Zur Zeit geht dieses Ableton-Tutorial-Video mit 101 Tipps für Ableton Live durch die Blogs, wobei hier das Verhältnis von 101 Tipps bei einer Video-Länge von 39:33 Minuten besonders beeindruckend ist – alle 23 Sekunden ein neuer Tipp, Trick oder Shortcut. Wow! Jason Timothy ist Profi-Abletontrainer und hält sich nicht mit irgendwelchen, meistens ja super langweiligen Selbstdarstellungen und Einleitungen auf. Stattdessen geht es gleich los. Die Soundbeispiele sind zudem äußerst kurz gehalten, so dass dieses Tutorial wirklich viele Ableton-Nutzer verwenden können, ohne dass irgendwer gleich Ohrenbluten bekommt. So solls sein! Einen Überblick über die einzelnen Tipps dieses Tutorials findet ihr in Jasons Blog.
Elektronische Musik gehört einfach zu Berlin und vom 3. bis 6. November sollte diese Verbindung wieder einmal besonders gefeiert werden. Im Rahmen der Berlin Music Days gab es neben dem Rave in Tempelhof auch diverse Showcases wie zum Beispiel eine Austellung der Zeitmaschine im Horst Kreuzberg und die De:Bug Musiktechniktage. Nahezu alle Clubs glänzten mit hervorragenden Line-Ups und auch Electronic Beats lud am Donnerstag zum Festival ins Radialsystem, wo wir zum ersten Mal seit den Achtzigern ein großartiges Konzert von The Human League in Berlin erleben durften.
Einige Stunden später war ich dann erneut Gast im Radialsystem, denn jetzt begannen dort die De:Bug Musiktechniktage 2010. Native Instruments veranstaltete Workshops zur Maschine und zum neuen Traktor Controller S4, Ableton zeigte The Bridge und Schneiders Büro lud zum Synthesizerbasteln. Ich hatte mich zum Maschine Workshop angemeldet und tatsächlich noch eine Einladung erhalten. Der Workshop war jedoch eher für jene gedacht, die noch nicht mit der Maschine arbeiten und die sich für Ihre Möglichkeiten interessieren. Die Maschine habe ich aber hier bereits schon längst hoch gelobt und bis jetzt habe ich damit auch noch alles hin bekommen, was mir damit in den Sinn gekommen ist. Nach der Einleitung habe ich mir also nur meine zwei aktuellen Fragen zum antriggern von analogem Equipment beantworten lassen und mich dann wieder verabschiedet. Meine Halswirbelsäule muckt seit diesem Tag auch rum und länger sitzen war an diesem Nachmittag für mich einfach nicht drin.
Einen Tag später gab es außerdem noch mein persönliches Workshop-Highlight dieser Musiktechniktage bei Dubplates & Mastering am Paul-Lincke-Ufer. Christoph, auch bekannt als CGB aus so mancher Auslaufrille, ist dort mit seinen Kollegen für Vinyl-Cut und Mastering zuständig und so bot sich für alle Anwesenden die Gelegenheit, sich ohne 15-Minuten D&M Abrechnungstakt im Rücken jede Frage zur Schallplatte beantworten zu lassen. Im Zentrum des Workshops stand natürlich erst einmal Mehr…
Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber am Anfang fiel mir beim selbst Musik machen die Synthesizer-Bedienung besonders schwer. 100 Schalter, Knöpfe, Drehregler, Oszillatoren, Filter, Hüllkurven und irgendwie weiß man nicht, was das nun alles bedeutet und wie sich was wie auswirkt. Bedienungsanleitungen lesen ist auch nicht sehr beliebt und manchmal ist selbst die auf ein A4-Blatt zusammen gestaucht und setzt schon voraus, dass man bereits weiß, wozu welcher Regler des Synthesizers da ist. Vielleicht hilft das Syntheziser Basics Video-Tutorial von Delamar. Zwar sollte man hier jetzt auch keine Spitzenunterhaltung erwarten, aber einen Überblick über die Grundfunktionen kann man sich in diesem 30 Minuten-Tutorial in 3 Teilen doch verschaffen und ein paar Details werden ziemlich anschaulich demonstriert.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, warum mein Mix-Output seit einiger Zeit etwas geringer ist als vorher? Naja, ich habe seit ner Weile ein neues Spielzeug mit dem Namen MASCHINE von Native Instruments. Seitdem bastle verstärkt an eigenem Material, welches nun nach und nach immer besser wird. Es werden aber bestimmt noch ein paar Monate vergehen, bis ich meinen Scheiß auf Euch los lasse. Warum ich bisher noch nichts darüber geschrieben habe liegt daran, dass ich mir so gut es geht Mühe gebe, nur über solche Themen zu schreiben, von ich denke, dass ich davon auch größtenteils ne Ahnung habe. Und bei Hardware/Software brauche ich noch immer ein bisschen länger.
Die MASCHINE 1.1 hab ich inzwischen schon ganz gut drauf und bin mit meiner Investition wirklich zufrieden. Nur kurz für jene, welche noch keine richtige Vorstellung von der MASCHINE haben: Das ist eigentlich ne Software, welche stand-alone und als VST-Plugin funktioniert und mit einem echt coolen Sequenzer, Sampler, eigenen Sounds und einer ganz ordentlichen Effekt-Palette ausgestattet ist. Dazu bekommt man außerdem noch einen Hardware Controller geliefert, mit dem man fast die komplette MASCHINE steuern kann, ohne auch nur einmal die Maus zu bewegen. So dauert es nach dem Start nur ein paar Sekunden bis eine 4/4 Kickdrum läuft und man kann dann sehr intuitiv mit den anschlag-dynamischen Pads entweder alle weiteren Parts live einspielen, den intergrierten Step-Sequenzer nutzen oder auch Midi-Noten am Bildschirm (ver-)setzen. Das Tollste dabei: die zwei im Controller integrierten Displays und die beleuchteten Pads versorgen einen über alle nötigen Informationen und so geht irgendwann der Bildschirm aus und ich beschäftige mich fast ausschließlich mit dem Controller. Ich sage nur: Hardware Feeling! Endlich mal ne ordentliche Lösung zum Musik machen ohne Maus und ständiges Bildschirm glotzen und dennoch sind alle Vorteile der Computertechnik bei Bedarf verfügbar.
Welche Features bei NI MASCHINE 1.5 neu sind, lasst ihr Euch lieber direkt bei Native Instruments in den Tutorial-Videos zeigen. Das Beta Release gibt’s übrigens für alle Maschinenbesitzer kostenlos. Für MASCHINE 2.0 habe ich aber trotzdem noch ein paar Wünsche: So würde ich gerne zusätzlich mit einem zweiten MIDI-Controller (bspw. Evolution UC-33) auf die einzelnen Parameter der MASCHINE Zugriff haben, so dass ich zum Beispiel die Lautstärke für bestimmte Sounds mal schnell mit dem Fader hoch und runter ziehen kann. Vielleicht geht das aber auch schon mit den neuen Macro Controls in MASCHINE 1.5 ausreichend gut – gleich mal testen. Ein paar mehr als die zwei vorhandenen Effektplätze je Sound wären klasse und schön wäre auch, wenn ich die MASCHINE mit eigenen VST-Plugins füttern oder auch die Audiosignale einzelner Sounds / Gruppen über die verschiedenen Outputs meiner Soundkarte ausgeben könnte. Wenn die MASCHINE dann noch direkt als Midi-Sequenzer für Analog Synths zur Verfügung steht wäre es perfekt. Falls irgendwas davon schon geht und ich das nur noch nicht geblickt habe… bitte helfen :)
Trotz der paar noch offenen Wünsche kann ich die MASCHINE aber auf jeden Fall empfehlen. Noch nie hat mir Musik am Computer so viel Spaß gemacht und so mache ich mich mal an ein paar neue Tracks und gucke, wie das jetzt mit der ganz frischen Version MASCHINE 1.5 bestimmt noch besser funktioniert…
Delamar hat heute eine Software vorgestellt, welche besonders für jene interessant sein dürfte, die auch gerne mal Tracks von ihrer Festplatte mixen wollen und nicht gleich Geld für professionelle Software wie Traktor oder Serato ausgeben wollen: MIXXX, eine Open Source DJ Software. Ich habe mir gleich mal die handlichen 8,7 MB Freeware gezogen und werde das bestimmt übers Wochenende mal ausprobieren. Die Feature-Liste scheint bereits die Grundbedürfnisse fürs mp3-mixen abzudecken: Vorhören, EQ, drag-and-drop Libary und natürlich Beatmatching. Unterstützung für die verbreitetsten DJ-Controller gibt’s auch und richtig spannend wirds dann wohl mit der MIXXX Version 1.8, die jetzt schon in der Beta-Version am Start ist. Dann bekommt die Library ein Update, Looping wird möglich und ich bin gespannt, was das mit dieser AutoDJ-Funktion auf sich hat. Wird dann etwa MIXXX der kleine DJ für zu Hause?
Das Sound Performance Lab SPL feiert den ersten Geburtstag der Software-Abteilung für Studio Equipment und verschenkt zur Feier des Tages den Attacker, um Euren Drums einen knackigeren Attack zu verleihen. Das Tool basiert auf den Trancient Designer, welcher u.a. bei der De:Bug schon hoch gelobt wurde und das ist doch mal eine schöne Möglichkeit, die viel gepriesene Soundqualität von SPL auch ohne iLok-Account zu testen. Den Download mit Freeware-Lizenz gibt’s bis zum 15. November.
2009 wird das Jahr der Software-Controler, so viel ist klar. Neben dem schon hoch gelobten Ableton Controler interessiert mich im Moment auch die MASCHINE von Native Instruments. Hier erklären Carl Craig und Kevin Sholar, was für sie an der Maschine besonders gut funktioniert. Für die, die es genauer wissen wollen, gibt’s den Link zum Native Instruments Video Tutorial. Anscheinend bekommt man mit dieser Maschine – im Vergleich zur APC 40 – für ca. 130 Euro mehr eine Groovebox mit 5 GB Sounds, einen Sampler und einen Sequenzer, den man komplett als VST Plug-In in eine bestehende Softwareumgebung integrieren kann…
Bei youtube gibt’s ein neues Tutorial Video zum Thema Compression. Am Beispiel Ableton wird gezeigt, wie man den Compressor einstellt und was man mit Ratio, Threshold, Attack und Release allgemein macht. Basics (via musotalk):
Digidesign und M-Audio sind auf Listen Up! Tour und machen am Sonnabend von 17 bis 21 Uhr in Berlin Station. Bei dem Workshop kann man von Pro Tools 8, der kleinen MBox bis zum High-End System mit Video-Anbindung in der Basisberlin am S+U Warschauerstr. alles kennen lernen und ausprobieren, was die Firmen so im Angebot haben. Ich werde dahin gucken und euch danach berichten, was für mich hier Sinn machen könnte oder auch nicht. Der Workshop ist übrigens kostenlos und wer mitkommen möchte, der kann sich dafür noch anmelden..
Mit den Klassikern der elektronischen Klangerzeugung ist das ja so eine Sache: die Einen verkaufen einen Synth nach dem anderen, weil die ja so viel Platz brauchen und es doch wirklich gute digitale Lösungen gibt – die Anderen können sich die analogen Geräte immer noch nicht leisten und so gibt’s immer mehr Replikate für den kleinen Geldbeutel. Neben Softmachines, wo man aktuell die TR-808 und die TB-303 als Kissen erwerben kann gibt es jetzt die ultimative Low-Budget Varriante: den DIY Minimoog als Bastelanleitung für den etwas anderen Scherenschnitt. Aus dem Papier-Minimoog kommt natürlich kein Ton – dafür gibt es aber den Minimoog V inzwischen in der 2.0 Version als VST-Plugin von Arturia. Aus dieser durchaus zeitgemäßen Mischung aus Hard- und Software kommt man dem originalen Sound dann schon verdammt nahe, ohne dafür gleich ein paar tausend Euro auf den Tisch zu legen. Einem Sound, der den hervorragenden Ruf genießt, dass man diesen nicht nur hören sondern auch sehen kann. (via Kraftfuttermischwerk / SynthGear)