2562 DJ Mix – Around The House

Dave Huismans aka 2562 und A Made Up Sound ist für seine ziemlich guten Tracks und Remixes zwischen Techno und Dubstep auf Labels wie Tectonic und Shed’s Soloaction Sublabel Subsolo bekannt. Diesen Monat überrascht er mit einem wirklich schönen, wenn auch nur 30 Minuten langen Around The House Mix bei Lower Depths.

Tracklist

01 Andres – You’re still the one [moods & grooves]
02 Theo Parrish – Them drums [sound signature]
03 Kid Sublime – Basement works vol. 2 [rush hour]
04 Rick Wade – World voice [yore]
05 T.O.M. Project – Renaissance [sound signature]
06 Newworldaquarium – Tresspassers [delsin]
07 Moodymann – Track four [planet e]
08 Panash – Unicorn [atavisme]
09 Soulphiction – Get it right (Manmadescience remix) [perlon]
10 Recloose – Ghost stories [planet e]

René Breitbarth: Circle Circus (International Records Recordings: IRR004)

René Breitbarth Circle CircusDas von Ada kuratierte Areal-Sublabel IRR gehört mit seinen grob gerasterten visuellen Erscheinungsbild zu den interessantesten jüngeren Debütanten. Bislang konnte noch jede Veröffentlichung auf IRR, von John Daly, Ada zu DJ Koze, durch eine spezifische eigene Note überzeugen, durch Tracks die sich außerhalb der üblichen Trademarksounds der Protagonisten bewegten. Die aktuelle Laufnummer 004 bespielt nun René Breitbarth. Auch er mit zwei Stücken, die seinen gewohnten Klangraum, wenn nicht verlassen so doch mindestens deutlich erweitern.

Die von Breibarth in den letzten zehn Jahren auf Labels wie Treibstoff, Sub Static, Spectral Sound und seinem eigenen Deep Data Outlet zur Perfektion gebrachten warmen und überaus geschmeidigen Dub-Chords über einem Fundament weich-warmer Beats sind immer noch erkennbar, aber in den Hintergrund gerückt zugunsten frecher Computerspielsounds, Breaks und lärmigen Partien.

Und das kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn das oft ein wenig zu glatte Kunsthandwerk der Breitbarth’schen Produktionen hat bei mir in den letzten Jahren doch immer öfter Ermüdungserscheinungen ausgelöst. Damit ist erst mal Schluss: Circle Circus und Loco Motive sind zwei frische, lärmige und bestens gelaunte Slow-House Tracks mit Tiefgang. So kann es weiter gehen.

Gmos11: Deep In The Mix – new(ish) House and Techno

gmosAuf meinen Wegen durchs Netz bin ich bei infinitestatemachine über Gmos – Deep In The Mix gestolpert. Nachdem das mp3 erst einmal Gelgenheit hatte, in meinem Download-Ordner noch ein bisschen zu reifen, habe ich mir das gestern endlich mal angehört und Gmos hat mich wirklich überzeugt. Absolute Killer Tunes…

Tracklist:

1. Yagya – Rigning Níu (Sending Orbs)
2. Leonid – Sadim (Sistrum)
3. Legowelt – Deerdrive JX 10 (M>O>S)
4. Black Jazz Consortium – Watching You Vouge (Soul People Music)
5. Marcello Napoletano – Pianeta Juno (Mathematics)
6. Levon Vincent – Six Figures (Novel Sound)
7. Legowelt – DX Days (Clone)
8. Juju & Jordash – Deep Blue Meanies (Dekmantel)
9. Sascha Dive – Deepest America (Moodymann Remix) (Ornaments)
10. Omar-S – Blade Runner (Fxhe)
11. Mike Huckaby – Wavetable No. 9 (Synth)
12. Robert Hood – And Then We Planned Our Escape (Music Man)
13. Shake – It Erased Me (Morphine)
14. Terrence Dixon – Below Radar (Children Of Tomorrow)
15. Unknown – Landlines (Numbercult)
/ Louis Guilliaume – Beyond The Stars (Heat Of The Storm Remix) (SD)

66mins/152MB

Ark & Dolibox: Be My Baby (Karat 40)

Ark & Dolibox Be My Baby Karat 40Wow, die allerliebst durchgeknallten Franzosen von Karat können auch anders. Die Tracks der neuen gemeinsamen EP von Ark und Dolibox sind anders als alles was sie bisher so gemacht haben und sie unterscheiden sich auch von den vom Cover (Arkzilla und das Dolibox-Alien auf Zerstörungstour durch Paris)  geweckten Erwartungen: Be My Baby ist deep, warm, entspannt und saumäßig lässig. Der von Ark gewohnte Samplewahnsinn mit verzerrtem durchs-Telefon-Gelaber ist nicht verschwunden, aber etwas in den Hintergrund getreten, zugunsten einer  freundlich fließenden, geschlossenen Trackarchitektur. Gerade im Titelstück funktioniert diese Kombination aus flächige deeper Funkyness und Sample-Schnitzeln aus alten Soul-Platten vorzüglich. Auf den beiden Tracks der B-Seite wuchert das Sample-Gestrüpp dann etwas heftiger und experimenteller. Insgesamt kann das, wie ich finde, mit den letzten Veröffentlichungen von Moody (ohne mann) und Theo Parrish locker mithalten.

Resident Advisor Podcst: RA.159 Manuel Tur

manuel turManuel Tur hat den aktuellen Resident Advisor Podcast RA.159 gemixt. Zusammen mit Langenberg und Dplay bildet er nach Jan Peter Wulz in der aktuellen De:Bug die neue Essener House-Schule. Na gut. Es geht jedenfalls um House Music und die hat Manuel Tur -Essen hin oder her-  sehr schön ausgesucht. Seht und hört selbst.

Tracklist:

Mark Pritchard – Unknown – Ho Hum
Manuel Tur ft. Blakkat – Golden Complexion (Pépé Bradock’s Minnie Mouth Mix) – Freerange Records
Phillip Charles – (Mark Bell’s) Revolution – Shaboom
Precious System – The Voice From Planet Love – Running Back
Syclops – NR17 – DFA Records
Newworldaquarium – Trespassers (Redshape Trespassed Mix) – Delsin
Yusef Lateef – The Three Faces Of Balal (Grandfather Paradox Version) – BBE
Marco Bernardi – Mystery Of Nazerus – Clone Records
Kassem Mosse – 08 / B1 – Workshop
Martyn – Elden St – 3024
Prostitune – Money Nugget – Just Another Beat
Dplay – Browse (Ribn Remix) – Drumpoet Community
$tinkworx – Coelacanth – Strange Life

Platten jekooft Nachtrag: von leichte_teile

henry L farsideHenry L – Basement EP (Farside FAR-OTRS 12)

Das ist eine schöne Überraschung. Ein altgedienter Drum’n’Bass Recke (Henry Lau) macht in Deep-House – und das gleich mal ziemlich perfekt. Der Novitätswert dieser EP ist so ziemlich null. Aber dieser superentspannte, warme und lässige Groove macht einfach direkt mal gute Laune. Balkonhängerhouse, auch im geringfügig wolkigeren Dub-Mix von Marcus Worgull.

Captain Hands – Dispel Disco (Moxie MX 018)

moxie 18 captain handsEine etwas ältere EP, deren spezieller Wahnsinn sich mir aber erst jetzt so richtig erschlossen hat. Captain Hands ist der Disco-Alias von Alfred Darlington, kalifornischer Berufsdandy, besser bekannt CutUp-HipHop Sample-Artist Daedelus. Die A Dispel Disco ist gerade noch so als hibbeliger Disco-Edit im Ed-Banger Kostüm zu hören, die B Night On, Night Off dreht die Schraube dann komplett über. Hört sich an wie zwei klassische House Tracks (einer davon möglicherweise der selbe beim dem Radioslave sich das Pianosample in RJ auf der Sex Tracks EP geborgt hat) gleichzeitig abgespielt und im Nebenraum mit einem Diktiergerät wieder aufgenommen.

STL – The Unseen Voyage (Something Vinyl Series 09)

stl unseen voyageIn dieser Woche gibt’s die neue STL – The Unseen Voyage. Jetzt wieder auf seinem Label Something. Ich hatte heute morgen kurz reingehört und dann dafür doch gerne und ohne Mühe einen kleinen Umweg übers Paul-Lincke-Ufer gemacht. Jetzt läuft hier A1 Space Warroirs – erreichte Silent State (mal abgesehen von der Popularität) schon fast eine neue Dimension, so ist Space Warriors noch viel mehr Dancefloorkiller. Mit einem zackigen Beat starten die Warriors ihre Science Fiction Maschinen, getragen von einer funky 70s Bassline bis sie bald die kosmischen Sirenen erreichen, die dann zur Freude aller so wunderschön singen. Was für ein Hammertrack und mit dem schicke ich dieses Jahr noch jeden auf den 12 Minuten-Film – versprochen! Auf der B-Seite zeigt sich dann Stefan Laubner wieder von seiner super deepen Seite. Aber ich muss jetzt erst noch einmal Space Warriors hören…