Henrik Schwarz, Âme & Dixon: The Grandfather Paradox [BBE Mix CD]

Henrik Schwarz, Âme & Dixon: The Grandfather ParadoxIm Februar haben die Innervisions-Leute und Henrik Schwarz eine gemeinsame Mix CD auf BBE veröffentlicht. Es geht um 50 Jahre Minimal als reduzierten musikalischen Ansatz und vielleicht auch als Hinweis, dass Minimal schon lange mehr ist, als der Hype um M_nus & Co der letzten Zeit. Wer die Jungs mag, wird auch diese Compilation mögen. Auf CD 1  gibt’s einen wirklich schönen, ruhigen und zugleich spannenden Mix, der für mich hier das Glanzstück der Compilation ist. Auf CD 2  findet sich dann eine Auswahl an minimalen Einzelstücken, welche dort -zusammen gesucht aus 50 Jahren Musikgeschichte- ungemixt für sich stehen. Dieses angestaubte Grandfather Paradox finde ich zwar als Titel nicht unbedingt gelungen – aber zum Glück geht’s ja um Musik. Ausgewählte Tracks sind außerdem auf Vinyl re-released.

Tracklist:CD1 – Mixed

01. Steve Reich & Pat Metheny – Electric Counterpoint – Fast (Movement 3)
02. Etienne Jaumet – Repeat After Me (Ame Mix)
03. Kenneth Bager – Fragment Elevenà The Day After Yesterday Pt.1
04. Liquid Liquid – Lock Groove (Out)
05. Cymande – For Baby Oh
06. Patrick Moraz – Metamorphoses 1st Movement (Live)
07. To Rococo Rot – Testfeld
08. Mathematics – Blue Water
09. I:Cube – Acid Tablet
10. O – Atomit
11. Conrad Schnitzler – Electrocon 11
12. Green Pickles feat. Billy Lo & M. Pittman – Feedback
13. La Funk Mob – Motor Bass Gets Phunked Up (Richie Hawtin’s Electrophunk Mix)
14. John Carpenter – The President Is Gone
15. Yusef Lateef – The Three Faces Of Bala
16. Robert Hood – Minus
17. Raymond Scott – Bass-Line Generator
18. Moondog – Invocation

CD2 – Unmixed

01. Conrad Schnitzler – Elektrocon 11
02. Steve Reich & Pat Metheny – Electric Counterpoint – Fast (Movement 3)
03. Liquid Liquid – Lock Groove (Out)
04. To Rococo Rot – Testfeld
05. Patrick Moraz – Metamorphoses 1st Movement (Live)
06. Young Marble Giants – N.i.t.a
07. Kenneth Bager – Fragment Elevenà The Day After Yesterday Pt.1
08. Arthur Russell – Make 1, 2
09. John Carpenter – The President Is Gone
10. Robert Hood – Minus
11. Raymond Scott – Bass-Line Generator
12. Pyrolator – November Muhlheim
13. Cymande – For Baby Oh
14. Can – Sunday Jam

Monday Edition Podcast 03: Rongo Summer DJ Mix

monday edition podcast rongo summerThis podcast was recorded at Rongos Karamea, New Zealand. I made it during my travels around Christmas / New Year 2007 and -in my opinion- this mix sounds still fresh. Many thanks to the lovely Rongo People Shona, Paul and Brian for the great time and making this possible.

Tracklist:

Patrice Scott – Do You Feel Me
Brooks – Pink Cigarettes (Atjazz Rmx)
Kenny Larkin – Butterflies
Martin Buttrich – Programmer
Patrice Scott – Atomspheric Emotions
Kenny Larkin – Groove
Los Hermanos – Birth Of 3000
Blaze – Lovelee Dae (Carl Craig’s 70 Degrees & Sunny Mix)
Derrick Carter – Where We At (Henrik Schwarz, Âme & Dixon Version)
Kenny Larkin – Loop 2
Davina – Don’t You Want It (Extended Mix)
Pépé Bradock – Deep Burnt
John Tejada – Timebomb
Moodymann – Shades Of Jae
Incogdo – Simply Just A Ventage
Laurent Garnier – Moon Beam
Cassy – Somelightuntothenight
Kenny Larkin – Amethyst

ME.03 Rongo Summer DJ Mix by Gunther

Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)

Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)Als vor knapp vier Wochen DJ Jus-Ed in seiner wöchentlichen „Underground Quality Radio Show“ (jeden Mittwoch in der Nacht auf Donnerstag von 01:00 – 03:00 Uhr im Netz) die ersten neuen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium für seinen neuen Longplayer „Structure“ vorgestellt hat, blieb mir wirklich die Spucke weg. Umso schöner jetzt, da in der vergangenen Woche das neue Release mit dem sehr schönen Namen „New Horizon EP“ auf Soul People Music heraus gekommen ist.

Es ist unfassbar, wieviel Liebe zum Detail und eine wahrhaftige „timeless attitude“ in dieser Produktion steckt und es ist zudem auch noch sehr schön zu sehen, daß er in den Credits u.a. dem Tape Club Berlin dankt – sicher auch in Anlehnung an die fantastische Underground Quality Label Night des 05.12.2008… Mein absolutes Lieblingsstück ist der Titeltrack auf „A2“ = Pure Magie! Das alles genügt, um diese großartige Platte zu meinem absoluten Favoriten des Monats zu küren – @Fred: thank you so much, man!

Ben Klock: One LP (Ostgut Ton LP 003)

Ben Klock: One LP (Ostgut TonJetzt gibt es das Ben Klock Debüt-Album „One“ auf Ostgut Ton. Ich hatte diese Doppel-12″ schon vor zwei Wochen in der Hand und ich hab sie wegen dem gravierenden Loch im Konto erst einmal stehen gelassen. Ich dachte mir, die Zeiten der großen Techno-Kathedrale sind für mich als DJ eh erst mal auf unbestimmte Zeit vorbei und Ostgut kriege ich später immer noch. Doch fiel mir beim ersten Hören schon auf, dass Ben Klock seine Techno-Deepness, die auch auf den Singles und EP’s immer irgendwo zu spüren war, hier erstaunlich gut heraus gearbeitet hat. Alles andere als auf die Zwölf ist das hier Techno (und vielleicht manchmal schon IDM), der zwar irgendwo pumpt – das Gehirn jedoch auf eine sehr spezielle, tiefe Art und Weise berührt. Unterstützt wird das noch durch die hypnotisch überzeugenden Vocals von Elif Biçer in Goodly Sin und OK. Ich habe diese Platte seit meinem ersten Hörerlebnis nicht wieder aus dem Kopf gekriegt. Dabei war es nicht etwa ein Track oder eine Melodie, die kleben blieb – vielmehr war es ein wirklich schönes Gefühl von Wärme und Techno.

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.

Baaz: Random Mix und so..

baaz random circuitsMit Baaz aus Würzburg geht’s in die neue Woche. Der Deep House DJ und Produzent ist mir im vergangenen Jahr aufgefallen, als er auf dem Elevate Label von Daniel Bell die Few Days EP veröffentlichte und mit Memories auf der Deep Explorer 13 vertreten war. Nun ist es höchste Zeit, ihm auch in diesem noch jungen Blog die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient. So gab es schon im August letztes Jahr einen wirklich tollen, zeitlosen Deephouse Mix auf Random Circuits und wer davon nicht genug bekommt, der findet in den Links noch einen weiteren Mix für Tweak FM. Check!

Baaz Random Mix:

Miguel Graca – Symptom
Don Disco + Jeremiha – Autumn Light
Bassline Road – Solar Drum Mix
No Milk – Nobody knows it but you
Lazar – Fukhouse
Malcom Charles – Spit Shine On My Shoes
Dj Boom – Kinda Kickin
KB Projekt – Feel it
Krüger & Manowski – Cassis
Leif – Altruistic
Delano Smith – A Message For the Dj
Stefan Goldmann – Missing Days

Jeff Mills: Exhibitionist Video & Wire Interview

Im aktuellen Wire Mag gibt es wieder mal ein schönes Interview mit Jeff Mills. Neben der typischen und wie immer lesenswerten Mills-Philosophie geht es auch um Produktionstechnik, den visuellen Aspekt des DJs, X-102 Rediscovers The Rings Of Saturn. und dieses Exhibitionist Video:

Move D: Tonspuren 1-10 live

move d tonspurenAuf der Seite podcastload.de gibt es eine ganze Liste voller Aufnahmen von David Moufang aka Move D. Der letzte Eintrag führt zu den Tonspuren 1-10 vom März 2008 – die Empfehlung des Tages der Monday Edition. Trotz Ambient sind die Tonspuren an einer Stelle nur bedingt zum Einschlafen an einem solchen Mistwetter-Montag geeignet. Erschrecke dich einfach nicht, wenn es sich auf einmal so anhört als würde jemand deine Wohnungstür öffnen..  Und sonst ist’s sehr schön und (ent-) spannend.

Cassy: Save the Cannibals Podcast & Bodytonic Interview

cassy podcast interviewEs gibt neues von Cassy! Einen sehr schönen Mix für den Podcast der Save The Cannibals Party in New York. Leider gibt’s keine Tracklist – dafür aber ein kurzes Interview von Bodytonic:

Who or what has been the biggest influence on your career?

So many things. But I guess to sum it up, it was my move to Berlin – getting to meet all the people I liked before and getting to play with them…

What has been the ‘defining moment’ for you so far?

Being a resident at Panoramabar. I played there at the very beginning of the ’new‘ Panoramabar for a Cadenza night Luciano did. In the last two years, it started taking off… so I guess the ‘moment’ has been four years of building up a residency.

What is your favourite time to play?

Anytime Sunday.

The club is very popular now – have you noticed a change in the crowd or atmosphere since it became more fashionable?

It’s become better and fuller – which is great for a DJ. The club of course attracts many people from outside… If you go there Saturday at the beginning of the night you might not know anyone or meet anyone you could know, but the later the more likely you meet your friends and acquaintances…

The last year has been amazing for many of the club’s residents: do you feel any pressure now?

No I don’t feel pressure. I feel recognized, welcome, respected…

Your Cassy label is vinyl-only. Will it remain that way?

No, it will not. I’ve decided to do digital sometime soon. I’ve been convinced by people who are not able to buy records and like to have my music too…

There is something very hypnotic about your production style. How long did it take you to get comfortable with your sound?

It took quite a while. It was something that’s been more or less going round in my head for ages… I didn’t know how to make it happen or how it would finally sound like. It’s a work in progress. It’ll hopefully never stop developing.

Do you work with anyone else in the studio? How does a track come about?

I will do co-productions for my album. A track usually starts with a beat or a bit of synthesizer!

It feels like you use your voice as an instrument, or an instrumental element rather than a vocal…

Absolutely. It’s hard to do songs, to come up with a vocal that consists of a chorus and a verse. It’s something very special if it happens more naturally. I don’t like it if it sounds too forced… if the song is too much of a song.

How will you progress your sound?

Good question. I don’t really know. That’s something slumbering or ‚limboing‘ in my head and subconscious. It’s something that needs to be developed on many levels – not only in the studio. You need to build up your consciousness in order to recognise it when it hits you or meets you. You have to develop the ability to understand what you’re looking for…

You travelled quite a bit as a child. Was it in Austria that you started making music and DJing?

I travelled more later on. I left England for Austria more or less as a baby with my parents and then spent most of my time in Austria until I was 19. I started off as a vocalist with Elin aka Autorepeat.

You are probably classed as a deep house DJ today – what way do you describe what you do?

No, I’m actually not a deep house DJ – because deep house means vocal house to most people. I’m not a vocal house DJ. In the States, I’m classed as a techno DJ, because house means straight house. And in Europe I’m a house DJ, because I play house and deep techno.

Chicago or Detroit? (or Berlin?!)

Both. But I love and feel Chicago, I completely revere Detroit…

What’s next for you?

Working on a mix CD and my album…

via Bodytonic

Ein Traum in Erdbeerfolie

Ein Traum in ErdbeerfolieEs ist bestimmt schon angekommen: es ist Berlinale in Berlin. So waren wir am Dienstag zur Premiere des Dokumentarfilms „Ein Traum in Erdbeerfolie“ von Marco Wilms. Passend zur Rubrik Panorama & Retrospektive (und natürlich 20 Jahre Mauerfall) entpuppte sich das als Doku über den Mode-Underground der DDR. Zu sehen waren unter Anderen die wirklich tolle Designerin Sabine von Oettingen, der unglauliche Frisör, Stylist und Model Frank Schäfer und der Wandel des Fotografen Jürgen Hohmuth. Für mich  gabs die größte Überraschung, als Sven Markquardt als der Fotograf der ostberliner Underground-Mode vorgestellt wurde. Mit diesen großartigen Protagonisten schuf Herr Wilms einen Film, der spannend war und unterhalten konnte. Er schuf jedoch zu Beginn auch eine Erwartungshaltung, der er am Ende nicht ganz gerecht wurde. Aber vielleicht können die ihre Zuschauer einfach so gut in den Bann ziehen – vielleicht so gut, dass man nach der Show immer das Gefühl hat, als hätte man auf jeden Fall noch nicht genug gesehen. Das Publikum freut sich schon auf das DVD-Bonusmaterial und die Berlinale geht noch bis zum Sonntag.