Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)

Black Jazz Consortium: New Horizon EP (Soul People Music 17)Als vor knapp vier Wochen DJ Jus-Ed in seiner wöchentlichen „Underground Quality Radio Show“ (jeden Mittwoch in der Nacht auf Donnerstag von 01:00 – 03:00 Uhr im Netz) die ersten neuen Tracks von Fred P a.k.a. Black Jazz Consortium für seinen neuen Longplayer „Structure“ vorgestellt hat, blieb mir wirklich die Spucke weg. Umso schöner jetzt, da in der vergangenen Woche das neue Release mit dem sehr schönen Namen „New Horizon EP“ auf Soul People Music heraus gekommen ist.

Es ist unfassbar, wieviel Liebe zum Detail und eine wahrhaftige „timeless attitude“ in dieser Produktion steckt und es ist zudem auch noch sehr schön zu sehen, daß er in den Credits u.a. dem Tape Club Berlin dankt – sicher auch in Anlehnung an die fantastische Underground Quality Label Night des 05.12.2008… Mein absolutes Lieblingsstück ist der Titeltrack auf „A2“ = Pure Magie! Das alles genügt, um diese großartige Platte zu meinem absoluten Favoriten des Monats zu küren – @Fred: thank you so much, man!

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)

Ra.H: Time (Morphine Doser 09)Und schon wieder ist es Rabih Beaini aka Ra.H, um den ich einfach nicht herum komme. Habe ich letztes Mal noch gejubelt, dass er den besten Track seit seinem Meisterwerk Fall of Justice auf M>O>S gemacht hat, dann hat er sich nun mit dem aktuellen Release auf Morphine Records selbst übertroffen! Mein Anfangsfavorit ist A1 – Timeships. Es klingt wie ein Konzert von B12 an den Synths, In-Sync am Mixer und Hieroglyphic Being am Sequenzer. In einem solchen Schiff, der Zeit entschwebend, will ich vorne sitzen! Das gilt übrigens für alle Tracks. Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass Timepops sich so anfühlt, als hätte Joy Division wieder einen wirklich modernen Track aufgenommen, so ist es vor allem diese Eigenständigkeit sowie die äußerst gelungene Experimentierfreude mit frühen Einflüssen, mit der Ra.H diese neue EP zur Pflichtplatte macht.

Baaz: Random Mix und so..

baaz random circuitsMit Baaz aus Würzburg geht’s in die neue Woche. Der Deep House DJ und Produzent ist mir im vergangenen Jahr aufgefallen, als er auf dem Elevate Label von Daniel Bell die Few Days EP veröffentlichte und mit Memories auf der Deep Explorer 13 vertreten war. Nun ist es höchste Zeit, ihm auch in diesem noch jungen Blog die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient. So gab es schon im August letztes Jahr einen wirklich tollen, zeitlosen Deephouse Mix auf Random Circuits und wer davon nicht genug bekommt, der findet in den Links noch einen weiteren Mix für Tweak FM. Check!

Baaz Random Mix:

Miguel Graca – Symptom
Don Disco + Jeremiha – Autumn Light
Bassline Road – Solar Drum Mix
No Milk – Nobody knows it but you
Lazar – Fukhouse
Malcom Charles – Spit Shine On My Shoes
Dj Boom – Kinda Kickin
KB Projekt – Feel it
Krüger & Manowski – Cassis
Leif – Altruistic
Delano Smith – A Message For the Dj
Stefan Goldmann – Missing Days

Cassy: Save the Cannibals Podcast & Bodytonic Interview

cassy podcast interviewEs gibt neues von Cassy! Einen sehr schönen Mix für den Podcast der Save The Cannibals Party in New York. Leider gibt’s keine Tracklist – dafür aber ein kurzes Interview von Bodytonic:

Who or what has been the biggest influence on your career?

So many things. But I guess to sum it up, it was my move to Berlin – getting to meet all the people I liked before and getting to play with them…

What has been the ‘defining moment’ for you so far?

Being a resident at Panoramabar. I played there at the very beginning of the ’new‘ Panoramabar for a Cadenza night Luciano did. In the last two years, it started taking off… so I guess the ‘moment’ has been four years of building up a residency.

What is your favourite time to play?

Anytime Sunday.

The club is very popular now – have you noticed a change in the crowd or atmosphere since it became more fashionable?

It’s become better and fuller – which is great for a DJ. The club of course attracts many people from outside… If you go there Saturday at the beginning of the night you might not know anyone or meet anyone you could know, but the later the more likely you meet your friends and acquaintances…

The last year has been amazing for many of the club’s residents: do you feel any pressure now?

No I don’t feel pressure. I feel recognized, welcome, respected…

Your Cassy label is vinyl-only. Will it remain that way?

No, it will not. I’ve decided to do digital sometime soon. I’ve been convinced by people who are not able to buy records and like to have my music too…

There is something very hypnotic about your production style. How long did it take you to get comfortable with your sound?

It took quite a while. It was something that’s been more or less going round in my head for ages… I didn’t know how to make it happen or how it would finally sound like. It’s a work in progress. It’ll hopefully never stop developing.

Do you work with anyone else in the studio? How does a track come about?

I will do co-productions for my album. A track usually starts with a beat or a bit of synthesizer!

It feels like you use your voice as an instrument, or an instrumental element rather than a vocal…

Absolutely. It’s hard to do songs, to come up with a vocal that consists of a chorus and a verse. It’s something very special if it happens more naturally. I don’t like it if it sounds too forced… if the song is too much of a song.

How will you progress your sound?

Good question. I don’t really know. That’s something slumbering or ‚limboing‘ in my head and subconscious. It’s something that needs to be developed on many levels – not only in the studio. You need to build up your consciousness in order to recognise it when it hits you or meets you. You have to develop the ability to understand what you’re looking for…

You travelled quite a bit as a child. Was it in Austria that you started making music and DJing?

I travelled more later on. I left England for Austria more or less as a baby with my parents and then spent most of my time in Austria until I was 19. I started off as a vocalist with Elin aka Autorepeat.

You are probably classed as a deep house DJ today – what way do you describe what you do?

No, I’m actually not a deep house DJ – because deep house means vocal house to most people. I’m not a vocal house DJ. In the States, I’m classed as a techno DJ, because house means straight house. And in Europe I’m a house DJ, because I play house and deep techno.

Chicago or Detroit? (or Berlin?!)

Both. But I love and feel Chicago, I completely revere Detroit…

What’s next for you?

Working on a mix CD and my album…

via Bodytonic

Morphosis: Cetrik EP (M>O>S 11)

Morphosis: Cetrik EPEbenso ganz frisch im Regal. Morphosis ist Rabih Beaini oder auch Ra.H. Auf seinem Label Morphine Doser hat er mich schon so manches Mal mit seinen ziemlich düsteren und etwas rauen House Tracks auf ganz besondere Reisen geschickt. Es ist keine Musik vom Hit-Reißbrett. Stattdessen kommt er anfangs immer ein bisschen schief, trifft dann doch mit seinem ganz persönlichen Vibe das Gehirn und lässt die Synapsen Tango tanzen. Und jetzt haben sich zwei gefunden: Aroy Dee veröffentlicht auf seinem Label M>O>S die neue EP von Morphosis. Und es klingt wieder zuerst ein bisschen unbequem und nimmt mich dann doch voll mit. Cetrik ist mein Favorit und kommt gleich nach Fall of Justice, meinem absoluten Rabih Lieblingstrack. Zum Anhören klicke die Links:

Sven Tasnadi: Our Destiny (Ornaments 05)

sven tasnadi our destiny ornaments 05Die neue Ornaments ist da. Nummer 5 des Labels, welches sich spätestens mit den Deepest America Remixes sein Kreuzchen auf unserer internationalen Diggerkarte verdient hat. Die neue ist von Sven Tasnadi und heißt „Our Destiny“. Es gab schon ordentliche Vorschuss-Lorbeeren bei der De:Bug und ich stelle ebenso fest: Es ist mein aktueller Lieblingstrack! Und Moment mal – da gabs doch auch noch die aktuelle Platte auf Stefaniks Cargo Edition. „Genau So“, ein ebenso einfach guter Housefloor-Kicker. Du findest alles zum Anhören (und noch mehr) auf Tasnadis Myspace Seite oder besuche die Ornaments Homepage.

STL – Nocturnal Mixdowns (Something Vinyl Edition 08)

stl something loop mixSTL aka Stefan Laubner habe ich zum ersten Mal auf der Perlon 13 gehört, die im Jahr 2000 erschienen ist. Der Track Portside Waves war schon da ein kleines Kunstwerk des abstrakten Minimal House und schmiedet zusammen mit dem Villalobos/Dandy Jack Track auf der Flip ein nach wie vor frisches Kleinod für die ruhigen Momente. Seitdem hat Stefan Laubner eine ganze Reihe von Tracks auf seinem Label Something releast, die sich alle durch ihre wirklich außergewöhnliche Eigenständigkeit auszeichnen – irgendwo zwischen trocken-rohem Sequenzing, herausragender Experimentierfreude und absoluter Deepness. Und ich bin ein großer Fan seiner Platten geworden. Da ist zum Beispiel die Rain Interpretations LP, die auf der B-Seite mit Thunderstorm eine 21 Minuten Aufnahme eines einsetzenden und vorrüber ziehenden Gewitters samt Regen enthält. Ich nehme das immer wieder gern – mal als Intro, mal um der Technohölle noch einen sphärischen Kick oben drauf zu setzten. Oder Dangerzone, die herrlich schief rumpelnde Alarmsirene des Minimaltechnos. Oder ganz im Gegensatz Inner Silence von der letzten 51° North EP. Ein Track der so deep ist, dass man sich mühelos seine 13 Minuten endlos in ihm fallen lassen kann – aber nicht ohne dann doch mit dem Fuß zum locker jackenden Rhythmus zu wippen.

Im Januar ist sein neues Album Nocturnal Mixdowns erschienen und obwohl ich schon den anderen Platten einen Ehrenplatz auf Lebenszeit in meiner Sammlung eingeräumt habe, könnte das mein bisher absolutes STL-Lieblingsalbum werden. Es vereint für mich alle Facetten, die ich an Laubners Produktionen so sehr mag. The Taphead war mein Eingangsfavorit. Ein relativ zackig groovender Technotrack garniert mit Klängen aus Weltraum. Fog and Snow klingt wie eine neue Interpretation des oben erwähnten Inner Silence Tracks und kam mir gleich so seltsam bekannt vor. 2 Deep groovt 15 Minuten vor sich hin. Locker hätte Stefan Laubner die Kickdrum verschärfen können und mit einem Clap jubelnd die gesamte Minimaltechno Gemeinde hinter sich versammelt. Aber ein STL bleibt im Subtilem und lässt den Track nach und nach entschweben – ganz groß! Mir würde auch noch zu jedem der 4 weiteren Tracks ein kleines Loblied einfallen… 72 Minuten Entdeckungsreise auf 2×12″. Für heute, für morgen, für nächstes Jahr und in 10 Jahren auch noch.

PS und was an STL Platten außerdem besonders ist: Jede Something 12″ enthält ein paar Bonus Loops. Irgendwann habe ich mal die Eingebung gehabt, mir endlich all diese Loops durchzuhören und war echt verblüfft, welche Vielfalt sich mir in diesen kleinen Rillen abseits der Tracks darbot (und wie Techno die manchmal sind). Ich habe mich also hingesetzt und diesen kleinen Loop Mix damit produziert. Es ist keine große Sache und auch nicht mein Diplom im kreativen Arrangieren, Mixing und Pre-Mastering. Aber vielleicht ist es eine kleine Inspiration, aus diesen eh schon super Something Platten noch ein bisschen mehr zu machen:

Patrice Scott: Deep In Detroit Mixtape

patrice scott Deep In Detroit MixtapeIch kann mich noch sehr gut an diesen September 2007 in der Panorama Bar erinnern – damals als erst Ra.H live spielte und dann Patrice ‚Mr. Sistrum‘ Scott aufgelegt hat. Ich wusste es ja schon vorher und weiß es noch immer: Patrice Scott ist ja sooo cool! Wir haben durchgetanzt.

Vor zwei Wochen ist seine neue Platte „Far Away“ auf Sistrum erschienen. Ich hab an manchen Tagen schon irgendwie festgestellt, dass ein Besuch im Plattenladen ne relativ unemotionale Sache geworden ist. Manchmal lächle ich ein wenig wegen dem jungen Spanier neben mir, der da grade wieder voll unter seinen Kopfhören abgroovt. Aber bei der Platte ist mir das auch wieder passiert. Da geht mir gleich das Chakra im Bauch auf. Deep in Detroit – ein Glück, dass die Motown noch solche Leute wie Patrice Scott hat, sonst wäre es dort inzwischen ziemlich still.

Zu Hause, mit der Platte unterm Arm und den Erinnerungen an die PBar im Kopf, hab ich wirklich einen DJ Mix von Ihm vermisst. Ab heute gibts aber die Rettung: Das Deep in Detroit Mixtape, yeah! Und Patrice Scott spielt am Freitag, den 13. Februar wieder in der Panorama Bar und am 07. März im Übel & Gefährlich Hamburg. Not to be missed!

Deep In Detroit Mixtape – Tracklist

00.00 ?
07.15 ?
14.25 Marcellus Pittman – Skylark [Late Morning mix Foool!!] – FXHE
18.05  Kerri Chandler – Moon Bounce – Deeply Rooted House
23.15 ?
27.30 ?
32.30 ?
38.30 DJ OJI – Footsteps of Phire (Ibadan)
42.30 Ferrer & Sydenham Inc. – Timbuktu [Ame Main Mix] – Ibadan
48.00 David Alvarado – Passion Fruit – Yoshitoshi
55.55 Kevin Saunderson – Pump the Move [Samuel L Sessions Mix] – KMS

Monday Edition Podcast 01: Brian Dino @ Waschmaschine

From today we have a Podcast as well – yeah! Our first episode features a DJ set by Brian Dino recorded live at Radio Corax on 23rd December 2008.

Tracklist:

Daniel Stefanik – Reactivity 6 (C2) [Statik 28]
Decoside – Reload 2 (B) [Eclipsemusic – LTD 001]
Bvdub – Vermillion (B) [Millions Of Moments – MOM 009]
Benjamin Brunn – Untitled (A) [Workshop – WORKSHOP 05]
Kassem Mosse – 578 (Y) [Mikrodisko Recordings – M5]
Mike Edge – Walking Alone (A) [Sistrum Recordings – SIS 007]
C.B. Funk – Subway To Cologne (A1) [Story – STORY 001]
Marko Fürstenberg – Site 312 (B) [Echocord Colour – Echocord Colour 02]
Brotherhood – Memorial Smith (C) [Kann Records – kann-00]
Mod.Civil – Einfachheit Gewinnt (Original) (A) [Ornaments – ORNAMENTS 004]
Brothers‘ Vibe – Feelin‘ House (Berli-Rican Rmx) (Dub Mix) (B1) [Mixx Records – mxw-01]
Sevensol & Bender – Live At Coliseum (A) [Kann Records – kann-01]
DJ Aakmael – Imagine The Future (A2) [Uzuri – Uzuri 005]

Bunker legt nach: Black Jazz Consortium & DJ QU

jusedfrontfored2Letzte Woche gabs erst das fantastische 5 Stunden Set von Jus-Ed. Jetzt sind seine Homies Fred P aka Black Jazz Consortium und DJ QU im Bunker Podcast 44 am Drücker. Wieder deep deepah und wieder ein paar wirkliche Perlen dabei. TIP!