Tanith & Wolle XDP @ Berlin Mitte Institut

tanith wolle xdp berlin mitte institutZwanzig Jahre Techno – Tanith und Wolle XDP sind im Gespräch wie lange nicht mehr. Am Montag Abend waren die Beiden im Videostream-Mix beim Berlin Mitte Institut. Musik gab’s dabei aus den Jahren von 1995 bis 2003. Ich habs gesehen und gehört – es war ne wirklich schöne Sendung. Und für alle, die es verpasst haben, gibt’s jetzt den Download und zwei Videos:

 

STL – Silent State EP (Smallville 12)

stl silent state smallville 12Neues bei Smallville in Hamburg. In der letzten Woche bekam ich das neue Release überreicht und es ist einmal mehr eine Überraschung, was da auf uns zukommt: Stephan Laubner a.k.a. STL zeichnet sich dort – abseits seiner eh schon so grandiosen Produktionen auf seinem eigenen Label Something verantwortlich für drei ganz tolle Epen, die irgendwo zwischen feinstem Deep House, aber auch dubbigem Techno angesiedelt sind. Wie immer sehr eigenständig, großartig im Aufbau der einzelnen Tracks, die teilweise recht harmonisch daherkommen und einen äußerst zwingend und dennoch unaufdringlich zum Tanzen verführen – einfach wunderschön… Es sind einfach alle Stücke so klasse auf den Punkt gebracht, daß ich an dieser Stelle ganz gut darauf verzichten kann, eines davon speziell hervorzuheben! Dankeschön, lieber Stephan sowie ein großes Kompliment an das Smallville-Team für diesen Volltreffer!!!

Sven Weisemann – Leontica EP (Essays)

Sven Weisemann - Leontica EP (Essays) Ich weiß es zwar nicht ganz genau, aber ich tippe auf ein eigenes Labelprojekt von Sven WeisemannEssays. Nummer 1 ist als handliche 7″ erschienen und vereint in der Plastik-Schutzhülle das Whitelabel Vinyl mit dem Kunstdruck „Treiben“ von Chen Yun Wang. Es ist aber nicht nur so, dass diese 7″ Leontica EP von innen nach außen läuft, ihr ein Kunstdruck beigelegt ist und sie somit schon fast alle optischen Besonderheiten aufweist, die ein Sammlerherz erfreuen können. Viel mehr hat hier Herr Weisemann auch mal Tracks veröffentlicht, die sich endlich ein bisschen vom bewährten Muster lösen und einen Schritt zur Seite oder -je nach Perspektive- auch einen Schritt nach vorne wagen. „Treiben“ passt dabei auch perfekt zur Musik. So erinnert mich der A-Track „Rootless“ ein wenig an wunderschöne, ältere Space Night Tracks von Elektrolux und B „Garden Of Fantasy“ bringt die Synapsen sofort auf ERP-Schwingung. Zwei Vergleiche, die ich hier jetzt einfach Mal bemühen muss, weil mir zu den Tracks auch nichts weiter einfällt – außer dass sie einfach wunderschön sind. Don’t miss!

Pixel – The Drive (Raster Noton)

pixel the drive raster notonSoeben habe ich mir den Wetterbericht für diese Woche angesehen. Es erwarten uns Sturm, Regen, Schnee und Minus-Temperaturen – und das nach dem wunderschönen „Hasch mich, ich bin der Frühling“ Start-OpenAir vom Sonnabend! Für die Monday Edition kommt da das neue Album auf Raster Noton (Archiv für Ton und Nicht-Ton) gerade recht. Mit sehr frei schwebenden Strukturen bringt uns Jon Egeskov aka Pixel mit The Drive einen Soundtrack zu einem imaginären Road-Movie. Er zielt mit seinen Tracks auf das Unterbewusstsein und erweckt dort die Bilder, welche dort vor sich hin schlummern. Aber Boomkat hat eigentlich schon alles sehr schön beschrieben, deshalb hier nur das Zitat und die Platte gibt’s dort ebenso als CD, flac oder mp3.

Using a basic palette of miniscule percussive elemnts and delicately manipulated amplifier hiss Egeskov instils a sense of gentle motion, sounding out dream-like engine noise that propels the listener down whatever shady lane they’re prepared to venture down. The floating hum and crinkled analogue warmth of Pixel’s sound shifts around in a subtle, noir-ish fashion, rising and falling with an implicit sense of drama. While these sounds remain vaporous throughout, drifting through the tracks seemingly without any strict organisation, needle-sharp beats puncture the mix in a finely ordered formation. At their most complex these minutiae crackle and spit like a digital fire, as best heard on ‚4‘, which deploys its beats in finely detailed, ear-pleasing rhythmic clusters. While The Drive bears all the aesthetic hallmarks of so many other entries into the Raster Noton canon there’s a sense of freedom embedded here on a structural level that’s seldom apparent in the work of Egeskov’s labelmates and peers. Highly recommended, of course…

Shitkatapult – Strike 100 Release Party

shitkatapult strike100Heute gibt’s im Berghain die Release Party zur Strike 100. Herzlichen Glückwunsch an die Nachbarn von Shitkatapult! Ich erinnere mich gerne an 2002, wo ich die Strike 16 – Zartbitter EP von T.Raumschmiere gekauft habe und an diesen Typ, der mir doch tatsächlich erzählen wollte, dass Marco Haas eigentlich Tobias Raumschmiere heißt. Die Rock’nRoll-Techno Releases danach waren dann nicht mehr so mein Geschmack. Doch bei dieser 100 bin ich wieder dabei. Es ist eine Ambient-Compilation geworden. Ich hab sie bis jetzt noch nicht in Bezug auf die darauf vertretenen Artists gehört. Sie lief gestern einfach so durch – zweimal, um genau zu sein – und sie gefällt mir sehr gut. Dieses Johnny Cash Stück erinnert mich ein bisschen an KLF – Chill Out, wo Elvis im Radio kommt. Dann geht es mit spannenden Klangexperimenten weiter und weiter. Es flackern auch hin und wieder leichte Songstrukturen auf – alles sehr schön, fast völlig ohne (und wenn, dann mit einer ganz sanften) Bassdrum und das nicht nur Dienstags oder falls uns der Winter diese Woche doch noch mal für einen Augenblick einholen sollte…

Heute Abend also nun auf ein Bier mit T.Raumschmiere in Ambient Stimmung und den Live-Acts Jan Jelinek, Anders Ilar und Frank Brettschneider. Das Album gibt’s als Doppel CD und 3xVinyl.

Tracklist

T Raumschmiere – Lass Knattern!
Johnny Cash – I Heard The Lonesome Whistle Blow
Thom Thiel – Laissez Faire
Felix – Outside On A Cold Day
Ismael Pinkler – Escapismo
Das Bierbeben – Delirium
The Orb – OOPA
Kero – Noizenovio
Ben Lauber – Die Seele
Judith Juillerat – Bo-Peep
Warren Suicide – Picnic On A Minefield
Daniel Meteo – The Forest
Jan Jelinek – Happening Tone
Pluramon & Julia Hummer – If The Time Was On My Side
Krater – Viscosity
Schieres – All
Dalglish – Inoktu
Soap & Skin – Brother Of Sleep
Richard Lautenschalger – Melodie
Anaphie – Schubrauber
Shrubbn!! – -73 C
Fenin – Lastkahn
Peter Grummich – Solarian
Anders Ilar – 1003 Lullabies
Bus – Westen

The Ambient Cookbook (Fax +49-69/450464)

the ambient cookbookDiese Ambient Compilation The Ambient Cookbook ist die Platte des Tages. Es ist eine wirklich schöne Zusammenstellung von Tracks, die -wie Discogs sagt- das goldene Zeitalter des Ambient repräsentierten. Na gut, goldenes Zeitalter hin oder her. Hier kannst du neben Tracks von Pete Namlook selbst auch Tracks von Tetsu Inoue, Jonah Sharp, David Moufang, Dr. Atmo und anderen hören. Die 4xCD Box ist leider wirklich teuer. Vereinzelt gibt’s aber die Tracks inzwischen schon bei Mp3-Plattformen wie emusic und das Cookbook-Booklet habe ich auch so im Netz gefunden (hier). Für heute wähle ich:

Chicken Breast „Namlook“

0.15 kg butter, 1 small onion, 1 medium onion, 0.3 kg carrots, flour, parsley, water, 2 cups of rice (the normal patna longcorn kind of), 4 cups of water, 28 raisins, 10 sliced almonds, 2 chicken breast filets, 1 clove garlic, 1/2 glass of white wine, 25 grams of normal plain choclate (your favourite brand), sugar, salt, pepper, herbs of Provence

Let’s start this menu with the carrots. Continue reading

Mr. Fingers / Larry Herad: Can You Feel It (Lyrics)

In the beginning there was Jack,
And Jack had a groove,
And from this groove
Came the groove of all grooves.

And while one day viciously throwing down in his box.
Jack boldly declared,
Let there be house,
And House music was born.

I am, you see,
I am the Creator,
And this is my House,
And in my House there is only House music.

But I am not so selfish,
Because once you ve entered my House,
It then becomes our House and our House music.

And you see,
No one then owns House,
Because House music is a universal language,
Spoken and understood overall.

You see, House is a feeling,
That no one can understand really,
Unless he s deep into the vibe of House.

House is an uncontrollable desire,
To jack your body,
And as I told you before,
This is our House and our House music.

And in every House, you ll understand,
There is a keeper,
And in this House the keeper is Jack.

Some of you might wonder,
Who is Jack and what is it that Jack does.
Jack is the one,
Who gives you the power to jack your body.
Jack is the one,
Who gives you the power to do the snake.
Jack is the one,
Who gives you the key to the whiggly world.
Jack is the one,
Who learns you how to rock your body.
Jack is the one,
That can bring nations and nations of all jackers together under the one House.

You may be black,
You may be white,
You may be Jew or gentile,
It don t make a differnce in our House.
And this is fresh!

(Larry Heard & Chuck Roberts, Chicago 1988)