Zwanzig Jahre Techno – Tanith und Wolle XDP sind im Gespräch wie lange nicht mehr. Am Montag Abend waren die Beiden im Videostream-Mix beim Berlin Mitte Institut. Musik gab’s dabei aus den Jahren von 1995 bis 2003. Ich habs gesehen und gehört – es war ne wirklich schöne Sendung. Und für alle, die es verpasst haben, gibt’s jetzt den Download und zwei Videos:
Zwei Jahre gibt’s nun den Tresor im alten Kraftwerk in der Köpenicker Straße. Am Wochenende bin ich erst wieder daran vorbei gefahren und ich muss schon feststellen, dass mich diese Location immer wieder bewegt. Vor allem macht sie mich traurig. Immerhin war ich um 2000-2002 auch relativ regelmäßig Gast der Headquaters an ihrem New Faces-Mittwoch im Keller und mein Debüt, kurzfristig eingesprungen, an einem Mittwoch nach der Loveparade werde ich niemals vergessen. Nach meinem Probelauf als Warmup-DJ hatte ich doch tatsächlich sowas von Glück, denn gegen 5 Uhr überließ mir Larko die Platenspieler erneut. Ich glaube, ich habe dann eines meiner besten Techno-Sets ever gespielt – während Larko völlig erschöpft, hinter mir unter dem kleinen Plattenkistenbrett, auf dem Fußboden schlief. Ich spielte meine Kiste im Autopilot-Modus fast komplett durch – was ich auch tat, alles passte und der Schweiß tropfte kontinuierlich von der Decke. Als mir dann in den späten Morgenstunden gesagt wurde, ich sollte doch langsam Schluss machen, war ich mit meinem Repertoire eh durch fuhr langsam runter. Ich beendete den Abend mit Herz aus Stahl von Christian Morgenstern. Die Musik war aus, aber der Tresor immer noch voll und es gab zum ersten mal richtigen Applaus für mich. Ich habe wirklich ein paar Glückstränen vergossen.. True Spirit!
Das ist meine Lieblingerinnerung an den alten Tresor und es gibt so viele mehr. So bitter war es dann auch, als nach ewigen hin und her dieser großartige Club dann doch schließen musste. Aber für mich hoffte ich schon damals, dass sie den Tresor dort belassen und den Namen nicht für einen neuen Club verwenden. Ich ahnte schon, dass dieser Ort, diese Institution einfach zu speziell war, um das alles in einer anderen Location fortzuführen. Doch es war wohl zu schwierig, den Tresor einfach loszulassen. Der neue Club kommt nun seit zwei Jahren einfach nicht in Schwung und ich denke, es hat auch mit dem Namen Tresor zu tun. Und nun geht man auch noch Kompromisse ein, denen die alten Headquarters mit relativen Entsetzen gegenüber stehen und so haben sie nun endgültig ihre Residency im Tresor gekündigt. Endlich!
Endlich verfolgen die Headquaters ihren Weg weiter. True Spirit braucht keine Namen, keine Gesichter, keine Erinnerungen – True Spirit braucht ein Loslassen, Vertrauen und natürlich Klang.
Heute, 23 Uhr in der Berghain Kantine: Killekill meets Headquaters
Recorded live on July 2nd 2005 at Pont Du Gard (France) (20th anniversary of its inclusion of UNESCO’s world heritage list). Jeff Mills performed a single live outdoor concert with the Montpellier Philharmonic Orchestra, at the foot of the Pont du Gard bridge in southern France, a World Heritage classified site. Symphonic versions of Jeff Mills’ greatest works were performed for the first time with the 80-piece, classical orchestra, conducted by Alain Altinoglu. Included in the concert are the full, melodic pieces “Imagine” and “The March”; the deep, classic techno piece “Gamma Player”; selections from Jeff Mills’ film compositions “Entrance To Metropolis” and “Keaton’s Theme”; the avant-garde and sublime 14-minute piece “Medium C”; and lastly the unforgettable dance floor masterpieces “The Bells” and “Sonic Destroyer”.
Jeff Mills said:
“There have always been so many questions put forth about just who we humans are and how we got here. Seemingly shipwrecked on gigantic floating rocks we call continents, humans have pondered these questions since the realisation of our own existence. The more we explore these questions, the more we must ask ourselves the single most important question: the question of ‘why?’. Why are we here? Are we here by design or by consequence? In our busy lives, we have the few chances to occasionally look up into the blue sky. When we do, the sense of our world of blue ends when the blue fades to black (or is it really black?). There are a few of us who believe the opposite, that the human life begins just past the border of our imaginations. Whichever way you hold the truth, one thing is a commonality, we believe the answer lies beyond ourselves. So the questions persist.”
“The Blue Potential serves as just two of the many mysteries within our existence: the deep blue sky and the deep blue sea. Both vast universes of unknown answers to questions we’ve yet to realise.”
Mittwoch: 28.01. 2009 20. 00 Uhr im Eiszeit Kino, Zeughofstr. 20, 10997 Berlin
Deutschlandpremiere und bisher einzige Vorstellung in Anwesenheit von Jeff Mills.
X-102 Rediscovers The Rings Of Saturn Jeff Mills/ 60 Minuten
Ein audiovisuelles Exposé über einen der schönsten Planeten des Universums.
1992 stand der Saturn zum ersten mal im Mittelpunkt eines Projektes von Jeff Mills, Mike Banks und Robert Hood (Underground Resistance). Unter dem Projektnamen X-102 (Experimental 102) widmeten sich sich musikalisch dem zweitgrößten Planet unseres Sonnensystems. Mit ihrem Album “X-102 discovers The Rings Of Saturn“ schrieben sie ein neues und zu der Zeit völlig unerwartetes Kapitel moderner elektronischer Musik.
Zu der Zeit wusste man allerdings noch sehr wenig über den Saturn, seine Monde, seine Ringe und ihre Beschaffenheiten. Erst seit den Cassini/Huygen Missionen, gibt es Bilder und mehr Erkenntnisse über das einzigartige Saturnsystem. Jeff Mills entschied sich, an die Arbeit von vor 16 Jahren anzuknüpfen und mit dem nun vorliegenden Filmmaterial aus dem All auch die visuelle Seite des Projektes umzusetzen und damit zu vervollständigen. X-102 Rediscovers The Rings Of Saturn ist eine atemberaubende Reise zum Saturn mit dem Soundtrack von Mike Banks und Jeff Mills.