Ian Simmonds: The Burgenland Dubs (Musik Krause LP03)

Ian Simmonds - BurgenlanddubsVor einigen Wochen ist das Album „Burgenland Dubs“ von Ian Simmonds auf Musik Krause erschienen und ist heute mal wieder meine Platte des Tages. Daher wird es höchste Zeit es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist der dritte Longplayer auf Musik Krause, und da sich das Label noch nie mit 08/15 Großraumdiskothekenmusik abgegeben hat und oft auch eine sehr eigene Geige spielen will, ist Ian Simmonds dort sehr gut aufgehoben. Abseits von 4/4 Bassdrum und Tanzflächenengagement verbindet er elektronische Musik mit verkapselten Rhythmen und jazziger Attitüde. Bongobeats treffen auf analoge Sythies und vermischen sich mit akustischen Gitarren. Keine definierbare Schublade, sondern allumfassender Eklektizismus, der sich aus allem nur das Beste sucht. Spannend vom ersten bis zum letzten Track ist dieses Album kein Werk, was im Laufe der Nacht in Ekstase versetzen will, sondern bei dem man besser mal ein bisschen verweilt, um in die Tiefe der Komposition eintauchen zu können. Zwei der Songs waren schon auf vorhergehenden EPs veröffentlicht worden und sind daher nicht auf der Vinylversion enthalten. Das ist nicht so schlimm, da eine CD mit allen Tracks enthalten ist.

Der Waliser Ian Simmonds ist seit einigen Jahren hier in der Saale-Stadt Jena musikalisch aktiv. Vielleicht mögen ihn einige als Mitglied der Sandals aus London kennen, oder von seinem früheren Einzelprojekt Juryman. Trotzdem kann man nicht sagen, dass er nach kreativen Jahren in der Provinzstadt gestrandet wäre. Er war wohl mehr eine Punktlandung, um mit Hilfe von Freunden das kreative Potenzial noch stärker zu Bündeln. Einen tollen Überblick über das bisherige Schaffenswerk des Ian Simmonds bietet der aktuelle Freude am Tanzen Podcast, welcher mit kleinen Interviews von Simmonds toll aufgelockert ist. Auch meine drei persönlichen Favoriten werden dort angespielt: das orientalische ‚Sands of Tunis‘, die ‚Wendelstein Variations‘ und das großartige ‚Dance of Dancers‘.

Also auf nach Burg Wendelstein. Anfahrtsweg unter: Hier klicken.

Smallville Compilation: And Suddenly It’s Morning

smallville Compilation And Suddenly It's MorningIn dieser Woche ist die erste Label Compilation And Suddenly It’s Morning des Hamburger Labels Smallville Records von Peter Kersten aka Lawrence und Julius Steinhoff offiziell erschienen. Los geht’s mit Something Like Wonderful von Julius Steinhoff und dieser Titel sagt im Kern eigentlich auch schon alles, was ich zu sagen habe – und was das für ein schöner Opener ist. Wenn es auf dem Dancefloor plötzlich schon Morgen ist, dann sind die Jungs von Smallville eine Bank. Niemals aufgesetzt, niemals hektisch und doch funky. Klassische, warme Deephouse Tracks, die wissen wie man gekonnt neue Impulse setzt, so dass die Tracks einfach zeitlos spannend bleiben. Schön ist dabei, dass diese Compilation nach und nach auch als einzeln als Vinyl veröffentlicht wird oder bereits im Plattenladen zu haben ist – wobei  ich mir letztendlich alle 12″-Releases kaufen werde. Und für diejenigen, die Vinyl nicht unbedingt brauchen, für die gibt es noch ein tolles 16-Seiten Booklett vom Stefan Marx zur CD.

Tracklist

01. Julius Steinhoff – Something Like Wonderful
02. Christopher Rau – Childhood
03. Lowtec – meandyou.dub
04. Steinhoff & Hammouda with Dionne – Touch
05. Move D & Benjamin Brunn – In the Beginning
06. Sven Tasnadi – Winter
07. Bon & Rau – Cloverleaf Days
08. Lawrence – Don’t Forget
09. Dimi Angélis & Jeroen Search – Our Live With The Wave
10. STL – Neurotransmitting Clouds on the Secret Freeway

Panorama Bar 02 (2): Levon Vincent – Late Night Jam / Steffi – 24 Hours

Panorma Bar 02 Part II: Levon Vincent - Late Night Jam / Steffi - 24 Hours Ostgut TonDemnächst bekommt die Mix-CD Serie der Panorama Bar Nachwuchs. Nach dem überaus erfolgreichen Debüt von Cassy ist auf Panorama Bar 02 Resident  DJ Tama Sumo an der Reihe und vorweg gibt es schon vier exklusive Tracks auf Vinyl vom Berghain Label Ostgut Ton. Ich habe mir Part 2 gekauft mit Late Night Jam von Levon Vincent und Steffi’s 24 Hours auf der Flip. Late Nigt Jam ist dabei ein knöcherner 120 Beats pro Minute Groover aus der Kategorie Ekstase durch Reduktion, ausgestaltet mit Rave Signal und Psycho Breaks für gemeinschaftlichen Synapsenkollaps in der richtigen Soundumgebung. Steffi’s 24 Hours ist dann deutlich entspannter. An einem Morgen mit klassischer Chicago-Bassline erschafft sie hier einen House Flieger für die besonders süßen Träume. Eine Platte, zwei Tracks und zwei mal Gänsekopfhaut.

Move D: XLR8R Podcast – Live in Portugal

Move D XLR8R Podcast - Live in PortugalIm September gabs mal wieder einen Mix von David Moufang noch besser bekannt als Move D. Dieses Mal ist es ein Set, welches live in Portugal für den XLR8R Podcast aufgenommen wurde und das gefällt mir… sehr!

Tracklist

01 Kerri Chandler „Hexadecimal“ (Deeply Rooted House)
02 Moodymanc „Snore“ (Dessous)
03 Rockford Inc. „Mina’s Theme“ (Roots)
04 Robert Dietz „Witness“ (Running Back)
05 Motor City Drum Ensemble „Feel the Love“ (Four Roses)
06 Levon Vincent „Games Dub“ (Underground Quality)
07 Radio Slave „RJ“ (Running Back)
08 Moodymanc „Next Song“ (Dessous)
09 Solomun & Jackmate „Factory“ (Phil E)
10 Marcel Dettmann „Corebox“ (Marcel Dettmann)
11 The Parkwalker „Degeneration“ (Nowar)
12 Tyree Cooper & Eric D. Clark „Stuph“ (Adapter)
13 Joe R. Lewis „Dub. My Own (Larry Heard Remix)“ (Target)
14 Fingers Inc. feat. Chuck Roberts „My House“ (Desire)

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Barbara Preisinger: Bleep43 Podcast 144

Barbara Preisinger bleep43 podcast 144Auf Bleep43 gabs Anfang August einen Podcast mit Barbara Preisinger, die nicht nur gemeinsam mit Stefan Betke aka Pole das Label ~Scape betreibt, welches bereits 10 Jahre wie ein kleiner Diamant im großen Labelhaufen funkelt. So steht sie  z.B. auch mit deeperstill für Qualitätsmusikauswahl der Extraklasse – gern auch zum Donnerstag in Kreuzberg, mit DJs und auffällig auch für DJs, für Connaisseure elektronischer Musik. Der Hype bleibt bleibt bei Barbara Preisinger aus, macht dafür Platz für Deepness und Zeitlosigkeit und so passiert es eben, dass dieser Podcast schon 2 Monate im ungeordneten Posteingang liegt, schon mehrmals und immer wieder für gut befunden wurde, erst jetzt hier im Blog erscheint, und immer noch in der Wiedergabeliste auftauchen wird, wenn so mancher aktuellen Hype-Trompete schon längst die Puste ausgegangen ist. Die erste Stunde mit den aktuellen Tracks kann sich ebenso hören lassen.

Tracklist:

The Hasbeens – I fall to pieces
Joseph Auer – Starknight 303
Lory D – The Bank Robbery
Bodycode – Spacial Harmonics
Unity Gain Temple – Sahmo
Thomas Fehlmann – Cuddle
Jared Wilson – Bangkok Four Seasons
Volga Select – Anne des Plombs
Break SL – Laguna Seca
NWAQ – The Force (Ame remix)
Steinhoff & Hammoudi – You are (Jus Ed remix)
Shake – Indagoo
David Morley – The First Floor
Matt Chester – Col D’Aubisque

BARBARA PREISINGER MIX

Dyed Soundorom  – She knows
Losoul – Depth Control
Audio Werner  – Going Easy
Reggie Dokes – Chicago Pimp
Rick Wade – Long Walk
Lance Nuance – no title
6th Borough Projects – Planets (The Revenge Lost Groove)
Mina Jackson – Pray (Mike Dunn’s Blackball instrumental mix)
Minimal Man – Make A Move
Redshape – The Box
Steve O’Sullivan – Soft Scoop Memories
Mr. G – Low Slung
Mood Edit – DM1950 I Miss You
Los Hermanos – no title
Pure Science – Discombobulate
Motor City Drum Ensemble – Raw Cuts

Manuel Tur: Mono Cult Podcast 008

manuel tur mono cult podcast 008Im September ist mir der Manuel Tur Podcast für Mono Cult auf dem Podcast-Portal Podomatic wirklich hervorragend in Erinnerung geblieben zwischen all den neuen Tracks & Mixes sowie den inzwischen unzähligen Formaten, wie man Musik allein digital konsumieren kann. Vor lauter Input bin ich dabei im September leider nur selten zum wirklichen Genießen gekommen – deshalb auch die kurze Pause. So habe ich mich unter Anderem auch endlich mal bewusst Soundcloud zugewendet, meine Follows auf deutlich über 100 aufgestockt und festgestellt, dass mir mein Soundcloud-Dashboard immer mehr Sinn und Freude bereitet. Kaum habe ich meine Podcasts auf Soundcloud ausgelagert, so werden mir beim Schreiben dieses Artikels der Vorteil und die Möglichkeiten von Podomatic erst richtig bewusst. Vielleicht wäre das auch was für Monday Edition? An dieser Stelle jedoch  erstmal der super House-Mix von Manuel Tur für Mono Cult. To be continued…

John Daly – Aurora/Equinox & John Roberts – Blame

John Daly Aurora Equinox IRR 005Vorteil Hallspirale. Die beiden offenbar bei der Geburt getrennten Johns, von denen es einen (Daly) nach Irland und den anderen (Roberts) in die USA verschlagen hat, haben neben einer Vorliebe für langsame bpm Zähler offensichtlich auch beide als Erbe den aktuell mächtigsten und Analog-Sound mitbekommen der so zu hören ist.

Vor allem Dalys Aurora ist so ein Stück, das einen – korrekte Anlage und Lautstärke vorausgesetzt – einfach nur niederknien lässt. Und das ganz ohne auf klischierte Dub-Effekte zurückzugreifen. Widerstand zwecklos. Auch eine schöne Nachricht ist dass Adas International Records Recordings (IRR) Label auch mit der mittlerweile fünftenLaufnummer keine Schwächen zeigt. Im Gegenteil.

John Roberts Blame Laidrec 004Roberts ist nach seiner mindestens ebenso mächtigen EP Mirror auf Dial nun auf dem tooligeren Sublabel Laid etwas minimaler eingestellt, aber auch er überzeugt durch rohe Produktion, einen ziemlich unwiderstehlichen Sound und die genau richtige Portion Deepness die es bei so langsamen Stücken natürlich braucht. Und ein ausgefeilter Analog-Sound und eine groooooße Hallspirale helfen da natürlich.

Just Another Beat 02: Jouem – Levitation EP

just another beat jouem levitation epDie großartige Premiere vom Neuling im Hardwaxvertieb Just Another Beat -wir eninnern uns an die Money Nugget EP- hat mit Jouem und seiner Levitation EP ihren Nachfolger gefunden. In Sachen Deepness machen sie so weiter, wie sie angefangen haben. Der Titeltrack auf der A-Seite kann das sogar dem Zeitgeist entsprechend mit 112 Beats in der Minute auch noch ein kleines bisschen langsamer und sein Name, zu deutsch schweben, ist Programm. Elemente aus Downbeat, Dubtechno und Deephouse vereinigen sich hier zu wunderschönen Klangwolken, perfekt für die ruhigen Momente. Die Flip Day Lily ist ähnlich gestrickt, jedoch ein bisschen darker. Just Another Beat!

Omar-S: Still Serious Nic (FXHE AOS-432-L)

omar-s still serious nic - fxheMal ehrlich: Seine Letzte, Blown Valvetrain auf Sound Signature, wurde groß umjubelt, alle hatten etwas ganz tolles erwartet und dann verschwand diese Platte in den Kisten und Regalen. 10 Euro – geschenkt. Danach dann der große Hype um die Fabric Mix CD. Hat irgendjemand, nachdem die CD endlich erschienen war, noch ein Wort darüber verloren? Einzig sein Afterhour-Rooftop-Set zum Detroit Electronic Music Festival blieb im TechnoHouseBlogGedächtnis kleben. Da war er wohl in Hochform – keine PR-Maschine, keine blöden Sprüche, just Music. Und jetzt höre ich seine neue auf dem eigenen Label FXHE und sehe in meinem Kopf die Bilder von diesem Rooftop. Es könnte gut sein, dass es sich dort so angefühlt hat wie es nun hier aus meinen Lautspechern erklingt. Die beiden Tracks auf der jeweiligen Seite gehen nahtlos ineinander über und sie klingen nach dem Omar-S, den ich so am Liebsten mag – deep und funky zugleich.

  • Omar-S (reinhören)

Black Jazz Consortium: LWE Podcast 29

black jazz consortium fred pDie Kollegen von Little White Erbuds haben Fred P aka Black Jazz Consortium für einen Podcast verpflichtet. Im LWE Blog gibt’s außerdem ein kleines Interview über New York, sein Label Soul People Music und so.  Und nächste Woche, am 18. September, ist Black Jazz Consortium mit der Underground Quality Gang wieder im Tape Club Berlin…

 

01. Patrice Scott, “Excursions (Reprise)” [Sistrum Recordings]
02. Leonid, “Never Mind, Use The Moon” [CDR]
03. Black Jazz Consortium, “Steps Beyond” [Soul People Music]
04. Ernie, “Soul Of The Night” (Ordell remix) [Minuendo Recordings]
05. Rick Wade, “The D” [Laid]
06. Imugem Orihasam, “Weather Report” [CDR]
07. Brawther, “Endless” (Deep Mix) [Balance Alliance]
08. Deymare, (unknown) [CDR]
09. Chaton & Ripperton, “+91 Ahead 2″ (Ripperton’s Los Barrios Mix)
[Plak Records]
10. DJ Spider & Lola, “Haarp Storm” (Spider’s Alternate Mix) [Plan B Recordings]
11. Substance, “Relish Loops 1-6″ [Chain Reaction]
12. Joey Anderson, “Untitled” [CDR]
13. DJ Qu, “The Zones” [Strength Music]
14. DJ Jus-Ed, “Getty Up” [CDR]
15. Levon Vincent, “The Medium Is the Message” [Novel Sound]
16. Damon Bell, “Banyana” [Deepblak]
17. Fred P., “Open” (Mars Mix) [Soul People Music]
18. Move D, “Drøne” [Modern Love]
19. DJ Jus-Ed, “Step Up 2″ [Underground Quality]
20. Black Jazz Consortium, “The Om” [Soul People Music]
21. Levon Vincent, “Invisible Bitch Slap” [Deconstruct Music]
22. George & Andre Hommen, “Marashi” [Objektivity]
23. Leonid, “Sadim” [Sistrum Recordings]
24. Sterac, “Rond” [Delsin Records]
25. DJ Qu, “Somethin’ Ta Feel” [Strength Music]
26. Fred P., Untitled [CDR]
27. Dub Poets, “Black + White” [white]
28. Hayden Andre presents Subculture, “The Voyage” [Strobe Records]