Da ist es, was sich bereits mit dem Resident Advisor Podcast von Thomas Fehlmann vor ein paar Wochen ankündigte: Gute Luft, Fehlmanns neues Album auf Kompakt. Und die CD, die es schöner weise zum Vinyl dazu gibt, hat sich bei mir gleich einen Heavy Rotation Platz gesichert. Die neuen Tracks von Thomas Fehlmann auf Gute Luft sind wieder stilecht und flowing und ich musste auch keine Promotexte lesen um zu hören, dass auch das eine oder andere Element aus älteren Tracks wieder einen Platz gefunden hat. Gestern Nacht bin ich nochmal nach Kreuzberg rüber und hab mir für den Weg Gute Luft mitgenommen und nicht nur der Track Speeding hat dabei einen wirklich großartigen Eindruck hinterlassen. Wow! Es sind eben nicht nur alte Tracks neu aufgekocht. Auch wenn einem geübten Thomas Fehlmann Hörer wie mir gleich einige Analogien auffallen, so ist ihm dennoch auf den tieferen Ebenen so manches, beeindruckendes Kunststück gelungen. Es ist der Soundtrack zur Doku 24h Berlin. Gute Luft funktioniert 24/7 und das ganz bestimmt nicht nur in Berlin zum Aufstehen, Frühstücken, Arbeiten, durch die Stadt fahren, Zeitung lesen, Facebook, in der Wanne liegen und zum Einschlafen. Gute Luft ist gerade mein Soundtrack. Super!
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Monday Edition Podcast 11: V108 Transit (Version)
Es ist Zeit für einen neuen Podcast! Ich hab zwar in den vergangen Monaten hier ein paar ganz nette Mixes aufgenommen, aber tue mich ein bisschen schwer, die hier auch ins Internet zu setzten. Ich darf mir zwar immer mal anhören, dass die cool sind und das ich die bringen soll, aber naja. Ich weiß trotzdem nicht so richtig. So habe ich erstmal vergleichsweise im Mixordner noch ein Stück weiter zurück gescrollt und erst mal diesen Mix ausgewählt. V108 Transit (Version) war 2008 Teil einer kleinen Mixreihe, die ich begonnen habe, als ich nach Berlin gezogen bin und heute – gut 1,5 Jahre später – kann der mich immer noch überzeugen. Für alle, die den noch nicht kennen und für die es auch mal etwas oldschool sein darf.
Tracklist:
Mike Huckaby – Wavetable No. 9
Point Blank – A Game Of Two Halves
DJ Skull – Bang’n
Redshape – Slow Monday
Octave One – Meridian
Sound Stream – ‚Live‘ Goes On
Redshape – Blood Into Dust
Aroy Dee – All That Remains
Roosevelt & Charles – Monastery
Plastikman – Are Friends Electrik?
Kosmic Messenger – Soundscape (Intricate Mix)
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Thomas Fehlmann: Resident Advisor Podcast RA.202
Oho. Hier kommt noch ein schöner Mix für den Montag, dieses Mal wieder aus der Resident Advisor Podcast Ecke. Thomas Fehlmann zeichnet sich in dieser Woche für die Ausgabe Ra.202 verantwortlich. Muss ich Thomas Fehlmann eigentlich noch mal vorstellen oder habt Ihr den inzwischen alle auf dem Zettel? Damals in den 80zigern ging’s schon gemeinsam mit Moritz von Oswald bei Palais Schaumburg los, um dann Anfang der 90er auf Tresor & Metroplex als 2MB, 3MB oder Shizophrenia die Technoachse Berlin – Detroit mit zu eröffnen. Thomas Fehlmann war ebenso Mitglied bei The Orb, ist einer meiner Lieblingsproduzenten und veröffentlicht bestimmt bald eine neue Platte – wie alle, die einen Podcast auf Resident Advisor bekommen ;)
Tracklist
Thomas Fehlmann – Schwerelos – Kompakt
Matias Aguayo – Minimal – Rossknecht mix – Kompakt
Moritz von Oswald & Carl Craig – Recomposed (Francois Kevorkian remix) – Deutsche Grammophon
Trentemöller vs DJ LAB – Rauta – Echocord
Move D – Lush Summer Rain – Shanti Records
Soulphiction – Underground Railroad – Philpot
The Mole – TBA – Philpot
Reggie Dokes – Release Yourself – Prime Numbers
The Orb – Chucks Peaks – Malicious Damage
Move D ft. DJ Laté – Theo – Workshop
Omar-S – Day – FXHE
Omar-S – Oasis Detroit #1 – FXHE
Raster Noton @ Berlin Mitte Institut
Heute ist hier Ambient Tag und da passt die Sendung beim Berlin Mitte Institut irgendwie echt gut dazu. Dort sind heute zwischen 19 und 23 Uhr Frank Bretschneider und Grischa Lichtenberger von Raster Noton – Archibv für Ton und Nichtton zu Gast, um dort ihren Ansatz von experimenteller Musik vorzustellen. Entgegen zur Ambient-Wikipedia-Definition von eben ist Raster Noton für mich ja eher ein Label, welches die Musik nicht ins Ambiente einfügen will sondern mit ihrem experimentellen Ansatz noch tiefer ins (Unter-) Bewusstsein vordringt. Wird bestimmt spannend:
- Berlin Mitte Institut
- Raster Noton
J. Blonde & O. Deutschmann: Milanese Remixes (Falkplatz Limitiert 01)
Guten Morgen Track des Tages ist heute der Quarion Remix für Milanese, ursprünglich von James Blonde & Oliver Deutschmann und ganz frisch auf Falkplatz Limitiert 01 veröffentlicht. Kommt es mir nur so vor, oder scheint sich inzwischen wieder alles ein bisschen in Richtung Techno zu verschieben? Hier war jedenfalls gleich mal gute Laune angesagt, zum Frühstücks-Kaffee als einziger im Plattenladen mit Sonnenschein und blauen Himmel vor der Tür. Mit Reverb wurde an dieser Stelle nicht gespart und so gibts einen super atmosphärischen Dancefloorschieber auf ner funky Bassline und die Version von Nick Chacona auf der Flip ist auch schön.
Marcel Dettmann Remixed (Ostgut Ton 33)
Ich hab letzte Woche am Paul-Lincke-Ufer schon mal die Dettmann Remixed auf Ostgut Ton mit der Katalognummer o-ton 33 mitgenommen. Hier gibt’s nämlich von Norman Nodge und Wincent Kunth je 2 Remixes für Marcel Dettmann. Und jetzt staune ich nicht schlecht, dass das also schon die Remixes für das Marcel Dettmann Album sind, welches offiziell erst im April auf Ostgut Ton erscheint. Warum auch nicht – erstmal Remixes als Teaser und das Original wird später nachgeliefert. Norman Nodge ist jedenfalls gar nicht so staubtrocken wie sonst und gefällt mir besonders mit seinem Remix für Shift. Auf der Flip finden sich dann 2 Remixes von Wincent Kunth – die Discogs Suche ergab dazu bisher keine Treffer, Newcomer also und dazu noch ein wirklich viel versprechender. Beide Remixes sind kraftvoll, deep und funky und klingen wie diese Technotracks aus der zweiten 90er-Hälfte, die auch heute noch ihren ganz eigenen Charme haben. Drei wirklich gute Tools für Momente, in denen es mal wieder mehr Techno sein soll und ich bin gespannt, wie das Dettmann Album wird.
Monday Edition Podcast 09: David Dorad
Dass es in Berlin auch noch andere Partyveranstalter gibt, als jene die es sowieso schon in den Lonely Planet geschafft haben, dass hat man bestimmt schon mal gehört. Und ganz weit vorne sind dabei definitiv die Bachstelzen, die nicht nur mit ihrer Gala-Vorstellung beim Fusion Festival seit ein paar Jahren überall für entzücktes staunen sorgen. Die liebevolle Deko, die Musik, das Gefühl, dieser mir so sympatische Wahnsinn passt bei den Bachstelzen immer so wunderbar. So viele einfach großartige Momente, die ich mit ihren Partys verbinde… Kurz vor Weihnachten haben wir uns im ganz kleinen Kreis getroffen und David Dorad – feste DJ-Größe bei den Bachstelzen – hat uns diesen schönen Mix gemixt. Wir haben dazu ne Kiste Catuma aufgemacht – perfekt. Für die Tracklist hat es dann leider nicht mehr gereicht, weil David Dorad danach in den Flieger gestiegen ist und nun schon seit Wochen bei 40 Grad im Schatten in Brasilien verweilt. Morgen legt er in Rio auf und nächste Woche beim Karneval in Sao Paulo. Okay, der nächste Sommer kommt ganz sicher.
Pawel – Pawel (dial LP15)
Das hat mal gedauert. Fast zehn Jahre hat sich Paul Kominek Zeit gelassen für das Debütalbum seines Techno-Alias Pawel. Wesentlich bekannter ist er mit seinem gesangsdominierten Electronica/Pop Projekt Turner geworden.
Dabei ist Kominek Mitgründer des Hamburger Labels dial records und zwischen Hamburg, Köln und seit einigen Jahren Berlin eine feste Größe und ein gutes Gewissen des Techno-Geschäfts. In ihrem klaren Detroit-Bezug und der klassisch minimalistisch trockenen Produktionsweise schienen die über die Jahre rar verstreuten Pawel 12-Inches nur nettes Beiwerk – besonders im Vergleich zu den restlichen Veröffentlichungen auf dial. Das hat sich geändert. Schon die letzten EPs Berkeley auf dial, Lines & Curves auf Ransom Note, sowie Jujuy/Salta und Gabriel auf seinem eigenen Label Orphanear überzeugten durch Haltbarkeit und Tiefe. Platten die ich immer im Laufe der Zeit wieder „nach vorne sortiert“ habe. Mit dem selbstbetitelten Debütalbum ist das nicht anders. Die Tracks haben eine etwas hinterhältige Qualität, die nie direkt ins Ohr fällt, sondern einige Zeit benötigt sich zu entfalten. Denn an sich ist die Sache klar: ziemlich straight und sauber produzierter Melancholie-Chord-Techno der melodiösen Hamburger dial Schule mit einem respektvollen Bezug auf die Klassiker aus dem Detroit der frühen Neunziger. Das alles getaucht in ein Bad aus sanfter Melancholie und sachtem Schwermut, wie man es von Lawrence und Pantha du Prince schon ganz gut kennt. Aber das ist eben nicht alles. Irgendwann, nach so drei, vier Minuten hat fast jeder der Tracks so einen Moment in dem das was zuvor nett und angenehm war in „großartig“ und „berauschend“ umschlägt. Keine Ahnung wie er das hingekriegt hat, aber es wirkt bei mir. Immer.
- Pawel – Dial LP 15 (anhören & kaufen)
- paul kominek homepage (orphanear)
- pawel myspace
- dial records
CTM 10 – Club Transmediale Compilation / Sampler
In dieser Woche ist wieder ordentlich was los in der Hauptstadt. Da hätten wir zum Einen die Transmediale, die hier seit gestern läuft. Die De:Bug hat uns in der letzten Ausgabe schon ein bisschen auf das Thema Utopien etc eingestimmt und sicher war das nicht ganz unabhängig vom Thema des Festivals für Kunst und digitale Kultur im Haus der Kulturen der Welt. Parallel gibt’s dazu noch die Social Media Week und natürlich die Club Transmediale – dieses Mal hauptsächlich im WMF. Und was bringt Dir das jetzt? Zum Beispiel gibt’s bei zero“ den durchaus gelungenen Sampler zum Event mit diesem schönen Mount Kimbie Track kostenlos zum Download. News von der Social Media Week gibt’s natürlich auch im Internet – hier bei Twitter oder auch in Blogs wie diesem hier. Und wer außerhalb des Festivals ebenso Bock auf Zukunft hat, der kann auch mal nach Science vs Fiction mit Harald Lesch googlen.
Tracklist:
Patric Catani – Lemniscate 14
Hildur Gudnadottir – Erupting Light
Mount Kimbie – Maybes
Glass Candy – Candy Castle
Guido Möbius – Gosse Overman
Etienne Jaumet – Entropy
Desire – Don’t Call
Scuba – Klinik
Funckarma – Nays of Dight
Aoki Takamasa – RN2-09 PT1 + PT2
Joris Voorn – Empty Trash
Drop The Lime – Set Me Free (Harvard Bass Remix)
Oni Ayhun – OAR002
- Club Transmediale Compilation
Ricardo Esposito: Something That Needs Nothing Mix
Montag: Depressionen ziehen sich durch die Timeline der Social Networks. Zum Glück wurde ich gestern auf einen neuen Mix von Ricardo Esposito in der Soundcloud aufmerksam gemacht (Danke an sma). Something That Needs Nothing: Dubtechno als Medizin gegen Grau in Grau in allen Lebenlagen – tolles Ding, Tipp!
https://soundcloud.com/ricardo-esposito/ricardo-esposito-something-that-needs-nothing