Neues machte der Mai: ki records, ein gerade geschlüpftes Label aus Köln und Christian Löffler, ein recht neuer Player aus Meck-Pomm. Ergibt als Laufnummer KI-001 eine 4-Track EP, die auf das wunderbarste alter Errungenschaften einen frischen Schwung gibt und damit gerade ziemlich einzigartig da steht. Die Verbindung melodiöser Ambient-Sounds mit einem Gerüst eher minimaler Beats und Bässe in einer aktuellen Klangästhetik zwischen Techno und House. Erst mal ist das keine so besondere Errungenschaft. Was dann aber im einzelnen aus dieser Basis gemacht wurde sehr wohl. Löffler verzichtet vollständig auf Echokammern und Dub-Chords. Seine Stücke nehmen eher die heute schon verloren geglaubten Fäden wieder auf, die einmal die Debüts von Pantha du Prince, Anders Ilar oder Alex Smoke ausgelegt haben. Eine spezielle Mischung von entrücktem Schwelgen in Melancholie und einer furztrocknen „Stiff Upper Lip“ Attitüde die von Löffler fast unverschämt unbeschwert in die Jetzzeit transportiert wird.
Ich nenne das gerne „Provinztechno“ – und in der Sound- und Coverästhetik wie auch in der Qualität schliesst sich „Heights“ an die jüngsten Highlights dieses ausgedachten Genres (Kann, Musik gewinnt Freunde, Acker) nahtlos an.
- ki-records
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DJ Sprinkles a.k.a. Terre Thaemlitz neuste EP heißt Sisters, I Don’t Know Where This World Is Coming To und ist frisch auf Mule Musiq in Tokio erschienen. Spätestens mit seinen letzten EPs Brenda’s $20 Dilemma und vor allem mit Grand Central Pt. 1 hat er sich in der House Community eindrucksvoll Gehör verschafft und dem steht er auch hier nicht nach. Die Frage, wohin das alles nur führen soll, verschlägt DJ Sprinkles zum Beginn der A Seite gleich mal die Bassdrum. So weht ein auch Hauch von Melancholie durch die beiden atmosphärischen Ambient-Deep-House-Whatever Tracks und seine einzige Antwort I don’t know. Jedoch höre ich nach ca. 15 wunderschöner Musik für ruhigere Momente Bruchstücke von
Die sechste Ausgabe des Monday Edition Podcasts gibt’s mit einem Gast Mix von Kali Avaaz aus Leipzig. Ein Blick auf die Tracklist verrät wo es lang geht – von wunderschöner House Music von Pantha Du Prince über Folk-Bearbeitungen von Henrik Schwarz oder Basti Grub bis hin zum Abheber-Finale mit Âme. Live könnt ihr Frau Avaaz in diesem Monat jeweils in Leipzig erleben – am Sonnabend mit MC Amon im Zoro und am darauf folgenden Wochenende im Superkronik. Beim Nachtdigital Festival in Olganitz spielt sie übrigens gemeinsam mit den Jungs von Kann Records.
Kann Records waren die umjubelten Newcomer in Sachen House Music im Jahr 2008. Ich bin von der Kann 00 Debüt Doppel EP noch immer wirklich überzeugt und so habe ich diese Remixes erst mal etwas skeptisch angehört – aber dann ganz schnell entschieden: sie sind der Hammer! Auf Seite A nimmt sich Sven Weisemann dem Evol Peed von Sevensol & Bender in Sven’s Dust Devil Remix an. Mit seinen warmen Chords lässt er im gekonnten Mojuba-Style die Bassline sowie die jazzy Synths des Originals verschwinden und verleiht so seinem Remix Flügel. Die Flip kommt dann mit Erinnerungen von Daniel Stefanik zu Memorial Smith. Nachdem wir uns erst mal im schon bekannten Brotherhood US-House Style eingegroovt haben holt Stefanik plötzlich und etwas unverhofft den Jazz raus – was für ein schöner und gelungener Überraschungseffekt, der dann von funky Percussions und einem Vocal In my House gefeiert wird. Also wenn das kein Memorial Smith ist… Shelter lässt grüßen.