L.B. Dub Corp: Unknown Origin (Ostgut Ton)

L.B. Dub Corp - Unkown Origin LP

Luke Slater ist ne coole Sau! Das wollte ich schon längst mal los werden und jetzt zum neuen Album Unkown Origin unter seinem Alias L.B. Dub Corp auf Ostgut Ton passt das noch mal richtig. Ich hab das Album eigentlich nur so halbherzig mitgenommen. Frei nach dem Motto: Was? Die Hälfte ist schon wieder ausverkauft? Nagut, dann nehme ich eben noch das neue Luke Slater Album mit. Nearly Africa hat mich als erstes gepackt und seitdem läuft das komplette Album hier auf Heavy Rotation.

Mr G live in the Boiler Room

mr g boiler roomMr G fehlt hier bisher irgendwie. Dabei ist Colin McBean momentan wieder voll dabei, wie dieses Liveset aus dem Boiler Room beweist. Ich kenne den schon seit den 90ern als eine Hälfte von The Advent. Die Mischung aus Techno und Elektro mit diesem harten Science Fiction Vibe hat mir von Anfang an richtig gut gefallen. Das war der Soundtrack, der mich mit 16 aus meiner Lethargie geholt hat, während alles andere so ziemlich an mir vorbei gezogen ist. Und ich bin immer noch froh, dass ich zur Loveparade 2000 Cisco Ferreira und Colin McBean noch mal gemeinsam als The Advent live im Ostgut gesehen habe, bevor sie dann getrennte Wege gegangen sind.

Seitdem veröffentlicht Mr G solo warme, eher treibende House und Techno-Tracks auf Labels wie Phoenix G, Moods & Grooves, Rekids und so. Zwischenzeitlich haben sie ihm wohl schon geraten, dass er vielleicht lieber aufhören solle, weil sich die Platten nicht wirklich verkauft haben. 2010 war das einzige Jahr, in dem es nur zwei Mr G Platten gab. Doch diese eine Extended Pain EP auf Bass Culture war richtig gut und seitdem geht’s wieder. Für so manchen House-Head kommt Mr. G abseits vom Slowmo-Edit-Deephouse-Geblubber wie gerufen und es ist ja fast Hype angesagt. Bisher 8 EPs und eine LP, allein in diesem Jahr! Dabei ist nicht unbedingt alles ein Must-Have und doch bin ich froh, dass es Mr G immer noch gibt.

Peacefrog Classics Mix von Marco Passarani

Ein Classics Mix von Marco Passarani, nur mit Tracks meines allerliebsten Lieblingslabels Peacefrog. Ja, wenn ich mich auf ein Label festlegen sollte, dann ist das Peacefrog! Die sind übrigens letztens auch gerade 20 Jahre alt geworden. Happy Birthday, nachträglich. Und vor allem noch viel Energie fürs Label und allem, was noch kommen sollte! Nachdem Peacefrog Records zwischenzeitlich schon mal die Füße hoch gelegt hat ist es doch schön zu sehen, dass da doch immer wieder was geht. Das Musikspektrum ist einfach phänomenal und entspricht so ziemlich dem, was mich am meisten kickt. Bei Peacefrog hat ganz bestimmt jeder wenigstens eine neue Facette der Musik lieb gewonnen. Das Label ist übrigens nach Peace Frog von The Doors benannt – und dann veröffentlichen die dort großartige Tracks von Plantery Assault Systems, Moodymann, José Gonzales, Gemini, DJ Shadow, Alvarado, Little Dragon, Luciano, Theo Parrish, Daniel Bell, Stasis, Robert Hood etc pp. Große Klasse!

https://www.youtube.com/watch?v=X34JarNjoIU

ME.25 Jendrik Rothstein aka Huijx: Umbanda Treatment

jendrik rothstein deepaid podcastUnser neuer Monday Edition Podcast kommt von Jendrik Rothstein aka Huijx aus Hamburg. Er veranstaltet dort gemeinsam mit Eve White und Markus Redux deepAid und ist zusammen mit Henning Around Maulwolf/Mordhorst. Jendrik Rothstein ist ein sehr vielseitiger DJ – von superabstrakt und experimentell bis funktional und geradeaus ist alles möglich. Das ergibt dann so manche unerwartete Wendung, wie sie mich auch in diesem Mix „Umbanda Treatment“ echt begeistert hat.

Erst ganz sanft und durchweg butterweich gemixt geht’s in der zweiten Hälfte ab in den Keller. Psychedelischer Techno. Pfingstmontag steht auch vor der Tür und auf die lange Distanz wird euch ein bisschen Rambazamba nicht schaden. Dankeschön und ein schönes Wochenende!

Huijx // Umbanda Treatment:

Marc Ambrose – Lifeforms Vol. 1/ Shady Acorns
Seidensticker – Verdrängung / Schwarz vom Harz (Out to lunch)
Kassem Mosse – Thalassocalyce (Kindasoul 005)
Diepte 01 – Feeling Deep (Versalife Mix)
Rob Belleville – Sounds of Introspection (aDepthaudio)
E.R.P. – Lunar Ruins (Harbour City Sorrow)
Seidensticker – Verdichtung / Schwarz vom Harz
Jan Jelinek – Avec The Exposures Untitled (scape 14)
Kassem Mosse (Workshop 12)
Diepte 01 – Feeling Deep original
Baby Ford & Eon Dead Eye (+8)
Cosmin Trg – Want you to be / Simulat (50Weapons)
Architectural 01
Ben Klock – Goodly Sin / Robert Hood Rmx (OstGutTon)
Rrose – Shepherd´s Brine (Sandwell District)
Planetary Assault Systems – Bell Blocker/The Messenger (OstGutTon)
Bill Youngman – B1/Hr3 (Killekill)
Delta Funktionen – One´s Space / Set Up 1: Decorum (Ann Aimee 11/Delsin)
Traversable Wormhole – Transducer Brian Sannhaji Rmx (CLR037)
Atom TM & Pink Elln – Live 15.11.2009 Berlin Berghain (Pomelo 24)
DVS1 – Submerge (Hush 01)
Third Man Runners (Tabernacle Records 008)

Juju & Jordash: Live @ Fuse Brüssel 2012

Das Live-Set von Juju & Jordash im Fuse Büssel gibt’s jetzt bei Soundcloud zum anhören und das war dieses Wochenende meine akustische Reisebegleitung. Auf Oldschool-Basics haben sie hier über eine Stunde einen sehr guten Techno Live-Act gezimmert, der mal zu Acid, mal zu 70er Hippie-Elektronik, mal zu Jazz-Funk rüber schwenkt und dann doch schon wieder einfach nur House Techno ist. SH 101, Juno 60, DX 11, TR 707, R8, Fender strat und Juju & Jordash wie wir sie lieben! Kein Wunder, dass dazu an diesem Abend alle durchgedreht sind. Top!

 

Voices From The Lake: Donato Dozzy & Neel (Prologue CD1)

voices from the lake donato dozzy neelVoices From The Lake sind Donato Dozzy und Neel und gemeinsam haben sie soeben als Voices From The Lake ihr Debüt-Album auf Prologue veröffentlicht. Begonnen hat alles vor circa zwei Jahren. Im Mai 2010 gab es einen Voices from the Lake Mix von Neel bei mnml ssgs. Vergangenes Jahr gab es dann den ersten Voices From The Lake-Liveact beim The Labyrinth Festival in Japan und einige Schritte weiter ist nun diese CD entstanden.

Es ist ein sehr schönes und entspanntes Ambient-Techno Set, dass ich in den vergangenen Tagen wirklich überall mit mir herum getragen habe. In den Foren jubeln sie deswegen schon längst und das zurecht.

Dave Siska: Sonic Sunset – Final FM Broadcast 2006

dave siska sonic sunset final live broadcastLetzten ist mir die externe Festplatte abgeschmiert und damit mein gesamtes Mix-Archiv. So unschön der Umstand war, so positive Nebenwirkungen hat sowas auch. Zum Beispiel musste ich mir mal Gedanken machen, was denn da jetzt alles fehlt und was mir davon wirklich noch wichtig ist. Sonsic Sunset – The Final Live FM Broadcast von Dave Siska stand dabei ziemlich schnell ganz oben auf dem Zettel!

Sonic Sunset war vor allem die Radio Sendung von Dave Siska und Matt MacQueen auf 89.3 FM WNUR Chicago, die am 15. September 2006 zum letzten mal live auf Sendung ging. An diesem Abend ist als Part 2 auch dieser Mix von Dave Siska entstanden. Ich habe ihn bis jetzt schon unglaublich oft gehört und er nutzt sich einfach nicht ab. Die Trackauswahl für sich ist schon toll. Doch das wirklich Besondere an diesem Mix ist die Stimmung die er transportiert – zwischen Melancholie, Liebe und ganz großem Glück. Dieser Mix atmet und ich habe jedes Mal von Neuem das Gefühl, ganz nah bei Dave Siska zu sein. Gänsehaut pur – ALL TIME FAVORITE!

PS: Zum Glück ist dieser Mix immer noch online und auf sonicsunset.com gibts auch ganz aktuelle Mixes.

Sonic Sunset: Final live FM broadcast – a retrospective (Part2)

Tracklist:

Kraftwerk – Computer Love – Computer World (WB) 1981
New Order – Everything’s Gone Green (Factory) 1981
Alden Tyrell – Love Explosion [Vox] (Viewlexx) 1999
Fingers Inc – Distant Planet (Trax) 1987
Remote_ – Public Service – Uninstall EP (Meanwhile) 2006
Adonis – No Way Back [Vocal] (Trax) 1986
Unit 4 – Body Dub [Freak Electrique Acid Dub remix] – Remixes EP (Clone) 2004
Aroy Dee – The Planets (M>O>S) 2003
3MB featuring Juan Atkins – Die Kosmichen Kuriere – Global Technological Innovations Vol 1 (New Electronica) 1993
Rhythim Is Rhythim – Strings of Life [Unreleased mix] – RetroTechno: Detroit Definitive (Network UK) 1991
Alex Cortex – Laconic LP (Source) 2000
Bandulu – Pacekeeper – Guidance (Infonet) 1993
Reload – Peschi – Theory of Evolution (Warp) 1995
Jeff Mills – Perfecture – Metropolis (Axis) 2000
CiM – By A River – Reference (De:Focus) 2000
Future Beat Alliance – Void – Disconnected (Delsin) 2001
Rene Lowe & Paul St. Hilaire – Faith [Vox] (False Tuned) 2003
Modus Vivendi – Modus Vivendi [Fade In Mix] (FNAC) 1993
David Siska – Reconcile – Null Du Jour (Reverie) 2006
7th Plain – Pearl – TEEX 3 (Volume) 1994

It’s All About Love!

its all about loveIs this “DJ” pulling records behind him? Is this Berlin 2011 or NYC/Detroit/Chicago 1988? How far we’ve come and how little we’ve progressed!

Eine Woche ist es her, dass Richie Hawtin dieses Foto mit dem DJ+Trolley auf seiner Facebook-Seite postete und dazu diesen Text schrieb. Mein Kommentar war: Remember: It’s all about love, about giving and sharing. How far have you progressed? Eine Frage, die ich mir von Zeit zu Zeit durchaus auch selbst stelle und die Antwort darauf manchmal auch nur mäßig ausgefallen ist. Tanith hat das inzwischen auch schon als Thema der Woche behandelt und dabei auf die ganzen Hater aus der Vinylfraktion gezeigt. Frei nach dem Motto: Seht her, diese ewig gestrigen von der Vinyl-Fraktion sind noch viel übler.

Dabei waren doch die kritischen Kommentare überwiegend eher darauf bedacht, dass dieses „DJ“ einfach nicht geht. Das Gegenbeispiel, welches Tanith dazu ausgegraben hat, zeigt dazu noch recht deutlich, dass das Thema nicht Digital vs. Vinyl sein sollte. Es geht doch eigentlich um eine gewisse Grundeinstellung, die bei House und Techno einst die zentrale Aussage war und die leider in den vergangenen Jahren mehr und mehr verloren gegangen ist.

Und während ich noch grübelte, wie ich das dieser Diskussion noch anfügen könnte, sind mir die alten Interviews mit Sven Väth wieder eingefallen. Zur Erinnerung: Richie Hawtin hat damals zu seiner Transformation auch gern Sven Väth als Referenz angegeben. Ich war ja nie sehr Väth orientiert. HR3 gabs bei uns nicht und wenn er denn mal in der Nähe aufgelegt hat, wars mir immer viel zu voll. Doch in seinen Interviews konnte man doch immer was durchaus Positives mitnehmen. Zum Beispiel Sven Väth 1998 bei Boulevard Bio oder auch hier im 95er Interview für Spiegel TV.

Ich wünsche mir, dass genau die Aspekte wie Toleranz und Brücken schlagen in Zukunft wieder mehr diskutiert werden. Das es eben am Wichtigsten ist, dass da ein Funken überspringt und der DJ sich öffnen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich hinter den Decks genau das machen kann, was ich in dem Moment am Meisten liebe, dann erreiche ich die Leute auch mit dem was ich da mache. Ich fühle sie und sie fühlen mich – ganz egal wer da vor mir ist und was sie dort eigentlich von mir erwartet haben. Mit welcher Technik man am Besten dorthin gelangt, dass muss und soll jeder für sich selbst raus finden und entscheiden.

Barker & Baumecker: Live @ Boiler Room Berlin

https://vimeo.com/30086986

Inzwischen hat Boiler Room die Sets vom letzten Boiler Room Berlin zum Nachhören auf die Homepage gesetzt und das Live-Set von Barker & Baumecker ist auch dabei. Andreas Baumecker kennen ja bestimmt schon alle. Seit Jahren ist er fester DJ und Teil der Berghain-Panorama Bar Crew und betreibt das Label Freundinnen, dass 2002 mit dem tollen Isolée Track It’s about gestartet ist. Sam Barker kennen dagegen bestimmt noch nicht so viele. Er gehört zu denen, die seit drei Jahren die Leisure System Partys im Berghain organisieren. Gemeinsam haben sie letztes Jahr Candyflip auf Ostgut Ton veröffentlicht und spätestens seitdem spielen Barker & Baumecker auch als Live-Act zusammen.

Es gab also einen großen Tisch voller Hardware – ganz ohne störenden Computer-Bildschirm. Dafür aber für alle eine Extraladung Maschinen-Funk, die weit über das althergebrachte Bum-Tschak-Raster hinaus ging. Mal abgesehen von der kleinen Trance-Einlage bei 50 Minuten war das dort ein wirklich großartiges Finale. Im Video kommt das jetzt bestimmt nicht ganz so phänomenal rüber, wie in jener Mittwoch-Nacht im Stattbad Wedding. Und doch spielen hier Barker & Baumecker ein Live-Set, wie ich mir das vorstelle.

Diesen Mittwoch um 20 Uhr geht’s schon weiter mit: Levon Vincent, Efdemin, Roman Flügel, Cosmin TRG & 2562 / A Made Up Sound. Na da!

Resident Advisor Podcast: RA278 Mike Huckaby

ra278 mike huckaby - resident advisor podcastDer Resident Advisor Podcast mit der Nummer RA278 kam vor zwei Wochen von Mike Huckaby und der ist für alle, die den bisher noch nicht gehört haben, eine echte Empfehlung. Ich hab den Mix in letzten Woche öfter gehört und jedes Mal war es einen echt gute Wahl. Mit lupenreinen Premium-Housetracks gehts los, sogar Master C&J – Face it ist dabei und gegen Ende wird’s dann noch deutlich zackiger. Zwischendurch hat mich dabei Mike Huckaby an so manchen glänzenden X-Mix erinnert und genau dieser klassische Ami-Sound hat sich bei mir in der ganzen Zeit noch kein Bisschen abgenutzt. Tipp!

Tracklist

KDJ – J.A.N
City people – Brother James
7th Movement – Odyssey
Chez Damier – Teach me, Keep me
Ron Trent Feat. Owens – Deep Down (Main Vocal)(Ron Trent Mix)
Master C and J – Face It
Mondee‘ Oliver – Stay Close – Gherkin Records
Osunlade – Rader Du
Blaze – Sacred Sex (Slip ’n‘ Slide)
Love Comes Around – Blaze Presents Sheila Slappy
Johnnick – Johnick Theme – Henry St.
Moodymann – Forevernevermore
Lil Louis & The World – The Conversation (The Story Continues)
Phuture – Spank Spank
Housefactors – Play It Loud
DJ Hell – My Definition Of House Music
Melody Boy 2000 – Monotone Fantastique
Rhythm is Rhythm – Longer Than Longer Ago c
Sterac – Pacifica
Basic Channel – Phylyps Track II