in London.

Detroit, ihr wisst schon: einstige Metropole der Fließfertigung, musikalisches Zentrum der USA weit über Motown hinaus und Geburtsstadt von Techno – nun sozialer Abgrund und Detroit Wildlife. Ich hab es sehr schnell gespürt, dass die Musik aus den Extremen dieser Stadt eine ganz besondere Energie hat. Zugegeben, einige Tracks waren manches mal sehr melodramatisch und doch scheint man in Detroit oft den musikalischen Weg zum Ziel um einiges direkter zu finden.

Vielleicht ist das auch so, weil Detroit besonders in den letzten 30 Jahren dem Rest der Welt einfach immer ein paar Schritte voraus war. Und als dann anderswo die gleiche Scheiße am kochen war und dort die Musik zu den neu entstandenen Problemen und Stimmungen erst gefunden werden musste, hatte man das in Detroit bereits durch.

Musikalisch habe ich von Detroit jedenfalls sehr viel gelernt. Für den Anfang können jetzt vielleicht auch London und andere Städte was aus Real Scenes Detroit lernen. Besonders von Mike Huckaby, der hier seinen Fokus so wunderbar in die Zukunft richtet.

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Newworldaquarium: Slices Feature 1-10

Momentan ist mir schon mehrmals diese Richie Hawtin Slices untergekommen, die man jetzt in voller Länge im sowieso sehenswerten Electronic Beats YouTube Channel ansehen kann. Da wir hier aber erst den Väth hatten und ich vorerst keinen weiteren Bedarf an Stars habe, sei hier nur am Rand darauf verwiesen. Stattdessen habe ich mich mal wieder bei Electronic Beats umgesehen. Hinter den Kulissen sind dort einige Veränderungen in Gang und beim groben Überblick habe ich dabei dieses Slices Feature für Newworldaquarium entdeckt. Das war bereits im Januar 2010 auf der Slices DVD und das ist immer noch so schön wie zeitlos: Ein Interview mit Jochem Newworldaquarium im verschneiten Plänterwald über seine wunderschöne Musik.

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Doku: Sven Väth – Music Planet (arte 2001)

sven vath arte music planet dokuEin kurzer Doku-Scan bei Youtube förderte diese arte-Doku über Sven Väth zutage. Diese ist aus dem Jahr 2000/01 und ist somit auch schon wieder 10 Jahre alt. Damals spielte Sven Väth noch am Sonntag der Loveparade im Tresor-Park, das Omen hatte er zu dessen 10. Geburtstag im Jahr 1998 gerade dicht gemacht und Cocoon war damals noch ein mobiles Club-Konzept. Sven Väth erzählt in vielen Interviews aber außerdem etwas über seine Jugend in Obertshausen, seine Beziehung zum Dorian Gray und dem Frankfurter Flughafen, OFF, Indien und Ibiza war damals auch schon ein großes Thema. Ich hab mit Sven Väth im Vergleich mit manch anderen eigentlich gar nichts zu tun. Die HR-Clubnight konnte man bei uns nur über Tapes hören und wenn er mal in der Nähe aufgelegt hat dann war es meistens so voll, dass ich dann auch gleich abgewunken habe. Trotzdem mag ich ihn. Zwei seiner Tracks haben es in meine Alltime-Favorites geschafft und so manche Worte dieser Doku sitzen auch 10 Jahre später noch zeitlos perfekt.

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Maestro: Larry Levan & New York DJ Culture

15. Dezember 2010 Keine Kommentare

maestroWährend mich diese Lieblingslisten 2010 überall schon jetzt ziemlich langweilen war ich gestern Abend auf der Suche nach einem schönen Film zum Abend und dabei habe ich beim Kraftfuttermischwerk Maestro ausgegraben. Das ist eine Doku über die Disco-Anfänge in New York und insbesondere über den legendären Larry Levan, der ab 1972 gemeinsam mit Frankie Knuckles als DJ im Club “The Gallery” begonnen hatte und besonders in der Zeit von 1977 bis 1987 die zentrale Figur der Paradise Garage war. Natürlich darf dabei auch David Mancuso nicht fehlen, der mit seinen semi-privaten Loft-Partys in der 70igern so ziemlich alles mit beeinflusst hat, was Disco und später House so besonders machen sollte. Es gibt super Hooklines, Master C&J Hits, üppig Pathos und ganz großartige Discogeschichten. Im vergangenen Jahr war der Film noch vollständig bei Google zu sehen. Die Zeiten sind leider vorbei und ein YouTube-Clip ist jetzt in deinem Land auch nicht mehr verfügbar. Es reicht trotzdem noch für eine wirklich gelungene und essentielle Abendunterhaltung.

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Doku: Pump Up The Volume – A History of House Music

20. Juli 2010 1 Kommentar

pump-up-the-volume-history-house-musicGestern Abend bin ich über die Channel 4 Dokumentation Pump Up The Volume – A History Of House Music auf Youtube gestolpert. Im  Jahr 2001 hat hier Carl Hindmarch die Geschichte von House Music aus britischer Perspektive erzählt und die beginnt mit Disco, der Paradise Garage in New York und im Warehouse Chicago um 1977. Besonders im Chicago der 80er hat der Film seine Stärken: Jesse Saunders und Vince Lawrence erzählen wie es so war, als sie 1984 On & On als erste House-Platte gepresst haben. Marshall Jefferson erklärt, warum genau diese Platte damals so wichtig war und wie es sich anfühlte, als House 1987 im Summer of Love wirklich zu einer gesellschaftlichen Revolution in Großbritannien geführt hat. Derrick May, Inner City und Techno dürfen natürlich auch nicht fehlen und selbst A Guy Called Gerald erzählt, wie er damals Voodoo Ray für die Hacienda in Manchester gemacht hat und wie schön es war, dass Pickering den Track dann auch tatsächlich gespielt hat. Und so weiter…

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Doku: Requiem for Detroit

Detroit ist in dieser ersten Maiwoche wieder schwer vertreten – jedenfalls in meinen Newstickern – und vielleicht liegt’s auch ein bisschen am vergangenen 1. Mai Wochenende. Die Doku Requiem for Detroit passt da auch ganz hervorragend ins Programm, jetzt wo sich die Finanzkrise schleichend fortsetzt und in Griechenland angebliche Revolutionäre Bankangestellte an ihrem Arbeitsplatz verbrennen. Detroit war in den vergangenen 100 Jahren der Welt schon immer ein Stückchen voraus. Erst Henry Fords Fließband, die erste Krise, ein Kriegsboom, ein noch größerer Boom, die nächsten Krisen und in den letzten Jahrzehnten ist Downtown Detroit so richtig krachen gegangen. Requiem for Detroit zeigt nicht nur, wie krass es vor der Studiotür von so manchem meiner Lieblingsproduzenten aussieht – sie erklärt auch ziemlich gut, wie es dazu gekommen ist. Alles Neue macht der Mai… (via De:Bug)

KategorienFreiraum