The Ambient Cookbook (Fax +49-69/450464)

the ambient cookbookDiese Ambient Compilation The Ambient Cookbook ist die Platte des Tages. Es ist eine wirklich schöne Zusammenstellung von Tracks, die -wie Discogs sagt- das goldene Zeitalter des Ambient repräsentierten. Na gut, goldenes Zeitalter hin oder her. Hier kannst du neben Tracks von Pete Namlook selbst auch Tracks von Tetsu Inoue, Jonah Sharp, David Moufang, Dr. Atmo und anderen hören. Die 4xCD Box ist leider wirklich teuer. Vereinzelt gibt’s aber die Tracks inzwischen schon bei Mp3-Plattformen wie emusic und das Cookbook-Booklet habe ich auch so im Netz gefunden (hier). Für heute wähle ich:

Chicken Breast „Namlook“

0.15 kg butter, 1 small onion, 1 medium onion, 0.3 kg carrots, flour, parsley, water, 2 cups of rice (the normal patna longcorn kind of), 4 cups of water, 28 raisins, 10 sliced almonds, 2 chicken breast filets, 1 clove garlic, 1/2 glass of white wine, 25 grams of normal plain choclate (your favourite brand), sugar, salt, pepper, herbs of Provence

Let’s start this menu with the carrots. Weiterlesen →

Nacho Patrol – Futuristic Abeba (KSE 02)

Nacho Patrol - Futuristic Abeba (KSE 02)Kraut Techno! haha. Und das ist meine Platte des Tages! Hinter Nacho Patrol steckt Legowelt. Von dem habe ich, so glaube ich, nur zwei Platten und eine davon ist diese hier. Sie erinnert mich vor allem an den Sommer. Die Peaktime liegt schon weit hinter uns,  irgend jemand von der Räuberbande spielt ziemlich schräge Musik und ich tanze trotzdem. Bald gibt’s die dann auch mit schönem Cover im Laden.

Carl Craig, Les Siècles Orchestra & Francesco Tristano live!

Im Jahr 2008 hat sich auch Carl Craig mit der Verbindung von klassischer und elektronischer Musik beschäftigt. So ist neben Recomposed mit Moritz von Oswald auch ein Konzert mit dem Les Siècles Orchestra und dem Pianisten Francesco Tristano entstanden, das wirklich gelungen ist. Um das Konzert in voller Länge zu sehen, so drücke unten auf „full screen“ oder klicke gleich hier. Wer nicht sicher ist, dass dieses Konzert wirklich cool ist, dem empfehle ich zum Einstieg Track 7 „Technology“.

An improbable alliance that was quite simply mind-blowing! This unique meeting between a classical ensemble and techno music was powerful, solemn and danceable all at once! For the concoction to work, it needed a guide: Carl Craig. Originator of the project, the emblematic Detroit producer/DJ worked with pianist Francesco Tristano to arrange his compositions for an orchestra. Distinguished guest, Moritz Von Oswald made a valuable contribution to the project, offering fans a rhythmic arrangement and a new piece co-written with Carl Craig. The result is impressive: a unique sound aesthetic that breaks down barriers between seemingly incompatible music styles – as described by François Xavier Roth, musical director and conductor of the “Siècles” orchestra: “There is no hierarchy in music, only a quest for high standards”. Historic concert!

Jeff Mills: Blue Potential live with Montpellier Philharmonic Orchestra

blue potentialGibt’s jetzt auf Youtube:

Recorded live on July 2nd 2005 at Pont Du Gard (France) (20th anniversary of its inclusion of UNESCO’s world heritage list). Jeff Mills performed a single live outdoor concert with the Montpellier Philharmonic Orchestra, at the foot of the Pont du Gard bridge in southern France, a World Heritage classified site. Symphonic versions of Jeff Mills’ greatest works were performed for the first time with the 80-piece, classical orchestra, conducted by Alain Altinoglu. Included in the concert are the full, melodic pieces “Imagine” and “The March”; the deep, classic techno piece “Gamma Player”; selections from Jeff Mills’ film compositions “Entrance To Metropolis” and “Keaton’s Theme”; the avant-garde and sublime 14-minute piece “Medium C”; and lastly the unforgettable dance floor masterpieces “The Bells” and “Sonic Destroyer”.

Jeff Mills said:

„There have always been so many questions put forth about just who we humans are and how we got here. Seemingly shipwrecked on gigantic floating rocks we call continents, humans have pondered these questions since the realisation of our own existence. The more we explore these questions, the more we must ask ourselves the single most important question: the question of ‚why?‘. Why are we here? Are we here by design or by consequence? In our busy lives, we have the few chances to occasionally look up into the blue sky. When we do, the sense of our world of blue ends when the blue fades to black (or is it really black?). There are a few of us who believe the opposite, that the human life begins just past the border of our imaginations. Whichever way you hold the truth, one thing is a commonality, we believe the answer lies beyond ourselves. So the questions persist.“

„The Blue Potential serves as just two of the many mysteries within our existence: the deep blue sky and the deep blue sea. Both vast universes of unknown answers to questions we’ve yet to realise.”

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.

Move D: Tonspuren 1-10 live

move d tonspurenAuf der Seite podcastload.de gibt es eine ganze Liste voller Aufnahmen von David Moufang aka Move D. Der letzte Eintrag führt zu den Tonspuren 1-10 vom März 2008 – die Empfehlung des Tages der Monday Edition. Trotz Ambient sind die Tonspuren an einer Stelle nur bedingt zum Einschlafen an einem solchen Mistwetter-Montag geeignet. Erschrecke dich einfach nicht, wenn es sich auf einmal so anhört als würde jemand deine Wohnungstür öffnen..  Und sonst ist’s sehr schön und (ent-) spannend.

Morphosis: Cetrik EP (M>O>S 11)

Morphosis: Cetrik EPEbenso ganz frisch im Regal. Morphosis ist Rabih Beaini oder auch Ra.H. Auf seinem Label Morphine Doser hat er mich schon so manches Mal mit seinen ziemlich düsteren und etwas rauen House Tracks auf ganz besondere Reisen geschickt. Es ist keine Musik vom Hit-Reißbrett. Stattdessen kommt er anfangs immer ein bisschen schief, trifft dann doch mit seinem ganz persönlichen Vibe das Gehirn und lässt die Synapsen Tango tanzen. Und jetzt haben sich zwei gefunden: Aroy Dee veröffentlicht auf seinem Label M>O>S die neue EP von Morphosis. Und es klingt wieder zuerst ein bisschen unbequem und nimmt mich dann doch voll mit. Cetrik ist mein Favorit und kommt gleich nach Fall of Justice, meinem absoluten Rabih Lieblingstrack. Zum Anhören klicke die Links:

STL – Nocturnal Mixdowns (Something Vinyl Edition 08)

stl something loop mixSTL aka Stefan Laubner habe ich zum ersten Mal auf der Perlon 13 gehört, die im Jahr 2000 erschienen ist. Der Track Portside Waves war schon da ein kleines Kunstwerk des abstrakten Minimal House und schmiedet zusammen mit dem Villalobos/Dandy Jack Track auf der Flip ein nach wie vor frisches Kleinod für die ruhigen Momente. Seitdem hat Stefan Laubner eine ganze Reihe von Tracks auf seinem Label Something releast, die sich alle durch ihre wirklich außergewöhnliche Eigenständigkeit auszeichnen – irgendwo zwischen trocken-rohem Sequenzing, herausragender Experimentierfreude und absoluter Deepness. Und ich bin ein großer Fan seiner Platten geworden. Da ist zum Beispiel die Rain Interpretations LP, die auf der B-Seite mit Thunderstorm eine 21 Minuten Aufnahme eines einsetzenden und vorrüber ziehenden Gewitters samt Regen enthält. Ich nehme das immer wieder gern – mal als Intro, mal um der Technohölle noch einen sphärischen Kick oben drauf zu setzten. Oder Dangerzone, die herrlich schief rumpelnde Alarmsirene des Minimaltechnos. Oder ganz im Gegensatz Inner Silence von der letzten 51° North EP. Ein Track der so deep ist, dass man sich mühelos seine 13 Minuten endlos in ihm fallen lassen kann – aber nicht ohne dann doch mit dem Fuß zum locker jackenden Rhythmus zu wippen.

Im Januar ist sein neues Album Nocturnal Mixdowns erschienen und obwohl ich schon den anderen Platten einen Ehrenplatz auf Lebenszeit in meiner Sammlung eingeräumt habe, könnte das mein bisher absolutes STL-Lieblingsalbum werden. Es vereint für mich alle Facetten, die ich an Laubners Produktionen so sehr mag. The Taphead war mein Eingangsfavorit. Ein relativ zackig groovender Technotrack garniert mit Klängen aus Weltraum. Fog and Snow klingt wie eine neue Interpretation des oben erwähnten Inner Silence Tracks und kam mir gleich so seltsam bekannt vor. 2 Deep groovt 15 Minuten vor sich hin. Locker hätte Stefan Laubner die Kickdrum verschärfen können und mit einem Clap jubelnd die gesamte Minimaltechno Gemeinde hinter sich versammelt. Aber ein STL bleibt im Subtilem und lässt den Track nach und nach entschweben – ganz groß! Mir würde auch noch zu jedem der 4 weiteren Tracks ein kleines Loblied einfallen… 72 Minuten Entdeckungsreise auf 2×12″. Für heute, für morgen, für nächstes Jahr und in 10 Jahren auch noch.

PS und was an STL Platten außerdem besonders ist: Jede Something 12″ enthält ein paar Bonus Loops. Irgendwann habe ich mal die Eingebung gehabt, mir endlich all diese Loops durchzuhören und war echt verblüfft, welche Vielfalt sich mir in diesen kleinen Rillen abseits der Tracks darbot (und wie Techno die manchmal sind). Ich habe mich also hingesetzt und diesen kleinen Loop Mix damit produziert. Es ist keine große Sache und auch nicht mein Diplom im kreativen Arrangieren, Mixing und Pre-Mastering. Aber vielleicht ist es eine kleine Inspiration, aus diesen eh schon super Something Platten noch ein bisschen mehr zu machen: