Omar S aka Alex Smith: Here with me (FXHE AOS-432M)

Omar S Alex Smith Here with me FXHE AOS-432MManchmal sagen 45 sec Samples einfach gar nichts – so gings mir jedenfalls mit der neuen Omar S – Here With Me auf seinem eigenen Label FXHE. Die hab ich nämlich vor ner ganzen Weile schon mal online gehört und war erstmal nicht wirklich von den Socken – bis ich sie jetzt zum ersten Mal von Vinyl und in voller Länge im Plattenladen gehört habe. Here With Me mit den tollen Vocals von Detroits Diviniti ist ein wirklicher Deephouse Hit, der schon jetzt durchaus als Klassiker durchgeht. Too little time for love – too much time for nothing.. das muss nicht sein und weil Omar S seit der letzten Platte auf Trackpausen verzichtet, gibts auch noch ein schönes Intro dazu. Stop Running Around auf A2 findet sicher auch noch seinen Platz, jedoch habe ich im Moment nur Ohren für Here With Me. What a lovesong – perfekt!

Bestimmt ist nicht nur mir aufgefallen, dass inzwischen richtig viele Tracks bei Youtube zu hören sind. Deshalb habe ich eine Playlist mit Musik aus einem Jahr Monday Edition zusammen gestellt und wenn ihr dem Link folgen möchtet, dann könnt ihr Euch gleich von Omar S und Here With Me in voller Länge überzeugen. Danach geht’s für die nächsten 9 Stunden im Shuffle Mode durch den Montag:

Matthias Meyer: Infinity / Wareika: Smiles (Liebe Detail 29)

Matthias Meyer: Infinity / Wareika: Smiles (Liebe Detail 29)Im Dezember hatten wir hier den Hinweis auf die Efdemin-Aufnahme aus dem Harry Klein Club München. Bei Minute 56 gab’s diesen Track der mir gleich beim ersten Hören sehr angenehm aufgefallen war. Toni fragte erst erfolglos hier in den Kommentaren danach und lieferte ein paar Tage später großartiger Weise auch selbst die Antwort: Matthias Meyer – Infinity, die aktuelle Liebe Detail. Super! Ich bin dann auch schnell los und hab die mir gleich geschossen und vergangenen Freitag gleich zwei Mal gespielt (was bei mir eigentlich nicht vorkommt – auch wenn ich die 5-Stunden-Set Marke locker knacke). Kurzes Fazit: Killer! Erste Liebe Detail seit langem und Infinity werde ich wohl ne ganze Weile spielen. Ein Danke geht nochmal an Toni und der B Track Smiles von Wareika ist auch schön.

Motor City Drum Ensemble: XLR8R Podcast 119

Motor City Drum Ensemble: XLR8R Podcast 119Mein persönlicher Mix der Woche ist bisher der aktuelle Podcast von Danilo Plessow aus Stuttgart, besser bekannt als Motor City Drum Ensemble, für das US Music Mag XLR8R. Mit dem Evergreen Raw Cut’s #5 ist ihm einer der Hits im Sommer 2009 gelungen und inzwischen hat ihn auch jedes Musik Magazin mit einem Feature bedacht. Entspannt und ohne eine Ahnung von Erfolgsdruck macht das Motor City Drum Ensemble einfach weiter so. Detroit House und ein gelungenes Warm-Up fürs Wochenende – es ist ja schon wieder Donnerstag ;)

Tracklist:

01 Latecomer „Cosmic Part“ (Faces/MCDE)
02 Jacob Korn „Selene“ (Running Back)
03 Code 6 „Beyond the Bassline“ (Nu Groove)
04 This Ain’t Chicago „Ride the Rhythm“ (Parisonic)
05 Mijan „Alright (SG Dub)“ (Slip n‘ Slide)
06 Peak Hour Rhythms „Disco Diva“ (Nervous)
07 Ursula Rucker „Electric Santeria (King Britt Mix)“ (Five Six)
08 Ron Trent „Altered States“ (Warehouse)
09 Ben Klock „Viscoplastic“ (Deeply Rooted)

Scuba: Sub:stance (Ostgut CD 11) / Aesaunic EP (Hotflush 024)

Scuba: Sub:stance (Ostgut CD 11)Scuba – das ist der Brite Paul Rose, der neben seinem Label Hotflush auch seit Juli 2008 die Sub:stance Partys im Berghain macht. Außerdem gab’s von dem bereits neben vielen guten Singles ein tolles Album – „A Mutual Antipathie“ heißt das, welchem noch drei Remix EP’s mit Surgeon, Martyn etc. folgten. Wer erinnert sich? Im Oktober 2009  ist bereits die Aesaunic EP erschienen – und irgendwie brauche ich bei Scuba immer ein Weilchen, bis ich endlich die paar Euro für seine Platten über die Theke reiche. Und das, obwohl meistens gleich beim ersten Hören klar ist, das Geld für den jeweiligen Scuba-Tonträger nicht sinnlos raus geschmissen wäre. So hat es auch bei der Aesaunic EP wieder etwas länger gedauert – dafür bin ich jetzt umso mehr überzeugt. Fünf atmosphärische Dubstep Tracks mit (Dub)-Techno-appeal machen auf jeden Fall schon ein kleines, wunderschönes Album. Wer noch nicht reingehört hat, der muss das unbedingt nachholen.

Scuba – Symbiosis (Aesaunic EP)

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Markus Güntner: Doppelgaenger (Sending Orbs)

Markus Güntner: Doppelgaenger (Sending Orbs)Nach dem Partyfreitag hab ich übers Wochenende Winterschlaf gehalten. An solchen Tagen brauche ich keine 4/4 Bassdrum sondern Ambient und so kam mir das neue Album Doppelgaenger von Markus Güntner auf Sending Orbs gerade recht. Seit er 2000 mit „Regensburg“ auf Kompakt sein Debüt hingelegt hat, hatte ich Markus Güntner auf dem Schirm. Sein erstes Album „In Moll“ von 2001 hat ein ganzes Weilchen gebraucht, aber nach nun fast 9 Jahren ist es einfach das von mir am meisten gehörte Ambient-Album überhaupt. Keine Ahnung wieso, weshalb, warum – langfristig behaupteten sich jedenfalls Markus Güntner’s frühe Ambientproduktionen in Bezug auf die Wiederholungshörfrequenz sogar noch vor Namlook oder Voigt.

Danach zog bei Markus Güntner’s Releases der Dancefloor ein und ich erinnere mich vor allem noch an „Seven Days“ auf Ware. Doch dann kam die Techno-Krise und der krasse Pop-Remix von Talk Talk’s „It’s A Shame“. Markus Güntner hatte damit seinen kommerziell besten Track und verschwand fast gleichzeitig von meinem Radar.

Mit dem aktuellen Album Doppelgaenger meldet sich also Markus Güntner auf Sending Orbs auch bei mir zurück. Gas ähnliche, schwere Flächen ziehen sich durch die Tracks und modulieren sich dabei nur ganz vorsichtig über Asphaltwiesen und durch leere Häuser. An einem Morgen danach ist das schon mal bestens geeignet, um der temporären Apathie zu begegnen. Dann kommen Flimmerfrequenz, Dreiglanz und spätestens der sanfte Kick im Meer der längst vergessenen Maßeinheit Leugen hat mich angenehm aus dem Bett geholt. Wenn die nächste Daisy kommt und der Kater mauzt, dann hat Ambient von Markus Güntner wieder einen festen Platz im persönlichen Klimakatastrophenvorrat.

Levon Vincent: mnml ssgs mix 46 / Double Jointed Sex Freak

Levon Vincent: Double Jointed Sex FreakFrohes Neues alle zusammen! Gestern haben wir hier in der Monday Edition gleich mal absoluten Besucherrekord gefeiert. Es scheint so, als hätten es einige bis zu den Blogs beim Leserpoll der De:Bug geschafft und an dieser Stelle ein wirklich ganz großes Danke an alle, die uns in ihre Lieblingsliste für 2009 eingetragen haben. Das ist so super! Im ersten Jahr gleich mal hinter Tanith eingestiegen – WOW! Wer hätte das gedacht?

Einer, der uns im vergangen Jahr immer besonders gut gefallen hat, ist definitiv Levon Vincent und wie könnte das Jahr besser starten als mit einem neuen Mix von ihm? Seine DJ-Sets waren immer klasse, seine Platten habe ich alle gekauft und das war auch stets die richtige Entscheidung. Laut ist er immer für einen Schauer von Gänsehaut gut und das es 2010 noch ein bisschen geiler geht beweist seine neueste Veröffentlichung Double Jointed Sex Freak auf Novel Sound 04. Nur blöd, dass mir nun gerade diese Platte kurz vor Weihnachten entwischt ist. Mist! So spare ich mir erstmal weitere Worte dazu und verweise auf das Hörbeispiel in der YouTube-Playlist:

Levon Vincent – Double Jointed Sex Freak

Sie wird jedoch ganz sicher nochmal nachgeliefert und bis dahin verkürze ich mir das Warten mit dem neuen Mix von Levon Vincent bei unseren Freunden von mnml ssgs. Der ist wieder mal so tight & funky wie ich es mag und ich glaube, das ist sogar Levon’s bisher bester Mix.

Tracklist

FRED P – NO LOOKING BACK
TEVO HOWARD – 06060606
MOLE PEOPLE – THE OCEAN
XDB – RISING SUN
OMAR S – QUADRAPOLEGIC COMPANION
CULTURAL VIBE – MA FOOM BEY
TRACK SHOW – TRACK 3
MIKE PERRAS – LITTLE BIT OF THIS
FRED P – DEEP HYPNOTIC (MARS MIX)
DJ DUKE – D2-D4
FAT CAT – You Figure it Out
DJ QU – BE FREE
LEVON VINCENT – DJSF 2
MOOD II SWING – MOVE ME
TEVO HOWARD – EVERYDAY HOUSE MUSIC

DJ Sprinkles / Terre Thaemlitz – Resident Advisor Podcast

DJ Sprinkles / Terre Thaemlitz - Resident Advisor PodcastDass DJ Sprinkles aka Terre Thaemlitz mit Midtown 120 Blues ungefähr das deepste und dollste House-Album der letzten Jahre vorgelegt hat, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Die, neben Deep-House, weiteren musikalische Leidenschaften von Terre Thaemlitz waren und sind immer noch Ambient, experimentelle Elektronik (speziell die seiner Wahlheimat Japan), Free Jazz und Word Art. Für Resident Advisor hat er nun einen Mix gemacht der all diese Welten behutsam zusammenbringt:

Tracklist

Terre’s Neu Wuss Fusion – She’s Hard (2007 Archive of Silence) – Mule Musiq
Deuter – Solitary Bird – Kuckuck
The Golden Palominos – Gun/Little Suicides (Brown Stain Walls, Red Jelly Corners) remix by Terre Thaemlitz – Restless
Oval – Textuell – Mille Plateaux
Terre Thaemlitz – 2 AM on a Silo – Instinct
Hajime Tachibana – The Girl from Ipanema – Midi
Yesterday’s Heroes – 1979 – La Louche Qui Fait Déborder Le Vase
Yoshihiiro Hanno – Platform (Home[Form]) remix by Terre Thaemlitz – Cirque
Depeche Mode – World Full of Nothing (DJ Sprinkles private edit)
Faye Wong – Shame (DJ Sprinkles private edit)
Michael Nesmith & the First National Band – Beyond the Blue Horizon – RCA Victor

Maayan Nidam – Don’t Know Why / Feels Like (Perlon 78)

Maayan Nidam - Don't Know Why / Feels Like (Perlon 78)Perlon ist eines dieser Labels dessen Produktionen ich in den vergangenen Jahren eher respektiert als geliebt habe. Die ziehen ihr Ding (heller, trockener Minimalsound mit Microsamples, Pappkartonbeats über extrem tiefen Bässen, keine Chords, selten unter zehn Minuten pro Track) konsequent durch, in konstant hoher Qualität, mit den allerbesten leuten – und doch liessen mich die Ergebnisse meist kalt. Wenige Ausnahmen, die über den uniformen Labelsound hinaus wiesen, wie zuletzt Portables Überhit Release, bestätigen diese Regel nur.

Mit dem Track Feels Like auf der B-Seite der Laufnummer PERL78 gibt es endlich mal wieder einen Track aus diesem Stall, der mich berührt, tanzen lässt und es zugleich schafft auf interessante Weise an meinem Nerven zu zerren. Gelungen ist dieses Kunststück der Wahlberlinerin Maayan Nidam. Sie ist keine unbekannte im Technogeschäft, legt im Watergate auf, und veröffentlicht neben ihrem bürgerlichen Namen als Miss Fitz, Laverne Radix und als Teil des Duos Mara Trax. Feels Like kombiniert holpernde beats, ein staubtrockenes, erst mal ungelenk wirkendes Geklopfe mit einem genial mäandernden akustischen Bass zu dem sich hin und wieder tiefergelegte und zerdehnte Vocals gesellen, wie eine Bande Gregorianer auf Pilzen. Mehr passiert nicht, aber es ist mehr als genug um eine unwiderstehlichen Funkyness zu entwickeln – aus Bauelementen, die für sich denkbar unfunky sind. Die A-Seite Don’t Know Why ist nicht schlechter, aber insgesamt konventioneller und näher an einem typischen Sample-Schnitzelsound wie man ihn eben von Perlon, Foundsound oder Microcosm kennt. Aber auch hier heben die verquer montierten Vocal-Fragmente das Stück über den Durchschnitt. Beide Tracks sind auf Ihre Weise mächtig Deep, und verzichten dabei auf jedes handelsübliche Klischee von Deepness. Geisterhousemusic.

Monday Edition Podcast 08: Duffbeers – Slow Graffiti Mix

Monday Edition Podcast 08: Duffbeers - Slow Graffiti MixHey, wir haben einen neuen Podcast. Dieses Mal kommt er von Duffbeers, der uns nach dem wunderschönen Sommerhouse, später vom April nun einen Mix  für den Monday Edition Podcast gemacht hat. Ich finde das ja echt super! Frohe Weihnachten Euch allen…

 

 

01 // omar-s – i love u alex
02 // oliver deutschmann – alfama
03 // rick wade – deep n dirty
04 // oracy – hold me
05 // leonid – shortwave
06 // cavalier – deep rider
07 // lazar – soul tactics
08 // john roberts – relate (rndm remix)
09 // manoo – abyss
10 // sound stream – dance with me
11 // keith worthy – deep sea (beats for dayz mix)
12 // efdemin – america
13 // derrick may – untitled
14 // black jazz consortium – believe

http://official.fm/tracks/283940?size=small

Delano Smith & Norm Talley: Constellation / Detroit 2-Step (Sushitech 10″)

Delano Smith & Norm Talley: Constellation Detroit 2-Step Sushitech 10"Es gibt sie nach wie vor, diese richtig guten Tracks nur auf Vinyl. Nur sind inzwischen alle so vorsichtig und pressen so wenig, dass Plattenkaufen in den letzten Wochen noch mehr Jagd war, als es das sowieso schon immer gewesen ist. Möglichst jeden Tag die über Jahre hinweg flächendeckend abonnierten RSS-Feeds und Newsletter checken ist Pflicht, wenn man eins der paar Exemplare bekommen möchte. Und wenn man mal zu einem ungünstigen Zeitpunkt das Geld für Plattenladen und neue Technik verdienen muss, dann ist es inzwischen mehr als nur fast sicher das der geneigte Plattenkäufer blöd aus der Wäsche und hinterher guckt.

Bei dieser hatte ich Glück. In 2 Stunden gingen 20 Stück über die Ladentheke – und auch nur dann wenn man bereits wusste, dass diese da hinter der Theke liegt. So bin ich nur deswegen eines Nachmittags aufs Rad gesprungen und hab gerade noch die Letzte ergattert. Es ist ein bisschen wie damals im Osten, kurz vor Weihnachten wo es ausnahmsweise mal Orangen oder Bananen gab.  Oder wenn es für 2010 Fusion Early Bird Tickets gab oder Nachtdigitalkarten – letztere sind ja inzwischen auch schon ausverkauft, aber darum soll es hier nicht gehen…

Detroit Beatdown hat nach Jahren im Abseits eine Renaissance erfahren. Ein guter House-Dancefloor hat im Sommer 2009 auch dann locker durchgehalten, wenn die Geschwindigkeit für Stunden weit unter 120 Beats pro Minute gefallen ist. Und auf einmal sind Sie wieder da, die schon da waren, als das mit dem Techno House Ding gerade erst los ging: Norm Talley und Delano Smith. Auf Sushitech gab es nun Ende November diese auf 300 Stück limitierte Split-10″ mit 2 richtig guten House Tracks der Altmeister. Ich konnte mich lange nicht richtig entscheiden, welche Seite der Platte mir eigentlich am Besten gefällt.

Den A-Track „Constellation“ hat Delano Smith produziert. Eine rollende, tief im Bauch wubbernde Bassline trägt hier alles: die sehnsüchtige Synthsequenz, die atmosphärischen Strings, die Claps und die offbeat treibenden Hihats. Ganz klassisch und alles richtig gemacht – deep into the vibe of house, so soll’s sein. Tja, und wie beschreibe ich jetzt Norm Talleys „Detroit 2-Step“ damit hier auch rüber kommt, dass der mir noch ein kleines bisschen besser gefällt? Es ist die Soundauswahl, die nicht ganz so rund klingt, sich auch an akustischen Instrumenten bedient, so noch ein bisschen mehr psycho-akustische Reibung aufbaut und diese dann durch Norm Talleys 1A Mörder-Bassdrum perfekt transportiert. Something for your mind, your body and your soul!

So könnte ich zwar auch wie ein Rohrspatz meckern, dass mir letzte Woche schon wieder so zwei Granaten wegen der momentan akuten Vinyl-Unterversorgung durch die Lappen gegangen sind und das meine zwei Haupt-Plattenläden dazu noch ihre Newsletter schwer vernachlässigen, was demnächst auf jeden Fall noch vor Ort besprochen wird. Andererseits ist aber auch alles wieder viel spannender geworden. Es gibt eben nur noch 300 Stück und so kann gar nicht jeder DJ mit Vinyl das Gleiche spielen. Ich merke wie mich der Platteneinkauf (mein tägliches Leben) emotional aufwühlt und das ich mich schon lange nicht mehr so über neue Platten gefreut habe. Die müssen deshalb auch nächstes Jahr wieder mehr öffentlich aufgelegt werden – mit nem Satz ganz persönlicher Trümpfe und Zaubertricks im Ärmel, versprochen!