On the spot: Omar-S

omar sIn den letzten Wochen war Omar S nahezu in allen Blogs, Mags und so. Zeit, das alles mal zusammen zu fassen. Als erstes wäre da sein aktuelles Release auf Theo Parrishs Sound Signature Label. Blown Valvetrane ist mal wieder einer dieser knöchernen Houstracks, die mit einem Groove und minimaler Ausstattung auskommen. Omar-S schraubt an den Effekten, entwickelt einen Spannungsbogen und hat am Ende doch alle auf seine Art gekriegt. Mein heimlicher Favorit ist B2 – Deep Valve Cover mit dieser warmen, weichen Bassline und dem oldschool Percussion-Groove. Bei Resident Advisor konnten wir dann ein Interview mit Ihm lesen. Ich lernte: It’s all about the Namegame. Die Stifte, mit denen er einst seine Platten auf FXHE beschriftet hat, die hat er von der Arbeit mitgenommen und das Beste am Fabric und der Panorama Bar ist die Technik. Aber was ist denn mit dem Dancefloor?

Am 16. März erscheint seine Mix CD Fabric 45. Sie enthält nur Omar-S Tracks, die zum Teil auch noch nicht veröffentlicht wurden. Ich finde das wirklich klasse. In seinen DJ-Sets legt er auch gerne mal einen dieser Vocaltracks auf, die mir dann persönlich manchmal ein bisschen auf meine Technonerven gehen. Bei seinen eigenen Tracks hält er sich ja mit Vocals immer zurück. Bodytonic hat freundlicher Weise vorab eine 30-Minuten Aufnahme eines Live-Sets veröffentlicht, damit das Warten nicht so lange dauert. Beim FACT magazine hab ich eben noch ein weiteres Interview mit Ihm gefunden.. Alle Links hier:

  • Bodytonic Podcast

Nacho Patrol – Futuristic Abeba (KSE 02)

Nacho Patrol - Futuristic Abeba (KSE 02)Kraut Techno! haha. Und das ist meine Platte des Tages! Hinter Nacho Patrol steckt Legowelt. Von dem habe ich, so glaube ich, nur zwei Platten und eine davon ist diese hier. Sie erinnert mich vor allem an den Sommer. Die Peaktime liegt schon weit hinter uns,  irgend jemand von der Räuberbande spielt ziemlich schräge Musik und ich tanze trotzdem. Bald gibt’s die dann auch mit schönem Cover im Laden.

Jeff Mills: Blue Potential live with Montpellier Philharmonic Orchestra

blue potentialGibt’s jetzt auf Youtube:

Recorded live on July 2nd 2005 at Pont Du Gard (France) (20th anniversary of its inclusion of UNESCO’s world heritage list). Jeff Mills performed a single live outdoor concert with the Montpellier Philharmonic Orchestra, at the foot of the Pont du Gard bridge in southern France, a World Heritage classified site. Symphonic versions of Jeff Mills’ greatest works were performed for the first time with the 80-piece, classical orchestra, conducted by Alain Altinoglu. Included in the concert are the full, melodic pieces “Imagine” and “The March”; the deep, classic techno piece “Gamma Player”; selections from Jeff Mills’ film compositions “Entrance To Metropolis” and “Keaton’s Theme”; the avant-garde and sublime 14-minute piece “Medium C”; and lastly the unforgettable dance floor masterpieces “The Bells” and “Sonic Destroyer”.

Jeff Mills said:

„There have always been so many questions put forth about just who we humans are and how we got here. Seemingly shipwrecked on gigantic floating rocks we call continents, humans have pondered these questions since the realisation of our own existence. The more we explore these questions, the more we must ask ourselves the single most important question: the question of ‚why?‘. Why are we here? Are we here by design or by consequence? In our busy lives, we have the few chances to occasionally look up into the blue sky. When we do, the sense of our world of blue ends when the blue fades to black (or is it really black?). There are a few of us who believe the opposite, that the human life begins just past the border of our imaginations. Whichever way you hold the truth, one thing is a commonality, we believe the answer lies beyond ourselves. So the questions persist.“

„The Blue Potential serves as just two of the many mysteries within our existence: the deep blue sky and the deep blue sea. Both vast universes of unknown answers to questions we’ve yet to realise.”

Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)

Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)Als vor knapp vier Wochen DJ Jus-Ed in seiner wöchentlichen „Underground Quality Radio Show“ (jeden Mittwoch in der Nacht auf Donnerstag von 01:00 – 03:00 Uhr im Netz) die ersten neuen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium für seinen neuen Longplayer „Structure“ vorgestellt hat, blieb mir wirklich die Spucke weg. Umso schöner jetzt, da in der vergangenen Woche das neue Release mit dem sehr schönen Namen „New Horizon EP“ auf Soul People Music heraus gekommen ist.

Es ist unfassbar, wieviel Liebe zum Detail und eine wahrhaftige „timeless attitude“ in dieser Produktion steckt und es ist zudem auch noch sehr schön zu sehen, daß er in den Credits u.a. dem Tape Club Berlin dankt – sicher auch in Anlehnung an die fantastische Underground Quality Label Night des 05.12.2008… Mein absolutes Lieblingsstück ist der Titeltrack auf „A2“ = Pure Magie! Das alles genügt, um diese großartige Platte zu meinem absoluten Favoriten des Monats zu küren – @Fred: thank you so much, man!

Ben Klock: One LP (Ostgut Ton LP 003)

Ben Klock: One LP (Ostgut TonJetzt gibt es das Ben Klock Debüt-Album „One“ auf Ostgut Ton. Ich hatte diese Doppel-12″ schon vor zwei Wochen in der Hand und ich hab sie wegen dem gravierenden Loch im Konto erst einmal stehen gelassen. Ich dachte mir, die Zeiten der großen Techno-Kathedrale sind für mich als DJ eh erst mal auf unbestimmte Zeit vorbei und Ostgut kriege ich später immer noch. Doch fiel mir beim ersten Hören schon auf, dass Ben Klock seine Techno-Deepness, die auch auf den Singles und EP’s immer irgendwo zu spüren war, hier erstaunlich gut heraus gearbeitet hat. Alles andere als auf die Zwölf ist das hier Techno (und vielleicht manchmal schon IDM), der zwar irgendwo pumpt – das Gehirn jedoch auf eine sehr spezielle, tiefe Art und Weise berührt. Unterstützt wird das noch durch die hypnotisch überzeugenden Vocals von Elif Biçer in Goodly Sin und OK. Ich habe diese Platte seit meinem ersten Hörerlebnis nicht wieder aus dem Kopf gekriegt. Dabei war es nicht etwa ein Track oder eine Melodie, die kleben blieb – vielmehr war es ein wirklich schönes Gefühl von Wärme und Techno.

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.

Baaz: Random Mix und so..

baaz random circuitsMit Baaz aus Würzburg geht’s in die neue Woche. Der Deep House DJ und Produzent ist mir im vergangenen Jahr aufgefallen, als er auf dem Elevate Label von Daniel Bell die Few Days EP veröffentlichte und mit Memories auf der Deep Explorer 13 vertreten war. Nun ist es höchste Zeit, ihm auch in diesem noch jungen Blog die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient. So gab es schon im August letztes Jahr einen wirklich tollen, zeitlosen Deephouse Mix auf Random Circuits und wer davon nicht genug bekommt, der findet in den Links noch einen weiteren Mix für Tweak FM. Check!

Baaz Random Mix:

Miguel Graca – Symptom
Don Disco + Jeremiha – Autumn Light
Bassline Road – Solar Drum Mix
No Milk – Nobody knows it but you
Lazar – Fukhouse
Malcom Charles – Spit Shine On My Shoes
Dj Boom – Kinda Kickin
KB Projekt – Feel it
Krüger & Manowski – Cassis
Leif – Altruistic
Delano Smith – A Message For the Dj
Stefan Goldmann – Missing Days