Tanith & Wolle XDP @ Berlin Mitte Institut

tanith wolle xdp berlin mitte institutZwanzig Jahre Techno – Tanith und Wolle XDP sind im Gespräch wie lange nicht mehr. Am Montag Abend waren die Beiden im Videostream-Mix beim Berlin Mitte Institut. Musik gab’s dabei aus den Jahren von 1995 bis 2003. Ich habs gesehen und gehört – es war ne wirklich schöne Sendung. Und für alle, die es verpasst haben, gibt’s jetzt den Download und zwei Videos:

 

Nachtdigital 12 – 31.07. bis 02.08.2009

nachtdigitalNur noch 18 Wochen und dann ist schon wieder Nachtdigtial im Bungalowdorf Olganitz. Mitten in Sachsen, bei Oschatz findet nun schon seit zwölf Jahren dieser kleine Rave statt. Lange bin ich dort nicht hingefahren, weil ich irgendwie nicht so die super Party-Assoziation mit dieser Gegend verbinden konnte. Doch einmal Nachtdigital und schon war ich überzeugt – es ist das OpenAir mit der definitiv besten Musikauswahl. Wer dieses Jahr auch dabei sein will muss sich ein kleines Bisschen beeilen, denn 2000 der 3000 Tickets sind schon weg. Letztes Jahr gab’s zum ersten Mal keine Abendkasse und das bleibt wohl so.

LineUp:

DJs:  Larry Heard, DJ Koze, Wighnomy Brothers, Mathias Kaden, Ewan Pearson,  Prins Thomas, Todd Terje, Move D, Ata, Steffen Bennemann, Thomas Zimmermann

Live:  Moderat, Black Rose (Henrik Schwarz & Jesse Rose), The Field, Tim Exile, Daniel Stefanik, Kettel, Kelpe, Marbert Rocel, Arto Mwambé, Juno6, Brandt Brauer Frick

Kann & Friends:  Kassem Mosse (live), Manamana, Bender, Kali Avaaz

Dreikommanull & Friends: Elektrabel (live), Insect Elektrika (live), Flokke & TimTim (live), Dreikommanull, Click Joe & Diome a.k.a. DJs Can’t Dance

STL – Silent State EP (Smallville 12)

stl silent state smallville 12Neues bei Smallville in Hamburg. In der letzten Woche bekam ich das neue Release überreicht und es ist einmal mehr eine Überraschung, was da auf uns zukommt: Stephan Laubner a.k.a. STL zeichnet sich dort – abseits seiner eh schon so grandiosen Produktionen auf seinem eigenen Label Something verantwortlich für drei ganz tolle Epen, die irgendwo zwischen feinstem Deep House, aber auch dubbigem Techno angesiedelt sind. Wie immer sehr eigenständig, großartig im Aufbau der einzelnen Tracks, die teilweise recht harmonisch daherkommen und einen äußerst zwingend und dennoch unaufdringlich zum Tanzen verführen – einfach wunderschön… Es sind einfach alle Stücke so klasse auf den Punkt gebracht, daß ich an dieser Stelle ganz gut darauf verzichten kann, eines davon speziell hervorzuheben! Dankeschön, lieber Stephan sowie ein großes Kompliment an das Smallville-Team für diesen Volltreffer!!!

Heute: Headquaters @ Killekill – It’s not over!

headquaters killekillZwei Jahre gibt’s nun den Tresor im alten Kraftwerk in der Köpenicker Straße. Am Wochenende bin ich erst wieder daran vorbei gefahren und ich muss schon feststellen, dass mich diese Location immer wieder bewegt. Vor allem macht sie mich traurig. Immerhin war ich um 2000-2002 auch relativ regelmäßig Gast der Headquaters an ihrem New Faces-Mittwoch im Keller und mein Debüt, kurzfristig eingesprungen, an einem Mittwoch nach der Loveparade werde ich niemals vergessen. Nach meinem Probelauf als Warmup-DJ hatte ich doch tatsächlich sowas von Glück, denn gegen 5 Uhr überließ mir Larko die Platenspieler erneut. Ich glaube, ich habe dann eines meiner besten Techno-Sets ever gespielt – während Larko völlig erschöpft, hinter mir unter dem kleinen Plattenkistenbrett, auf dem Fußboden schlief.  Ich spielte meine Kiste im Autopilot-Modus fast komplett durch – was ich auch tat, alles passte und der Schweiß tropfte kontinuierlich von der Decke. Als mir dann in den späten Morgenstunden gesagt wurde, ich sollte doch langsam Schluss machen, war ich mit meinem Repertoire eh durch fuhr langsam runter. Ich beendete den Abend mit Herz aus Stahl von Christian Morgenstern. Die Musik war aus, aber der Tresor immer noch voll und es gab zum ersten mal richtigen Applaus für mich. Ich habe wirklich ein paar Glückstränen vergossen.. True Spirit!

Das ist meine Lieblingerinnerung an den alten Tresor und es gibt so viele mehr. So bitter war es dann auch, als nach ewigen hin und her dieser großartige Club dann doch schließen musste. Aber für mich hoffte ich schon damals, dass sie den Tresor dort belassen und den Namen nicht für einen neuen Club verwenden. Ich ahnte schon, dass dieser Ort, diese Institution einfach zu speziell war, um das alles in einer anderen Location fortzuführen. Doch es war wohl zu schwierig, den Tresor einfach loszulassen.  Der neue Club kommt nun seit zwei Jahren einfach nicht in Schwung und ich denke, es hat auch mit dem Namen Tresor zu tun. Und nun geht man auch noch Kompromisse ein, denen die alten Headquarters mit relativen Entsetzen gegenüber stehen und so haben sie nun endgültig ihre Residency im Tresor gekündigt. Endlich!

Endlich verfolgen die Headquaters ihren Weg weiter. True Spirit braucht keine Namen, keine Gesichter, keine Erinnerungen – True Spirit braucht ein Loslassen, Vertrauen und natürlich Klang.

Heute, 23 Uhr in der Berghain Kantine: Killekill meets Headquaters

Baeks, Dash, Dry, Kriek, Mack, Trias
5 Euro

Stereociti: Random Mix 13

Stereociti Random Mix 13Random Circuits gehen mit ihren Podcast den eingeschlagenen Weg weiter. So gab’s vor zwei Wochen einen weiteren schönen House-Mix von einem noch relativ unbekannten und somit frischen DJ und Produzenten – Stereociti aka Ken Sumitani aus Tokio. Nach seinen ersten Releases auf Deep Explorer und Mojuba werden hier jetzt Klassiker und ziemlich aktuelle Tracks wie in einem Guss gemixt. Seht und hört selbst:

Tracklist

Panther & Scott Grooves-Dub Delay [Natural Midi]
Sven Tasnadi-Our Destiny (Sven Weisemann Remix) [Ornaments]
Claro Intelecto-Dependant [Modern Love]
Dj Qu- Be Who You Want [Strength Muisc Recordings]
Motor City Drum Ensemble-Get Slapped Up [Compost Blacklabel]
Andre Zimma-M.U.S.I.C (The Atjazz Remix) [Swedish Brandy Productions]
Soulphiction-Things To Get By [Philpot]
Wireman-Armour [Prime Numbers]
Steve O’Sullivan-Street Sadness [Bluetrain]
Brothers Vibe-The Difference [Som/Underground]
Mike Edge-Walking Alone (P.Scott Atmospheric Remix) [Sistrum]
Agnès Chaton Ripperton- +91 Ahead 2 (Ripperton’s Los Barrios Mix) [Plak]
Low Res-Amuck (Juan Atkins Mix) [Sublime Records]
Marcel Dettmann-MDR 1 [MDR]
Tyche-Two Paths [Wandering]
The More-For The Lost [Internasjonal]
Josh Brent-First Heartbeat [Schatrax]
Agnès-Snowwhere [Sthlmaudio Recordings]

Sven Weisemann – Leontica EP (Essays)

Sven Weisemann - Leontica EP (Essays) Ich weiß es zwar nicht ganz genau, aber ich tippe auf ein eigenes Labelprojekt von Sven WeisemannEssays. Nummer 1 ist als handliche 7″ erschienen und vereint in der Plastik-Schutzhülle das Whitelabel Vinyl mit dem Kunstdruck „Treiben“ von Chen Yun Wang. Es ist aber nicht nur so, dass diese 7″ Leontica EP von innen nach außen läuft, ihr ein Kunstdruck beigelegt ist und sie somit schon fast alle optischen Besonderheiten aufweist, die ein Sammlerherz erfreuen können. Viel mehr hat hier Herr Weisemann auch mal Tracks veröffentlicht, die sich endlich ein bisschen vom bewährten Muster lösen und einen Schritt zur Seite oder -je nach Perspektive- auch einen Schritt nach vorne wagen. „Treiben“ passt dabei auch perfekt zur Musik. So erinnert mich der A-Track „Rootless“ ein wenig an wunderschöne, ältere Space Night Tracks von Elektrolux und B „Garden Of Fantasy“ bringt die Synapsen sofort auf ERP-Schwingung. Zwei Vergleiche, die ich hier jetzt einfach Mal bemühen muss, weil mir zu den Tracks auch nichts weiter einfällt – außer dass sie einfach wunderschön sind. Don’t miss!

Pixel – The Drive (Raster Noton)

pixel the drive raster notonSoeben habe ich mir den Wetterbericht für diese Woche angesehen. Es erwarten uns Sturm, Regen, Schnee und Minus-Temperaturen – und das nach dem wunderschönen „Hasch mich, ich bin der Frühling“ Start-OpenAir vom Sonnabend! Für die Monday Edition kommt da das neue Album auf Raster Noton (Archiv für Ton und Nicht-Ton) gerade recht. Mit sehr frei schwebenden Strukturen bringt uns Jon Egeskov aka Pixel mit The Drive einen Soundtrack zu einem imaginären Road-Movie. Er zielt mit seinen Tracks auf das Unterbewusstsein und erweckt dort die Bilder, welche dort vor sich hin schlummern. Aber Boomkat hat eigentlich schon alles sehr schön beschrieben, deshalb hier nur das Zitat und die Platte gibt’s dort ebenso als CD, flac oder mp3.

Using a basic palette of miniscule percussive elemnts and delicately manipulated amplifier hiss Egeskov instils a sense of gentle motion, sounding out dream-like engine noise that propels the listener down whatever shady lane they’re prepared to venture down. The floating hum and crinkled analogue warmth of Pixel’s sound shifts around in a subtle, noir-ish fashion, rising and falling with an implicit sense of drama. While these sounds remain vaporous throughout, drifting through the tracks seemingly without any strict organisation, needle-sharp beats puncture the mix in a finely ordered formation. At their most complex these minutiae crackle and spit like a digital fire, as best heard on ‚4‘, which deploys its beats in finely detailed, ear-pleasing rhythmic clusters. While The Drive bears all the aesthetic hallmarks of so many other entries into the Raster Noton canon there’s a sense of freedom embedded here on a structural level that’s seldom apparent in the work of Egeskov’s labelmates and peers. Highly recommended, of course…

Underground Resistance & Detroit – Universal Techno

Underground Resistance & Detroit - Universal Techno1992 gründete Mad Mike Submerge mit der Adresse 2030 Grand River Detroit, den Plattenladen und Vertrieb von Underground Resistance. Doch 2030 Grand River war nicht nur Submerge. Diese Adresse war bis 2000 auch sowas wie eine Künstler/Freak Kommune, in der fast jeder UR-Artist irgendwann mal eine gewisse Zeit verbracht hat. Ein wirklich besonderer Ort für Techno, an dem so viele bis heute herausragende Tracks ihren Ursprung haben. Vor zwei Wochen wurde 2030 Grand River ohne Ankündigung abgerissen. Die YouTube-Playlist unten enthält Ausschnitte der Arte-Doku „Universal Techno“ von 1996. Hier kannst du auch das Gebäude sehen und vielleicht gleich noch ein bisschen mehr verstehen, warum UR-Tracks aus den Neunzigern nach wie vor so einzigartig sind. Techno vom 2030 Grand River ist politisch. Es geht um Zukunft, Chancen, Gerechtigkeit, Freiräume, Depressionen, Liebe, Träume… und was ist dein Grund, Musik zu machen?

Yes our city does love us – but its tough love featuring: Juan Atkins, Mike Banks, Jeff Mills, Derrick May, Kevin Saunderson, Kenny Larkin, Ken Ishi, Autechre, Abdul HAQQ

Resident Advisor Podcast: RA.146 Culoe De Song

ra146 culoe de song resident advisor podcastResident Advisor hat diese Woche schon wieder einen schönen Mix auf Lager. Passend zum Frühlingsanfang mit einer afrikanischen Musikauswahl. Wo sind eigentlich meine Amampondo Tracks? Die hab ich seit dem letzten Frühlingsbeginn auch nicht mehr gehört.

Culolethu “Culoe De Song” Zulu came to RA’s attention at last year’s Red Bull Music Academy. Armed with a list of “artists to watch,” the young South African DJ/producer was the one that stole our correspondent’s heart after a sterling DJ set of deep, Afro-inclined house at Barcelona’s Macarena club on a Sunday night.

It was the first time that Culoe had stepped outside of his home country, but it certainly won’t be the last. Since the Academy, DJs and producers around the world have started to ring up the teenager: He’s working on a remix of Reggie Dokes, has a single lined up for Innervisions and plenty of DJ performances set for later in the year in Europe.

Tracklist

Osunlade – Stomp – Yoruba
Ezel feat. Freddy Massamba – His Presence – Offering Recordings
Reggie Dokes feat. Athenai & Sage Monk – Let Me Go (Culoe De Song Zulu Spirit Mix) – Offering Recordings
Henrik Schwarz & Amampondo – Abantu Abadala – Innervisions
Yacoub – Da Na Ma (Manoo Remix) – Offering Recordings
Mzee feat. Candy Nurse – Mahuwelele (Black Coffee Remix) – Unreleased
Abicah Soul – Fei Kayio – Habitat Records
Culoe De Song – Ambush – Unreleased
Culoe De Song – The Bright Forest – Innervisions

Shitkatapult – Strike 100 Release Party

shitkatapult strike100Heute gibt’s im Berghain die Release Party zur Strike 100. Herzlichen Glückwunsch an die Nachbarn von Shitkatapult! Ich erinnere mich gerne an 2002, wo ich die Strike 16 – Zartbitter EP von T.Raumschmiere gekauft habe und an diesen Typ, der mir doch tatsächlich erzählen wollte, dass Marco Haas eigentlich Tobias Raumschmiere heißt. Die Rock’nRoll-Techno Releases danach waren dann nicht mehr so mein Geschmack. Doch bei dieser 100 bin ich wieder dabei. Es ist eine Ambient-Compilation geworden. Ich hab sie bis jetzt noch nicht in Bezug auf die darauf vertretenen Artists gehört. Sie lief gestern einfach so durch – zweimal, um genau zu sein – und sie gefällt mir sehr gut. Dieses Johnny Cash Stück erinnert mich ein bisschen an KLF – Chill Out, wo Elvis im Radio kommt. Dann geht es mit spannenden Klangexperimenten weiter und weiter. Es flackern auch hin und wieder leichte Songstrukturen auf – alles sehr schön, fast völlig ohne (und wenn, dann mit einer ganz sanften) Bassdrum und das nicht nur Dienstags oder falls uns der Winter diese Woche doch noch mal für einen Augenblick einholen sollte…

Heute Abend also nun auf ein Bier mit T.Raumschmiere in Ambient Stimmung und den Live-Acts Jan Jelinek, Anders Ilar und Frank Brettschneider. Das Album gibt’s als Doppel CD und 3xVinyl.

Tracklist

T Raumschmiere – Lass Knattern!
Johnny Cash – I Heard The Lonesome Whistle Blow
Thom Thiel – Laissez Faire
Felix – Outside On A Cold Day
Ismael Pinkler – Escapismo
Das Bierbeben – Delirium
The Orb – OOPA
Kero – Noizenovio
Ben Lauber – Die Seele
Judith Juillerat – Bo-Peep
Warren Suicide – Picnic On A Minefield
Daniel Meteo – The Forest
Jan Jelinek – Happening Tone
Pluramon & Julia Hummer – If The Time Was On My Side
Krater – Viscosity
Schieres – All
Dalglish – Inoktu
Soap & Skin – Brother Of Sleep
Richard Lautenschalger – Melodie
Anaphie – Schubrauber
Shrubbn!! – -73 C
Fenin – Lastkahn
Peter Grummich – Solarian
Anders Ilar – 1003 Lullabies
Bus – Westen