Als ich im Nachgang zur Nachtdigital 12 Berichterstattung in diversen Blogs über die Großartigkeit dieser Veranstaltung las und dann noch diesen Videoclip mit Move D sah, dachte ich mir: verdammt schade.. wieder alles verpasst und das obwohl mir der Chefe hier eine Karte angeboten hat!
Umso mehr habe ich mich vorhin gefreut, dass Move D sein DJ-Set zur Soundcloud hochgeladen hat. Zum anhören und downloaden für alle, die es verpasst haben oder nochmals anhören möchten.
Wem das noch nicht genug ist, der kann beim Red Bull Music Academy Radio die Sets von Larry Heard, Todd Terje, Prinz Thomas, Ewan Pearson, Ata und Arto Mwambe anhören und eine kleine Nachtdigital Revival Party feiern.. am Wochenende zum Beispiel!
- Move D´s Soundcloud
- Red Bull Music Academy Radio
- Nachtdigital Festival
Neben dem beinah obligatorischen Resident Advisor Mix zum Montag, welcher in dieser Woche übrigens von Matias Aguayo kommt, gab es heute noch eine weitere gemixte Überraschung in meinem Download-Ordner: Red D aus Belgien, seines Zeichens WPH-Labelchef und von mir bereits vor ein paar Wochen 



Steffi hat einen wunderschönen DJ Mix für die neue Episode von Little White Earbuds Talking Shopcast gemacht. Sie ist Resident DJ im Berghain Berlin – genauer in der Panorama Bar oder in der Kantine – und in den vergangenen Monaten immer wieder gern mit Tama Sumo und Prosumer hinter den Decks. Die Trackauswahl, die sie hier getroffen hat, ist wirklich klasse und außerdem gibt’s bei LWE noch ein Gespräch mit Nick Höppner zum Berghain Label Ostgut Ton. Perfekt für die Montag-Abend-Edition..
An dem was in Berlindeutschland so an Deep-House passiert, gefällt mir das was André Lodemann gerade macht mit am besten. Die Releases folgen einer eigenwilligen bis gewagten Release-Politik: nach jahrelangem stillhalten feuerte er die ersten drei Laufnummern seines Labels Best Works Records in nur drei Monaten heraus, drei EPs die er auch noch komplett selbst bespielte. Die drei Releases sind alle angenehm verschieden, vom Vocal-House des Debüts Searchin‘ (featuring Nathalie Claude) über die etwas ravig bis experimentelleren Breakbeats auf You never know zur aktuellen Coming Home EP, die klassische House-Arbeit mit Piano und Flächen noch einmal auf schönste durchdekliniert. Das lässt hoffen, dass hier das Potential zum dauerhaften agieren da ist, dass nach der massiven Präsentation in der Szene, auch der lange Atem da ist, die geweckten Erwartungen nachhaltig erfüllen zu können.
Gleich ist Wochenende und es ist kaum zu glauben, es ist mal wieder ordentlich was los in der Hauptstadt ;) Heute ist zum Beispiel Tape Club mit
Ich habe einen neuen Lieblingskünstler: Tevo Howard. Zu Beginn des Jahres hab ich ihn bei Hardwax auf dem Plattenspieler entdeckt, wo Everyday House Music von seiner ersten EP Without Me auf Beautiful Granville Records lief. Chicago-House nach traditionellem Rezept und doch so deep und zeitlos, dass ich mir sofort die letzte Kopie davon sichern musste. Der Track ist jetzt der Titel der Nachfolgeplatte und in guter Chicago Tradition in einer anderen Version als Album Edit noch mal mit drauf. Wer sich schon mal mit alten Platten aus Chicago beschäftigt hat, der ahnt natürlich, dass man eigentlich schon den initialen Extended Original Mix braucht und der Star ein anderer ist, der hier Energia (Boogiedisco Mix) heißt. Ein Killertrack mit ner amtlichen Portion hypnotischen Dunst unter der Haube, irgendwo auf Augenhöhe zwischen Fingers Inc. & Co. Es sieht ganz so aus als ob sich Tevo Howard 2009 daran macht, das Erbe der Geburt von House und Techno in Amerika fortzuführen. Funky Rhythm Tracks, die immer noch so zeitlos sind, dass sie auch nach mehr als 20 Jahren Menschen auf eine sehr ähnliche Weise berühren und zwischen Techno und House nicht wirklich einen Unterschied machen. Dazu passt auch, dass es weder ein Myspace noch Facebook Profil gibt, keine Bildergallerieen, keine Freundeslisten – nur eine Faxnummer, eine e-mail Adresse und wieder mehr Zeit für Everyday House Music. Die nächste 12″ ist schon in der Pipeline…
Kate Simko produziert langsam, vielleicht vier Tracks pro Jahr. Aber wenn sie etwas heraus bringt, ist es immer etwas besonders – auch wenn das Besondere im ersten, Eindruck of gar nicht so direkt erkennbar ist. Die klassisch, am Cello, geschulte Musikerin, (früher auch eine Hälfte von Detalles) produziert etwas, was man wohl als Minimal-Techno bezeichnen muss. Allerdings Minimal, der die Klischees des Genres gekonnt zu umgehen weiss.