Miles Sagnia: The Sounds From The Abyss E.P. (Aesthetic Audio 008)

Miles Sagnia: The Sounds From The Abyss EP (Aesthetic Audio 008)Ein neuer Artist auf Keith Worthys Label Aesthetic AudioMiles Sagnia. Bei Discogs erfahre ich, dass der Brite Miles Sagnia seit 1996 dabei ist, dieses Jahr sein eigenes Label Atmospheric Existence Recordings gegründet hat, bisher eine 5 Track EP digital veröffentlicht hat und wir nun mit dieser The Sounds From The Abyss E.P. sein 12″-Debüt feiern dürfen. Die ist bei Aesthetic Audio auch wirklich gut aufgehoben, denn was uns hier Miles Sagnia serviert ist Premium-Klasse Deephouse wie ich es von Aesthetic Audio gewöhnt bin. Definitiv sind es die B-Tracks Soulhive und Relativity – wobei mich B2 mit der Aufforderung never give up schön warm eingepackt durch den Herbst tragen wird. Übrigens hat Miles Sagnia soeben auch einen passenden DJ-Mix hat auf seinen Soundcloud-Account zum Anhören und Downloaden zur Verfügung gestellt hat, der auch die Tracks dieser EP enthält.. Bis jetzt habe ich zwar nur die ersten 30 Minuten gehört, aber die haben mir wirklich sehr gefallen.

Acid Symphony Orchestra Live

via shape deviation.

XDB – Cagomi EP (Metrolux 005)

XDB - Cagomi EP - Metrolux 005Es gibt eine Neue von Kosta Athanassiadis aka XDB auf seinem eigenen Label Metrolux Music. Die Cagomi EP beginnt auf der A-Seite mit einem 11 Minuten Desert Storm. Auf Anhieb erkenne ich wohlig warme Dubtechno-Attitüde des XDB wieder, jedoch wollen dieses Mal die Sounds nicht dubtypisch butterweich durchs Ohr gleiten. Stattdessen gibts ein bisschen Pychotreibsand in Kombination mit einer Acidline und das ist echt gelungen. An den letzten beiden Wochenenden habe ich mir immer erlaubt, die ursprünglich 118 Bpm etwas hochzupitchen und so hat der Tanzfloor beim Einsetzen der Bassdrum samt Bassline immer wieder einen schönen Ruck bekommen. Manchem ist sowas auch als Jack bekannt. Der Titeltrack Cagomi auf B1 kommt ebenso mit den Zutaten eines Chicago Jacktrax, die – wie ich immer wieder feststelle – niemals altern. Funky bassline, eine verspult säuselnde Synthmelodie, ein leicht böser Beat, Claps und eine Percussion gibt offbeat noch den Durchzug. Für mich ist es ein bisschen wie bei Jamal Moss – nur das XDB  dieses Mal mit dem Plus an Harmonie und Wärme gewinnt.

Joy Orbison: BSRkR01 Mix

joy orbison BSRkR01 mix downloadAn dieser Stelle bekommt der spätsommerliche Hype um Joy Orbison noch mal Nachdruck, denn auch mit einem bisschen Abstand lässt sich bei Orbision wirklich zeitlose Substanz erkennen. Am Montag bin ich auf meinem Heimweg nach einem emotional äußerst facettenreichen Wochenende mit dem schon von Sascha empfohlenen Doldrum Joy Sound Mix wirklich erstklassig über die Autobahn geflogen. Als Zugabe hat dann Carlos noch auf diesen BSRkR01 Mix via Discobelle hingewiesen, der bis gestern in meinem Download-Ordner auf seine Zeit wartete. Nach dem Megakracher That Doldrum Joy Sound Mix zeigt sich Joy Orbison von seiner entspannten Discofunkseite und liefert hier einen spitzen Soundtrack zur Wochenmitte. Endlich ist mir auch bewusst geworden, dass Orbison einer der ganz großen Würfe für 2009 sein wird – neben Hyph Mngo, diesen Mixes und allem was noch kommen wird.  Meine Hand ins Feuer für Joy Orbison!

Tracklist

Thriller – Genie
Floating Points – Love Me Like This
C.O.M.B.I. – It A Late
Eddie C – Make It Better
The Revenge – Night Flight
B.W.H. – Stop
James Pants – We’re Through
Alicia Meyers – I Want To Thank You
Fudge Fingas – DinsDins4Dada
Bumblebee Unlimited – Lovebug (DK Edit)
Arthur Russell – Hop On Down
Nite Jewel – Weak For Me
The Samps – Traincummings…..
C.B. Funk – Subway To Cologne
Kate Bush – Cloudbusting

Resident Advisor Podcast 177: Sandwell District

Resident Advisor Podcast 177 Sandwell DistrictNach dem kleinen Teaser vom Morgen kommt jetzt der Sound of Berghain als Sandwell District Mix im Resident Advisor Podcast 177 von  Regis und Function. Regis kennen wir von diversen Techno Killern auf Downwards und Function kommt von Synewave New York. Beide haben inzwischen auf dem von Female in Birmingham gegründeten Techno Label Sandwell District veröffentlicht und wem das alles nichts sagt, dem reicht auch: Tolle Technoplatten die manchmal im Berghain laufen – an dieser Stelle klasse im Podcast zusammen gemischt.

Tracklist:

HG – 02A – Horizontal Ground
Sweet Exorcist – Testfour – Warp Records
FB – 04A – Frozen Border
Ben Klock – Check For Pulse – Ostgut Ton
Ø – Sähkörausku – Sähkö Recordings
Function – Variance (Marcel Dettmann Edit) – Sandwell District
Silent Servant – Discipline – Sandwell District
Choice – Acid Eiffel – Fragile Recordings
Moritz von Oswald – Watamu Beach Rework – Desolat
Peter Van Hoesen – Face Of Smoke – Komisch
The Vision – A-472.0 – Hardwax
DVS1 – Running – Klockworks
DBX – Losing Control – Accelerate
G-Man – K.6 – G-Man Records
Marcel Fengler – Twisted Bleach – Ostgut Ton
Function – Disaffected (Ben Klock Remix) – Sandwell District
Function – Variance – Sandwell District
Daniel Stefanik – Effervescing Elephant – Freude Am Tanzen
Tadeo – IO (Cassy Movingonmix) – Apnea
Ben Klock – Subzero (Function-Regis Remix) – Ostgut Ton
DJ Slip – Every Time Takes a While – Creation Rebel
Lil‘ Louis – Frequency – Dance Mania
Ø – Atomit – Sähkö Recordings
T++ – Audio 1995 #8 – Apple Pips
Shed – Estrange – Ostgut Ton
John Carpenter – Police State / Romero And The President – Milan

Juju & Jordash – Juju & Jordash (Dekmantel – DKMNTL 002)

Juju & Jordash (Dekmantel - DKMNTL 002)Das Doppel-LP Debüt der beiden in Holland lebenden Israelis Juju & Jordash steht seit dieser Woche im Laden. Das kommt mir irgendwie wie eine ganz alte Neuigkeit vor, was vermutlich daran liegt, dass die Entstehung dieser Platte über Myspace und Facebook bestens dokumentiert ist und J&J schon lange vorab kleinere Teaser und Pröbchen ins Netz gestellt haben, und vor kurzem auch das ganze Album als Stream. Zu guter letzt gibt es nun endlich auch das Vinyl – und sehr hübsch ist es geworden, in pastelliger Wortgrafik.

Juju & Jordash machen freigeistige Tanzmusik, House Music ja, aber House Music die sich nicht von Vorbildern oder Genres einschränken lassen will. Und das ist gut so. So ist ihr unbetiteltes Debütalbum eine sehr bunte Mischung aus langsamen bis schnellen, geraden bis ungeraden Tracks, die mal mit einer Oldschool Produktion kokettieren, wie der Hit Deep Blue Meanies, mal tief in Dubtechno abtauchen, wie Quasi, oder auch mal den geraden Beat sein lassen und Reggae oder sephardische Klassik zitieren. Zusammengehalten wird das von einer immer leicht psychedelisch abgetrippten Stimmung, die aber immer in Geschichtsbewusstsein und Soul/Jazz geerdet ist. Am besten gefällt mir das wenn dabei Sounds und Traditionen zusammenkommen, die eigentlich nicht zusammen können, aber doch aufs beste harmonieren, wie im wunderbaren, adäquat betitelten Jazzy Trance.

Tracklist

1. Deep Blue Meanies
2. Jugdish
3. Pulse A Denura
4. Time Slip Remix
5. Dirty Spikes
6. Jazzy Trance
7. Quasi (Ruff Dub)
8. Niks

Juju & Jordash – Deep Blue Meanies from Gno Pants on Vimeo.