Jeff Mills & Octave One: Purpose Maker Mix

Zum Wochenende gibt’s noch was – den Purpose Maker Mix von Jeff Mills, welcher 2004 auf der Exhibitionist Session einer der 4 Mixes der DVD war. Neben dem Purpose Maker Tracks, die ich immer noch gern spiele – doch jetzt irgendwo bei -6% pitche, kommt als besonderes Highlight im zweiten Video bei 5:19 der Fade zu einem kleinen Live-Intermezzo mit den Burden Brüdern aka Random Noise Generation und vielleicht noch besser bekannt als Octave One. Mensch, die hab ich auch 2006 das letzte Mal live gesehen, in der Distillery und das war doch ziemliche Klasse! Das aktuelle Album ist leider ein Schuss in den Ofen, aber nachdem ich mich erst letztes Wochenende bei Robert Hood wieder selbst überzeugt habe, dass sich eine Detroit-Session meistens lohnt, sind Octave One beim nächsten Mal in Berlin wieder fällig. Danke an Henning und viel Spaß.

Instra:mental – Leave It All Behind (Apple Pips 009)

Instra:mental - Leave It All Behind (Apple Pips 009)Letzte Woche ist die neue Apple Pips erschienen, auf jener besonders der Titeltrack Leave It All Behind für ein Feuerwerk an Assoziationen sorgt. Hardwax assoziiert zum Beispiel gleich mal Drexciya, die Underground Resistance Helden und absoluten Meister im Detroit Electro. Und was hier Alex Green & Damon Kirkham als Instra:mental mit Zutaten aus der Drum’n’Bass rooted chilled UK Garage zu einer mindblowing retrofuturistic killer 12″ zusammen gepresst haben, das sind die Träume jener Afterhours unter Techno[musik!]nerds, bei denen wir uns immer gern aus dem klassischen Papier-Newsletter die Hardwax-Kritiken vorgelesen haben. Soll ich an dieser Stelle wirklich noch was hinzufügen?

Jeff Mills: Live @ Distillery Leipzig 1998

Jeff Mills: Live @ Distillery Leipzig 1998Noch einmal Groove n‘ Vibes für diese Woche. Dieses mal mit Jeff Mills, 1998 in der Distillery Leipzig. Das war damals zur besten Zeit des Klubs. Banane hatte die Macht an der Tür und an diesem Abend hatte ich ihn noch nicht ganz überzeugt, dass ich auf jeden Fall in diesen Club gehöre, dass ich mehr Techno bin, als die meisten dieser Distille-Divas von damals. Ich glaube es war ein Donnerstag und die Schlange vor dem Klub war einfach endlos. Banane ist diese Schlange dann immer entlang gegangen und hat so kleine Eintrittskärtchen verteilt, die zum Vorbeigehen an der Schlange und somit zum Einlass berechtigten. Hunderte haben keins bekommen, mich eingeschlossen und ich war selten so enttäuscht und angepisst wie damals. Ich weiß es noch ganz genau. Es war der letzte Abend, an dem mich Banane nicht rein gelassen hat…

Juan Atkins: Interview at Bleep43 & Free Model 500 Track

Juan Atkins: Interview at Bleep43 & Free Model 500 TrackBleep43 hat am Wochenende ein wirklich tiefgründiges Interview mit Juan Atkins (aka Cybotron, Model 500) veröffentlicht und insgesamt hat dieses Projekt über ein Jahr Zeit benötigt bis nun endlich veröffentlicht wurde. Doch was ist ein Jahr, wenn es hier über den 1962 in Detroit geborenen Juan Atkins geht? Er ist der Godfather of Techno, auf ihn geht die noch weitgehend gültige Symbiose zwischen Musik und Technologie speziell für Techno zurück, er hat als Cybotron bereits 1984 einen meiner Alltimefaves Alleys of your Mind gemacht, gab dieser neuen Musik aus Detroit mit dem prophetischen Track Techno City ihren Namen und nicht zuletzt war da dieses Future Shock Buch von Alvin Toffler. Dabei frage ich mich, warum ich dieses Buch nach inzwischen auch schon 15 Jahren Techno immer noch nicht gelesen habe? Egal, oder auch nicht. Ein sehr persönliches und ausführliches Interview – auch für müde Interviewleser. Und als Bonus gibts bei Little White Earbuds einen neuen Model 500 Track zum kostenlosen Download.

Kirk Degeorgio: Mass (Applied Rhythmic Technology ART8)

Kirk DeGeorgio: Mass (Applied Rhythmic Technology ART8)Die neue EP von Kirk Degeorgio trägt den Titel Mass und ist soeben auf seinem Label Applied Rhythmic Technology (ART) erschienen. Von 1991 bis 1995 hat es ART auf sieben Releases mit einer klasse Mischung aus Detroit Techno und britischen IDM-Style á la B12 & Co geschafft. Dann war lange Sendepause bis es vor drei Jahren wieder ein Lebenszeichen des Labels gab – ein neu gemastertes Repress der 1993 von Carl Craig als BFC / Psyche produzierten Applied Rhythmic Technology 3. Jetzt, 15 Jahre später, kommt Kirk Degeorgio mit neuen eigenen Tracks und der ART Nummer 8. Ich mag Kirk Degeorgio und ich mag vor allem diese B-Seite. Fliegende Technotracks, die nicht nur openair in der Morgendämmerung mit IDM-Understatement so manchen Gänsehautschub über den Körper jagen!

Scott Ferguson: ISM Guest Mix 7 – Unreleased Ferrispark Tracks

scott ferguson ferrispark recordingsUnd schon wieder mein aktueller Lieblingsblog: Scott Ferguson hat einen neuen Guest Mix für inifinitestatemachine gemacht mit eigenen, meist unveröffentlichten Tracks. Hier geht’s 60 Minuten in einem wirklich entspannten DJ Mix um die 110 bpm voran und Scott Ferguson trifft so irgendwie den Nerv der Zeit. Mir war bereits am Sonnabend Vormittag der Fusion erfreulich aufgefallen, dass House Music in dieser Geschwindigkeit mehr und mehr gefeatured wird. Was sich in den letzten Jahren zum Beispiel schon bei The Mole und Workshop angekündigt hat, hat dort erstaunlich gut funktioniert und Scott Ferguson schlägt mit seinen neuen Tracks für sein Label Ferrispark Recordings in eben diese Kerbe. Das passt!

Tracklist

01. One Love (Unreleased)
02. Train From Castellemonte (Unreleased)
03. Theme Music Part 1.
04. Don’tchu (Unreleased)
05. I Do It…
06. Strollin’ (Unreleased)
07. 2nite (Unreleased)
08. Joe W (Unreleased)
09. I’ll Tell Anybody (Unreleased)

Doku: Detroit Wildlife

Ich hab bei dieser Doku Detroit Wildlife, in der es eigentlich gar nicht um Musik geht, eben noch ein bisschen mehr über Techno verstanden und warum es in den Neunzigern einfach nur natürlich war, dass mir in meiner Heimatstadt Halle (Saale) Techno – vor allem Techno aus Detroit – so viel bedeutet hat. So ähnlich wie einige dieser Bilder sind, so war und ist wohl unser Lebensgefühl ähnlicher, als ich das bisher selbst dachte. Heute Abend werde ich noch ein paar Stunden über Transition nachdenken und gleich die Groovebox starten…

(via The Black Dog)

Robert Hood Live at Fuse & Interview

robert hoodZum aktuellen Re-Issue von Minimal Nation gibt’s bei Bleep ein kleines Interview mit 5 essentiellen Platten von Robert Hood sowie einem Live-Mix aus dem Fuse Club in Brüssel – für diese schnelleren und auch härteren Techno Momente. Krass, früher war ich ständig in dieser Geschwindigkeit unterwegs..

Patrice Scott Interview @ Resident Advisor

patrice scott interviewPatrice Scott hat Resident Advisor ein Interview gegeben. Irgendwie war das überfällig, oder?

If you’ve had your eye on the new blood coming out of the Motor City’s electronic music scene over the last few years, then you’ll almost certainly have heard Patrice Scott’s name uttered more than a few times. But while fellow new faces such as Kyle Hall and Kris Wadsworth are still learning how to shave, Scott witnessed the first waves of Detroit house and techno, becoming known on the local DJ scene and holding down residencies in both his native city and just across the border in Toronto. It wasn’t until 2006, though, that he entered the world of recorded music, releasing the melodically rich deep house of the Atmospheric Emotions EP on his own Sistrum Recordings. And it’s been difficult to ignore him since.

Unlike many of his contemporaries, Scott has shied away from making Sistrum Recordings a Detroit-specific imprint, picking up producers from Italy (Ksoul and Ra.H), Ireland (Leonid), Germany (XDB) and Los Angeles (Mike Edge) to further the label’s vision of deep house and techno. However, it’s Scott’s raw and emotionally charged cuts that manage to stand out from his impeccably selected roster, with tracks like „Raw Fusion“ and „Motions“ already becoming modern classics for Detroit aficionados worldwide. With DJ gigs all over Europe and a semi-regular slot at Fabric (including a main room set before Ricardo Villalobos and Raresh last weekend), Scott is slowly and deservedly rising through the ranks of the DJ elite.

There’s quite an emphasis on melody and musicality to your tracks. Did you ever have any musical training?

When I was younger I took some piano and guitar lessons, but I’m nowhere near a musician, so most of it I picked up along the way. My parents used to play music around the house all the time though—Marvin Gaye, Earth Wind and Fire, Stevie Wonder, Roy Ayers—stuff like that.
What was your introduction to electronic music?

The first time that I was turned on to electronic music was when I was about 13 or 14, when I went to this party down in some backyard down the street from where my grandmother used to live. It was a local Detroit group who called themselves Sharevari, and the DJs at the party were a local Detroit crew called Direct Drive. That was my first real experience with… I don’t know if it was really considered electronic music back then; I think it was so-called „progressive“ music. A lot of the music that they were playing—and this was around 1984—it was music with instruments and things like that, but it was still dance music. Music that was generally derivative of disco, but they called it „progressive dance music.“

From that point on, I had already wanted to be a DJ, but I was DJing more regular music. I say regular music but it was more popular music—things that were being played on the radio like Kraftwerk, Afrika Bambaataa, Soul Sonic Force and things like that. The Sharevari party definitely changed me and got me into playing a different kind of music, the more progressive style of stuff.

What really set me off was a friend who gave me some mix tapes from Chicago. His cousin would send him recordings of the shows on WGCI and WBMX. Of course, I’d be listening to Charles Johnson—The Electrifying Mojo—every night at 10 PM as well. I was DJing somewhat up until the mid ’90s, and from that point on I was in and out of the DJing game. I went to college, I was doing other things, and then in about 1997 I think, I got my hands on some equipment and I started to make tracks but I didn’t really go too far with it because I’d just started a job and I was working long hours, so it kind of kept me from going further with the production thing…

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