Heute Abend ist im Berghain Record Release Party zum neuen Shed Album The Traveller – offizieller Veröffentlichungstermin ist dann nächste Woche. Seit Montag läuft dafür die Promomaschine auf Volldampf – und ich glaube, das tut sie nahezu von ganz alleine. Es gibt einen Resident Advisor Podcast, das FACT-Magazin hat das Album schon vorab komplett im Stream, Shed mixt morgen das De:Bug-Groove Radio auf Fritz und im Shed-Interview der aktuellen De:Bug schlägt Anton Waldt vor lauter Lob rhetorische Purzelbäume:
…[auf] „The Traveller“ findet sich oberflächlich betrachtet kaum eine gerade Bassdrum. Aber der mächtige Vierviertel-Kick ist als Leerstelle ständig präsent und zwar so drängend, dass im Kopf des Zuhörers ein Sog entsteht, der zur fehlenden Bassdrum führt.
Hokus Pokus! Die Roots sind unüberhörbar UK-Hardcore. Wer mich ein wenig kennt der weiß, dass speziell Hardcore noch nie mein Ding war. Aber egal. Platten, auf denen solche Tracks wie 04 Atmo – Action zu finden sind, die kaufe ich. Und ein bisschen Hardcore kann nicht schaden – vor allem, wenn der Herbst jetzt langsam durch die Ritzen kriecht. Auf die Party heute Abend freue ich mich jedenfalls richtig. Die läuft für mich ungefähr so: Zeitig hingehen, denn Daniel Stefanik macht oben den Anfang. Dann unten Shed live, danach Surgeon und A Made Up Sound. In der Panorama Bar ist die ganze Nacht die KANN-Bande am Start – da kann gar nichts schief gehen. Und wenn schon harter Techno, dann ist Surgeon der Meister. Murder-Lineup!
Was für ein schönes Album! Heute läuft hier das neue Mount Kimbie Album Crooks & Lovers auf der Hotflush LP 04 schon den ganzen Tag in der Endlos-Rotation. Das FACT Magazine hat uns nämlich freundlicher Weise alle Tracks von Crooks & Lovers als Stream zur Verfügung gestellt – wie ich finde, die wirklich angenehmste Art, eine Platte vorzuhören. Anfangs erinnerten mich die neuen Tracks von Mount Kimbie in ihrer Stimmung fast an das Múm Album des Jahres 2002
Da ist es, was sich bereits mit dem
Herzlich Willkommen zum unmöglichsten Plattencover des Monats: Deutsche Elektronische Musik, liebevoll compiliert auf der Soul Jazz LP213. Es gibt Tage, an denen ich mich mit 4/4-Takt-Bummtschack ein bisschen schwer tue und dass, obwohl ich das sonst 24/7 ein- und ausatmen könnte. Es gibt dann die Möglichkeit, gar nichts zu hören oder man fängt an, Musik abseits von Techno und House anzuhören. Mir kam dieser Tage diese Compilation für elektronische Musik aus Deutschland, überwiegend aus den 70ern, in die Hände. Und so eine Vorstellung haben die bei Soul Jazz in England von Plattencovern für Deutsche Elektronische Musik? Die Verpackung fällt somit als Instrument der Verkaufsförderung aus, was durchaus auch eine bewusste Entscheidung sein könnte – ebenso wie das Veröffentlichungsdatum kurz vor dem 1. Mai. So stimmt einen das großzügige, mit Fotos und massig Hintergrundwissen ausgestattete Booklet wie folgt ein:
Manchmal entdecke ich beim Durchstöbern fremder Sammlungen so ne richtige Überraschung, wie zum Beispiel diese Kompakt Köln präsentiert Michael Mayer Mix-CD. Ja genau, eine Mix-CD von 1998 auf dem vor ca. 2 Jahren dahin geschiedenen Vertrieb und Label Neuton. Es hat mich schon ein bisschen gewundert, dass ich diese CD (sie wird als drittes Release von Michael Mayer bei Discogs gelistet) bisher noch gar nicht kannte und dieser Mix gefällt mir ganz außerordentlich gut. Für Manche zählt das Jahr 1997 mit Releases wie von Oz Artists (wir hatten die Platte heute auch schon im
Als im Jahr 2001 das The Other People Place Album Lifestyles Of The Laptop Café auf Warp veröffentlicht wurde war nicht klar, wer sich dahinter verbirgt und wer diese großartigen Tracks produziert hat. Jedoch gab’s schon die Ahnung, dass The Other People Place von dem selben Produzenten kommen könnte wie Drexciya – jenes sagenumwogene Electro-Unterwasser-Project auf Underground Resistance, Submerge & Co.
Das hat mal gedauert. Fast zehn Jahre hat sich Paul Kominek Zeit gelassen für das Debütalbum seines Techno-Alias Pawel. Wesentlich bekannter ist er mit seinem gesangsdominierten Electronica/Pop Projekt Turner geworden.
In dieser Woche ist wieder ordentlich was los in der Hauptstadt. Da hätten wir zum Einen die
Nach dem Partyfreitag hab ich übers Wochenende Winterschlaf gehalten. An solchen Tagen brauche ich keine 4/4 Bassdrum sondern Ambient und so kam mir das neue Album Doppelgaenger von Markus Güntner auf Sending Orbs gerade recht. Seit er 2000 mit
Vor einigen Wochen ist das Album „Burgenland Dubs“ von Ian Simmonds auf Musik Krause erschienen und ist heute mal wieder meine Platte des Tages. Daher wird es höchste Zeit es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist der dritte Longplayer auf Musik Krause, und da sich das Label noch nie mit 08/15 Großraumdiskothekenmusik abgegeben hat und oft auch eine sehr eigene Geige spielen will, ist Ian Simmonds dort sehr gut aufgehoben. Abseits von 4/4 Bassdrum und Tanzflächenengagement verbindet er elektronische Musik mit verkapselten Rhythmen und jazziger Attitüde. Bongobeats treffen auf analoge Sythies und vermischen sich mit akustischen Gitarren. Keine definierbare Schublade, sondern allumfassender Eklektizismus, der sich aus allem nur das Beste sucht. Spannend vom ersten bis zum letzten Track ist dieses Album kein Werk, was im Laufe der Nacht in Ekstase versetzen will, sondern bei dem man besser mal ein bisschen verweilt, um in die Tiefe der Komposition eintauchen zu können. Zwei der Songs waren schon auf vorhergehenden EPs veröffentlicht worden und sind daher nicht auf der Vinylversion enthalten. Das ist nicht so schlimm, da eine CD mit allen Tracks enthalten ist.