Kraut Techno! haha. Und das ist meine Platte des Tages! Hinter Nacho Patrol steckt Legowelt. Von dem habe ich, so glaube ich, nur zwei Platten und eine davon ist diese hier. Sie erinnert mich vor allem an den Sommer. Die Peaktime liegt schon weit hinter uns, irgend jemand von der Räuberbande spielt ziemlich schräge Musik und ich tanze trotzdem. Bald gibt’s die dann auch mit schönem Cover im Laden.
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Jeff Mills: Blue Potential live with Montpellier Philharmonic Orchestra
Gibt’s jetzt auf Youtube:
Recorded live on July 2nd 2005 at Pont Du Gard (France) (20th anniversary of its inclusion of UNESCO’s world heritage list). Jeff Mills performed a single live outdoor concert with the Montpellier Philharmonic Orchestra, at the foot of the Pont du Gard bridge in southern France, a World Heritage classified site. Symphonic versions of Jeff Mills’ greatest works were performed for the first time with the 80-piece, classical orchestra, conducted by Alain Altinoglu. Included in the concert are the full, melodic pieces “Imagine” and “The March”; the deep, classic techno piece “Gamma Player”; selections from Jeff Mills’ film compositions “Entrance To Metropolis” and “Keaton’s Theme”; the avant-garde and sublime 14-minute piece “Medium C”; and lastly the unforgettable dance floor masterpieces “The Bells” and “Sonic Destroyer”.
Jeff Mills said:
„There have always been so many questions put forth about just who we humans are and how we got here. Seemingly shipwrecked on gigantic floating rocks we call continents, humans have pondered these questions since the realisation of our own existence. The more we explore these questions, the more we must ask ourselves the single most important question: the question of ‚why?‘. Why are we here? Are we here by design or by consequence? In our busy lives, we have the few chances to occasionally look up into the blue sky. When we do, the sense of our world of blue ends when the blue fades to black (or is it really black?). There are a few of us who believe the opposite, that the human life begins just past the border of our imaginations. Whichever way you hold the truth, one thing is a commonality, we believe the answer lies beyond ourselves. So the questions persist.“
„The Blue Potential serves as just two of the many mysteries within our existence: the deep blue sky and the deep blue sea. Both vast universes of unknown answers to questions we’ve yet to realise.”
Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)
Als vor knapp vier Wochen DJ Jus-Ed in seiner wöchentlichen „Underground Quality Radio Show“ (jeden Mittwoch in der Nacht auf Donnerstag von 01:00 – 03:00 Uhr im Netz) die ersten neuen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium für seinen neuen Longplayer „Structure“ vorgestellt hat, blieb mir wirklich die Spucke weg. Umso schöner jetzt, da in der vergangenen Woche das neue Release mit dem sehr schönen Namen „New Horizon EP“ auf Soul People Music heraus gekommen ist.
Es ist unfassbar, wieviel Liebe zum Detail und eine wahrhaftige „timeless attitude“ in dieser Produktion steckt und es ist zudem auch noch sehr schön zu sehen, daß er in den Credits u.a. dem Tape Club Berlin dankt – sicher auch in Anlehnung an die fantastische Underground Quality Label Night des 05.12.2008… Mein absolutes Lieblingsstück ist der Titeltrack auf „A2“ = Pure Magie! Das alles genügt, um diese großartige Platte zu meinem absoluten Favoriten des Monats zu küren – @Fred: thank you so much, man!
Ben Klock: One LP (Ostgut Ton LP 003)
Jetzt gibt es das Ben Klock Debüt-Album „One“ auf Ostgut Ton. Ich hatte diese Doppel-12″ schon vor zwei Wochen in der Hand und ich hab sie wegen dem gravierenden Loch im Konto erst einmal stehen gelassen. Ich dachte mir, die Zeiten der großen Techno-Kathedrale sind für mich als DJ eh erst mal auf unbestimmte Zeit vorbei und Ostgut kriege ich später immer noch. Doch fiel mir beim ersten Hören schon auf, dass Ben Klock seine Techno-Deepness, die auch auf den Singles und EP’s immer irgendwo zu spüren war, hier erstaunlich gut heraus gearbeitet hat. Alles andere als auf die Zwölf ist das hier Techno (und vielleicht manchmal schon IDM), der zwar irgendwo pumpt – das Gehirn jedoch auf eine sehr spezielle, tiefe Art und Weise berührt. Unterstützt wird das noch durch die hypnotisch überzeugenden Vocals von Elif Biçer in Goodly Sin und OK. Ich habe diese Platte seit meinem ersten Hörerlebnis nicht wieder aus dem Kopf gekriegt. Dabei war es nicht etwa ein Track oder eine Melodie, die kleben blieb – vielmehr war es ein wirklich schönes Gefühl von Wärme und Techno.
Ra.H: Time (Morphine Doser 09)
Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.
Baaz: Random Mix und so..
Mit Baaz aus Würzburg geht’s in die neue Woche. Der Deep House DJ und Produzent ist mir im vergangenen Jahr aufgefallen, als er auf dem Elevate Label von Daniel Bell die Few Days EP veröffentlichte und mit Memories auf der Deep Explorer 13 vertreten war. Nun ist es höchste Zeit, ihm auch in diesem noch jungen Blog die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient. So gab es schon im August letztes Jahr einen wirklich tollen, zeitlosen Deephouse Mix auf Random Circuits und wer davon nicht genug bekommt, der findet in den Links noch einen weiteren Mix für Tweak FM. Check!
Baaz Random Mix:
Miguel Graca – Symptom
Don Disco + Jeremiha – Autumn Light
Bassline Road – Solar Drum Mix
No Milk – Nobody knows it but you
Lazar – Fukhouse
Malcom Charles – Spit Shine On My Shoes
Dj Boom – Kinda Kickin
KB Projekt – Feel it
Krüger & Manowski – Cassis
Leif – Altruistic
Delano Smith – A Message For the Dj
Stefan Goldmann – Missing Days
Morphosis: Cetrik EP (M>O>S 11)
Ebenso ganz frisch im Regal. Morphosis ist Rabih Beaini oder auch Ra.H. Auf seinem Label Morphine Doser hat er mich schon so manches Mal mit seinen ziemlich düsteren und etwas rauen House Tracks auf ganz besondere Reisen geschickt. Es ist keine Musik vom Hit-Reißbrett. Stattdessen kommt er anfangs immer ein bisschen schief, trifft dann doch mit seinem ganz persönlichen Vibe das Gehirn und lässt die Synapsen Tango tanzen. Und jetzt haben sich zwei gefunden: Aroy Dee veröffentlicht auf seinem Label M>O>S die neue EP von Morphosis. Und es klingt wieder zuerst ein bisschen unbequem und nimmt mich dann doch voll mit. Cetrik ist mein Favorit und kommt gleich nach Fall of Justice, meinem absoluten Rabih Lieblingstrack. Zum Anhören klicke die Links:
Sven Tasnadi: Our Destiny (Ornaments 05)
Die neue Ornaments ist da. Nummer 5 des Labels, welches sich spätestens mit den Deepest America Remixes sein Kreuzchen auf unserer internationalen Diggerkarte verdient hat. Die neue ist von Sven Tasnadi und heißt „Our Destiny“. Es gab schon ordentliche Vorschuss-Lorbeeren bei der De:Bug und ich stelle ebenso fest: Es ist mein aktueller Lieblingstrack! Und Moment mal – da gabs doch auch noch die aktuelle Platte auf Stefaniks Cargo Edition. „Genau So“, ein ebenso einfach guter Housefloor-Kicker. Du findest alles zum Anhören (und noch mehr) auf Tasnadis Myspace Seite oder besuche die Ornaments Homepage.
- Sven Tasnadi
- Ornaments
- De:Bug Review
Monday Edition Podcast 02: Basic Dub III – Rhythm & Sound
Whilst checking the server statistics for last year I was surprised that Basic Dub III is the favorite mix on my music player at myspace. So the decision is easy to make it available as Monday Edition Podcast. It’s a little tribute to Mark Ernestus, Moritz von Oswald and their fellows for the wonderful dub music released on Burial Mix and the Rhythm & Sound Label – thank you so much.
Tracklist:
Rhythm & Sound – Density Outward
Rhythm & Sound – Aerial
Rhythm & Sound – Let We Go Version
Rhythm & Sound w/ Ras Donovan & Ras Perez – Let We Go
Rhythm & Sound w/ Tikiman – Music A Fe Rule
Rhythm & Sound – Aground
Rhythm & Sound – What A Mistry Version
Rhythm & Sound w/ Tikiman – What A Mistry
Rhythm & Sound – See Mi Version
Rhythm & Sound w/ Willi Williams – See Mi Yah
Rhythm & Sound w/ Jah Cotton – Dem Never Know
Chosen Brothers – Mango Walk (Dubwise Version)
STL – Nocturnal Mixdowns (Something Vinyl Edition 08)
STL aka Stefan Laubner habe ich zum ersten Mal auf der Perlon 13 gehört, die im Jahr 2000 erschienen ist. Der Track Portside Waves war schon da ein kleines Kunstwerk des abstrakten Minimal House und schmiedet zusammen mit dem Villalobos/Dandy Jack Track auf der Flip ein nach wie vor frisches Kleinod für die ruhigen Momente. Seitdem hat Stefan Laubner eine ganze Reihe von Tracks auf seinem Label Something releast, die sich alle durch ihre wirklich außergewöhnliche Eigenständigkeit auszeichnen – irgendwo zwischen trocken-rohem Sequenzing, herausragender Experimentierfreude und absoluter Deepness. Und ich bin ein großer Fan seiner Platten geworden. Da ist zum Beispiel die Rain Interpretations LP, die auf der B-Seite mit Thunderstorm eine 21 Minuten Aufnahme eines einsetzenden und vorrüber ziehenden Gewitters samt Regen enthält. Ich nehme das immer wieder gern – mal als Intro, mal um der Technohölle noch einen sphärischen Kick oben drauf zu setzten. Oder Dangerzone, die herrlich schief rumpelnde Alarmsirene des Minimaltechnos. Oder ganz im Gegensatz Inner Silence von der letzten 51° North EP. Ein Track der so deep ist, dass man sich mühelos seine 13 Minuten endlos in ihm fallen lassen kann – aber nicht ohne dann doch mit dem Fuß zum locker jackenden Rhythmus zu wippen.
Im Januar ist sein neues Album Nocturnal Mixdowns erschienen und obwohl ich schon den anderen Platten einen Ehrenplatz auf Lebenszeit in meiner Sammlung eingeräumt habe, könnte das mein bisher absolutes STL-Lieblingsalbum werden. Es vereint für mich alle Facetten, die ich an Laubners Produktionen so sehr mag. The Taphead war mein Eingangsfavorit. Ein relativ zackig groovender Technotrack garniert mit Klängen aus Weltraum. Fog and Snow klingt wie eine neue Interpretation des oben erwähnten Inner Silence Tracks und kam mir gleich so seltsam bekannt vor. 2 Deep groovt 15 Minuten vor sich hin. Locker hätte Stefan Laubner die Kickdrum verschärfen können und mit einem Clap jubelnd die gesamte Minimaltechno Gemeinde hinter sich versammelt. Aber ein STL bleibt im Subtilem und lässt den Track nach und nach entschweben – ganz groß! Mir würde auch noch zu jedem der 4 weiteren Tracks ein kleines Loblied einfallen… 72 Minuten Entdeckungsreise auf 2×12″. Für heute, für morgen, für nächstes Jahr und in 10 Jahren auch noch.
PS und was an STL Platten außerdem besonders ist: Jede Something 12″ enthält ein paar Bonus Loops. Irgendwann habe ich mal die Eingebung gehabt, mir endlich all diese Loops durchzuhören und war echt verblüfft, welche Vielfalt sich mir in diesen kleinen Rillen abseits der Tracks darbot (und wie Techno die manchmal sind). Ich habe mich also hingesetzt und diesen kleinen Loop Mix damit produziert. Es ist keine große Sache und auch nicht mein Diplom im kreativen Arrangieren, Mixing und Pre-Mastering. Aber vielleicht ist es eine kleine Inspiration, aus diesen eh schon super Something Platten noch ein bisschen mehr zu machen: