Helena Hauff Interview: Keep It Deep Guest Mix

helena hauff interviewWie ich im Helena Hauff Interview zum neuen Keep It Deep Guest Mix erfahren habe, legt sie erst seit 2009 auf. Dafür hat Helena Hauff inzwischen aber wirklich beachtenswerte Erfolge erreicht. Von hier aus sieht es ja fast so aus, als ob sie in Hamburg nahezu jeden coolen Gast supporten darf oder ist es eher umgekehrt? Egal. Ihre Musikauswahl ist tight und ihre Einstellung ist die Richtige. Da lässt sich selbst die aktuelle Groove zu einem kurzen Portrait hinreißen…

Nachdem wir im März 2010 einen wirklichen schönen Housemix von ihr als Monday Edition Podcast hatten und mir erst letztens ihr Modifyer – Process Part 254 (Birds and other Instruments No. 1) noch nachträglich sehr positiv aufgefallen war, legt jetzt Helena Hauff für den Keep-It-Deep Guest Mix noch ein paar extra Jack-Kohlen in den Ofen. Gleich die erste Platte fönt mich weg und nach diversen Chicago-House / 303 Exkursionen (No Way Back) passt selbst Specters letzte Pipe Bomb butterweich in den Flow.

Die letzte Woche war für mich echt hart, so dass ich schließlich das Wochenende nur noch völlig fertig im Bett verbracht habe. Dieser Mix hat mich jedoch allem Stress zum Trotz wirklich super durch die Woche gebracht und bevor der Akku völlig runter war, hatte ich dank Helena Hauff immer noch ein Lächeln auf den Lippen. Besser als jeder Energydrink!

Tony Andrews: Funktion One @ RBMA Madrid

https://vimeo.com/31191130

Am vergangenen Freitag ist die Red Bull Music Academy 2011 in Madrid zu Ende gegangen und zum Glück können inzwischen alle, die nicht live dabei sein können, die RBMA Lectures via Video-Stream nachholen. Eine Lecture zählte dabei ganz sicher zu den absoluten Highlights: Tony Andrews, der sympathische Typ von Funktion One!

Im schönen Zwiegespräch mit Gerd Janson berichtet Tony Andrews nicht nur, wie sie damals in 70ern angefangen haben. Ohne allzu technisch zu werden, geht es vielmehr auch um die ganz praktischen Fragen eines guten Soundsystems. Wie testet man ein Soundsystem? Warum braucht man eine gute Soundkarte? Wie klingt man als Traktor-User besser und warum sollte der Mixer nicht im roten Bereich gefahren werden?

Natürlich geht es hier auch um die Sinnfrage. Warum ist ein gutes Soundsystem wichtig und warum lieben wir alle einen satten, warmen Bass? Das und noch viel mehr in zwei Stunden RBMA fürs Sofa zu Hause. Pflicht für alle, die irgendwas mit Musik am Hut haben!

Amsterdam All Stars (Rush Hour 116LP)

amsterdam all stars rush hour 116 lpMomentan ist eine neue Compilation aus dem Hause Rush Hour in den Plattenläden unterwegs: Amsterdam All Stars! Wenn schon Rush Hour ein All Star Team zusammenstellt, dann dürfen hier die Erwartungen ruhig ein wenig höher angesetzt werden und – so viel sei an dieser Stelle schon verraten – sie werden nicht enttäuscht werden. Hier die Aufstellung: San Proper – Maxi Mill – Tom Trago – Awanto3 – Melon – Dexter – Simon Weiss – Boris Werner – Steve Rachmad – Juju & Jordash – Newworldaquarium

Es finden sich nur exklusive Tracks auf dieser Compilation von Künstlern, die in Amsterdam leben oder zumindest in Amsterdam geboren sind. Nach gewohnt starker Startphase von San Proper überrascht auf A2 gleich mal der Newcomer Maxi Mill, der hier mit In No Time sowas von einem superb deepen Clubtrack abliefert, dass ich schon mal gespannt die Ohren anlege, was da alles noch kommen wird. Tom Targo macht das erste Viertel komplett und an dieser Stelle brennen bereits die Bengalos in der Fankurve!

Siegesgewiss herrscht ausgelassene Stimmung beim Publikum. Der Beatdown Track vom Rush Hour Routinier Awanto3 lässt zwischenzeitlich alle mal tief durchatmen und es sich auf dem Sofa bequem machen. Melon zeigt im Anschluss tolles Chicago-Jack inspiriertes Passspiel bevor Dexter kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit hypnotisch schleifender Sequencerline das Tempo wieder auf die 122er Marke anzieht und durch gekonntes Filterspiel für pure Euphorie auf’m Dancefloor sorgt.

Seitenwechsel. Für mich überzeugen die Amsterdam All Stars auf der ganzen Linie, wobei mich die beiden Tracks der Newcomer irgendwie besonders freuen. Der C1 Track Amsterdam Wave von Simon Weiß ist nämlich schon wieder so ein verdammt deeper Housetrack voller kleiner Überraschungen. Boris Werner hat im Anschluss eine kleine Hymne in minimal klingendem Soundgewand gebastelt. So spielt ein Team, dass hier mit seinem Charme zu keiner Sekunde Gegenwehr zulässt. Da muss selbst der Power Forward Steve Rachmad nicht mehr die ganz harte Keule rausholen und brilliert mit einem gekonnten Schieber, der temporär und nur sehr freundlich die Zähne zeigt.

Zu Beginn des letzten Viertels ist diese Compilation der Amsterdam All Stars schon fast uneinholbar vorn. Dabei hat Rush Hour bis jetzt die Publikums-Lieblinge Juju & Jordash sowie Newworldaquarium noch nicht mal eingesetzt. Für die drei ist die D-Seite reserviert und was soll da bitteschön noch schief gehen? Juju & Jordash stehen ihren Vorgängern mit Bleached Roots in absolut nichts nach und als Sahnehäubchen kann zum Beispiel auch Omar-S noch mal bei Newworldaquarium nachhören, wie man das mit den Orgasmus-Samples richtig macht. Den Link-Code zum kostenlosen Download gibt’s zu jeder Platte obendrauf. Don’t miss!

Boo Williams: Hometown Chicago LP (Another Day 001)

boo williams hometown chicago another day 001Heute ist hier die Reissue der Hometown Chicago LP von Boo Williams eingetroffen. Hometown Chicago ist ursprünglich 1996 auf Relief Records in Chicago erschienen und in dieser Zeit war Boo Williams in absoluter Topform! Da gibt es zum Beispiel diese Geschichte von der Halloween-Party in Leipzig, bei der er 95 aufgelegt hat. Der Abend muss damals so gut gewesen sein, dass ich davon auch Jahre später immer wieder hörte. Wenn ich jetzt dieses Album durchhöre, dann kann ich mir aber so in etwa vorstellen, wie gut das damals gewesen ist.

Manchmal ist so eine Reissue auch ein richtiges Glück. Die kommt in bester Soundqualität auf dem extra dafür neu gegündeten Label Another Day 001 und ist für alle, die diese Platte schon 15 Jahre besitzen, sicher eine willkommene Runderneuerung. Die Originale waren zum Schluss circa 45 Euro wert und die meisten werden inzwischen ja sowas von runter sein. Und all jene, die von diesem Album bisher noch gar nichts gehört haben, dürfen hier gern ungehört zuschlagen. KILLER!

Mnml Ssg Special: Jonsson/Alter live from Sonnenallee

Jonsson/Alter LivesetZwei Schweden in Berlin: Joel Alter (Joel Alter/Jor-el) und Henrik Jonsson (Porn Sword Tobacco/Gunnar Jonsson) haben in diesem Jahr als Jonsson/Alter nicht nur ihr Debütalbum „Mod“ mit fantastischen Tracks irgendwo zwischen Move D, Vladislav Delay und Matthew Herbert auf dem Label Kontra-Musik veröffentlicht, sondern waren auch mehrmals live zu sehen und hören. Unter anderem letzten Samstag wieder in der Panorama Bar.

Für jeden, der wie ich nicht dabei sein konnte, gibt es jetzt eine kleine Entschädigung, denn für den Blog Mnml Ssg haben Joel und Henrik ein knapp einstündiges Liveset irgendwo in der Sonnenallee aufgenommen – zumindest dem Titel nach. Und das versüsst mir in den vergangenen Tagen immer wieder die Arbeit am Computer, weil die Tracks voll analoger Synthesizer so wunderbar entschlackt und subtil grooven. Zwei, drei Zutaten reichen den beiden, und schon rollt ihr Schwedenexpress in Richtung Deepness, unaufhaltsam.

Prosumer: Beats in Space Mix (11-2011)

prosumer beats in space mix 2011Prosumer ist momentan auf USA-Tour und war am Dienstag auch zu Gast bei Beats in Space in New York. Gestern Abend ist der Mix dann auch hier eingeflogen und jetzt muss ich mal eins loswerden: Prosumer ist definitiv mein DJ des Jahres! Ich hab ihn jetzt nicht so oft gehört, wie man das eventuell annehmen könnte wenn man schon den selben Wohnort teilt. Die paar Mal, die ich ihn aber doch gehört habe, waren wirklich ganz ganz große Klasse.

Wenn hier so ein Mix als mp3 neu einfliegt dann skippe ich immer erst grob durch, ob mir der Flow in diesem Moment überhaupt zusagt. Auf Play gedrückt und schon drehte sich das imaginäre Fragezeichen über meinem Kopf. Ob das jetzt wirklich die richtige Datei war? Skip Forward. Hmmm, skip, skip und dann zack – hat er mich schon wieder gekriegt und dieser Mix lief in auto-repeat. Es ist ungefähr so wie es bei Nachtdigital war. Erst gucken alle etwas skeptisch, was das nun wieder werden soll. Wenn Prosumer aber dann doch irgendwann leider wieder aufhört stellen alle Beteiligten jedes mal von Neuem fest, dass sie soeben außergewöhnlich viel Spaß aufm Dancefloor hatten. Das ihm das momentan so regelmäßig auf seine ganz persönliche Art gelingt, das ist wirklich was ganz Besonderes.

Das Wort Prosumer kommt übrigens ursprünglich von Alvin Toffler, der das 1980 in seinem Buch „The Thrid Wave“ beschrieben hat. Ihr wisst sicherlich alle wer sich darauf noch berufen hat, oder? Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saundersson als sie damals das Techno-Ding begründet haben. Ganz tiefe Wurzeln sag ich nur und dieser Mix sei dir hiermit wirklich wärmstens ans Herz gelegt. So gut!

Tracklist

Steve Parks – Still Thining Of You – Reynolds Records
Solo – Love Torn – Next Plateau
Bob Chance – Jungle Talk – Morrhythm
Twilight – Dance With Me – Ross Records
Panash – Cheval – Atavisme
Donnovan – I Can Make You Happy (Deeper Dubb) – R/Tyme
Springboard – Be My Man – RJM
Common feat Jill Scott – I Am Soul (Roy Davis Jr Remix/Sound Stream Reconstruction)
Vil-N-X – What Cha Gonna Do – Island Noyze
Dionne – Come Get My Lovin‘ – Bigshot
Candy J – Somethings They Never Change – Hotmix
Scott Sellars – Let’s Dance Shall We? – Big Sound Works
Noni – Be My (27th and 10th Ave Mix) – Prescription
DJ Scott – Music Man (Late Mix) – Solid Grooves
Renegades Of Rhythms – Cresent Lab 23 – Vigilante
Norma Jean Bell – Love Me In The Rain – Pandamonium
Aardvarck – (Just Washed) That Pig – Rush Hour
Marvin Dash – A1 – Morris/Audio
Ron Hardy – Liquid Love (Instrumental)
John Beltran – Brilliant Food (Kassem Mosse & Mix Mup Remix) – Delsin
Floating Points – Danger – Eglo
Electric Funk – On A Journey (I Sing The Funk Eelctric) – Rams Horn
Tata Vega – Get It Up For Love – Motown
Rinder & Lewis – Lust – Derby
Aphex Twin – Z Twig – Warp

Moomin: Clubberia Podcast CB108

moomin clubberia podcast cb108The Story About You heißt das erste Album von Moomin, dass soeben bei Smallville erschienen ist. Wo ich auch hingucke ist man Moomin und seiner Ex-Frankfurter White-Clique um Oskar Offermann und Tristen wohlgesonnen – völlig zurecht und so auch hier! Es gibt ein schönes White Feature in der aktuellen De:Bug und selbst Der Spiegel lässt sich zu einer (zugegeben ziemlich sinnlosen und dennoch irgendwie positiven) Plattenkritik über The Story About You überreden. Nicht zuletzt schrieb Spacehall: Wat ne Möhre, dit Gelöt nehm ick mir mit…

Fehlte nur noch der Mix als moderner Promo-Sidekick für alle Zauderer und Unentschlossenen. Bitte schön. Für euch und für die Fans sowieso gibt’s seit Montag den Clubberia Podcast CB108.

Tracklist

Moomin – Doobiest / Smallville
Ben Westbeech – Hang Around (Karizma’s Kaytronic Dub Mix) / Brownswood Recordings
Moomin – Sunday Moon / WHITE
Moomin – Love and .. / Laid
Kowton– 117 / Ominira
Moomin & Christopher Rau – Our Dream Of … / Unreleased
STL – Silten State / Smallville
Theo Parrish – Overyohead / Sound Signature
LoSoul – Brother In Love / Playhouse
Omar-S – Oasis #1 / Fxhe Records
Moomin – Raw Like 97 / Smallville

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Christian Löffler / Steffen Kirchhoff: Baltic Sea EP (Ki Records)

Christian Löffler / Steffen Kirchhoff: "Baltic Sea" EP [Ki Records]Zwei Jahre existiert „Ki Records“ nun schon mittlerweile. Vor einigen Monaten (im etwas durchwachsenen Sommer diesen Jahres) erschien auf dem Label, welches in Köln beheimatet ist, mit „Reisegefährte“ (sowohl für den Künstler Biodub, als auch für das Label selbst) das Erstlingswerk in Form eines Albumdebüts. Und das ist schon ziemlich gut gelungen, muss ich an dieser Stelle einfach mal anmerken.

Mittlerweile haben wir schon wieder fast Winter und es bricht somit eine Zeit an, in der für einige Menschen unter uns die Melancholie und die all zu oft beschriebene >>Deepness in der Musik<< wieder etwas mehr Wertigkeit bekommt, als sie es sonst ohnehin schon tut.

Durchaus passend, dass mit der neuen Katalognummer (Ki-006) gerade vor kurzem die zweite Ausgabe der sogenannten „Split Series“ EP erschien, für die sich die zwei Künstler Christian Löffler und Steffen Kirchhoff verantwortlich zeichnen.

Die Zwei sind ganz in der Nähe der Ostsee aufgewachsen und leben dort nach wie vor.
Der eine ist – von der musikalischen Seite einmal abgesehen – künstlerisch ausserdem noch als Maler, der andere als Photograph aktiv. Beide verbindet (seit nunmehr fast einer Dekade) eine enge Freundschaft miteinander.

Nachdem der erste Part der dreiteiligen „Split Series“ EP aus der Zusammenarbeit von Arp Aubert mit Me Succeeds heraus in Hamburg entstanden ist und bereits im Dezember 2010 herauskam, liegt hier mit der Baltic Sea EP ein würdiger Nachfolger vor.

Was bereits im Vorfeld schon sehr positiv aufgefallen ist: Ein wahrhaft tolles Front- und auch Back-Cover (ver)ziert die Platte und macht sie somit allein schon visuell bewundernswert. Doch nun zur Musik: Sowohl Christian als auch Steffen steuern auf ihrer Seite der EP jeweils zwei wunderbare Tracks mit Tiefgang und einer tollen Soundästhetik bei.

Die sogenannte „C“-Seite von Christian mit den beiden Stücken „The War“ und „William“ sind vom Tempo her insgesamt ein wenig zurückgenommener bzw. etwas verhaltener als das der Tracks auf der „S“-Seite. Hier gibt es eine sowohl sehr druckvolle als auch angenehm warme Bassdynamik, dort türmen sich beeindruckende sphärische Soundwände auf, obendrein gibt es teils recht mysteriös anmutende Vocals und eine geheimnisvolle Geräuschkulisse – was das Ganze äusserst spannend macht. Da lass‘ ich mich doch nicht zweimal bitten, sondern davon (unbedingt!) gleich mal mit auf die Reise nehmen. Absolut grossartig, gerne mehr davon!

Steffens: „The Beast In Me“ und „Silk Skies“ auf der „S“ sind ebenso beide geprägt von einer tollen Sphärik, die sich insgesamt komplett durch die Tracks hindurch zieht, die sich nahe an der Grenze zur Songstruktur bewegen. Passend zur bereits weiter oben im Text beschriebenen Melancholie in der Musik gibt es hier jede Menge melodischer und klingelnder Parts, was jetzt vielleicht nicht immer jedermanns Sache ist und doch passt das hier erneut einfach alles wieder sehr gut zusammen. Für den Tanzflur sind beide Titel in jedem Fall sehr gut geeignet. Auffällig ist hier definitiv eine gewisse Affinität zu der einen (oder anderen) Produktion aus dem Hause Dial Records, was das Ganze allerdings in keinster Weise schmälert, sondern es meiner Meinung nach eher noch aufwertet.

Die bisherigen Produktionen der beiden Jungs von der Waterkant gefielen mir bislang (ausnahmslos!) alle sehr gut und ich bin jedes Mal immer wieder erfreut, wenn ich erfahre, dass etwas Neues von ihnen erscheint. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich (seit längerem mal wieder) glücklicherweise (einmal mehr) die Möglichkeit, Christian Löffler bei der Präsentation seines aktuellen Live Sets erleben zu dürfen. Im Moment arbeitet Christian übrigens in den letzten Zügen an seinem Debutalbum, welches dann bei „ki Records“ im kommenden Frühjahr erscheinen wird und im Januar 2012 soll es dazu noch eine Vorab-Single von ihm geben.

Zusätzlich bin ich schon sehr auf den dritten und abschliessenden Teil der „Split Series“ EP gespannt; in diesem soll dann eine Soundästhetik aus Tokyo vermittelt werden – also aus Japan und damit sozusagen aus dem Land, welches namensgebend für „ki Records“ ist. Bis dahin erfreue ich mich solange an der Baltic Sea EP.

>>your ghost is not the same<< ….

TIP!

mehr info:

Levon Vincent: Impression Of A Rainstorm (Novel Sound 06)

levon vincent impression of a rainstorm novel sound 06Letzten Sonnabend hab mich wieder ziemlich geärgert, dass das Kontingent der neuen Levon VincentImpression Of A Rainstorm auf Novel Sound 06 bei Hardwax mal wieder schneller ausverkauft war, als das menschliche Auge gucken kann. Dabei war ich mir schon damals sicher, dass mir diese Platte so manchen dunklen November Tag deutlich erhellen würde. Doch es gilt wie immer: nicht aufgeben und dran bleiben und so habe ich sie heute geschossen!

Die Hysterie, die momentan über die Plattenläden bezüglich der Novel Sound 06 herein bricht, ist im übrigen völlig berechtigt. Bei Impression Of A Rainstorm klöppeln die Percussions mit klassischen Ravesignal, welches sich erst dezent im Hintergrund ankündigt und dann im Verlauf mit immer deutlicher wird. Ein Track, der Assoziationen mit so manchem US-Evergreen nicht scheuen muss. Und die Tracks auf der Flip sind nicht weniger alles Meisterwerke. Die Handschrift von Levon Vincent kann man deutlich raushören und was sind das alles für großartige Produktionen. ALL KILLER!

DJ Yoav B: Spacetrips (Syncrophone 08)

dj yoav b spacetrips syncrophone 008Meine neueste aktuelle Lieblingsplatte ist DJ Yoav B – Spacetrips, die vor kurzem auf Syncrophone 08 in Paris erschienen ist. Oberflächlich betrachtet, könnte der Titel Spacetrips auch Soundtrack einer Filmproduktion sein, welche irgendwas aus den 70er oder frühen 80er Jahren zum Thema hat. Doch wer Yoav B schon kennt der ahnt bereits, dass es hier bei entspannten 115 bpm hinter dem jazzy Klimpern noch ziemlich abgefahren in die Tiefe geht. Während sich bei A2 Temptation die Synths ganz wunderbar um eine funky Killer-Bassline modulieren wird’s dann auf der Flip mit dem Track Peace in ähnlich gemäßigtem Tempo raw und dirty. Wirklich tolle slow-mo Spacetrips!