Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber am Anfang fiel mir beim selbst Musik machen die Synthesizer-Bedienung besonders schwer. 100 Schalter, Knöpfe, Drehregler, Oszillatoren, Filter, Hüllkurven und irgendwie weiß man nicht, was das nun alles bedeutet und wie sich was wie auswirkt. Bedienungsanleitungen lesen ist auch nicht sehr beliebt und manchmal ist selbst die auf ein A4-Blatt zusammen gestaucht und setzt schon voraus, dass man bereits weiß, wozu welcher Regler des Synthesizers da ist. Vielleicht hilft das Syntheziser Basics Video-Tutorial von Delamar. Zwar sollte man hier jetzt auch keine Spitzenunterhaltung erwarten, aber einen Überblick über die Grundfunktionen kann man sich in diesem 30 Minuten-Tutorial in 3 Teilen doch verschaffen und ein paar Details werden ziemlich anschaulich demonstriert.
Yearly Archives: 2010
Bnjmn 1 (Rush Hour)
Achtung aufgepasst: Rush Hour hat einen wirklich viel versprechenden neuen Künstler am Start! So habe ich gestern mit viel Glück schon mal das Vorab-Release der Bnjmn 1 auf Rush Hour geangelt, welches mit 4 unglaublich guten Tracks daher kommt. So schön, so deep! Großartige experimentelle Tanzmusik zwischen House und Techno und wer was mit Joy Orbision, Newworldaqaurium oder Aardvarck anfangen kann, der wird auch Bnjmn sehr mögen. Auf dem Myspace-Profil kannst du jetzt schon mal rein hören – Blocks ist der A1-Track auf Bnjmn 1 (meine absoluten Favoriten sind A2 und B2) und It’s Not A Joint kam bereits woanders… HAMMER!
Nachtdigital 13 in Olganitz
Und schon ist das Nachtdigital 13-Wochenende wieder vorbei. Bestens gelaunt sind wir am Sonntag wieder zurück gefahren und wir mussten uns dann gleich nochmal richtig kaputt lachen – diese 48 Stunden Nachtdigital waren nicht nur für mich insgesamt mal wieder der Hammer. Im Rückblick wird dieses Wochenende sogar noch besser und das obwohl es lange Zeit eher so aussah, als ob ich in diesem Jahr überhaupt nicht am Ferienlager namens Nachtdigital Olganitz teilnehmen werde.
Was war das für ein hickhack vorher: 6 Tage Vorverkauf im Dezember passen mir einfach so gar nicht – besonders dann, wenn ich mit Weihnachten und so sowieso schon nicht weiß, wie ich das alles bezahlen soll. Das bedeutete keine Karte und viele meiner langjährigen Freunde vom Nachtdigital waren von der schrecklichen Lineup-Organisation und dem Freitags-Lärm auf der Mainstage im letzten Jahr doch noch so bedient, dass sie dieses Mal erst gar nicht gefahren sind. Auch ich bin dieses Jahr mit eher verhaltenen Erwartungen zum Nachtdigital 13 gefahren und jetzt bin ich so froh, dass ich doch noch dort war.
mnml ssgs: Future Past Mix
Diese Woche hat Chris von mnml ssgs einen neuen, sehr sehr schönen Mix veröffentlicht. Wie man im Blog auch selbst nachlesen kann, ist Chris inzwischen nach Tokio umgezogen. So ist es für mich auch ganz klar, dass sich das auch in seinem Mix widerspiegelt – insbesondere wenn jener von mnml ssgs Chris kommt. Damit nicht genug. Eine Aussage von Karl Marx und ein Buch mit gleichem Titel „Future Past“ spendeten noch mehr Inspiration dafür und ich finde, dass dies auch immer wieder im Future Past Mix aus Ambient, IDM und Techno durchschimmert. Mixes, die auf solche Fundamente gebaut werden, sind meistens zeitlos, die Trackauswahl aus Future, Present und Past ist grandios und ich prophezeie diesem Mix auch ohne Vorbehalte eine zeitlose Zukunft in meiner Playlist. Superb!
men make their own history, but they do not make it as they please; they do not make it under self-selected circumstances, but under circumstances existing already, given and transmitted from the past.
Future Past Mix – Tracklist
1. Terre Thaemlitz – 040468
2. Transllusion – I’m Going Home
3. Actress – Maze
4. The Black Dog – Sleep Deprivation 2
5. Tangerine Dream – Movements of a Visionary
6. Subway – Horizons
7. Arpanet – Wireless Internet
8. Sigha – Light Swells (in a distance space)
9. F.U.S.E. – Into the Space
10. Speedy J – Evolution
11. Skanfrom – In 17
12. Anthony Rother – Biomechanik
13. Skanfrom – Cashier 2
14. Drexciya – Hightech Nomads
15. Hardfloor – The Life We Choose (ERP remix)
16. Arpanet – Infinite Density (edit)
17. Jan Hammer – Crockett’s Theme
Various – Music from Mathematics Vol. 5 (Mathematics 39)
Okay, mit diesem Review ist jetzt spontan wieder mal Chicago-Woche bei Monday Edition. Nicht nur, dass diese Various Artists – Music from Mathematics Vol. 5 wirklich gelungen ist und eine Empfehlung mehr als rechtfertigt, so ist es auch in Chicago inzwischen sehr ruhig geworden, was neue Produktionen betrifft. Auf die Schnelle fallen mir eigentlich nur 3 Leute ein, die von dort noch aktuelle Platten veröffentlichen: Neben Tevo Howard ist das noch Larry Heard und Jamal Moss – welcher in Chicago auch das Label Mathematics Recordings betreibt und dort neben seinen eigenen Produktionen inzwischen vorrangig Musik von eher unbekannten Künstlern aus Europa veröffentlicht.
Die A-Seite auf Music from Mathematics Vol. 5 trägt den Titel Alaska von AudioAtlas aus Thessaloniki – ein wunderbarer Deep-House Track für ruhigere Momente des Abends mit einer richtig tollen, beschwingt pumpenden Bassline. Die B-Seite ist dann fest in italienischer Hand. So ist Simoncino mit Baila Baiana ein Break gelungen, der fast die Luft anhält und sich auch perfekt als letzter Track des Abends anbietet und B2 – Curvatura Di Tempo von Mayo Soulomon versetzt mich auf Anhieb in Laurie Anderson / Throbbing Gristle Stimmung. Perfekt für so manche Montags-Edition.
Efdemin: Chicago (Dial LP 21)
Im Mai hat Efdemin einen schönen Mix fürs Electronic Beats Radio gemacht, der sicher auch promo für sein neues Album mit dem Titel Chicago auf Dial LP21 war. Der Mix ist toll – dieses Chicago Album macht mich jedoch schon seit längerem ein wenig ratlos. Ich schätze Efdemin ja sehr. Als DJ hat er uns schon so manches Mal unglaublich begeistert, auch seine neuen Tracks sind top produziert – Night Train funktioniert zum Beispiel im Club tadellos – und dennoch fühlt es sich für mich irgendwie so an, als ob Yin und Yang etwas aus dem Gleichgewicht geraten wären.
Update 2012: Yin & Yang? Ich hab das Album immer noch in der Kiste ;)
Tracklist
The Mole – Oh My Stomach
Black Jazz Consortium – I Want That
Move D – Aspiration 2010
Audision – Red Sky (Robag Wruhme Remix)
Md’z Revenge – The Banger
Pantha Du Prince -Stick To My Side
Murr – Sunday Morning
Scope – Frequencies
Keith Worthy – Now That’s House
Norm Talley & Delano Smith – Constellation
Efdemin – Oh My God
Efdemin – Acid Bells (Martyn’s Bitter Sweet Mix)
Doku: Pump Up The Volume – A History of House Music
Gestern Abend bin ich über die Channel 4 Dokumentation Pump Up The Volume – A History Of House Music auf Youtube gestolpert. Im Jahr 2001 hat hier Carl Hindmarch die Geschichte von House Music aus britischer Perspektive erzählt und die beginnt mit Disco, der Paradise Garage in New York und im Warehouse Chicago um 1977. Besonders im Chicago der 80er hat der Film seine Stärken: Jesse Saunders und Vince Lawrence erzählen wie es so war, als sie 1984 On & On als erste House-Platte gepresst haben. Marshall Jefferson erklärt, warum genau diese Platte damals so wichtig war und wie es sich anfühlte, als House 1987 im Summer of Love wirklich zu einer gesellschaftlichen Revolution in Großbritannien geführt hat. Derrick May, Inner City und Techno dürfen natürlich auch nicht fehlen und selbst A Guy Called Gerald erzählt, wie er damals Voodoo Ray für die Hacienda in Manchester gemacht hat und wie schön es war, dass Pickering den Track dann auch tatsächlich gespielt hat. Und so weiter…