Software und Hype der Woche sind definitiv Paul’s Extreme Sound Stretch und dieser Popsong in Ambient. Nicht das es jetzt so die Neuigkeit wäre, die Länge zu verlängern und dabei die Tonhöhe beizubehalten, aber jetzt braucht man dazu nur noch diese Freeware. Ich hab das Tool einfach mal selbst ausprobiert und beim Track meiner Wahl gab’s dann auch nicht viel zu überlegen: 69 – Desire! Das Carl Craig Masterpiece von 1994 und einer meiner absoluten Lieblingstracks jetzt in der Monday Edition Time Stretch Version…
Was für ein schönes Album! Heute läuft hier das neue Mount Kimbie Album Crooks & Lovers auf der Hotflush LP 04 schon den ganzen Tag in der Endlos-Rotation. Das FACT Magazine hat uns nämlich freundlicher Weise alle Tracks von Crooks & Lovers als Stream zur Verfügung gestellt – wie ich finde, die wirklich angenehmste Art, eine Platte vorzuhören. Anfangs erinnerten mich die neuen Tracks von Mount Kimbie in ihrer Stimmung fast an das Múm Album des Jahres 2002 Finally We Are No One. Während jedoch Múm für mich eher in die Winterzeit passt, hinterlassen die unzählig vielfältigen Zwischentöne in den Breaks und Cutup-Samples des Duos aus Brighton auf Crooks & Lovers auch bei sommerlichen Temperaturen einen ganz ausgezeichneten Eindruck.
Und weiter geht’s: Für heute Abend empfiehlt die Monday Edition den Bodytonic Podcast 81 von The Black Dog für alle, die heute Abend Nerven für Ambient und Klangexperiemente haben. Dieser Mix ist ebenfalls schon ein paar Tage im Netz unterwegs und auch wirklich gelungen. Ein Bonus zum letzten The Black Dog Album Real Music for Real Airports und manche könnten den Mix hier sogar noch ein bisschen besser als das Album finden. Tipp!
Tracklist
Brian Eno – An Ending (Ascent) – Polydor Bitstream – Retreat Pod – Pylon Music The Black Dog – BCN 4 – Dust Science Coil – Box Theme – Solar Lodge Pan Sonic – Suhteellinen – Blast First Alex Smoke – Intro – Soma Gas – Untitled – Kompakt Fever Ray – If I Had A Heart – Rabid Records Dave – Wire – Downwards Monolake – Credit – Monolake / Imbalance Computer Music FUSE – Carocell – Plus 8 Plastikman – Lost – NovaMute, M_nus Craig Armstrong – Delay – Sanctuary Records Loscil – Cloister – Kranky MLO – Sleeper – Reflective The Black Dog – Delay 9 – Soma Jacaszek – Powoli – Miasmah BMB – All The Saints Have Been Hung – Counterbalance Autechre – Eutow (The Black Dog’s Arvo Alg Edit) – Warp Jarvis Cocker – Lanhydrock – Old Music Box – National Trust
Der neue Podcast auf Little White Earbuds kommt von Nebraska! An dieser Stelle sei deshalb gleich noch mal an die großartige Nebraska – A Weekend On My Own EP auf Rush Hour erinnert. Nebraska ist zwar auch House aber mindestens ebenso Funk-Disco-Kraut. So packt sich Al Gibbs neben seinen aktuellen Produktionen und Edits noch Floating Points ein und beamt sich mit seinem LWE Podcast 53 ohne Umwege zurück in die 70er. Eine Zeitmaschine, die mir nach 7 Tagen Festival, Minimal Techno mit 3 DJ-Tricks und so gerade recht kommt und nach dem ersten Hören gleich mal Cloud One mit Atmosphere Strut im Gehörgang festgesetzt hat. Sometimes a break is what makes you creative again. Toller Mix.
Herzlich Willkommen zum unmöglichsten Plattencover des Monats: Deutsche Elektronische Musik, liebevoll compiliert auf der Soul Jazz LP213. Es gibt Tage, an denen ich mich mit 4/4-Takt-Bummtschack ein bisschen schwer tue und dass, obwohl ich das sonst 24/7 ein- und ausatmen könnte. Es gibt dann die Möglichkeit, gar nichts zu hören oder man fängt an, Musik abseits von Techno und House anzuhören. Mir kam dieser Tage diese Compilation für elektronische Musik aus Deutschland, überwiegend aus den 70ern, in die Hände. Und so eine Vorstellung haben die bei Soul Jazz in England von Plattencovern für Deutsche Elektronische Musik? Die Verpackung fällt somit als Instrument der Verkaufsförderung aus, was durchaus auch eine bewusste Entscheidung sein könnte – ebenso wie das Veröffentlichungsdatum kurz vor dem 1. Mai. So stimmt einen das großzügige, mit Fotos und massig Hintergrundwissen ausgestattete Booklet wie folgt ein:
The first seeds of experimental German rock and electronic music were planted in 1968, as students and workers in Paris, Prague, Mexico and throughout the world demonstrated for civil and employment rights and against the war in Vietnam, imperialism, capitalism and the bourgeois values that came with it. The birth of a worldwide counter-culture, drug experimentation, social consciousness expanded artistic and musical worlds. Germany experienced its own unique cultural revolution fuelled by these students’ and workers’ revolts and young generation’s desire to rid itself of the guilt of Nazism…
Weil mir die LP in zwei Teilen für dieses Experiment doch etwas zu teuer erschien und sich kein mp3-Shop dafür fand, habe ich gestern Deutsche Elektronische Musik als Doppel-CD gekauft. Was für ne Erfahrung! Ich kaufte eine total hässliche Doppel-CD im Plattenladen <erster Zeitsprung: 20 Jahre zurück> um dann mit den Kommunen der 70er in ihren akustischen Kosmos einzutauchen <zweiter Zeitsprung: nochmal 15 Jahre zurück>. Eine Frischzellenkur sondergleichen und ich musste auch beim mehrmaligen Hören die Skiptaste nur ganz vereinzelt aktivieren. Und ich werde wohl auch morgen erst mal Deutscher Elektronischer Musik in dieser sehr schönen Zusammenstellung auf Soul Jazz den Vorzug geben, um dann wieder ganz Techno zu sein.
Heute ist hier Ambient Tag und da passt die Sendung beim Berlin Mitte Institut irgendwie echt gut dazu. Dort sind heute zwischen 19 und 23 Uhr Frank Bretschneider und Grischa Lichtenberger von Raster Noton – Archibv für Ton und Nichtton zu Gast, um dort ihren Ansatz von experimenteller Musik vorzustellen. Entgegen zur Ambient-Wikipedia-Definition von eben ist Raster Noton für mich ja eher ein Label, welches die Musik nicht ins Ambiente einfügen will sondern mit ihrem experimentellen Ansatz noch tiefer ins (Unter-) Bewusstsein vordringt. Wird bestimmt spannend:
Paul Rose in full effect! Im aktuellen Resident Advisor Podcast hat er nun einen Mix veröffentlicht, in welchem er seine Pseudonyme Scuba und SCB vereint. Und das klingt wieder mal wirklich spannend und wie Hardwax sagen würde: on the forefront of techy IDM rooted UK garage & dubstep. Btw: Scuba veröffentlicht am nächsten Montag sein neues Album mit dem Titel Triangulation auf seinem Label Hotflush.
Tracklist (via MixesDB):
Scuba Set
[00:00] DJ Rum – St Martin [Dub]
[04:14] FaltyDL – Because You [Forthcoming Planet Mu]
[06:20] George Fitzgerald – Weakness [Forthcoming Hotflush]
[11:30] Ation – Missing You [Dub]
[16:20] V.I.V.E.K. – Strategy [Dub]
[19:30] Ramadanman – No Swing [Forthcoming Hessle Audio]
[22:40] Headhunter – Ginneys [Dub]
[23:30] Nocturnal Sunshine – Can’t Hide The Way I Feel [Dub]
[27:14] The Black Dog – Floods (Surgeon Remix) [Soma]
[31:30] Cluekid – Sector 9 [Forthcoming Sin City]
[32:44] Bad Autopsy – Psionic Terror [Dub]
[36:18] Nocturnal Sunshine – Feline [Dub]
[37:56] Addison Groove – Footcrab [Swamp 81]
[40:06] Sepalcure – The Warning [Forthcoming Hotflush]
SCB Set
[43:38] Sigha – Ratio [Dub]
[47:28] Paul Brtschitsch – Doriana (Phil Campbell Remix) [Rootknox]
[51:30] Sigha – Shake [Forthcoming Hotflush]
[56:00] Scuba – Hard Boiled (SCB >> VIP Mix) [Dub]
Wo ich gerade mal wieder bei Dub und Techno bin: Eine Platte, die mir in dieser Kategorie schon ne Weile wirklich am Herzen liegt ist die letzte Sigha – Rawww auf Hotflush HFT010. Ich mag ja Scuba und sein Label Hotflush mit diesem, wie ich finde, sehr zukunftsorientierten und zugleich aktuellen Sound. Und wenn ich wirklich Fan von Tracks mit Dubstep-Bezug bin, dann haben die meistens einen sehr kurzen Link zu Techno. Düsteren Techno, der manchmal klingt wie ein schweres Raumschiff im Asteroidengürtel oder wie automatisierte Schwerindustrie in einer von Menschen verlassenen Industriehalle.
Beim Titeltrack Rawww kommt Sigha jedoch völlig ohne Step aus und hat uns hier einen erstklassigen Dubtechno Schieber zusammen geschraubt, der mal locker den Job als Floorfiller übernimmt. Die Tracks der B-Seite sind da schon experimenteller und überzeugen vor allem durch ihr echt starkes Sounddesign. Dazu passt übrigens auch der DJ-Mix Hotflush Podcast 02, welchen Sigha bereits im vergangenen August gemixt hat und den Du dir schon mal für die nächste Nachtfahrt auf den mp3-Player ziehen kannst.
Convextion gehört zu meinen Lieblingen. Der einzige Grund, warum Gerhard Hanson aus Dallas hier bisher noch gar nicht richtig vorgekommen ist, kann demnach nur sein, dass im letzten Jahr einfach nicht viel passiert ist. So gab’s nur 100 Stück Convextion aka E.R.P. auf dem spanischen Liebhaber-Label Semantica als 10″, welche längst ihre Besitzer gefunden hatte, ehe ich davon überhaupt Wind bekam. Außerdem war da noch dieser Vaskitsaherra Remix auf dem Curle Sublabel Metisse. Dieser sei an dieser Stelle gleich mal noch besonders empfohlen. Ich hab die erst vor kurzem gefunden und die gefällt mir echt gut und der Efdemin / John Beltran Remix auf der Flip kann auch was! Und sonst steht Convextion ja auch für Qualität statt Quantität…
Im aktuellen Bodytonic Podcast spielt sich Convextion endlich mal wieder live durch seine Tracks und es ist wie eine Reise zu entfernten Galaxien auf einem leicht gebrochenen Beat. Erinnerungen an die Elektrolux Spacenight der 90er erwachen und schon befinde ich mich im Kosmos fernab zeitgenössischer 4/4 Dancefloor-Strukturen. Tipp!
Bei Shape Deviation habe ich Fiorucci Made Me Hardcore entdeckt:
“Described by one commentator as the best thing they’d ever seen in a gallery, Fiorucci Made Me Hardcore is an extended paean to the unadulterated bliss of nocturnal abandon. A documentary of sorts, Leckey’s video chronicles the rites of passage experienced by successive generations of British (sub)urban youth”. - Matthew Higgs, ArtForum Fiorucci Made Me Hardcore uses found and original footage of discos and raves across Britain during the 70s, 80s and 90s. Details of clothing, technology, music and other cultural references surface briefly like uncanny folklore as the film explores a culture of collective leisure and consumption.
In dieser Woche ist wieder ordentlich was los in der Hauptstadt. Da hätten wir zum Einen die Transmediale, die hier seit gestern läuft. Die De:Bug hat uns in der letzten Ausgabe schon ein bisschen auf das Thema Utopien etc eingestimmt und sicher war das nicht ganz unabhängig vom Thema des Festivals für Kunst und digitale Kultur im Haus der Kulturen der Welt. Parallel gibt’s dazu noch die Social Media Week und natürlich die Club Transmediale – dieses Mal hauptsächlich im WMF. Und was bringt Dir das jetzt? Zum Beispiel gibt’s bei zero” den durchaus gelungenen Sampler zum Event mit diesem schönen Mount Kimbie Track kostenlos zum Download. News von der Social Media Week gibt’s natürlich auch im Internet – hier bei Twitter oder auch in Blogs wie diesem hier. Und wer außerhalb des Festivals ebenso Bock auf Zukunft hat, der kann auch mal nach Science vs Fiction mit Harald Lesch googlen.
Tracklist:
Patric Catani – Lemniscate 14 Hildur Gudnadottir – Erupting Light Mount Kimbie – Maybes Glass Candy – Candy Castle Guido Möbius – Gosse Overman Etienne Jaumet – Entropy Desire – Don’t Call Scuba – Klinik Funckarma – Nays of Dight Aoki Takamasa – RN2-09 PT1 + PT2 Joris Voorn – Empty Trash Drop The Lime – Set Me Free (Harvard Bass Remix) Oni Ayhun – OAR002
Die in Amsterdam lebenden Juju & Jordash hab ich ja wirklich lieb gewonnen und so sind sie inzwischen ständige Begleiter der Monday Edition. Ihr neuer Mix für den Little Wihite Earbuds Podcast macht dabei auch keine Ausnahme und passt wieder mal perfekt.
Tracklist:
01. Ryuichi Sakamoto, “Steppin’ Into Asia” [Midi Inc.] 02. Aroy Dee, “The Planets” [NWAQ] 03. Tevo Howard, “Dreamer’s Reason” (Club Mix) [Beautiful Granville Records] 04. Rick Wade, “No Place” [Laid] 05. Rick Wade, “Ricky’s Groove” [Laid] 06. Kuniyuki, “Dear African Sky” (Henrik Schwarz Remix Unreleased Live Version) [Endless Flight] 07. Aroy Dee, “The Planets” [NWAQ] 08. Marcus Mixx, “Better Spread On Red” [Let's Pet Puppies] 09. Beautiful Swimmers, “Horizon” [Future Times] 10. My Mine, “Hypnotic Tango” (Instrumental) [Progress Record] 11. Cabaret Voltaire, “Kino” [Virgin] 12. Theo Parrish, “Overyohead” [Sound Signature] 13. Anthony Nicholson, “untitled” [white] 14. Tidiani Koné & Orchestre Poly-Rythmo, “Djanfa Magni” [Analog Africa] 15. The Crystalites, “Concentration Ver. 3? [Earmark]
Scuba – das ist der Brite Paul Rose, der neben seinem Label Hotflush auch seit Juli 2008 die Sub:stance Partys im Berghain macht. Außerdem gab’s von dem bereits neben vielen guten Singles ein tolles Album – “A Mutual Antipathie” heißt das, welchem noch drei Remix EP’s mit Surgeon, Martyn etc. folgten. Wer erinnert sich? Im Oktober 2009 ist bereits die Aesaunic EP erschienen – und irgendwie brauche ich bei Scuba immer ein Weilchen, bis ich endlich die paar Euro für seine Platten über die Theke reiche. Und das, obwohl meistens gleich beim ersten Hören klar ist, das Geld für den jeweiligen Scuba-Tonträger nicht sinnlos raus geschmissen wäre. So hat es auch bei der Aesaunic EP wieder etwas länger gedauert – dafür bin ich jetzt umso mehr überzeugt. Fünf atmosphärische Dubstep Tracks mit (Dub)-Techno-appeal machen auf jeden Fall schon ein kleines, wunderschönes Album. Wer noch nicht reingehört hat, der muss das unbedingt nachholen.
Scuba – Symbiosis (Aesaunic EP)
So trifft es sich an dieser Stelle hervorragend, dass voraussichtlich noch in diesem Monat die erste Sub:stanceMix-CD auf Ostgut Ton erscheint, ich mir gerade frisch die Ohren für diesen Sound gesäubert habe und dieses Mal nicht um ein paar Monate hinterher hinke. Neben der Reihe für die Panorama Bar sowie für das Berghain, bekommt nun auch die Dubstep-Reihe zum Freitag ihr eigenes Feature. Natürlich stammt der erste Mix vom Initiator selbst und wie ich bereits sagte – Geld für Scuba-Tonträger ist immer sehr gut angelegt. Das gilt auch hier. Heißer Tip für die nächste Woche!
Tracklist:
Sigha – Light Swells (In a Distant Space) Airhead – Paper Street Sigha – Early Morning lights Pangaea – Sunset Yellow Joy Orbison – The Shrew Would Have Cushioned The Blow Shortstuff – See Ya Untold – No-one Likes a Smart Arse Scuba – You Got Me Surgeon – Klonk pt 4 DFRNT – Headspace (Scuba’s secret mix) AQF – Born and Raised (version) Badawi – Anlan 7 Joy Orbison – Hyph Mngo Mount Kimbie – Maybes (James Blake remix) Sigha – Seeing God Ramadanman – Tempest Instra:mental – Voyeur Sigha – Shapes George Fitzgerald – Don’t You Scuba – Minerals Shackleton – It’s Time For Love Digital Mystikz (Mala) – Stand Against War Scuba – Last Stand Joker – Psychedelic Runway
Letzte Kommentare
hab sie jetzt auch… gefiel mir jetzt beim komplett anhören viel, viel...
surgeon übrigens mit ableton: gut gestartet …und vertendelt. schade....
natürlich erinnere ich mich an Nebraska,an das nur so vor Vielfarbigk...
…worum es mir auch nicht ging. Für mich war der Track als Basis für ein...
schließe mich an!
kennt jemand den track bei 40 min?