Am vergangenen Freitag ist die Red Bull Music Academy 2011 in Madrid zu Ende gegangen und zum Glück können inzwischen alle, die nicht live dabei sein können, die RBMA Lectures via Video-Stream nachholen. Eine Lecture zählte dabei ganz sicher zu den absoluten Highlights: Tony Andrews, der sympathische Typ von Funktion One!
Im schönen Zwiegespräch mit Gerd Janson berichtet Tony Andrews nicht nur, wie sie damals in 70ern angefangen haben. Ohne allzu technisch zu werden, geht es vielmehr auch um die ganz praktischen Fragen eines guten Soundsystems. Wie testet man ein Soundsystem? Warum braucht man eine gute Soundkarte? Wie klingt man als Traktor-User besser und warum sollte der Mixer nicht im roten Bereich gefahren werden?
Natürlich geht es hier auch um die Sinnfrage. Warum ist ein gutes Soundsystem wichtig und warum lieben wir alle einen satten, warmen Bass? Das und noch viel mehr in zwei Stunden RBMA fürs Sofa zu Hause. Pflicht für alle, die irgendwas mit Musik am Hut haben!
Kenny Dixon Jr., noch besser bekannt als Moodymann, ist on Tour: Nach dem klasse Set im Berghain vom Februar war Moodymann in der vergangenen Woche Gast der Red Bull Music Academy in London. Das ist doch mal ein wirklicher Hammer, denn eigentlich gibt Kenny Dixon Jr. keine Interviews. Update: Und so richtig geil ist, dass es die RBMA Lecture mit Moodymann schon in voller Länge im Videostream gibt. Die ist jetzt Pflicht für alle!
It’s not what you do, It’s how you do it. You have to be comfortable in what you do, And whatever you do, Do it well!
Die Lecture der Red Bull Music Academy mit Bob Moog, dem Erfinder und Entwickler der großartigen Moog Synthesizer, ist wieder online. Eine kurze Geschichtsstunde in Sachen elektronische Musik, eine Musiker-freundliche Einführung in die Funktionsweise eines Synthesizer und ein super sympathischer und inzwischen schon verstorbener Bob Moog. Essentiell!
Unsere Platte des Tages “Mr. Fingers – Can you feel it” ist übrigens die erste Platte, die sich Theo Parrish damals in Chicago gekauft hat. Als er dieses Stück im Radio gehört hat musste er zu Import Records rennen und dort Derrick Carter fragen, ob er diese Platte kennt, die immer so bumdup bubumbum bubumbum macht. Ich hab mir am Wochenende das Video mit Theo Parrish bei der Red Bull Music Academy in Seattle 2005 angesehen und ich muss sagen, das war grandioses Entertainment. Theo als One-Man-Show erklärt äußerst unterhaltsam, wie das bei ihm los ging, ausführliche Hintergründe, er gibt so manchen guten Hinweis macht vor allem Mut – Mut, weiter sein Ding zu machen und auch Mut zum Fehler machen. Außerdem erklärt er das noch mal, was man schon in vielen Artikeln über ihn lesen konnte. Kam es im Mag manchmal ein bisschen komisch rüber, so sind seine eigenen Worte um Längen sympathischer. Ich hab nicht nur viel über Theo Parrish gelernt, ich hab auch ein kleines, aber vielleicht essentielles Bisschen mehr verstanden. Großer Tipp für alle!
As anyone who has experienced a Theo Parrish the work of this consummate architect of sound envelopes the listener, and transmits new perspectives on club sonix. Theo’s musical expression fuses the rhythmic, disco-based pulse of Chicago house with the modernist motorik soul of Detroit techno; at the same time pointing to a lineage in black music that runs directly from Sun Ra to Sound Signature. “Jazz spawned house music, jazz spawned hip hop, jazz spawned funk and they all reflect back into that,” says Theo. So if you want to see the future via the raw, soulful and black roots of house music, then you’ve come to the right teleporter.