DJ Sprinkles / Terre Thaemlitz – Resident Advisor Podcast

DJ Sprinkles / Terre Thaemlitz - Resident Advisor PodcastDass DJ Sprinkles aka Terre Thaemlitz mit Midtown 120 Blues ungefähr das deepste und dollste House-Album der letzten Jahre vorgelegt hat, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Die, neben Deep-House, weiteren musikalische Leidenschaften von Terre Thaemlitz waren und sind immer noch Ambient, experimentelle Elektronik (speziell die seiner Wahlheimat Japan), Free Jazz und Word Art. Für Resident Advisor hat er nun einen Mix gemacht der all diese Welten behutsam zusammenbringt:

Tracklist

Terre’s Neu Wuss Fusion – She’s Hard (2007 Archive of Silence) – Mule Musiq
Deuter – Solitary Bird – Kuckuck
The Golden Palominos – Gun/Little Suicides (Brown Stain Walls, Red Jelly Corners) remix by Terre Thaemlitz – Restless
Oval – Textuell – Mille Plateaux
Terre Thaemlitz – 2 AM on a Silo – Instinct
Hajime Tachibana – The Girl from Ipanema – Midi
Yesterday’s Heroes – 1979 – La Louche Qui Fait Déborder Le Vase
Yoshihiiro Hanno – Platform (Home[Form]) remix by Terre Thaemlitz – Cirque
Depeche Mode – World Full of Nothing (DJ Sprinkles private edit)
Faye Wong – Shame (DJ Sprinkles private edit)
Michael Nesmith & the First National Band – Beyond the Blue Horizon – RCA Victor

20 Jahre Hardwax @ WMF Berlin (05.12.2009)

hardwax xx 20 jahre wmf berlinAm Sonnabend wird Hardwax 20! Und das wird gebührend auf 3 Floors im WMF Berlin gefeiert. Um 20 Uhr geht’s schon auf dem Killasan Floor los. Nach Torsten und Sascha ist dann um 22 Uhr der Chef Mark Ernestus persönlich mit Tikiman und Freunden am Start bevor es dann mit René Löwe aka Vainqueur, Anthony „Shake“ Shakier, Errorsmith und Gernot von Modeselektor durch die Nach geht.

Im Live Floor gibt sich nach Electric Indigo um 0 Uhr der Rest der Hardwax-Crew die Klinke in die Hand: Substance, MMM, Soundhack, Pete & Sleeparchive, Marcel Dettmann & Shed als Deuce Live und als DJs. Dazu noch Prosumer mit Soundstream in Floor 3 und karibische Köstlichkeiten: Happy Birthday, Hardwax! Für den genauen Zeitplan und mehr Infos besucht einfach die Hadwax-Seite:

  • Hardwax XX

LWE Podcast 35: Margaret Dygas

LWE Podcast 35: Margaret DygasEinen noch: Das Entertainment-Programm für den heutigen Montag beschließt – last but not least – der neue LWE Podcast 35 der Little White Earbuds von Margaret Dygas. Und wer jetzt hier vorschnell urteilt der irrt. Letztens hat sie schon ein wirklich schönes House-Set in ihrer Lieblings-Residency, der Panorama Bar, gespielt und dieser Podcast ist alles andere als der Minimalsound, den vielleicht einige befürchten. Super smooth am Ambient entlang gemixt hat mich dieses Set heute ganz wunderbar durch seine 78 Minuten begleitet. Perfekt für Tage wie diesen und inzwischen mag ich ja die Margaret Dygas überhaupt sehr gerne.

Tracklist:

01. Daniel Stefanik, “Reactivity 6″ [Statik Entertainment]
02. Cirkel, “Cirkel003.1″ [Cirkel]
03. Murmur, “Barrier” [Meanwhile]
04. Intrusion ft. Paul St. Hilaire, “Angel Version” [Intrusion]
05. Luke Hess, “Reel Life” (cv313 Dimensional Space Mix) [Echocord]
06. Bernd Maus, “Tell Me” [Statik Entertainment]
07. DJ Joey Anderson, “Oval” [Strength Music]
08. Terrence Dixon, “Emergency” [Meakusma]
09. Peter F. Spiess, “Wortkarg” [Adjunct]
10. Moritz Von Oswald Trio, “Pattern 3″ [Honest Jon’s Records]
11. Baby Ford, “Westway” [Autoreply Music]
12. Avus, “Boute Diabolique” [Stolen Moments]
13. Theorem vs. Stewart Walker, “Too Distant Images” [M_nus]

Ian Simmonds: The Burgenland Dubs (Musik Krause LP03)

Ian Simmonds - BurgenlanddubsVor einigen Wochen ist das Album „Burgenland Dubs“ von Ian Simmonds auf Musik Krause erschienen und ist heute mal wieder meine Platte des Tages. Daher wird es höchste Zeit es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist der dritte Longplayer auf Musik Krause, und da sich das Label noch nie mit 08/15 Großraumdiskothekenmusik abgegeben hat und oft auch eine sehr eigene Geige spielen will, ist Ian Simmonds dort sehr gut aufgehoben. Abseits von 4/4 Bassdrum und Tanzflächenengagement verbindet er elektronische Musik mit verkapselten Rhythmen und jazziger Attitüde. Bongobeats treffen auf analoge Sythies und vermischen sich mit akustischen Gitarren. Keine definierbare Schublade, sondern allumfassender Eklektizismus, der sich aus allem nur das Beste sucht. Spannend vom ersten bis zum letzten Track ist dieses Album kein Werk, was im Laufe der Nacht in Ekstase versetzen will, sondern bei dem man besser mal ein bisschen verweilt, um in die Tiefe der Komposition eintauchen zu können. Zwei der Songs waren schon auf vorhergehenden EPs veröffentlicht worden und sind daher nicht auf der Vinylversion enthalten. Das ist nicht so schlimm, da eine CD mit allen Tracks enthalten ist.

Der Waliser Ian Simmonds ist seit einigen Jahren hier in der Saale-Stadt Jena musikalisch aktiv. Vielleicht mögen ihn einige als Mitglied der Sandals aus London kennen, oder von seinem früheren Einzelprojekt Juryman. Trotzdem kann man nicht sagen, dass er nach kreativen Jahren in der Provinzstadt gestrandet wäre. Er war wohl mehr eine Punktlandung, um mit Hilfe von Freunden das kreative Potenzial noch stärker zu Bündeln. Einen tollen Überblick über das bisherige Schaffenswerk des Ian Simmonds bietet der aktuelle Freude am Tanzen Podcast, welcher mit kleinen Interviews von Simmonds toll aufgelockert ist. Auch meine drei persönlichen Favoriten werden dort angespielt: das orientalische ‚Sands of Tunis‘, die ‚Wendelstein Variations‘ und das großartige ‚Dance of Dancers‘.

Also auf nach Burg Wendelstein. Anfahrtsweg unter: Hier klicken.

Future Beat Alliance: EevoNext Radio Episode #009

future beat alliance EevoNextDas holländische Label Eevo Lute Muzique gibts schon seit 1991 und sie haben dort diverse Klassiker veröffentlicht, angefangen mit dem Florence Klassiker The Vineyard über 2000 and One (1992!), Wladimir M, Max 404, Terrace etc. Nun gibt es das digitale Sublabel Eevo Next mit angeschlossener Radiosendung und gestern war Matthew Puffett aka Future Beat Alliance zu Gast. Ein Clubset, angereichert mit diversen Film Sound- und Sprachfetzen, dass mit der Zeit immer atmosphärischer wird und schließlich im Orbit entschwindet.

Tracklist

1- INTRO -See The Future
2- Voodeux -Heebie Jeebiez
3- Dk7 – The Difference
4- Voodeux – Bones
5- Quince – My Life`s Rhythm
6- Audioma- Ubuntu (original mix)
7- Xaver Naudascher – After Life
8- Górecki: Symphony #3, Op. 36, “Symphony Of Sorrowful Songs” – Lento
9- Carl Craig  – Demented Drums
10- Future Beat Alliance – Do You Dream
11- Tobi Neumann – Together – (Original Mix)
12- Jon Hopkins – The Low Places
13- The Black Dog – Jauqq
14- Luke Slater _Seeing Sense
15- Another Fine Day – Green Thought (in Green Shade)

General Elektro – AU1

general elektro au1Es gibt ein neues Label mit dem Namen General Elektro aus Berlin. Auf ihren erstem Release AU 1, produziert von SVN und Daniel Pflumm vom Elektro Music Department, gibt’s eine Mischung aus Drones und super deepen Techno. Und auch wenn das Atelier da hinten am Kanal am Görlitzer Park schon saniert sein sollte, so höre ich hier immer noch den Putz bröckeln, im Berliner Hinteraus. Ich mag wirklich alle Tracks und besonders A2 Trilogy und B1 Building. Trilogy beginnt mit dem analogen Einstellen des Synths, um sich dann in prägnanter Klangfolge ins Hirn zu schleifen und Building lege ich zur Zeit einfach am liebsten auf… Hört selbst und Pflicht für alle, die nach Hardwax was mit pure Berlin underground techno w/ lo-fi attitude oder z.B. mit Aquaplano anfangen können.

Rondenion: Love Bound EP (Rush Hour Recordings RH-R1)

Rondenion Love Bound EP Rush HourEin Phänomen, aber es gibt immer mal wieder Platten die mich faszinieren, die ich immer wieder hören muss, obwohl ich die einzelnen Tracks eigentlich gar nicht so gerne habe. Der Japaner Hirofumi Goto alias Rondenion hat mit seiner Love Bound EP nun genau so ein Ding produziert, von dem ich gerade nicht mehr los komme. Irgendwo im Großraum zwischen Disco-Edit und Sample-intensivem Maximal-House im Innervisions Style angesiedelt, zerren besonders die beiden Stücke auf der A der EP, Carnival Time und Storm gehörig an meinen Nerven. Zu viel quer übereinander gestapelte Samples (oft nicht mal in der selben Tonart)? Zu viel penetrante Wiederholungen? Zu viel unterschweilliger Noise? Die B Wave Amplitude ist dagegen entspannter, klassischer Deep-House zu sofortigen Genießen. Die erste Seite der EP aber nervt auf eine seltsame, das Interesse wachhaltende Weise, die mich dazu auffordert, immer noch einmal reinzuhören, es immer noch einmal zu versuchen die Tracks endlich zu kapieren. Eine abseitige Qualität, aber definitiv eine Qualität!

Donato Dozzy Interview / Aquaplano 1111

donato dozzyVor ein paar Tagen hab ich Euch bereits den Donato Dozzy DJ Mix aus dem Glade Podcast ans Herz gelegt. Obwohl ein gewisses Maß an Vorsicht bei Artists aus Italien sicherlich nicht schlecht ist, so gibt es doch immer wieder tolle Ausnahmen. Donato Dozzy ist definitiv einer davon, was er in den vergangenen Wochen mehrmals eindrucksvoll unterstrichen hat.

Neben dem schon genannten, großartigen Mix ist bereits im April die Aquaplano 1111 erschienen – eine 12″, ganz in weiß und gemeinsam mit Nuel produziert. Es ist eine dieser Platten, die ich zwar durch eine Eingebung gekauft habe – die dann aber erst mal im allgemeinen, unsortierten Wühlstapel verschwunden ist. Nun eröffnet sich hier plötzlich eine Welt, mit der ich mich eigentlich schon immer identifizieren konnte. Mit diesen vier wirklich überzeugenden, sphärischen Tracks zwischen Ambient und Techno-Drones  macht sich diese Platte nun nahezu über Nacht auf, sich einen Platz zwischen meinen All-Time-Favoriten zu erarbeiten. Die wirklichen Perlen brauchen manchmal den richtigen Zeitpunkt und manchmal hilft auch ein Interview – zum Beispiel jenes, welches man mit Donato Dozzy bei freshgoodminimal lesen kann. Mit wärmsten Empfehlungen fürs Wochenende, als  Inspiration und Medizin zugleich (via mnml ssgs):

How does this music go with the nature?

This music goes with the nature, that’s the point. If it depended just on me, I would have made only parties in open air. The music has to take its time. Certain sounds need to be in touch with the sky, with the stars and people need to know that. When you are inside of a club, it can be the best club in the world, but you cannot see the stars, you cannot really put the hands up of your head and just feel the touch with something. Also in some clubs there are a lot of people smoking, I do smoke too, but after 3-4 hours in a club I can not breath properly. It’s also a question of regenerating our body. When we are outside we have a different understanding of the sound, because our brain, whatever we do, it’s still clear, we are breathing good air in a perfect environment. I guess a good sound system it’s all we need.

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Christian Naujoks: Dial Nacht im Berghain Berlin

Christian Naujoks Dial berghain berlinSeit ein paar Monaten gibt’s im Berghain den Elektroakustischen Salon, wo an einem Wochentag Artists Musik auch abseits der Dancefloortauglichkeit präsentieren können. So wurde am vergangenen Donnerstag die Dial Nacht von der Panorama Bar in den elektroakustischen Salon des Berghains umverlegt, denn in jener Nacht stand Christian Naujoks mitten auf dem Dancefloor – auf einer Bühne. Er hat soeben sein Album auf Dial veröffentlicht und sein Konzert könnte auch in die Kategorie Singer-Songwriter fallen. So saß er an seinem Klavier und singt herzzerreißend seine Lieder. Dann kommt der Beat von der Platte und er erschafft in den nächsten Minuten mit seinem Live-Gesang einen Song, der das Berghain ganz mit Romantik ausfüllt – für ein Rendezvous gab es an diesem Donnerstag keinen besseren Ort. Wie eine dekadente Bar aus einem Science Fiction blieb das Berghain romantisch entspannt und funkelte dabei ein bisschen in Rot und Blau. Im Anschluss spielten Lawrence und Efdemin ebenfalls keinen gewohnten Beat zum Tanzen. So war dann doch vereinzelt ein enttäuschtes Gesicht zu sehen, als es sich langsam abzeichnete, dass es das im Flyer angekündigte Tanzprogramm nicht gab und das Berghain allein den experimentellen Klängen überlassen wurde. Wir hatten trotzdem eine wirklich schöne und irgendwie besondere Zeit im Berghain und als wir uns mit einem wundervollen Soundtrack von Charles Curtis kurz nach Mitternacht wieder aufmachen bin ich mir eigentlich sehr gewiss, dass ich beim nächsten Mal wieder komme. Leider wird es mit unnötig geschürten Tanz-Erwartungen bei 12 Euro Eintritt echt schwer, noch jemanden zu überzeugen und alleine gehe ich meistens doch nicht los..