Am vergangenen Donnerstag war Permieren-Lesung für das neue Buch Der Klang der Familie von Felix Denk und Sven von Thülen im Ex-Planet, dem Kater Holzig. Zuvor gab es ja schon den kleinen Ausschnitt in der Groove über die Episode Tekknozid vs. Mayday. Im Ex-Planet sollte es an diesem Abend dann auch passend zur Location um das Planet gehen. Ich habe das Buch noch nicht selbst gelesen. Doch nach den Ausschnitten, die ich bis heute gelesen und zur Lesung gehört habe, ist das ganz bestimmt ein gutes Buch über die wohl spannendste Techno-Zeit Berlins geworden.
Die Grundlage sind ungefähr 150 Interviews, die Felix Denk und Sven von Thülen in den vergangen 1,5 Jahren geführt haben. In Einzelteile zerlegt und thematisch neu zusammengesetzt kommen hier vom Türsteher, über die bekannten DJs, zur Barfrau, zum Raver alle zu Wort, die damals dabei waren. Dabei ist ein lebendiger Flow entstanden, der persönlich, direkt und ungeschminkt von der großen Zeit des Aufbruchs erzählt. Die Lesung war wirklich schön. Wir haben gut gelacht und danach zum Klang der Familie mit Dr. Motte, Clé, Jonzon und Terrible getanzt. Oldschool, Nebel, Strobo, oh yeah!
- Der Klang der Familie (Suhrkamp)
- Leseprobe
Ich hab am Wochenende einen Mix gefunden, dessen Aufzeichnung mir so noch gar nicht bewusst war und die dazu gleich mal 6 Stunden umfasst: Monday Edition live bei Spaß am Dienstag in der Paloma Bar Berlin vom Juli 2010. Schon wieder eineinhalb Jahre her! Ich bin eigentlich nicht so ein Freund von diesen Club-Aufzeichnungen. Ein Club-Set ist für den Club. Aber wenn es jetzt schon mal da ist, na gut. Es ist auch nicht so schlecht. Zwar wars teilweise ein ziemliches tingeltangel – dass heißt nicht so tight ausgewählt und gemixt, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Wenn ich gut in Form bin, gehen die Übergänge ja deutlich länger. Jedoch kannst du in Ansätzen schon erkennen, wo ich vielleicht hin wollte und ein paar Mal hab ich mich jetzt auch selbst überrascht.
Wenn es hier an den nächsten Montagen mal wieder ruhig bleiben sollte habe ich an dieser Stelle einen Tipp für dich: Wenn noch nicht geschehen, check unbedingt mal Panorama Bar Music auf Facebook. Das ist momentan meine Lieblings-Facebook-Seite – mein Lieblingsclub ist die Panorama Bar ja sowieso schon lange! Dort posten inzwischen alle möglichen Leute die Youtube-Links zu Platten, die sie am Wochenende dort gehört haben. Es ist ein bisschen wie Plattenraten unter Freunden an Bar und Perlentauchen am Tag danach. Wunderbar!
Im Rahmen der Berlin Music Days (BerMuDa, 2. bis 5. November 2011) findet in diesem Jahr am 5. November auch erstmalig der Record Store Day Berlin statt. Die letzen drei Jahre fand der Record Store Day bereits mit Erfolg in London statt. Die Idee dahinter ist es, einen speziellen Tag für die Plattenläden in Berlin (wovon es ja zum Glück noch immer so einige gibt) zu schaffen, an dem es nur dort limitierte Veröffentlichungen von befreundeten Labels und Künstlern geben wird. Zu den teilnehmenden Labels gehören u.a. Giegling, Innervisions, Workshop, Monkey Town, Wolf + Lamb, Uncanny Valley und viele mehr. Deren spezielle RSD Berlin Veröffentlichungen findet ihr z.B. im Hardwax, bei Mitte Musik, Leila M und natürlich auch Oye, dessen Inhaber Marcus Lindner aka Delfonic maßgeblich an der Organisation des RSD Berlin beteiligt ist – ein Interview mit ihm findet ihr der Oktober-Ausgabe des Slim Mags.