WAX 30003

wax 30003Oh Mann, jetzt ist mir ja fast ein schwerer Fehler unterlaufen. Nicht das ich nicht gesehen hätte, dass es die WAX 30003 frisch im Laden gibt. Nein, ich bin nur mit diesen ganzen Sublabels durcheinander gekommen, dachte erst an die Equalized 3 und hab diese frische WAX 30003 dann vorschnell als Repress einsortiert. Und das wäre echt schade gewesen, hätte mich nicht Achim vom freundlichen Hardwax Service nochmal ausdrücklich drauf hingewiesen. Danke dafür, denn die WAX 30003 ist ein Knaller – in vielerlei Hinsicht vielleicht die beste WAX. Im zügigen 128er Tempo gehts gleich los, ein lang gestreckter Clap (oder so) schiebt den funky Beat auf der 2 und der 4 und bald erklingt ein Synth-Accord, der mich an die schönsten Detroitplatten überhaupt erinnert. Dem, der da nicht Tanzt, dem ist so schnell nicht zu helfen. Und ich sehe es schon vor mir, wie ich dann mal schnell irgendeine rein mixe, die WAX 30003 umdrehe, denn Achtung: es geht auch noch ein bisschen fetter.

Dark Arx: Blood Vein (Dark Arx Recordings 002)

dark arx blood vein dkx 002So, Onkel Hotze meldet sich wieder zu Wort. Ich würde ja wirklich gern mehr schreiben, aber ich habe erst gestern wieder darüber referiert, dass ich mir dieses Jahr unbedingt noch einen ordentlichen, natürlich analogen, Drumsynth kaufen muss und da beißt die Maus keinen Faden ab: Dafür muss viel gearbeitet werden. Egal. Eine Platte, die mich aber heute so zwischendurch wirklich sehr erfreut hat, muss hier unbedingt erwähnt werden: Dark Arx – Blood Vein. Mit Roots im Dupstep geht Dark Arx hier so filigran und dennoch mit Feuer in den Venen die Brücke zum Techno, dass es mir ein wahre Freude ist. Auf Minus 6 passt sie vom Tempo auch in meine Schrittgeschwindigkeit und klingt dabei immer noch so fett. Die 8 Euro waren an dieser Stelle für Dark Arx goldrichtig investiert. 3x Tipp!

SCB: 20_4 (SCB 01)

SCB: 20_4 (SCB 01)Auf die Uhr geguckt: It’s Scuba Time! Oder auch SCB, Paul Rose eben, der gerade auf allen Kanälen sendet. Als Scuba hat er soeben sein neues Album Triangulation veröffentlicht, welches auch schon überall umjubelt wurde. Ich habe mir inzwischen ja angewöhnt, mir bei Scuba ein bisschen länger Zeit zu lassen. So auch dieses Mal, denn ich freue mich schon so richtig über sein SCB – 20_4 Release. Was für eine Techno-Platte! Als das mit Dubstep los ging, hatten es mir gleich diese düsteren Atmosphären besonders angetan – und genau diese wehen bei 20_4 von Ferne über eine warme 4/4 Kickdrum, um dann von treibenden Hihats umgarnt zu werden. Killer! …und für 3_5 auf der Flip gilt das ebenso!

Anton Zap: I Get No Kick From Champagne (Ethereal 001)

anton zap i get no kick from champagne ethereal 001Kurze Pause, sorry. Das Autorenteam dieses Blogs scheint momentan sehr gut ausgelastet zu sein bzw. widmet sich mal anderen Dingen. Trotzdem gab’s für mich ein paar wirklich schöne Platten.

Besonders positiv aufgefallen ist dabei wieder einmal Anton Zap, der – ich erwähnte es bereits – für mich zu den aktuellen Top-Produzenten gehört und bei dem man immer genauer hinhören sollte. Die I Get No Kick From Champagne EP ist im März auf dem neuen russischen Label Ethereal erschienen und im gewohnten Terrain zwischen Dub- und Deephouse wird Anton Zap immer besser. B1 – Air kommt mit leicht gebrochenen Beats auf entspannt knarzender Bassline. So weit, so gut. Ich erinnere mich an diesen Moment, als ich hier nachts saß und diesen Anfangstönen lauschte. Ich ahnte noch nicht, dass mich gleich eine kurze Ansage „movin!“ und eine wunderschöne Synthmelodie in die Mitte meines Zimmer (auf den Dancefloor) springen lassen. Was für ein Starter! Und I Get No Kick From Champagne ist klar und doch so süß wie Wolken, die am Morgen aufreißen und die warme Sommersonne plötzlich gebündelt auf die Erde scheint. Wer braucht da noch Champagner aufm Floor, um glücklich zu sein? Lieblingsplatte.

Christopher Rau & Achim Maerz: Dérive Vol. 2 (Dérive 002)

christopher rau & achim maerz derive vol 2Es gibt eine zweite Veröffentlichung auf dem Hamburg/Münchener Label Dérive Schallplatten, dieses Mal mit zwei Tracks von Christopher Rau und einem von Achim Maerz. Los geht’s mit Da Toms und My Lesson von Christopher Rau – was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Schon seit seinen Mixes auf Soundcloud weiß ich, dass die Musik von Christopher Rau ganz ausgezeichnet mit meinem persönlichen Geschmack harmoniert und doch ist es noch eine kleine Überraschung, wie gut diese beiden Tracks geworden sind. Die Platte klebt hier geradezu auf dem Plattenspieler und ich hab schon zum x-ten Mal die Nadel zurück an den Start gesetzt. Ich bin hin und weg – wobei mich besonders A2 My Lesson einfach dahin schmelzen lässt. Es klingt ein bisschen nach Hamburg, nach Chicago, nach IDM-England 92/93 und überzeugt dabei doch so selbstständig. Bei dieser Begeisterung habe ich bisher noch gar nicht genau das Achim Maerz Stück angehört, sorry. Tipp!

Tevo Howard – Crystal Republic (Hour House Is Your Rush)

Tevo Howard - Crystal Republic - Hour House Is Your RushHab ich eigentlich schon erwähnt, dass für mich Tevo Howard im Moment mit die besten Housetracks produziert? So richtig gefunkt hat es ja bereits letztes Jahr mit Everyday House Music auf seinem eigenen Label Beautiful Granville Records und nun hat Tevo Howard bereits im Februar sein Debütalbum Crystal Republic auf dem Rush Hour Sublabel Hour House Is Your Rush veröffentlicht. Das Tolle an Tevo Howard ist ja, dass er mit seinen Produktionen die Magie klassischer Chicago Tracks erweckt, ohne dass es irgendwo aufgesetzt klingen würde. So überrascht es dann auch nicht als sich in einem Interview herausstellte, dass Tevo Howard schon ein richtig alter Hase aus Chicago ist, der einfach nur mal knapp 20 Jahre pausiert hat. Die 303 schraubt sich wieder so frisch durch die Ohrmuschel, als wäre es erst gestern gewesen und die Rhythmen der 808 jacken so funky in einer Liga mit Mr. Fingers und Marshall Jefferson. Something for you Mind, your Body and your Soul – aber hallo! Im Moment ist gerade das erste Repress unterwegs – für all jene, die es beim ersten Anlauf noch nicht glauben konnten, dass es wieder richtig frische Chicago-Housetracks gibt und das auch noch als All-Killer-Album. Crystal Republic ist Pflicht!

PS: Am Ostersonntag spielt Tevo Howard um 17 Uhr Live in der Panorama Bar.

Norm Talley – Cosmic Waves (Pariter 009)

norm talley cosmic waves partier 09Und da ist er wieder: Norm Talley, der alte Haudegen, welcher einen neuen, amtlichen Detroit-House-Schieber mit dem Namen Cosmic Waves ganz frisch auf dem Sushitech Sublabel Pariter 009 veröffentlicht hat. Für mich klingt der Track ein bisschen danach, als hätte sich Norm Talley etwas am andauernden Erfolg von The Journey orientiert. Und das er diese extrem hohe Messlatte nun nicht jedes Mal knackt, das ist ja nur natürlich. Trotzdem ist Cosmic Waves ein wirklich gutes Tool, welches mit seinem ordentlichen, klackernden Drive jeden Dancefloor Feuer unterm Hintern macht. Und dann hätten wir ja noch die Flip mit je einem Remix von Delano Smith und Kosta Athanassiadis alias XDB. Delano Smith fügt dem Original noch sphärische Synths hinzu, um dann im letzten Drittel mit Mute und Bass noch mal tooltechnisch steil aus der Kurve zu kommen. …und am Ende ist es der Cosmic Waves Remix auf B2 von XDB, welchem hier deep & völlig entspannt vielleicht der eigentliche Evergreen dieser Platte gelungen ist.

Doku: To Have & To Hold

Es kommt eine neue Schallplatte äh Doku über die Schallplatte, auch Vinyl genannt, mit dem Titel To Have & To Hold. Sie gibt es in verschiedenen Formaten – in 7″ mit großem und kleinem Loch, 10″, 12″ und in Schwarz, Bunt mit Bild. Mit und ohne Cover, mit Stempel, in Plastik gefütterter Innenhülle oder auch ganz ohne. 33 und 45 Umdrehungen pro Minute. Ich bin mir sicher, davon hat schon manch einer gehört. Dieses schon seit  mindestens 20 Jahren tot gesagte Medium, welches zerkratzt, springt und nicht in mp3-Shops zu haben ist. Vinyl, das immer in Stapeln auftaucht und von welchem man schon mal ein paar Tausend bunkern kann. To Have & To Hold wird bestimmt ein ganz toller Film, denn es gibt nichts schöneres als Musik von Vinyl zu hören!

Patrice Scott: Distance Against Time (Sistrum 011)

Patrice Scott - Distance Against Time - Sistrum 011Patrice Scott hat eine neue 12″ auf Sistrum veröffentlicht mit dem wunderbaren Titeltrack Distance Against Time. Ich fand ja Patrice Scott auf seinen vorangegangenen Releases nicht mehr ganz so überzeugend wie zu Beginn. Mit Distance Against Time hat er mich jedenfalls wieder gekriegt und ich habe sogar eine leise Hoffnung, dass dieser Track ähnlich zeitlos sein könnte wie bspw. Atomspheric Emotions von der ersten Sistrum – warm, deep, spaced out Detroit Deep House. Toll!

WaEmotions (12″) 2006
SIS 002 Patrice Scott Beyond Deep

J. Blonde & O. Deutschmann: Milanese Remixes (Falkplatz Limitiert 01)

FALKPLATZ001 James Blonde Oliver Deutschmann Milanese RemixesGuten Morgen Track des Tages ist heute der Quarion Remix für Milanese, ursprünglich von James Blonde & Oliver Deutschmann und ganz frisch auf Falkplatz Limitiert 01 veröffentlicht. Kommt es mir nur so vor, oder scheint sich inzwischen wieder alles ein bisschen in Richtung Techno zu verschieben? Hier war jedenfalls gleich mal gute Laune angesagt, zum Frühstücks-Kaffee als einziger im Plattenladen mit Sonnenschein und blauen Himmel vor der Tür. Mit Reverb wurde an dieser Stelle nicht gespart und so gibts einen super atmosphärischen Dancefloorschieber auf ner funky Bassline und die Version von Nick Chacona auf der Flip ist auch schön.