Ungläubig gucke ich auf den Discogs Eintrag zu dieser Platte. Steht da etwa tatsächlich zu Anton Zap – You Are Not Alone EP sowas wie veröffentlicht im Dezember 2009 und limited to 100 copies? Die habe ich doch erst vor ein paar Tagen im Spacehall aus dem Sortiment gefischt. – vermutlich gab’s doch ein Repress. Kaufentscheidend war A2 Kingdom: Das ist so ein Track, der mal wunderbar aus dem gängigen Deephouse Muster ausbricht und schon allein deshalb mehr als 100 Kopien verdient hat. Die Geschindigkeit ist genauso, dass der Track flotter DnB und Downbeat zugleich sein kann und seine Percussions & Co dennoch das Energie-Level eines geübten 125er Dancefloors anschieben können. Impulse durch Variation für Profis.
Anton Zap gehört für mich gerade sowieso zu den Produzenten überhaupt. Seine Werkschau für die Tape pres. Underground Quality Compilation vom vergangenem September war dafür schon der beste Beweis. Von Anfang an hat dieser Mix voll ins Schwarze getroffen, läuft hier seitdem in schöner Regelmäßigkeit und nutzt sich einfach nicht ab. Eigentlich wird der sogar immer noch ein bisschen besser, was wohl auch daran liegt, dass seine Tracks jetzt wie bei der UQ 24 Take It As It Comes EP nun endlich auch auf Vinyl raus kommen. Die anderen Tracks von der You Are Not Alone EP sind übrigens auch echt klasse: Quality hochzehn.
- You Are Not Alone EP
- Take It As It Comes EP
- Millions Of Moments
- Underground Quality
Hach. Diese letzte Nebraska Veröffentlichung auf Rush Hour mit dem Titel A Weekend On My Own EP ist momentan eine meiner absoluten Lieblingsplatten und diesen Status wird sie so schnell nicht wieder verlieren – das ist sicher. Manchmal ist es so, dass mir zu solchen Platten einfach nicht die richtigen Worte einfallen wollen. Worte die tatsächlich beschreiben können, wie ich sehr mir diese Platte wirklich gefällt. Discogs verrät uns, dass hinter Nebraska eigentlich Al Gibbs steckt, der u.a. auch schon auf Down Low ein Album veröffentlicht hat. Wahrscheinlich hat Nebraska mit dieser Platte hier die maximale Punktzahl erreicht. A Weekend On My Own, welches musikalisch so eigenständig klingt, dass mir dazu keine vernünftige Assoziation einfällt, deshalb einfach mal die Klappe halte und mich fallen lasse. Perfekt für anstehende Frühlingstage: wun-der-schön!
Achtung, jetzt mal alle herhören hier: Falls irgend jemand mal gehört hat, dass DJ Spunky aus Dresden ein wirklicher Klasse-DJ ist – es stimmt. Soeben habe ich diesen Mix, aufgenommen bei Cosmic Listener, aus dem sozialen Netzwerk gefischt und das war echt ein Glücksgriff. So wie der mich hier durch den Abend trägt, dass ist wirklich ne Wucht. Ein super House-Set, bitte anhören…
Die in Amsterdam lebenden Juju & Jordash hab ich ja wirklich lieb gewonnen und so sind sie inzwischen ständige Begleiter der Monday Edition. Ihr neuer Mix für den Little Wihite Earbuds Podcast macht dabei auch keine Ausnahme und passt wieder mal perfekt.
Die neue Platte auf Circus Company hat mich mal wirklich positiv überrascht. Homewreckers, das sind Johannes Ehmann, Gregor Pottmeier und Krischan Jan-Eric Wesenberg, die hier allen voran mit dem schönsten Plattencover des Monats und der Not My Business EP in der Kiste gelandet sind. Die Vocals mit ihren Versatzstücken aus der aktuellen Musikdiskussion kommen mir so vertraut vor, dass ich gleich im Intro bei Ihnen bin. Sie spielen ihre Roots von 70s Funk, Hip Hop bis House voll aus und dabei kann, wenn man’s richtig macht, nur ein richtig guter Track heraus kommen der sich in hervorragender Gesellschaft, wie z.B. jener von Henrik Schwarz, wiederfindet. Homewreckers – Not My Business ist ein warmer Dancefloorschieber, der mit seinen Lead-Vocals dann doch überzeugt und dabei ein Thema behandelt, welches aktuell und zeitlos zugleich ist. Lohnt sich…
Manchmal sagen 45 sec Samples einfach gar nichts – so gings mir jedenfalls mit der neuen Omar S – Here With Me auf seinem eigenen Label FXHE. Die hab ich nämlich vor ner ganzen Weile schon mal online gehört und war erstmal nicht wirklich von den Socken – bis ich sie jetzt zum ersten Mal von Vinyl und in voller Länge im Plattenladen gehört habe. Here With Me mit den tollen Vocals von Detroits Diviniti ist ein wirklicher Deephouse Hit, der schon jetzt durchaus als Klassiker durchgeht. Too little time for love – too much time for nothing.. das muss nicht sein und weil Omar S seit der letzten Platte auf Trackpausen verzichtet, gibts auch noch ein schönes Intro dazu. Stop Running Around auf A2 findet sicher auch noch seinen Platz, jedoch habe ich im Moment nur Ohren für Here With Me. What a lovesong – perfekt!