Levon Vincent: Man Or Mistress (Novel Sound 05)

levon vincent man or mistress novel sound 05Hier ist inzwischen die neue EP von Levon Vincent mit dem Titeltrack „Man or Mistress“ auf seinem eigenen Label Novel Sound 05 auch eingetroffen und ja, der Levon Vincent hat es einfach drauf. Nach Six Figures, die auch schon wirklich ganz groß war, ist jetzt erstmal eineinhalb Jahre Ruhe gewesen. Zwar hat er hier und dort mal aufgelegt – aber sonst war weit und breit kein Release in Sicht. Genug Zeit, die eigenen Erwartungen zu relativieren und wo man schon gar nicht mehr mit rechnet, jetzt diese Floorbombe! Der No Regrets – Track auf B2 ist ja auch wirklich super und vielleicht auch wieder mal der, der sich langfristig durchsetzt. Aber Man Or Mistress rockt mich heute wiederholt richtig durchs Homeoffice. Es besteht wirklich kein Grund, sich son Amateur-Techno auf Youtube rein zu ziehen. Kauf lieber Levon Vincent auf Vinyl. Richtig geil!

Update: Und für alle, die jetzt sagen: Na toll, ich hab doch gar keinen Plattenspieler! Auf der schon verlinkten Webseite von Novel Sound gibt es einen tollen Levon Vincent Mix für euch…

Space Night Earth Views

https://www.youtube.com/watch?v=CpznCSeqMxw

Ich habe bei Youtube die Space Night Earth Views in voller länge gefunden! Wenn Fernsehen überhaupt jemals einen nachhaltigen, musikalischen Einfluss auf mich hatte, dann ist das die Space Night. Ich hatte mir die Space Night damals in den 90ern sogar auf VHS aufgenommen. So liefen die Earth Views dann auch immer, wenn ich z.B. nach dem Zivildienst an den schweren Wochentagen wie Dienstag und Mittwoch nach Hause gekommen bin und erst mal ne Mütze Schlaf brauchte. Zwischen 18 und 20 Uhr war beispielsweise 1999 immer Space Night Zeit. Danach hab ich den Fernseher abgeschafft – doch die Compilations auf Elektrolux (insbesondere Space Night Vol. VI) haben bis heute ihren Platz…

Spaß am Dienstag: SAD Sommerpodcast

spaß am dienstag sad sommerpodcastVor lauter Arbeit bin ich in den letzten Wochen kaum zum Musik machen gekommen und war manchmal schon ein bisschen schlecht gelaunt, weil es momentan so hinten runter hängt. Vorletzten Sonntag dann schon wieder unentschuldigt auf der Party gefehlt, stattdessen gearbeitet und plötzlich ein wenig Luft. Plattenspieler an und da ist er, mein Beitrag zum Spaß am Dienstag Sommerpodcast – fünf ältere, sechs neue Platten in 52:35. Ich habs letzte Woche gleich in Auto-Repeat gehört und hoffe, Dir gefällts auch.

http://official.fm/tracks/284682?size=small

Tracklist:

Isolée – Krypt
Ryo Murakami – Lunch Of God (Stereociti Purplehazed Remix)
Johannes Volk – Isolation
Symetrics – Life Goes On (Herbert Remix)
Soul Capsule – Evolved
Norm Talley – Powder
San Proper & Steven De Peven – Hupsers & Kletsers For Life (Steffi Remix)
Roman Flügel – How To Spread Lies
Marshall Jefferson & Noosa Heads – Mushrooms
Antony „Shake“ Shakier – So Delivered
Pilas & Fake Robotike – Burros (Kassem Mosse Remix)

Seltene Erden – Northern Rae (Mule Electronic 79)

Seltene Erden – Northern Rae (Mule Electronic 79)Seltene Erden – Northern Rae ist im Juni auf Mule Electronic 79 erschienen. Seltene Erden ist ein neues Pseudonym von Gunnar Wendel, noch besser bekannt als Kassem Mosse und was und wieviel er momentan alles so raus bringt, das ist wirklich schon was ganz besonderes. Aber dazu später vielleicht noch mehr.

Eins vorweg: 4 Killertracks! Als Seltene Erden hat hier Kassem Mosse das Tempo inzwischen auf so 95 bpm runter gefahren. Die Beats sind immer noch House und funky, werden aber bei A2 Bayan Obo schon sehr lückenhaft. Atmosphären schweben im Raum und versetzen alles in dezente positive Schwingungen. Und bei B2 Hoidas Lake gibt es dann gar keine Beats mehr. Ambient. Die perfekte Platte nach der Party, kurz vorm Einschlafen und gerne auch zum Aufwachen.

Hoidas Lake besitzt fast nur diese kleine atmosphärische Melodie und dabei blitzen so viele, wunderbare Erinnerungen in mir auf – so etwas schaffen nicht viele Tracks. Momente, in denen alle wieder ganz bei sich angekommen sind und alle Zwänge fallen lassen. Northern Rae is a homie, a lover, a friend 100%.

 

Takeshi Kouzuki: The Isolation EP (Abstract Acid 002)

takeshi kouzuki isolation ep abstract acid 002The Isolation EP von Takeshi Kouzuki auf Abstract Acid 002 ist meine aktuelle Lieblingsplatte. Nach zwei Releases auf Mathematics Recordings, die voll an mir vorbei gegangen sind, ist hier Takeshi Kouzuki nun aber richtig eingeschlagen. Als ich beim Vorhören der Isolation EP direkt mit Pisces, dem ersten Track der B-Seite, eingestiegen bin, vergingen nur Sekunden bis ich entschied: Killer, wird unbedingt mitgenommen! Ein ziemlich vertrackter, dennoch groovender Chicago-Beat mit Cowbell und dem vollen Rhythm-Ensemble. Eine Bassline, die punktuell alles lustig vorantreibt und dann dieses Klingeln im Raum, für das Dial-Platten oder Leute wie Arne Weinberg schon längst den Boden bereitet haben. Ab der Hälfte kommt dann noch ne für mich typisch nach Fusion klingende Melodie, die mich dazu noch melancholisch euphorisch stimmt. Snake-Charming im Techno Zeitalter.

Damit hätte es Takeshi Kouzuki eigentlich schon geschafft, aber bei dieser Nummer 2 des noch jungen Abstract Acid Labels geht noch einiges mehr. Denn langfristig wird vielleicht Lost Memory auf B2 noch mehr Punkte sammeln. Die Bassline ist hier schon deutlich weniger abstrakt Acid, der Beat kickt noch eine Spur mehr und die kleine, Detroit assozierte Melodie kann Pforten in Traumland öffnen. Es sind die Zutaten, die für sich genommen fast auseinander driften und dabei aber miteinander einen wirklich eigenen Raum öffnen. Krass, wie spannend Abstract Acid sein kann und wenn ich erstmal diese B-Seite der Isolation EP verdaut habe, kommen bestimmt noch die zwei der A-Seite dran. Von dieser Schallplatte gibt es übrigens nur 200 Stück und die ist in dieser Woche ganz frisch im Vertrieb. TIPP!

Kraftfuttermischwerk: Live @ Dubstation Fusion 2011

kraftfuttermischwerk dubstation fusion 2011Ich war nicht auf der Fusion 2011. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren und ich kann wirklich nicht sagen, dass es mir egal gewesen wäre. Erst siehste hier in Berlin ständig Leute ihr Wohnmobil beladen und dann wird es hier in Friedrichshain auf einmal so merkwürdig ruhig. Als dann die ersten Bilder von der pyromanischen Eröffnung der Tumbühne durch Youtube tickern und man später hofft, dass die Freunde nicht auch ihr Zelt im Matschsee wiederfinden war spätestens klar: Nächstes Jahr mache ich bestimmt wieder mit.

Das Kraftfuttermischwerk hat dieses Jahr ein Set auf der Dubstation gespielt. Das ist ja der Ort, der mir dort irgendwie auch am Liebsten ist. Allen voran deshalb, weil es einen so wunderschönen Chill-Out Floor leider nur ganz selten gibt und nicht zuletzt, weil man auf der Dubstation auch noch ne Pizza bekommt, wenn alle anderen Stände schon längst abgebaut sind. Und die Musik ist dort meistens auch richtig schön. Nur mein Wunsch, einfach mal Basic Channel live auf der Dubstation zu hören, wurde bisher leider noch nicht erhört.

Dieses Dubstation-Set vom Kraftfuttermischwerk ist aber auch richtig toll. Jetzt, wo die Regenwolken endlich weiter gezogen sind empfehle ich das wirklich jedem. Augen zu, Sonne ins Gesicht, Das Kraftfuttermischerk in der Playlist… Dubstation für alle!

Das Kraftfuttermischwerk LIVE @ Dubstation, Fusion Festival – 02-07-2011

Convextion: Resident Advisor Podcast 265

convextion resident advisor podcast 265Wenn ich eine Liste meiner Lieblings-Künstler erstellen sollte, dann würde einer ganz bestimmt nicht fehlen: Gerard Hanson – noch besser bekannt als Convextion oder auch Event Related Potential, kurz E.R.P. 1995 hat er bereits seinen Evergreen Miranda auf Matrix Detroit veröffentlicht. Seitdem gehört er deshalb wohl auch zum Klang des Detroit-Umfelds, obwohl Gerard Hanson seine Tracks eigentlich fern der großen Techno-Ballungszentren in Dallas Texas produziert. Die Matrix 1 war bis zum Miranda Re-Release vor 4 Jahren eine der am meisten gesuchten Techno-Platten überhaupt und auch heute wird das Original nicht unter 50 Euro gehandelt.

Seitdem gibt es circa eine neue Convextion oder ERP Platte pro Jahr. Dabei bleibt Hanson seinem ganz eigenen Stil immer treu und öffnet darin dennoch immer wieder ein neues Klang-Universum. Ich denke da vor allem an Venus in Spurs auf Tektite, an die Event Related Potential EP und das Convextion Album auf Downlow oder die ERP auf Frantic Flowers. Für mich klingt dabei Convextion immer etwas mehr Techno und ERP etwas mehr nach 80er-Jahre beeinflusster Elektronika. Also so klassischer Elektro! Ein Stil, der eigentlich einen Sound sehr viel spezieller beschreibt als es die meisten, die den Begriff heute verwenden, ahnen.

Vielleicht hat es sich inzwischen bis in die Staaten herum gesprochen, dass hier der Begriff Elektro inzwischen für alle möglichen Stilrichtungen elektronischer Musik verwendet wird und dabei leider der eigentliche Stil völlig unter die Räder gekommen ist. Richtige Elektro-Platten sind ja auch eigentlich nicht mehr vorgekommen. Insgesamt 200 Exemplare der zwei ERP-Releases auf Semantica haben nun mal bestimmt keine neuen Hörer erreicht und auch Labels wie Puzzlebox oder Artists wie zum Beispiel Aux88 oder Keith Tucker sind in den letzten Jahren voll im Dornröschenschlaf versunken.

Doch nun gibt es frischen Wind. ERP hat soeben eine neue Platte auf Hardfloor veröffentlicht und Diamonds & Pearls hat aktuell gleich vier neue, wirklich gute Aux88 EP’s auf Puzzlebox im Vertrieb. Nach Minimal-, Deephouse- und Disko-Edit Hype wird vielleicht 2011 das Jahr, in dem Elektro aus seinem Schlaf erwacht und sein spezielles Klanguniversum wieder auf einige Dancefloors zurückkehrt. Wäre echt cool, denn für viele ist das inzwischen wieder wirklich neu und vielleicht hilft dieser tolle Convextion Podcast auf Resident Advisor dabei.

 

Immanent / Thomas Fröhlich: Train Of Four 01

train of four immanent thomas fröhlichTrain Of Four heißt das neue Label, dass Ronny Konstabel, Christian und Thomas Fröhlich jetzt gemeinsam gegründet haben. Während ich mit Christian und Thomas Fröhlich schon lange befreundet bin, war mir Ronny Konstabel bis vor einigen Wochen noch gar nicht bekannt. Umso mehr war ich geflasht, als ich mir seine wunderschönen Tracks als Immanent auf Soundcloud angehört habe. Inzwischen findet sich dort nur noch Sous von der Train of Four 01 – ein Track, der schon erahnen lässt, was man dort noch so erwarten kann. Klassisch, dabei aber doch so vielseitig und selbstständig, dass hoffentlich bald alles auf Vinyl erscheint. Denn was er da als Immanent in den letzten Monaten und Jahren heimlich produziert hat, ist nichts anderes als wirklich großartig.

Ich habe Sous letztens gleich mal zu Beginn eines Abends aufgelegt und es passierte das, was mir schon vorher klar war: Gleich kam der erste an und fragte, was das denn wohl sei… Beim Thomas Fröhlich Track Home auf der Flip wird sicherlich mancher denken: Moment mal, is there a Soul Revival going on tonight? Aber dann beginnt die Exkursion, die sich gewaschen hat. Ich sage ja zu dieser zeitlosen Platte. Tipp!

Ssg Special: Kangding Ray VS Mix

Kangding Ray VS ssg special MixMomentan bin echt geflasht vom Kangding Ray VS Mix, den die mnml ssgs vor 3 Wochen ins Netz geschossen haben. Kangding Ray ist David Letellier und hat inzwischen 3 Alben auf Raster Noton veröffentlicht. Zum neuen Album OR schreibt Chris: OR (French for Gold) is more: this is an album that bathes you in the dark glow of late capitalism, right up to your neck. I’m not bullshitting you, either on the sound side or David’s intentions. Dieser Mix ist dazu wohl auch als Sidekick gedacht und ich lasse an dieser Stelle die Tracklist einfach für sich sprechen. Alles weitere lest ihr lieber direkt bei mnml ssgs. Unbedingt mal anhören!

Tracklist

Steve Reich „Come out“  +  Rhythm & Sound „Outward“
Oneohtrix Point Never „Returnal feat. Antony (Fennesz Remix)“ + Mark Fell „Multistability 1-B“
Deadbeat „Loneliness and reverly“ + These New Puritans „Drum Courts – Where Corals Lie“
Coh „Andante Facile“ + Pole „Alles Klar“
Nam June Paik „My jubilee ist unverhemmet“ + Alva Noto „Future“
Ben Frost „Leo Needs A New Pair Of Shoes“ + Ricardo Villalobos „Fools garden (black conga)“
Ø „Ionos“ + Emeralds „It Doesn’t Arrive“
Richie Hawtin „00:24“ + Deaf Center „Lobby“
Various Production „Infinity (xx cover)“ + Senking „Breathing Trouble“
Pomassl „Tandem distiller“ + Lissom „Bask“
Fever Ray „If I Had A Heart (Fuck Buttons Remix)“ + Ital Tek „Tokyo freeze (Remix)“
Codes in the Clouds „The Distance Between Us (Nils Frahm Remix)“ + Vex’d „Slime“

Timnah Sommerfeldt: Monday Edition Podcast 22

timnah sommerfeldt monday edition podcastTimnah Sommerfeldt wohnt in Basel, ist DJ, produziert auch eigene Tracks und ist meine Soundcloud-Entdeckung vom Mai! Zwar habe ich dann schnell gesehen, dass sie schon längst einen Keep-it-Deep Guestmix hatte und Sascha auch schon lange Fan ist – aber mir hat keiner was erzählt. Jedenfalls bin ich irgendwie in ihrem Soundcloud-Profil gelandet und hab mir erstmal die eigenen Tracks und die zwei Mixes dort angehört. Ich dachte ich glaubs nicht. Es geht von Funky Housetunes über klassischen Techno mit frühen 90er-Charme bis hin zu modern gesteppten Dub-Techno. Beim Timnah Sommerfeldt Mix für Kapterka vom Februar wars schließlich schon soweit, dass ich hier durchaus auch mal kurz hätte kreischen können und das passiert mir nur sehr selten… :)

Reflexartig einen Podcast für Monday Edition angefragt und prompt einen wirklich schönen Montags-Mix zurück bekommen. Wow! So macht das Spaß und ich hoffe, ihr habt mit der Musik von Timnah Sommerfeldt mindestens genau so viel Freude wie ich es habe. Danke Timnah!

Tracklist:

01. echospace – untitled
02. murmur – fumes (pcb 3000 remix)
03. tin man – constant confusion
04. anthony shake shakir – assimilated (space dimension controller remix)
05. quince & benny rodrigues – sweet potatoes
06. delta funktionen – nebula
07. claro intelecto – new life
08. rhythm & sound – mango drive
09. margaret dygas – 37 min to 7
10. undr p – sub ghetto live
11. reagenz – dj friendly
12. prosumer & murat tepeli feat elif biçer – turn around (cassymoothmix)
13. jouem – day lily
14. efdemin – april fools
15. argy – bottom heavy
16. efdemin – back to school
17. anton zap – sunshine
18. efdemin – night train
19. smallpeople & rau – life aquatic