Shitkatapult – Strike 100 Release Party

shitkatapult strike100Heute gibt’s im Berghain die Release Party zur Strike 100. Herzlichen Glückwunsch an die Nachbarn von Shitkatapult! Ich erinnere mich gerne an 2002, wo ich die Strike 16 – Zartbitter EP von T.Raumschmiere gekauft habe und an diesen Typ, der mir doch tatsächlich erzählen wollte, dass Marco Haas eigentlich Tobias Raumschmiere heißt. Die Rock’nRoll-Techno Releases danach waren dann nicht mehr so mein Geschmack. Doch bei dieser 100 bin ich wieder dabei. Es ist eine Ambient-Compilation geworden. Ich hab sie bis jetzt noch nicht in Bezug auf die darauf vertretenen Artists gehört. Sie lief gestern einfach so durch – zweimal, um genau zu sein – und sie gefällt mir sehr gut. Dieses Johnny Cash Stück erinnert mich ein bisschen an KLF – Chill Out, wo Elvis im Radio kommt. Dann geht es mit spannenden Klangexperimenten weiter und weiter. Es flackern auch hin und wieder leichte Songstrukturen auf – alles sehr schön, fast völlig ohne (und wenn, dann mit einer ganz sanften) Bassdrum und das nicht nur Dienstags oder falls uns der Winter diese Woche doch noch mal für einen Augenblick einholen sollte…

Heute Abend also nun auf ein Bier mit T.Raumschmiere in Ambient Stimmung und den Live-Acts Jan Jelinek, Anders Ilar und Frank Brettschneider. Das Album gibt’s als Doppel CD und 3xVinyl.

Tracklist

T Raumschmiere – Lass Knattern!
Johnny Cash – I Heard The Lonesome Whistle Blow
Thom Thiel – Laissez Faire
Felix – Outside On A Cold Day
Ismael Pinkler – Escapismo
Das Bierbeben – Delirium
The Orb – OOPA
Kero – Noizenovio
Ben Lauber – Die Seele
Judith Juillerat – Bo-Peep
Warren Suicide – Picnic On A Minefield
Daniel Meteo – The Forest
Jan Jelinek – Happening Tone
Pluramon & Julia Hummer – If The Time Was On My Side
Krater – Viscosity
Schieres – All
Dalglish – Inoktu
Soap & Skin – Brother Of Sleep
Richard Lautenschalger – Melodie
Anaphie – Schubrauber
Shrubbn!! – -73 C
Fenin – Lastkahn
Peter Grummich – Solarian
Anders Ilar – 1003 Lullabies
Bus – Westen

The Ambient Cookbook (Fax +49-69/450464)

the ambient cookbookDiese Ambient Compilation The Ambient Cookbook ist die Platte des Tages. Es ist eine wirklich schöne Zusammenstellung von Tracks, die -wie Discogs sagt- das goldene Zeitalter des Ambient repräsentierten. Na gut, goldenes Zeitalter hin oder her. Hier kannst du neben Tracks von Pete Namlook selbst auch Tracks von Tetsu Inoue, Jonah Sharp, David Moufang, Dr. Atmo und anderen hören. Die 4xCD Box ist leider wirklich teuer. Vereinzelt gibt’s aber die Tracks inzwischen schon bei Mp3-Plattformen wie emusic und das Cookbook-Booklet habe ich auch so im Netz gefunden (hier). Für heute wähle ich:

Chicken Breast „Namlook“

0.15 kg butter, 1 small onion, 1 medium onion, 0.3 kg carrots, flour, parsley, water, 2 cups of rice (the normal patna longcorn kind of), 4 cups of water, 28 raisins, 10 sliced almonds, 2 chicken breast filets, 1 clove garlic, 1/2 glass of white wine, 25 grams of normal plain choclate (your favourite brand), sugar, salt, pepper, herbs of Provence

Let’s start this menu with the carrots. Weiterlesen →

Radio Island Interview mit Homo Elektrik Leipzig

homo elektrik interviewParty, music and politics – das nichtkommerzielle Partykollektiv homo elektrik aus Leipzig gibt es seit fast neun Jahren. Im Sommer organisieren die Leute von homo elektrik Raves unterm Sternenhimmel bis zum Sonnenaufgang. Bei schlechterem Wetter laden Sie zum Beispiel in alten Fabrikgeländen zum Tanz – und das nicht nur in Leipzig. Sie verstehen sich selbst als queeres Projekt und wollen die Leute bei (meist) minimaltechnoider Musik zum Tanzen und zum Nachdenken bringen. In der vergangenen Zeit hatten sie nach eigener Aussage eine kleine Reflexionsphase. Das Ergebnis: homo elektrik wird es auch weiterhin geben, Veränderungen aber auch… Bei Radio Island haben Antje und Mirko von homo elektrik im Interview die dringenden Fragen beantwortet.

Theo Parrish: Lecture @ Red Bull Music Academy

theo parrish lecture rbmaUnsere Platte des Tages „Mr. Fingers – Can you feel it“ ist übrigens die erste Platte, die sich Theo Parrish damals in Chicago gekauft hat. Als er dieses Stück im Radio gehört hat musste er zu Import Records rennen und dort Derrick Carter fragen, ob er diese Platte kennt, die immer so bumdup bubumbum bubumbum macht.  Ich hab mir am Wochenende das Video mit Theo Parrish bei der Red Bull Music Academy in Seattle 2005 angesehen und ich muss sagen, das war grandioses Entertainment. Theo als One-Man-Show erklärt äußerst unterhaltsam, wie das bei ihm los ging, ausführliche Hintergründe, er gibt so manchen guten  Hinweis macht vor allem Mut – Mut, weiter sein Ding zu machen und auch Mut zum Fehler machen. Außerdem erklärt er das noch mal, was man schon in vielen Artikeln über ihn lesen konnte. Kam es im Mag manchmal ein bisschen komisch rüber, so sind seine eigenen Worte um Längen sympathischer. Ich hab nicht nur viel über Theo Parrish gelernt, ich hab auch ein kleines, aber vielleicht essentielles Bisschen mehr verstanden. Großer Tipp für alle!

As anyone who has experienced a Theo Parrish the work of this consummate architect of sound envelopes the listener, and transmits new perspectives on club sonix. Theo’s musical expression fuses the rhythmic, disco-based pulse of Chicago house with the modernist motorik soul of Detroit techno; at the same time pointing to a lineage in black music that runs directly from Sun Ra to Sound Signature. „Jazz spawned house music, jazz spawned hip hop, jazz spawned funk and they all reflect back into that,“ says Theo. So if you want to see the future via the raw, soulful and black roots of house music, then you’ve come to the right teleporter.

https://vimeo.com/29908612

Mr. Fingers / Larry Herad: Can You Feel It (Lyrics)

In the beginning there was Jack,
And Jack had a groove,
And from this groove
Came the groove of all grooves.

And while one day viciously throwing down in his box.
Jack boldly declared,
Let there be house,
And House music was born.

I am, you see,
I am the Creator,
And this is my House,
And in my House there is only House music.

But I am not so selfish,
Because once you ve entered my House,
It then becomes our House and our House music.

And you see,
No one then owns House,
Because House music is a universal language,
Spoken and understood overall.

You see, House is a feeling,
That no one can understand really,
Unless he s deep into the vibe of House.

House is an uncontrollable desire,
To jack your body,
And as I told you before,
This is our House and our House music.

And in every House, you ll understand,
There is a keeper,
And in this House the keeper is Jack.

Some of you might wonder,
Who is Jack and what is it that Jack does.
Jack is the one,
Who gives you the power to jack your body.
Jack is the one,
Who gives you the power to do the snake.
Jack is the one,
Who gives you the key to the whiggly world.
Jack is the one,
Who learns you how to rock your body.
Jack is the one,
That can bring nations and nations of all jackers together under the one House.

You may be black,
You may be white,
You may be Jew or gentile,
It don t make a differnce in our House.
And this is fresh!

(Larry Heard & Chuck Roberts, Chicago 1988)

On the spot: Omar-S

omar sIn den letzten Wochen war Omar S nahezu in allen Blogs, Mags und so. Zeit, das alles mal zusammen zu fassen. Als erstes wäre da sein aktuelles Release auf Theo Parrishs Sound Signature Label. Blown Valvetrane ist mal wieder einer dieser knöchernen Houstracks, die mit einem Groove und minimaler Ausstattung auskommen. Omar-S schraubt an den Effekten, entwickelt einen Spannungsbogen und hat am Ende doch alle auf seine Art gekriegt. Mein heimlicher Favorit ist B2 – Deep Valve Cover mit dieser warmen, weichen Bassline und dem oldschool Percussion-Groove. Bei Resident Advisor konnten wir dann ein Interview mit Ihm lesen. Ich lernte: It’s all about the Namegame. Die Stifte, mit denen er einst seine Platten auf FXHE beschriftet hat, die hat er von der Arbeit mitgenommen und das Beste am Fabric und der Panorama Bar ist die Technik. Aber was ist denn mit dem Dancefloor?

Am 16. März erscheint seine Mix CD Fabric 45. Sie enthält nur Omar-S Tracks, die zum Teil auch noch nicht veröffentlicht wurden. Ich finde das wirklich klasse. In seinen DJ-Sets legt er auch gerne mal einen dieser Vocaltracks auf, die mir dann persönlich manchmal ein bisschen auf meine Technonerven gehen. Bei seinen eigenen Tracks hält er sich ja mit Vocals immer zurück. Bodytonic hat freundlicher Weise vorab eine 30-Minuten Aufnahme eines Live-Sets veröffentlicht, damit das Warten nicht so lange dauert. Beim FACT magazine hab ich eben noch ein weiteres Interview mit Ihm gefunden.. Alle Links hier:

  • Bodytonic Podcast

Nacho Patrol – Futuristic Abeba (KSE 02)

Nacho Patrol - Futuristic Abeba (KSE 02)Kraut Techno! haha. Und das ist meine Platte des Tages! Hinter Nacho Patrol steckt Legowelt. Von dem habe ich, so glaube ich, nur zwei Platten und eine davon ist diese hier. Sie erinnert mich vor allem an den Sommer. Die Peaktime liegt schon weit hinter uns,  irgend jemand von der Räuberbande spielt ziemlich schräge Musik und ich tanze trotzdem. Bald gibt’s die dann auch mit schönem Cover im Laden.

Carl Craig, Les Siècles Orchestra & Francesco Tristano live!

Im Jahr 2008 hat sich auch Carl Craig mit der Verbindung von klassischer und elektronischer Musik beschäftigt. So ist neben Recomposed mit Moritz von Oswald auch ein Konzert mit dem Les Siècles Orchestra und dem Pianisten Francesco Tristano entstanden, das wirklich gelungen ist. Um das Konzert in voller Länge zu sehen, so drücke unten auf „full screen“ oder klicke gleich hier. Wer nicht sicher ist, dass dieses Konzert wirklich cool ist, dem empfehle ich zum Einstieg Track 7 „Technology“.

An improbable alliance that was quite simply mind-blowing! This unique meeting between a classical ensemble and techno music was powerful, solemn and danceable all at once! For the concoction to work, it needed a guide: Carl Craig. Originator of the project, the emblematic Detroit producer/DJ worked with pianist Francesco Tristano to arrange his compositions for an orchestra. Distinguished guest, Moritz Von Oswald made a valuable contribution to the project, offering fans a rhythmic arrangement and a new piece co-written with Carl Craig. The result is impressive: a unique sound aesthetic that breaks down barriers between seemingly incompatible music styles – as described by François Xavier Roth, musical director and conductor of the “Siècles” orchestra: “There is no hierarchy in music, only a quest for high standards”. Historic concert!