Moritz von Oswald Trio: Vertical Ascent LP (Honest Jon’s)

trio-mainThe Moritz Von Oswald Trio have already made several live appearances, but this summer London’s Honest Jon’s label will release their first recorded effort, an album entitled Vertical Ascent.


The Trio (pictured above) is led by Von Oswald, easily one of the 20th century’s most important musicians – founder of Basic Channel, Rhythm & Sound, Main Street and Chain Reaction with Mark Ernestus, and producer of the seminal M-series as Maurizio, Von Oswald helped revolutionise techno as well as re-activating and re-interpreting dub for a new age. Not content with being a mercurially gifted producer, Von Oswald is also a renowned mastering engineer – and it’s in this capacity that he’s enjoyed a very fruitful relationship with the Honest Jon’s label over the years, offering his mastering and restoration expertise to HJ re-issues of reggae, dub and dancehall classics by the likes of White Mice and Selah Collins, as well as hi-life and afrobeat recordings by Tony Allen amongst others. One can scarcely underestimate the fresh life that he’s brought to the vintage tracks on compilations like Watch How The People Dancing and London Is The Place For Me.

The Moritz Von Oswald Trio finds the Berlin-based chap helming an electronic, improv-based group orbiting his own synth and sampler experiments. He’s joined by Max Loderbauer (formerly of Sun Electric and now one half of minimal techno iconoclasts NSI. with Tobias Freund) on analogue synthesizers and Sasu Ripatti (better known as Vladislav Delay and Luomo) on drums and percussion. Often all-star collaborations such as these don’t really work, but from what little we’ve heard of The Moritz Von Oswald Trio, there’s a chemistry between its personnel that results in a sound that’s subtle and refined, yes, but also organic and palpably impassioned.

What FACT has heard so far is excerpts of four tracks: ‚Pattern 1‘ is a low-slung but expedient progession of clipped drums and arcing, lyrical synths, while ‚Pattern 2‘ is more abstract – Lodebauer’s work volubly to the fore. ‚Pattern 3‘ is characterised by its faintly African-inspired percussion and deep blue keyboard licks and the juddering ‚Pattern 4‘ has an almost industrial burnish to it. It’s difficult music to describe, but there’s no doubting its brain-busting quality.

We’ll have more information about the album, including a full tracklisting, in a couple of weeks. In the meantime, hold tight…

via FACT Magazine

Prostitune: Money Nugget EP (Just Another Beat 001)

just another beatAchtung, hier ist tiefstapeln angesagt. Just Another Beat, das neue Label im Hardwax Vertrieb, startet mit so einer superb deepen US-House Bombe, dass ich letzten Donnerstag extra noch mal los bin, weil ich die unbedingt noch in meiner Kiste fürs Wochenende haben wollte. Irgendwie klingt das, als hätte sich Carl Craig auf seine besten Zeiten zurück besonnen und Patrice Scott als Co-Producer engagiert. Naja – höchst wahrscheinlich ist das völliger Quatsch und deshalb hört einfach selbst:

Martyn – Great Lengths 3xLP (3024 005)

martyn Great LengthsDiesen Monat ist das bereits im vergangenen Jahr angekündigte Album Great Lengths von Martyn erschienen und es wird völlig zurecht überall umjubelt. Martyn zählt mit seinen Produktionen zu den Vorreitern der aktuellen Liaison zwischen Dubstep und Techno, obwohl für mich dieses Album eher eine Liebeserkärung für Dubstep und House ist. Hat Dubstep bisher eher das Image, düstere Musik für Kopf wippende, bekiffte Jungs zu sein, so bringt Martyn mit dieser LP ein Lächeln des Frühlings auf den Dancefloor, dessen leicht gebrochener Beat ganz locker mit der 4/4 Bassdrum im House flirten kann und dabei das bisschen Pop mitbringt, welches auch die Mädchenpopos begeistern wird. Mein Favorit ist E – Elden St. neben all den anderen, wirklich sehr schönen Tracks. Release Date ist heute – ich hab sie schon :) Großer Tip und schwere Kaufempfehlung!

Bullwackies All Stars – Black World Dub

Bullwackies All Stars - Black World DubUnd wo wir schon mal beim Wackies Dub sind. Als es 2008 das Repress dieser Platte gab, brauchte ich nicht groß überlegen und es war klar, dass sie natürlich als 12″ in die Sammlung mit aufgenommen wird. Es ist meine allerliebste Dub-Platte und immerhin der Grund, warum Hardwax ebenso heißt. Moritz von Oswalds und Mark Ernestus Weiterentwicklung hab ich übrigens schon einen Podcast geschenkt.

Black World came out originally in 1979, on the Wackies’ imprint Hardwax. (The original cover commemorated the first year of Honest Jon’s new reggae shop Maroons Tunes, Bullwackies’ UK distributor.) It’s a tough album, with Sibbles guiding the selection as well as sharing bass duties — there are versions of his classic composition Guiding Star and stylish Wackies heavyweight, This World; and Tribute To Studio One reworks Heptones Gonna Fight / Hail Don D. as modern steppers, with the kit-drums — as throughout this album — supplemented effectively by the latest electronic innovation from Japan. Drifter and Skylarking put in appearances; and two full Joe Auxumite vocals from the solo album scheduled for release around this time, but abandoned when most of the tapes were lost. A dub version of Delroy Wilson’s Rain From The Skies rounds out proceedings.

Wackies Sampler Volume 1, 2 and 3

wackies samplerEs ist April und schon Sommer. Ich war bereits im See baden und hab inzwischen auch den ersten Sonnenbrand des Jahres. Deshalb war ich heute mal nicht zum Sonnenbaden. Jedoch scheint hier nun nicht nur die Sonne durchs Fenster – die Wackies Sampler Compilations waren heute der Dub-Reggae Dauerbrenner. Wackies haben ja in der vergangen Zeit ihre Releases auch als Sampler CD re-released und diese seien Dir hier nun wärmstens an Herz gelegt. Volume 1 und 3 sind immer noch für kleines Geld bei Hardwax zu haben -die besondere Empfehlung geht an Volume 3- und mehr als no fillers, just killers! will ich auch nicht hinzufügen.

Doku: Rave City (1993)

Okay. Vervollständigen wir das Video Archiv für Tage, an denen das Wetter mal nicht so schön ist. Da gibt’s noch Rave City vom SFB 1993. Hier gab’s auch das das ganze Hardwax Interview mit Rok, welches im Ausschnitt auch kurz bei We Call it Techno zu sehen ist. Außerdem dabei: ein Tanith in Hochform, ein Bunker, ein Walfisch, Raver und ein klassischer, seriös-steifer Off-Kommentar.

Technocity Berlin 1993 Doku

Andy Stott: Brief Encounter (Modern Love 55)

andy stott brief encounterEs gibt eine neue Platte von Andy Stott. Seit 2005 veröffentlicht dieser wirklich gute Tracks auf Modern Love. Mit seinem Album Merciless zeigte er uns bereits 2006 seine beeindruckende Kombination zwischen deep- und darkness und immer noch gerne höre ich die Demon in the Attick EP, die neben diesem Techno Killer auch das wunderschöne Deephouse Stück Come Together enthält. So war jetzt schon vorher klar, Andy Stott wiederholt sich nicht, geht mit seinen Produktionen immer einen Stück weiter und deshalb ist für mich zumindest einmal reinhören Pflicht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Counter auf der A-Seite ist ein Dubtechno Track. Wer mich heute noch mit einer Dubtechno Produktion aus der Reserve locken will, der muss da schon ganz schön was hinlegen – Andy Stott hat’s hingekriegt. Die B-Seite kommt dann mit sehr gutem Dubstep genannt Drippin. Mein Fazit: Genau so! Großartige Platte!

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.

STL – Nocturnal Mixdowns (Something Vinyl Edition 08)

stl something loop mixSTL aka Stefan Laubner habe ich zum ersten Mal auf der Perlon 13 gehört, die im Jahr 2000 erschienen ist. Der Track Portside Waves war schon da ein kleines Kunstwerk des abstrakten Minimal House und schmiedet zusammen mit dem Villalobos/Dandy Jack Track auf der Flip ein nach wie vor frisches Kleinod für die ruhigen Momente. Seitdem hat Stefan Laubner eine ganze Reihe von Tracks auf seinem Label Something releast, die sich alle durch ihre wirklich außergewöhnliche Eigenständigkeit auszeichnen – irgendwo zwischen trocken-rohem Sequenzing, herausragender Experimentierfreude und absoluter Deepness. Und ich bin ein großer Fan seiner Platten geworden. Da ist zum Beispiel die Rain Interpretations LP, die auf der B-Seite mit Thunderstorm eine 21 Minuten Aufnahme eines einsetzenden und vorrüber ziehenden Gewitters samt Regen enthält. Ich nehme das immer wieder gern – mal als Intro, mal um der Technohölle noch einen sphärischen Kick oben drauf zu setzten. Oder Dangerzone, die herrlich schief rumpelnde Alarmsirene des Minimaltechnos. Oder ganz im Gegensatz Inner Silence von der letzten 51° North EP. Ein Track der so deep ist, dass man sich mühelos seine 13 Minuten endlos in ihm fallen lassen kann – aber nicht ohne dann doch mit dem Fuß zum locker jackenden Rhythmus zu wippen.

Im Januar ist sein neues Album Nocturnal Mixdowns erschienen und obwohl ich schon den anderen Platten einen Ehrenplatz auf Lebenszeit in meiner Sammlung eingeräumt habe, könnte das mein bisher absolutes STL-Lieblingsalbum werden. Es vereint für mich alle Facetten, die ich an Laubners Produktionen so sehr mag. The Taphead war mein Eingangsfavorit. Ein relativ zackig groovender Technotrack garniert mit Klängen aus Weltraum. Fog and Snow klingt wie eine neue Interpretation des oben erwähnten Inner Silence Tracks und kam mir gleich so seltsam bekannt vor. 2 Deep groovt 15 Minuten vor sich hin. Locker hätte Stefan Laubner die Kickdrum verschärfen können und mit einem Clap jubelnd die gesamte Minimaltechno Gemeinde hinter sich versammelt. Aber ein STL bleibt im Subtilem und lässt den Track nach und nach entschweben – ganz groß! Mir würde auch noch zu jedem der 4 weiteren Tracks ein kleines Loblied einfallen… 72 Minuten Entdeckungsreise auf 2×12″. Für heute, für morgen, für nächstes Jahr und in 10 Jahren auch noch.

PS und was an STL Platten außerdem besonders ist: Jede Something 12″ enthält ein paar Bonus Loops. Irgendwann habe ich mal die Eingebung gehabt, mir endlich all diese Loops durchzuhören und war echt verblüfft, welche Vielfalt sich mir in diesen kleinen Rillen abseits der Tracks darbot (und wie Techno die manchmal sind). Ich habe mich also hingesetzt und diesen kleinen Loop Mix damit produziert. Es ist keine große Sache und auch nicht mein Diplom im kreativen Arrangieren, Mixing und Pre-Mastering. Aber vielleicht ist es eine kleine Inspiration, aus diesen eh schon super Something Platten noch ein bisschen mehr zu machen:

29.01. Robert Henke & Christoph Bauder – ATOM @ Berghain

Performance for a matrix of 64 gas balloons, lights, and sound

A room is filled with deep, evolving noises from a four-channel sound system. An eight-by-eight array of white, self-illuminated spheres floats in space like the atoms of a complex molecule.

Through variable positioning and illumination of each atom, a dynamic display sculpture comes into being, composed of physical objects, patterns of light, and synchronous rhythmic and textural sonic events. Change, sound, and movement converge into a larger form.

The height of each helium balloon is adjusted with a computer-controlled cable winch, whilst the internal illumination is accomplished using dimmable super-bright LEDs, creating a pixel in a warped 8×8 spatial matrix.

The sonic events, the patterns of light, and the movement of the balloons are manipulated in real time as a 45-60 minute-long performance.

Die Platte  „Robert Henke: Atom/Document“ gibt’s bereits auf Monolake/Imbalance.