Norm Talley: The East Village EP (Dockside 001)

norm talley the east village ep dockside 001Das ist schon die zweite Dockside Records von Norm Talley! Nummer 0.5 Norm Talley – The Paradise Valley Project hab ich galant verpasst. Für The East Village EP bin ich dafür wieder mit dabei. Nach der Discogs-Info wollen sie die wohl auch nicht mehr auf 500 Stück limitieren, so dass es hoffentlich für alle reicht. Mensch, dieser Vinylmarkt ist verrückt! Wenn sich der Tod tatsächlich so anfühlt, wie sich das momentan beim dreimal toten Vinyl darstellt, dann braucht sich wirklich niemand ums Ableben Sorgen zu machen.

The East Village EP ist leider nicht ganz so der Oberknaller wie die voran gegangene Dockside. Doch die Tracks auf Seite B sind allemal noch richtig gut, so dass sie husch-husch ins Körbchen gewandert sind. B1 A Jazz Thing hat Norm Talley schon mal 1998 veröffentlicht und das ist, wie der Titel schon verrät, ein Deep House Track mit ner ordentlichen Portion Jazz im Getriebe. B2 Deeptroitstrumental ist mein Liebling – ein deeper Schieber mit weiblichen Super-Hippie-Vocal und dezenten Detroit-Strings.

Andrés: New For U (La Vida 001)

andres new for u la vida 001Die aktuelle Andrés EP New For U auf La Vida 001 ist mir vor 10 Tagen zum ersten Mal unter gekommen und seitdem hat sich das kometenhaft zum absoluten Konsens-Hit entwickelt. Ist hier vielleicht irgendjemand anderer Meinung? In den Kommentaren wäre Platz, es kund zu tun. Seit 1997 veröffentlicht Andrés aka DJ Dez hauptsächlich auf KDJ und Mahogani ziemlich gute Musik zwischen House, Funk, Soul, Hip Hop und Jazz – wie sich das für Moodymann Detroit-House gehört. Aus diesen Zutaten sind auch die Tracks dieser EP und ich vergebe: All Killer!

Mike Huckaby: Bassline 87 (Sushitech 10″)

mike huckaby bassline 87 sushitechAchtung aufgepasst! Momentan sind bestimmt noch die letzten Exemplare der wieder mal sehr streng limitierten Sushitech 10″ von Mike Huckaby mit dem Titel Bassline 87 irgendwo unterwegs und ich hoffe, dieser Artikel kommt nicht zu spät. Ihr erinnert euch bestimmt noch an die letzte Split-10″ mit Delano Smith und Norm Talley. So wie es aussieht, ist der Run nach der aktuellen Bassline 87 nicht weniger ungebremst. Völlig zu Recht: Killer House Tunes! Die Bassline 87 ist echt derbe und so manche Euphorie ist garantiert. Wäre das nicht schon genug für den Dancefloor setzt B – Muzik For The Dancefloor noch einen drauf. Wow!

Luke Hess: Dubout 3.13 (FXHE Records)

luke hess dubout 313 fxhe recordsWer beim Plattenhören das dritte Release von Luke Hess auf dem Omar-S Label FXHE Records doch erst mal wieder zurück gestellt hat, der soll vielleicht doch noch mal in die Dubout 3.13 reinhören. Beginnen wir mit der B-Seite. Luke Hess ist uns vor allem als Dub-Techno Produzent bekannt und dem wird B1 Leads to Life auch vollkommen gerecht. Keine Ahnung wie es euch geht – bei mir gab es schon mal Zeiten, in denen sich mit einem warmem Dub-Reverb mein Herz schon deutlich einfacher erobern lies. Heute hab ich weitgehend genug davon. Trotzdem mag ich den Track, weil er nicht gar so sehr in Watte gehüllt ist und wenigstens im Beat ein paar Ecken und Kannten besitzt.

Nach dem Floorfiller-Tool Unity Excerpt auf B2 kommen wir nun zur A-Seite. Als beim Vorhören die beschwingte Hookline bei Narrow Road einsetzte, klingelte es bei mir sofort. Da gab’s doch 1996 diesen Surgeon-Gassenhauer auf der Downwards 06, der schon damals in eine ganz ähnliche Kerbe schlug. Trotzdem kann ich hier aus eigener Mix-Erfahrung diesem Track schon mal jedem wärmstens an Herz legen. Variation durch Omar-S Co-Produktion ist ja sowieso immer gut und Narrow Road wird so bestimmt wieder alle mitnehmen. Tipp!

Resident Advisor Podcast: RA278 Mike Huckaby

ra278 mike huckaby - resident advisor podcastDer Resident Advisor Podcast mit der Nummer RA278 kam vor zwei Wochen von Mike Huckaby und der ist für alle, die den bisher noch nicht gehört haben, eine echte Empfehlung. Ich hab den Mix in letzten Woche öfter gehört und jedes Mal war es einen echt gute Wahl. Mit lupenreinen Premium-Housetracks gehts los, sogar Master C&J – Face it ist dabei und gegen Ende wird’s dann noch deutlich zackiger. Zwischendurch hat mich dabei Mike Huckaby an so manchen glänzenden X-Mix erinnert und genau dieser klassische Ami-Sound hat sich bei mir in der ganzen Zeit noch kein Bisschen abgenutzt. Tipp!

Tracklist

KDJ – J.A.N
City people – Brother James
7th Movement – Odyssey
Chez Damier – Teach me, Keep me
Ron Trent Feat. Owens – Deep Down (Main Vocal)(Ron Trent Mix)
Master C and J – Face It
Mondee‘ Oliver – Stay Close – Gherkin Records
Osunlade – Rader Du
Blaze – Sacred Sex (Slip ’n‘ Slide)
Love Comes Around – Blaze Presents Sheila Slappy
Johnnick – Johnick Theme – Henry St.
Moodymann – Forevernevermore
Lil Louis & The World – The Conversation (The Story Continues)
Phuture – Spank Spank
Housefactors – Play It Loud
DJ Hell – My Definition Of House Music
Melody Boy 2000 – Monotone Fantastique
Rhythm is Rhythm – Longer Than Longer Ago c
Sterac – Pacifica
Basic Channel – Phylyps Track II

Drexciya: Re-Releases auf Clone Classic Cuts

drexciya clone classic cutsIn der letzten Woche hat Clone Records via Facebook mitgeteilt, dass sie gerade an Drexciya Re-Releases arbeiten. Wenn mit den Master-Tapes alles klappt, wird die erste Platte noch in diesem Jahr auf dem Clone Sublabel Clone Classic Cuts erscheinen. Das ist doch mal eine schöne Meldung. Die Produktionen von Gerald Donald und James Stinson gehören zu den coolsten, die Detroit-Techno so hervor gebracht hat und außerdem sind die Vinyl-Preise trotz diverser Nachpressungen doch immer noch ziemlich hoch. Für die The Journey Home Single auf Warp von 1995 legt man bei Discogs im Durchschnitt 40€ hin – ich finde, hier kann völlig zu Recht mal nachgelegt werden. Die Musik sollte einfach viel öfter gehört werden.

Es ist ja nun auch nicht so, dass sich Drexciya vom ersten Takt an eingängig jedem Gehör erschließt. Am Anfang ist es hier und da mal ein Track, der vielleicht ganz okay ist. Aber meistens fragt man sich wahrscheinlich schon, was jetzt diese Detroit-Nerds und Blogger so antreibt. Mich hat einst Water Walker auf Tauchstation geschickt – damals im Tresor. Wahrscheinlich ist es meistens einer dieser ganz besonderen Drexciya Tracks, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem DJ-Set alles in eine neue Dimension verschieben.

Bis die Tracks auf Clone Classic Cuts erscheinen bleibt erstmal noch genug Zeit für Vorfreude. Dafür und für jene, die mit Drexciya noch nichts anfangen können, habe ich hier ein kleines Youtube-Feature zusammen gestellt. Das ist ca. eine Stunde lang und beginnt mit 7 Drexciya Tracks und am Ende kommt noch mal das Drexciya-Interview, das wir hier letztes Jahr schon hatten… Wer dann noch mehr wissen möchte, dem empfehle ich das Drexciya Research Lab.

Floorplan: Sanctified EP (M-Plant)

floorplan sanctified ep m-plantRobert Hood hat unter seinem Alias Floorplan soeben die Sanctified EP auf M-Plant veröffentlicht. Der Piano-Diskotrack auf der A-Seite ist ja nicht so meins. Aber mir ging es ja gleich nur um die B-Seite und mit B1 – Baby Baby hat Robert Hood letztens aufm Dancefloor die sowieso guten Erwartungen echt noch übertroffen. Das ist sowas von einem Club-Burner, dass er heute fast schon ein Klassiker ist. B2 ist auch cool. Tipp!

Real Scenes: Detroit (Resident Advisor)

Wenn ich momentan einmal durch die Timeline des Sozialen Netzwerks scrolle, dann war Real Scenes: Detroit, eine Doku von Resident Advisor, in dieser Woche das wohl am meisten geteilte Musik-Video. Und irgendwie passt es auch zu den Riots in London.

Detroit, ihr wisst schon: einstige Metropole der Fließfertigung, musikalisches Zentrum der USA weit über Motown hinaus und Geburtsstadt von Techno – nun sozialer Abgrund und Detroit Wildlife. Ich hab es sehr schnell gespürt, dass die Musik aus den Extremen dieser Stadt eine ganz besondere Energie hat. Zugegeben, einige Tracks waren manches mal sehr melodramatisch und doch scheint man in Detroit oft den musikalischen Weg zum Ziel um einiges direkter zu finden.

Vielleicht ist das auch so, weil Detroit besonders in den letzten 30 Jahren dem Rest der Welt einfach immer ein paar Schritte voraus war. Und als dann anderswo die gleiche Scheiße am kochen war und dort die Musik zu den neu entstandenen Problemen und Stimmungen erst gefunden werden musste, hatte man das in Detroit bereits durch.

Musikalisch habe ich von Detroit jedenfalls sehr viel gelernt. Für den Anfang können jetzt vielleicht auch London und andere Städte was aus Real Scenes Detroit lernen. Besonders von Mike Huckaby, der hier seinen Fokus so wunderbar in die Zukunft richtet.

Rick Wilhite: Analog Aquarium (Still Music LP+CD 004)

rick wilhite analog aquarium lp still musicRick Wilhite wohnt in Detroit und produziert dort House Music. Er hat Mitte bis Ende der 90er genau drei EP’s auf Moodymann’s KDJ Label veröffentlicht und gemeinsam mit Kenny Dixon Jr. und Theo Parrish das 3 Chairs-Projekt begründet. Außerhalb Detoits und der KDJ-Parrish Nerdfraktion wird Rick Wilhite sicherlich kaum jemanden ein Begriff sein. Dabei hat er bereits 1983 gemeinsam mit den anderen Kids wie Sherrard Ingram, Juan Atkins, Kevin Saundersson und Blake Baxter Musik gemacht. Außerdem hat Rick Wilhite in Detroit lange Zeit einen Plattenladen betrieben und ist seit jeher als DJ aktiv. Nach zwei rückblickenden Compilations für Rush Hour im vergangenen Jahr ist nun sein Debüt-Album Analog Aquarium auf Still Music erschienen und das möchte ich euch hier wirklich an Herz legen.

Beim Blick aufs Cover strahlt der erste Track der Analog Aquarium LP Blame It On The Boogie gleich als große Kollaboration zwischen Theo Parrisch, Osunlade und Rick Wilhite zu den r’n’b-gefärbten Motown-Vocals von Billy Love. Hier ist nicht nur Name-Dropping angesagt sondern fast 20 Jahre gemeinsame Erfahrung, Liebe zur Musik und Liebe zu analogem Equipment. Erwartet hier keine DJ-Tool Tracks sondern wunderbare Songs wie meinen aktuellen Liebling In The Rain und eher dunklen Detroit-House Jazz. Es ist ein sehr abwechlungsreiches Album, dem man die große Erfahrung dahinter wirklich anhört. Ein Album, das bestimmt eher zu Hause angehört werden wird – obwohl an dieser Stelle beginnend mit Deep Horizions und Sunshine Part 2 das letzte Wort für einen überzeugend fetten Clubeinsatz noch nicht gesprochen ist. Tipp!

Monday Edition Podcast 21 (08.05.2011)

monday edition podcast 21 mix für dinoAm 8. Mai waren unsere Freunde aus dem Uncanny Valley in der Panorama Bar und wir hatten dort einen wirklich großartigen Sonntag. Dino ist extra aus Hamburg gekommen und so sind wir dann früh am Morgen mit einem super deepen Techno Set von Thomas Fröhlich eingestiegen. Danach die Hombres Discos Tiny und Spunky oben – ein Ende mit Bilderbuch-Panorama. Am Nachmittag haben sich alle im neuen Garten versammelt, der mir jetzt viel besser gefällt und/oder noch ein bisschen bei Ben Klock, Marcel Dettmann und Mike Huckaby mitgetanzt. Vielen Dank jenen, die da waren. Es war echt toll mit euch! Abends zu Hause habe ich dann gleich dieses kleine Set für Dino gespielt und glücklicher Weise dabei auch auf Record gedrückt. Monday Edition.

Tracklist:

Rick Wilhite & Calvin Morgan – Deep Horizons
DJ Genesis – Bipolar
Trinidian Deep & Ron Trent – Untitled Universe
Anton Zap – I Get No Kick From Champange
Scott Grooves – It Doesn’t All Have To Be Techy
G-Man – Quo Vadis (Gaetano Parisio Mix)
Laid – Punch Up
Perception – Abandoned Building In Mono
Session View – Orange (Original Mix)
Schatrax – The Almighty
Thor – You’re All Lost