Hier gibt’s ein Video von DJ Jus-Ed persönlich. Es ist der Video Flyer für die Underground Quality Label Night in ca. 4 Wochen, am 18. September 2009 im Tape Club Berlin – die Party zur CD von Underground Quality mit Jus Ed, Levon Vincent, DJ Qu, Fred P, Anton Zap und Nina Kraviz. Außerdem hat er ein paar Einblicke ins Studio, in die CD-Fabrik und in die Radio Station für Euch – all in one :)
DJ Jus-Ed gehört hier definitiv zu den Lieblingen und das ist er nicht ohne Grund. Seine Releases auf dem eigenen Label Underground Quality gehören nach wie vor zu den Besten, die man für House Music im Moment finden kann und die DJ-Sets sind doch immer wieder großartig – auch wenn der Underground Quality Output zwischendurch ein bisschen inflationär zu werden drohte. Beim Juni-Set der New Yorker Partyreihe Sunday Best hat aber Jus-Ed mal wieder gezeigt, dass er völlig zu Recht so hohe Wertschätztung erfährt und es ist höchste Zeit, dass hier nachzutragen (via keep-it-deep):
Sommer. House. Da gehört doch was zusammen? Und wenns um neu-alte House Music geht, kann einer gerade nicht fehlen: DJ Jus-Ed, in der Groove ob seines clevern wirtschaftens vor kurzem als “House-Schwabe” bezeichnet. Eventuell wird es bis zum medialen Backlash nicht mehr lange dauern. Aber im Moment ist das House immer noch rund und der Underground noch Quality!
Steinhoff & Hammouda – Touch (Smallville 13)
Die Smallville Homeboys sind nach ihrer ersten eher technoiden EP jetzt auch beim Deep-House angekommen. Das Titelstück (featuring Dionne) kommt immer noch in einem eher minimalen Soundgewand daher, mit grummeligen Techno-Bässen, aber die “Klassiker” schreienden Sounds des Roland TR909 weisen den Weg. Auf der Flipside hat Jus-Ed einen wunderbar flächigen Remix des Tracks You Are von ihrer ersten EP beigesteuert. Und natürlich wieder ein tolles Cover von smallville und mule electronic Hauskünstler Stefan Marx.
Jus-Ed – Our Children EP (Kinda Soul Recordings KSR-002)
Jus-Ed allein. Auf fremden Label macht er auch mal das, was er (meiner bescheidenen Meinung nach) am besten kann: leicht käsig trancige klassische Housetracks, ziemlich schnell. Aber sobald die Fläche kommt flieg ich mit. Muss ich.
VA – Minimal Soul Pt.2 (Underground Quality UQ-016PT-2)
Auf dem eigenen Label ist der Mut zum Experiment größer. Wo Minimal Soul Pt.1 noch den extremen Minimalismus alter Profan oder Baby Ford Platten durchdekliniert hat, kommt der zweite Teil noch etwas ungewöhnlicher daher: Gerade-ungerader Breakbeat mit stotternder Flächenmaschine. Gewöhnungsbedürftig, aber toll. Den Vogel ab schiesst aber Levon Vincent mit seinem Games Dub ab – ein kalt knallender Scheppersound mit Felgenbruch. Stoisch kaputt wie Omar S’ Blown Valvetrane. Da fliegt mir doch das Blech weg.
Für die geneigten Hörer von Jus-Ed´s eigener Radio Show gab es in den letzten Wochen wegen technischen Problemen leider keine Show. Um so schöner, dass jetzt der Beats in Space Podcast Nummer 463 online ist. Nach einem kurzen Interview mixed Ed überwiegend eigenen Produktionen (auch zwei unveröffentliche Stücke) mit deepen House-Perlen.
Für alle die Beats in Space nicht kennen, empfehle ich dringend das Podcast-Archiv zu durchstöbern. Seit 1999 hat Tim Sweeney mit seinen BIS schon so manchem die Ohren geöffnet. Jus-Ed´s Underground Quality Radio Show kann ich ebenfalls jedem uneingeschrängt empfehlen. Auch hier gibt es ein Podcast-Archiv, dass Pinky pflegt und mit Tracklists ausstattet.
Als vor knapp vier Wochen DJ Jus-Ed in seiner wöchentlichen “Underground Quality Radio Show” (jeden Mittwoch in der Nacht auf Donnerstag von 01:00 – 03:00 Uhr im Netz) die ersten neuen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium für seinen neuen Longplayer “Structure” vorgestellt hat, blieb mir wirklich die Spucke weg. Umso schöner jetzt, da in der vergangenen Woche das neue Release mit dem sehr schönen Namen “New Horizon EP” auf Soul People Music heraus gekommen ist.
Es ist unfassbar, wieviel Liebe zum Detail und eine wahrhaftige “timeless attitude” in dieser Produktion steckt und es ist zudem auch noch sehr schön zu sehen, daß er in den Credits u.a. dem Tape Club Berlin dankt – sicher auch in Anlehnung an die fantastische Underground Quality Label Night des 05.12.2008… Mein absolutes Lieblingsstück ist der Titeltrack auf “A2″ = Pure Magie! Das alles genügt, um diese großartige Platte zu meinem absoluten Favoriten des Monats zu küren – @Fred: thank you so much, man!
Letzte Woche gabs erst das fantastische 5 Stunden Set von Jus-Ed. Jetzt sind seine Homies Fred P aka Black Jazz Consortium und DJ QU im Bunker Podcast 44 am Drücker. Wieder deep deepah und wieder ein paar wirkliche Perlen dabei. TIP!