Steffi Doms ist nun schon seit einigen Jahren Resident DJ in der Panorama Bar Berlin und betreibt gemeinsam mit Dexter das Label Klakson. Nahezu regelmäßig schenkt sie uns einen neuen Mix und inzwischen hat sie auch ein paar echt gelungene Tracks u.a. für Ostgut Ton und Underground Quality produziert. Steffi’s letzter Mix, der Dummy Mix 59, ist ihr zwischen oldschool – not oldschool wieder besonders gut gelungen und Sascha hat auch gleich mal einen Großteil der Tracklist zusammen gestellt. Den Rest kriegen wir bestimmt auch noch zusammen… (via Electronic Beats / FB)
Tracklist
01 Instra:mental – Let’s Talk
02 Subroom Association – Traffic Line
03 Quarion – Io
04 Jayson Brothers – Monster Box
05 Rainer Trueby – Ayers Rock
06 Gerd – Frienly Fire
07 Martyn – Shook Up
08 Italo Johnson – B1 (italojohnson01)
09 Kink – e79
10 ?
11 ?
12 Levon Vincent – Games Dub
13 Braiden – The Alps (Kassem Mosse Fix)
14 Jason Fine – Many To Many (Klock rmx)
15 Third Side – Erebus
- Steffi
- Dummy Mix 59
Seit Ewigkeiten (also immerhin fast drei Wochen) war ich heute mal wieder im Plattenladen. Nach langem Hin-und-her, Abwegen, Weglegen, Doch-Nochmal-Reinhören und tiefem Blick in den Geldbeutel, ging ich schließlich zufrieden mit unter anderem Theo Parrish, XDB, Omar-S, Andy Stott und Function unterm Arm nach Hause. Alle gut, keine Frage, doch meine Platte des Tages, der Woche, ach, vielleicht sogar des Monats kommt von Stephen Hitchell und Rod Modell und heißt „Seconds To Forever„.
Die Seite des Tages ist Promomixes.com. Als Promomixes 009 gibt es aktuell diesen Mix von Function, der hier einen House-Hit an den anderen reiht. Red Zone – New York City 1991 sagt da eigentlich auch schon alles. Das war wohl damals einer der House Clubs in New York und es gibt auch noch ein
Diese Tracks hat Joshua Michaels als Circulation bereits in den Jahren 1995 / 1996 auf Balance Chicago veröffentlicht – das ist ein Sublabel von Prescription. Mein Favorit dieser Reissue auf P&D 006 ist definitiv Patterins (Iz & Diz Ghosts In Detroit Wake Up Dub) und genau die Art von Deep House, die immer und immer wieder geht. Süße Strings, warmer Bass, ein sanfter Groove – perfekt und zeitlos. Als Sahnehäubchen gibt’s auf der B-Seite noch einen original 95’er Prescription Chicago House Slammer unter der Überschrift Emotions Unknown in zwei Versionen. Tolle Platte!
Wo ich schon mal wieder bei den Classics bin: Wer ist der berühmteste aller frühen Chicago DJ’s? Richtig, Ron Hardy! Seit über 10 Jahren hat deephousepage.com ein schönes Mix Archiv für Ron Hardy und dort habe ich auch diesen Mix gefunden, als ich so 2004/2005 verstärkt Chicago House- und somit auch Italo Disco Forschung betrieben habe. Dieses Ron Hardy Set aus der Music Box ist vom 19. Juni 1984. Es ist also die Zeit, kurz bevor sich Chicago House entwickeln sollte. Auf der B-Seite mixt hier Ron Hardy auch „On and On“ von Jesse Saunders – der Track, der da gerade ein paar Monate alt ist und weithin als erster Housetrack überhaupt in die Geschichte eingehen wird. Auch sonst kann mich dieser Mix immer wieder begeistern. Es ist ein richtiger Sommermix, der mir schon so manchen Moment tief ins Gedächtnis eingeprägt hat. Also schon mal vormerken, der nächste Sommer kommt bestimmt. Richtig perfekt ist es übrigens, dazu mit offenen Fenstern, Strand Outfit und „Feel The Drive“ die Küstenstraße entlang zu cruisen. Links das Meer, der wohl temperierte Fahrtwind – ach ja! I don’t believe in magic, I believe, I believe in love ever lasting…
Es gibt einen wirklich super schönen Mix von The Analogue Cops bei Diamonds and Pearls! Hier ist mir dann auch plötzlich erschrocken aufgefallen, dass ich ja überhaupt noch nicht diese Italo Johnson 02 vorgestellt habe. Was für ein Versäumnis und das, obwohl ich diese Platte schon ne ganze Weile in der Kiste mit mir herum trage. Den Favoriten B1 könnt ihr hier jedenfalls gleich mal anhören (22:20) und auch sonst gibt’s bei The Analogue Cops noch richtig viel zu entdecken. Ich bin Fan!
Es gibt eine neue Perlon von Portable unter der Überschrift This Life Of Illusion. Die A-Seite „Life Magically Is“ kommt mit ner tiefer gelegten Techno-Predigt mit vielleicht sogar nützlichen Hinweisen zur Lenbensgestaltung, die mich prompt an alte Green Velvet Hits erinnert. Aber warum höre ich nochmal Techno? Ach ja, auch weil ich da nicht ständig zugelabert werde und das ist mir im Moment aus verschiedenen Gründen wieder mal besonders wichtig. Deshalb drehe ich die Platte ganz schnell um, denn hier ist „Find Me“ und das ist der wirkliche Hit! Obwohl ich eigentlich schon längst beschlossen habe, nicht länger auf Irgendwas oder Irgendjemanden zu warten, passiert es ja doch immer wieder. Das fühlt sich dann meistens genauso an, wie es Portable hier so großartig in Musik transportiert hat – in dieser ganz eigenen Portable-Melancholie chicagoresk ergreifend und aufbauend zugleich. Superb!
Die Inner Love EP von Trinidadian Deep ist soeben auf Future Vision Records erschienen, einem Sublabel von Prescription, welches seit seinem ersten Release Prescription 000 mit Romanthonys „The Wanderer“ aus dem Jahr 1994 für ganz ausgezeichnete Deep House Veröffentlichungen steht und dabei auch kaum Ausnahmen verzeichnen musste. Ich vermute, dass Trinidadian Deep ein Label für unterschiedliche Deep House Produzenten ist, die der Labelbetreiber Ron Trent für jeweils einzelne Tracks um sich versammelt. Hier ist es neben Ron Trent selbst noch Bradford James auf A1 mit Tree Of Life – einem ganz wunderbaren Vocaltrack mit direkten Wurzeln zu diesen ganz großen HipHop Tracks und Jay Tripwire auf B1 mit Mind Channel. Alle Tracks werden von Afro-Percussions getragen und besitzen diese Synths, die den Raum derart in Schwerelosigkeit versetzen können, wie ich es auch nur von einigen Ron Trent Tracks kenne. Bitte einmal ganz tief fallen lassen: All Killer – No Filler!
Weil ich gerade wieder bei klassischen US-Platten bin: 1988 gab es mal eine Hand voll Test-Pressungen unter dem Namen Sterling Void – Serve It Up auf dem DJ International Sublabel Underground. Aus welchen Gründen auch immer hat es der Track dann aber nicht zu einer ordentlichen Veröffentlichung geschafft. Das war bis jetzt also so eine Platte, die es eigentlich gar nicht gab. Doch Serge von Clone Records hat sich ein Herz gefasst, die Rechte für diesen Track erworben und den endlich mit einem aktuellen Mastering und einem etwas Club-tauglicherem Edit auf der Flip als Clone Classic Cuts 19 veröffentlicht. Die Stimmung des Tracks erinnert mich schnell an Releases von Terrace Anfang der 90er und ich liebe so was! Wie Clone schon selbst sagt, ist Sterling Void – Serve It Up bestimmt nichts für jeden – für meine Plattenkiste passts!
Die neue Terrance McDonald – Spaced Out auf dem Aroy Dee Label M>O>S MOS DEEP 003 ist auch so ein richtiger Knüller! Das ist zwar ein Repress und das Original hat Terrance McDonald bereits 1991 im zarten Alter von 16 Jahren auf Saber veröffentlicht – da weiß man gleich, woher der Wind weht. Es geht mir dabei auch nur um den A2 Track Back From Canada. Also das ist genau so ein House Track, wie ich ihn mir idealerweise vorstelle. Ein paar klassische, nach 80’s klingende Synths sind so durchaus immer noch total geil, ein bisschen Soundstream-Arrangement und dann noch diese Snare im Off… die wird selbst die Anhänger der im Moment so angesagten Technovolksmusik überzeugen. Sonst sind’s nur ein bisschen nervende Chicago Tracks aber genau dieser eine Track und alle sind glücklich, versprochen. Lieblingsplatte!