Ungläubig gucke ich auf den Discogs Eintrag zu dieser Platte. Steht da etwa tatsächlich zu Anton Zap – You Are Not Alone EP sowas wie veröffentlicht im Dezember 2009 und limited to 100 copies? Die habe ich doch erst vor ein paar Tagen im Spacehall aus dem Sortiment gefischt. – vermutlich gab’s doch ein Repress. Kaufentscheidend war A2 Kingdom: Das ist so ein Track, der mal wunderbar aus dem gängigen Deephouse Muster ausbricht und schon allein deshalb mehr als 100 Kopien verdient hat. Die Geschindigkeit ist genauso, dass der Track flotter DnB und Downbeat zugleich sein kann und seine Percussions & Co dennoch das Energie-Level eines geübten 125er Dancefloors anschieben können. Impulse durch Variation für Profis.
Anton Zap gehört für mich gerade sowieso zu den Produzenten überhaupt. Seine Werkschau für die Tape pres. Underground Quality Compilation vom vergangenem September war dafür schon der beste Beweis. Von Anfang an hat dieser Mix voll ins Schwarze getroffen, läuft hier seitdem in schöner Regelmäßigkeit und nutzt sich einfach nicht ab. Eigentlich wird der sogar immer noch ein bisschen besser, was wohl auch daran liegt, dass seine Tracks jetzt wie bei der UQ 24 Take It As It Comes EP nun endlich auch auf Vinyl raus kommen. Die anderen Tracks von der You Are Not Alone EP sind übrigens auch echt klasse: Quality hochzehn.
- You Are Not Alone EP
- Take It As It Comes EP
- Millions Of Moments
- Underground Quality
Montag: Depressionen ziehen sich durch die Timeline der Social Networks. Zum Glück wurde ich gestern auf einen neuen Mix von Ricardo Esposito in der Soundcloud aufmerksam gemacht (Danke an sma). Something That Needs Nothing: Dubtechno als Medizin gegen Grau in Grau in allen Lebenlagen – tolles Ding, Tipp!
Einen noch: Das Entertainment-Programm für den heutigen Montag beschließt – last but not least – der neue LWE Podcast 35 der Little White Earbuds von Margaret Dygas. Und wer jetzt hier vorschnell urteilt der irrt. Letztens hat sie schon ein wirklich schönes House-Set in ihrer Lieblings-Residency, der Panorama Bar, gespielt und dieser Podcast ist alles andere als der Minimalsound, den vielleicht einige befürchten. Super smooth am Ambient entlang gemixt hat mich dieses Set heute ganz wunderbar durch seine 78 Minuten begleitet. Perfekt für Tage wie diesen und inzwischen mag ich ja die Margaret Dygas überhaupt sehr gerne.
Es gibt eine Neue von Kosta Athanassiadis aka XDB auf seinem eigenen Label Metrolux Music. Die Cagomi EP beginnt auf der A-Seite mit einem 11 Minuten Desert Storm. Auf Anhieb erkenne ich wohlig warme Dubtechno-Attitüde des XDB wieder, jedoch wollen dieses Mal die Sounds nicht dubtypisch butterweich durchs Ohr gleiten. Stattdessen gibts ein bisschen Pychotreibsand in Kombination mit einer Acidline und das ist echt gelungen. An den letzten beiden Wochenenden habe ich mir immer erlaubt, die ursprünglich 118 Bpm etwas hochzupitchen und so hat der Tanzfloor beim Einsetzen der Bassdrum samt Bassline immer wieder einen schönen Ruck bekommen. Manchem ist sowas auch als Jack bekannt. Der Titeltrack Cagomi auf B1 kommt ebenso mit den Zutaten eines Chicago Jacktrax, die – wie ich immer wieder feststelle – niemals altern. Funky bassline, eine verspult säuselnde Synthmelodie, ein leicht böser Beat, Claps und eine Percussion gibt offbeat noch den Durchzug. Für mich ist es ein bisschen wie bei Jamal Moss – nur das XDB dieses Mal mit dem Plus an Harmonie und Wärme gewinnt.
Na wie geht’s am heutigen Montag? Hangover, Schlafdefizit, Stress auf der Arbeit oder einfach nur Montag? Wie auch immer, für mich kommen die 10 Essential Tracks, ausgesucht von Levon Vincent gerade recht, die gestern bei Groove n‘ Vibes veröffentlicht wurden. Der erste Track Don Carlos – Alone (Paradise) war für mich schon gleich genau die richtige Medizin für Tage wie diesen. Weiter geht’s mit einer erstklassigen Auswahl zwischen 1970 und 1997, die an dieser Stelle schon mal vorweg unterstreicht, dass Levon Vincent in den Jahrespolls unter der Rubrik Newcomer 2009 bestimmt etwas ungenau gelistet wird ;) Nebenbei muss ich an dieser Stelle unbedingt noch auf seine aktuelle 12″
Die großartige Premiere vom Neuling im Hardwaxvertieb Just Another Beat -wir eninnern uns an die Money Nugget EP- hat mit Jouem und seiner Levitation EP ihren Nachfolger gefunden. In Sachen Deepness machen sie so weiter, wie sie angefangen haben. Der Titeltrack auf der A-Seite kann das sogar dem Zeitgeist entsprechend mit 112 Beats in der Minute auch noch ein kleines bisschen langsamer und sein Name, zu deutsch schweben, ist Programm. Elemente aus Downbeat, Dubtechno und Deephouse vereinigen sich hier zu wunderschönen Klangwolken, perfekt für die ruhigen Momente. Die Flip Day Lily ist ähnlich gestrickt, jedoch ein bisschen darker. Just Another Beat!
Das Kraftfuttermischwerk sind Ronny Kraak und ehemals Nico Wawersig, veröffentlichen seit 2006 Tracks unter anderem auf Thinner und Ronny betreibt außerdem einen meiner Lieblingsblogs. Der erste Mix aus der Kraftfuttermischwerk-Reihe Tief erschien 2009 zuerst bei Proton Radio.
Hab einen Quantec Live Mix beim
Bei mnml ssgs gibt’s einen Link für Sunday Sounds. Cio D‘ Or hat in diesem Monat einen wirklich schönen Dubtechno Mix für Gudrun Gut’s